Der Fokus dieser Studie liegt auf der Analyse der Praxistauglichkeit bzw. dem Beitrag des Burke-Litwin-Kausalmodells, um feststellen zu können, auf welche Dimensionen des Unternehmens sich ein geplanter Veränderungsprozess auswirkt. Im empirischen Teil der Arbeit wird die Situation einer Bäckerei analysiert.
Faktoren wie sich überschlagende technologische Entwicklungen, verkürzende Innovationszyklen, zunehmende Komplexität innerhalb der globalisierten Märkte sowie die fortschreitende Digitalisierung können das eigene Geschäftsmodell schlagartig in Frage stellen. Andererseits stehen diese Entwicklungen der Sehnsucht vieler Menschen in Organisationen nach Stabilität, Ruhe und Ordnung geradezu diametral entgegen. Die zentrale Herausforderung im Umgang mit diesen externen Umwelteinflüssen lautet somit: Wie können Unternehmen sowohl ihre Leistungsfähigkeit als auch ihre Strukturen so entwickeln, dass in diesen Veränderungen die eigene Marktstellung gestärkt und zukünftiger Erfolg sichergestellt wird?
Neben dem zentralen Anliegen einer gesunden Geschäftsentwicklung sollten insbesondere die Veränderungsauswirkungen auf die Menschen in Organisationen analysiert und mittels Interventionen im Rahmen des Change Managements gezielt gestärkt werden, um die im Wandel notwendigen Anforderungen erfolgreich bewältigen zu können. Es existieren eine Vielzahl an Konzepten und Theorien, um in Hinblick auf diese Zielsetzungen im Change Management geeignete Maßnahmen zu diagnostizieren als auch einleiten bzw. Veränderungen vorhersagen zu können, wobei das Burke Litwin Modell im Fokus dieser Studie steht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Studie
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das Change Management
2.2 Das Burke-Litwin Kausalmodell
3. Diagnose des Fallbeispiels anhand der Dimensionen des Burke-Litwin Kausalmodells
3.1 Die Bäckerei Bubenheim
3.2 Diagnose der Bäckerei Bubenheim anhand des Burke-Litwin Kausalmodell
4. Diskussion
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Anwendbarkeit des Burke-Litwin-Kausalmodells im Kontext von Veränderungsprozessen innerhalb von Organisationen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse, wie dieses holistische Modell genutzt werden kann, um gezielte Interventionen in einem mittelständischen Familienunternehmen zu planen, durchzuführen und die Auswirkungen auf die verschiedenen Dimensionen der Organisation zu bewerten.
- Grundlagen des Change Managements und historischer Kontext.
- Detaillierte Analyse und Definition der 12 Dimensionen des Burke-Litwin-Modells.
- Anwendung des Kausalmodells auf das Fallbeispiel der Bäckerei Bubenheim.
- Diskussion der Wirksamkeit transformationaler und transaktionaler Veränderungen.
- Evaluation von Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung.
Auszug aus dem Buch
3. Diagnose des Fallbeispiels anhand der Dimensionen des Burke-Litwin Kausalmodells
Im Folgenden wird der diagnostizierte Ist-Zustand der Bäckerei Bubenheim, aufgrund der vorgefallenen Fälle und anhand des Burke-Litwin Kausalmodells dargestellt. Daraufhin werden geplante Interventionsmaßnahmen mittels des Kausalmodells vorgestellt, um die zukünftigen internen Veränderungen im transformationalen-, als auch innerhalb des transaktionalen Sektors der Organisation, darstellen zu können. Diese diagnostizierten Ursachen innerhalb des Kausalmodells, sowie die betroffenen Dimensionen, welche sich weiter auf das Unternehmen auswirken, werden mittels der jeweiligen Zahl – je Dimension, welche in Abb. 1 gekennzeichnet sind, gekennzeichnet.
3.1 Die Bäckerei Bubenheim
Das dargestellte Fallbeispiel stellt eine reale Situation im Raum Hessen, Marburg-Biedenkopf, Wohratal dar und beschreibt treffend die aktuelle Situation (2018) eines mittelständischen Traditions- und Familienunternehmens im Konkurrenzkampf, aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs.
Das Traditions- und Familienunternehmen „Bäckerei Bubenheim“, im Raum Marburg-Biedenkopf, Hessen, Deutschland besteht seit dem Jahre 1956. Geführt wird die Bäckerei seit 35 Jahren mit ihren n = 10 Standorten von Bäckermeister (Senior) Bubenheim und Heike Bubenheim, welche sich um das Controlling, die Strategieausrichtung und um die Kunden kümmert. Weiterhin arbeiten 10 Bäcker in der Bäckerei direkt neben dem Wohnhaus und 20 Verkäufer an den 10 Standorten für das Unternehmen. Zehn der Bäcker arbeiten bereits seit 30 Jahren dort, sodass der Betrieb sich sehr gut untereinander kennt (8), die Produktionseffizienz der Mitarbeiter, jedoch mit dem Verlauf der Zeit und den zunehmenden Alter stark zurück geht (11).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Problematik technologischer und marktgetriebener Veränderungen ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau der Studie.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Change Managements, wichtige historische Meilensteine und definiert detailliert das Burke-Litwin Kausalmodell als Basis der Studie.
3. Diagnose des Fallbeispiels anhand der Dimensionen des Burke-Litwin Kausalmodells: Hier erfolgt die Anwendung des Modells auf die reale Situation der Bäckerei Bubenheim, inklusive einer Ist-Analyse und der Vorstellung geplanter Interventionsschritte.
4. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Validität und den Nutzen des Burke-Litwin-Modells in der Praxis, zieht Vergleiche zu anderen Studien und beleuchtet die Grenzen des Modells.
5. Fazit und Ausblick: Diese Sektion fasst die Eignung des Instruments zusammen und bietet einen Ausblick auf die Notwendigkeit kontinuierlicher, empirisch gestützter Veränderungsprozesse.
Schlüsselwörter
Change Management, Burke-Litwin-Kausalmodell, Organisationsentwicklung, Transformation, Transaktionale Faktoren, Unternehmensperformance, Bäckerei Bubenheim, Unternehmensstrategie, Organisationskultur, Führung, Motivation, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsdruck, Veränderungsprozesse, Diagnostik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung des Burke-Litwin-Kausalmodells zur Analyse und Steuerung von Veränderungsprozessen in einem mittelständischen Familienbetrieb.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit thematisiert Change Management, die zwölf Dimensionen des Burke-Litwin-Modells sowie die Unterscheidung zwischen transformationalen und transaktionalen Faktoren in Organisationen.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist die Überprüfung der Praxistauglichkeit des Burke-Litwin-Modells, um gezielte Verbesserungsmaßnahmen in einem Unternehmen diagnostizieren und ableiten zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Fallstudienmethode verwendet, bei der das Burke-Litwin-Modell als analytisches Instrument zur Diagnose des Ist-Zustands und zur Planung von Interventionen genutzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des Kausalmodells sowie dessen praktische Anwendung auf das Beispiel der Bäckerei Bubenheim, inklusive der konkreten Umsetzungspläne.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Change Management, Organisationsentwicklung, Burke-Litwin-Modell, Strategie und Unternehmensperformance.
Wie beeinflussen transformationale Faktoren laut Burke-Litwin das Unternehmen Bubenheim?
Transformationale Faktoren wie Führung, Mission und Organisationskultur bilden laut Modell das holistische Ziel und steuern die grundlegende Ausrichtung des Unternehmens durch Top-Down-Prozesse.
Welche spezifische Rolle spielt der "blauen Ozean" im Fallbeispiel?
Der "blaue Ozean" steht symbolisch für die Expansion in Standorte ohne Konkurrenzdruck, um die Wettbewerbsfähigkeit des Traditionsunternehmens nachhaltig zu sichern.
Warum wurde das Burke-Litwin-Modell für diese Fallanalyse gewählt?
Das Modell wurde gewählt, da es empirisch gestützt ist und eine ganzheitliche Betrachtung komplexer organisatorischer Zusammenhänge ermöglicht, was für ein Familienunternehmen sehr wertvoll ist.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für den Erfolg der Veränderung?
Die Unternehmenskultur wird als kritischer Faktor identifiziert, der durch die neue Führung aktiv geformt werden muss, um Motivation und individuelle Performance der Mitarbeiter zu steigern.
- Arbeit zitieren
- Philipp Lange (Autor:in), 2018, Das Burke-Litwin Kausalmodell. Welche Relevanz hat es innerhalb des Change Managements?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516082