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Wie wird man Hochschulprofessor? Eine multimethodale Messung und Analyse zum Auswahlverfahren

Title: Wie wird man Hochschulprofessor?  Eine multimethodale Messung und Analyse zum Auswahlverfahren

Academic Paper , 2016 , 39 Pages , Grade: 1.2

Autor:in: Philipp Lange (Author)

Psychology - Diagnostics
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Diese Arbeit geht der Frage nach, welche Fähigkeiten ein Kandidat mitbringen muss, um erfolgreich den Beruf des Hochschulprofessors zu ergreifen. Es wird versucht, diese Frage mittels psychologisch-diagnostischer Methoden vorherzusagen, und ein umfassendes Persönlichkeitsprofil eines erfolgreichen Bewerbers zu erstellen.

Hierfür wird zunächst ein umfassende Tätigkeitsbeschreibung des zukünftigen Berufes erstellt, woran sich die Erstellung eines expliziten Personalfragebogens anschließt. Die ausschlaggebenden Kriterien des Fragebogens sind dabei die Ausprägungen des Engagements, der Disziplin, der Sozialkompetenz, des Kooperationsvermögens, der Dominanz und der Stabilität. Als weitere Methode wird daran anschließend die Verhaltensbeobachtung eines Bewerbers näher erläutert, wobei besonderer Fokus auf dem Anspruch liegt, diese in einer möglicht realitätsnahen Umgebung durchzuführen. Als weitere Möglichkeit schließt sich ein situatives Interview an, dessen Ausgestaltung und Bewertung sich an den vorher bereits genannten Kategorien des Fragebogens orientiert. Als letzter Punkt wird die Bewertung der Bewerberunterlagen näher betrachtet.

Abschließend werden zusammenfassend alle vorgestellten Methoden im Hinblick auf ihren Nutzen zur Ermittlung des idealen Kandidaten nochmals diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Tätigkeitbeschreibung

2. Persönlichkeitsfragebogen

3. Verhaltensbeobachtung

4. Situatives Interview

5. Analyse der Bewerberunterlagen

6. Diskussion

6.1. Persönlichkeitsfragebogen

6.2. Verhaltensbeobachtung

6.3. Situatives Interview

6.4. Analyse der Bewerberunterlagen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein multimethodales Messverfahren zur standardisierten Auswahl von Hochschulprofessoren zu entwickeln. Dabei wird analysiert, wie spezifische Eignungsdiagnostik-Methoden kombiniert werden können, um ein valides und zuverlässiges Anforderungsprofil zu erstellen.

  • Entwicklung eines Testprofils mittels des Bochumer Inventars für berufsbezogene Persönlichkeitsbeschreibung (BIP-6F)
  • Konzeption eines strukturierten Verhaltensbeobachtungsbogens für Lehrproben
  • Erstellung eines situativen Interviews basierend auf der Critical Incident Technique
  • Methodische Evaluation der Analyse von Bewerberunterlagen zur Eignungsfeststellung
  • Gewichtung der verschiedenen Auswahlmethoden im Rahmen eines Auswahlprozesses

Auszug aus dem Buch

4. Situatives Interview

„Grundgedanke des situativen Interviews (Latham et al., 1980) ist, Arbeitsproben nicht in Form eines tatsächlichen Handlungsvollzugs durchführen zu lassen, sondern zu erfragen, auf welche Weise ein Bewerber in einer vorgestellten, möglichst realistisch geschilderten Arbeitssituation reagieren würde.“ (Stock-Homburg, 2013, S. 39).

Diese Arbeitssituationen werden vorher unter anderem mithilfe der sogenannten Critical Incident Technique (Flanagan, 1954) genau ermittelt und die potentiellen Antwortmöglichkeiten in sogenannten Verhaltensankern festgelegt (Weuster, 2012). Dadurch werden Versuchsleitereffekte weitestgehend ausgeschlossen und das Interview bleibt reliabel. Da sich Situationen möglichst nahe an den Berufssituationen orientieren, spricht man häufig von einer mentalen Tätigkeitssimulation (Stock-Homburg, 2013).

Mit Bezug auf die Professorenstelle, ist dieses Interviewverfahren sinnvoll, da die Tätigkeit eines Hochschulprofessors sowohl einen hohen Grad an Flexibilität, als auch Spontaneität verlangt. Die Tätigkeit eines Professors ist viele unterschiedliche Aufgaben gegliedert, zum Beispiel das Planen und Halten einer Vorlesung, die Organisation in der Hochschulverwaltung und Hochschulpolitik, sowie das Betreuen von Studenten. Hier ist es wichtig, abwägen zu können, Prioritäten zu setzen, mit dem Ziel ein zufriedenstellendes Niveau zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Tätigkeitbeschreibung: Dieses Kapitel erläutert das breite Aufgabenspektrum von Hochschulprofessoren, das Lehre, Forschung und administrative Verwaltungstätigkeiten umfasst.

2. Persönlichkeitsfragebogen: Hier wird das BIP-6F als Instrument vorgestellt, um berufsbezogene Persönlichkeitsfaktoren wie Engagement, Disziplin und Sozialkompetenz standardisiert zu erfassen.

3. Verhaltensbeobachtung: Es wird ein strukturierter Beobachtungsplan für Lehrproben entwickelt, um Verhaltensweisen der Bewerber direkt in der Lehrsituation zu evaluieren.

4. Situatives Interview: Dieses Kapitel beschreibt die Nutzung der Critical Incident Technique, um die Reaktionen von Bewerbern auf realistische, berufsspezifische Konfliktsituationen zu prüfen.

5. Analyse der Bewerberunterlagen: Hier wird der biografische Ansatz diskutiert, bei dem Lebenslauf, Zeugnisse und Publikationen als Indikatoren für zukünftige Leistungen herangezogen werden.

6. Diskussion: Die Ergebnisse der verschiedenen Methoden werden zusammengefasst, kritisch hinterfragt und zu einer gewichteten Entscheidungshilfe für den Auswahlprozess zusammengeführt.

Schlüsselwörter

Personalauswahl, Hochschulprofessor, BIP-6F, Eignungsdiagnostik, Verhaltensbeobachtung, Situatives Interview, Bewerberunterlagen, Anforderungsprofil, berufliche Leistung, Multimethodale Messung, Critical Incident Technique, Personalmanagement, Persönlichkeitsfaktoren, Lehrprobe, Validität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlich fundierten Personalauswahl für die Position eines Hochschulprofessors durch ein multimethodales Verfahren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die psychologische Eignungsdiagnostik, die Analyse von Bewerberunterlagen, das Führen von strukturierten Interviews und die Beobachtung von Lehrproben.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die Entwicklung eines standardisierten Auswahlverfahrens, das durch die Kombination verschiedener Methoden eine objektivere Entscheidung ermöglicht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es kommen das BIP-6F (Persönlichkeitsfragebogen), eine strukturierte Verhaltensbeobachtung, das situative Interview basierend auf der Critical Incident Technique und eine biografische Analyse zum Einsatz.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und methodische Konzeption der vier Auswahlverfahren sowie deren anschließende kritische Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Personalauswahl, Hochschulprofessor, Eignungsdiagnostik, BIP-6F und Multimethodale Messung.

Warum wird die Critical Incident Technique für das Interview genutzt?

Sie dient dazu, reale berufliche Herausforderungen zu simulieren und die Reaktionen des Bewerbers anhand objektiver Verhaltensanker messbar zu machen.

Welche Bedeutung haben die Bewerberunterlagen im gesamten Prozess?

Die Analyse der Unterlagen dient als erster Schritt zur Vorauswahl, um einen biografischen Bezug herzustellen und formale Kriterien sowie Qualifikationen zu prüfen.

Wie werden die verschiedenen Methoden am Ende gewichtet?

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Aussagekraft und Fehleranfälligkeit wird der Verhaltensbeobachtung das höchste Gewicht (35%) beigemessen, während BIP-6F und Interview mit je 25% und die Unterlagenanalyse mit 15% in das Gesamturteil einfließen.

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Details

Title
Wie wird man Hochschulprofessor? Eine multimethodale Messung und Analyse zum Auswahlverfahren
College
SRH University of Heidelberg
Grade
1.2
Author
Philipp Lange (Author)
Publication Year
2016
Pages
39
Catalog Number
V516047
ISBN (eBook)
9783346118004
ISBN (Book)
9783346118011
Language
German
Tags
BIG5 Multimethodale Messung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Lange (Author), 2016, Wie wird man Hochschulprofessor? Eine multimethodale Messung und Analyse zum Auswahlverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516047
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