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Forschungs- und Technologiepolitik in Theorie und politischer Umsetzung

Title: Forschungs- und Technologiepolitik in Theorie und politischer Umsetzung

Seminar Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Christian Dickmann (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Gegenstand dieser Arbeit ist die Forschungs- und Technologiepolitik (FuT). Diese soll zunächst theoretisch dargestellt werden. Zu klären ist insbesondere, welche Gründe theoretisch und praktisch für und gegen staatliches Einwirken auf die Forschung sprechen. Einerseits gilt in marktwirtschaftlichen Systemen die Prämisse, Güter möglichst durch private Unternehmer produzieren zu lassen. Andererseits weißt Wissen als Gut Besonderheiten auf, die nach gängiger Sicht ein Eingreifen des Staates nötig werden lassen. Es werden hierfür Begriffe wie Staats- und Marktversagen, Kapitalmarktversagen, Patentpolitik und Informations- bzw. Nirwanaproblem dargestellt und kritisch beleuchtet.
Anschließend wird ein Blick auf die bisherige deutsche sowie europäische FuT geworfen. Dabei werden die Schwächen der bisherigen Strategie am Beispiel der Förderung des IT-Sektors beleuchtet und diskutiert, in welche Richtung eine Neukonzeption der Förderpolitik gehen könnte.
In einem weiteren Schritt wird ausgehend vom Konzept der Sozialen Marktwirtschaft überlegt, inwiefern die heutige FuT im Widerspruch zu diesem für die deutsche Gesell-schaft grundlegenden Konzept steht, welche Aufgaben der Staat in einem freien Wirtschaftssystem erfüllen muss und welche er nicht erfüllen darf.
Die Ergebnisse der theoretischen Betrachtung und der Diskussion der politischen Umsetzung werden in einem abschließenden Fazit zusammengeführt. Es wird zu zeigen sein, inwiefern die theoretische Kritik an der Gestaltung von FuT Auswirkungen auf die praktische Gestaltung dieser Politik hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1 Argumente für staatliche Unterstützung der Forschung

2.2 Argumente für staatliche Behinderung der Forschung

2.3 Argumente gegen staatliche FuT

3.1 Bisherige FuT in Deutschland und der EU

3.2 Anforderungen an eine zukünftige FuT

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Forschungs- und Technologiepolitik (FuT). Dabei steht die kritische Analyse staatlicher Eingriffe in marktwirtschaftliche Systeme im Fokus, insbesondere unter Berücksichtigung von Innovationsförderung, Marktversagen und der Sozialen Marktwirtschaft.

  • Theoretische Begründungen für und gegen staatliche FuT-Interventionen
  • Analyse der bisherigen FuT-Strategien in Deutschland und der EU
  • Beleuchtung von Schwachstellen der staatlichen Forschungsförderung (Beispiel IT-Sektor)
  • Diskussion der Vereinbarkeit von FuT mit dem Konzept der Sozialen Marktwirtschaft
  • Perspektiven für eine neuausgerichtete, effizientere Forschungs- und Technologiepolitik

Auszug aus dem Buch

2.1 Argumente für staatliche Unterstützung der Forschung

Die grundlegende Begründung für staatliches Eingreifen in die Forschung an neuen Technologien lautet, daß das Niveau der Forschungsanstrengungen privater Unternehmer gesamtwirtschaftlich zu gering ist. Die Ursache der privatwirtschaftlichen Zurückhaltung liege in der Natur von Innovationen als öffentliche Güter sowie in der Risikoscheu von Unternehmern begründet.

Um technisches Wissen herrscht Nichtrivalität des Konsums, außerdem kann ein Anbieter dieses Gutes Konsumenten nur eingeschränkt ausschließen. Da es also recht einfach möglich ist, als Mitbewerber am Markt an den Forschungsergebnissen anderer mit geringen oder keinen Kosten teilzuhaben, ist davon auszugehen, daß ein Unternehmer seine Investitionsausgaben in die Generierung von Wissen weder durch Vermarktung der Forschungsergebnisse noch durch Vermarktung der als Folge der Forschungsergebnisse erfundenen Produkte wird wieder einnehmen können. Da eine im Wettbewerb stehende Volkswirtschaft jedoch auf immer neue und bessere Produkte angewiesen ist, gibt es eine Notwendigkeit, das Niveau der Forschungsausgaben dauerhaft mit staatlichen Mitteln zu erhöhen.

Statt mit dem Begriff des öffentlichen Gutes kann man auch nutzentheoretisch mit externen Effekten argumentieren. Als Unternehmen kostenfrei von Forschungsergebnissen anderer Unternehmer zu profitieren, stellt für erstere einen positiven externen Effekt dar. Das forschende Unternehmen hingegen hat das Interesse, aus der Forschung für sich selbst mehr Erträge zu erzielen als es in die Forschung investiert hat. Die gesamtwirtschaftlichen Erträge aller mit einem Forschungsergebnis arbeitenden Unternehmen ist dem einzelnen Unternehmer egal: Nur der eigene Profit zählt. Die sich aus dieser Überlegung ergebende Differenz zwischen unternehmensintern und gesamtwirtschaftlich optimalem Forschungsniveau muß der Staat durch Subventionen ausgleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Gegenstand der Forschungs- und Technologiepolitik und umreißt die theoretische sowie praktische Auseinandersetzung mit staatlichen Eingriffen in Forschungsprozesse.

2.1 Argumente für staatliche Unterstützung der Forschung: Das Kapitel begründet staatliche Interventionen mit dem Charakter von Wissen als öffentliches Gut und den daraus resultierenden externen Effekten sowie Finanzrestriktionen für Unternehmen.

2.2 Argumente für staatliche Behinderung der Forschung: Hier werden negative Aspekte staatlicher Eingriffe beleuchtet, wie etwa ineffiziente Parallelforschung oder Patentrennen, die das gesamtwirtschaftliche Optimum gefährden können.

2.3 Argumente gegen staatliche FuT: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der theoretischen Basis der FuT auseinander und thematisiert methodische Einwände sowie Informationsprobleme staatlicher Akteure.

3.1 Bisherige FuT in Deutschland und der EU: Der Text analysiert die historische Praxis der Forschungsförderung und identifiziert institutionelle Hürden und Fehlentwicklungen, insbesondere im IT-Bereich.

3.2 Anforderungen an eine zukünftige FuT: Es werden Leitlinien für eine effizientere Politik entwickelt, die den Rahmen der Sozialen Marktwirtschaft betonen und den Subventionsabbau sowie alternative Ansätze wie Patentpolitik in den Vordergrund stellen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer Abkehr von der klassischen Subventionspolitik zusammen und plädiert für einen stärkeren Fokus auf Wettbewerb und ordnungspolitische Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Forschungs- und Technologiepolitik, FuT, Soziale Marktwirtschaft, Marktversagen, Subventionen, Innovation, Patentpolitik, IT-Sektor, Wettbewerb, öffentliche Güter, externe Effekte, staatliche Intervention, Wirtschaftspolitik, Forschungsförderung, Technologieentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Rechtfertigung und der politischen Umsetzung staatlicher Forschungs- und Technologiepolitik (FuT) unter besonderer Berücksichtigung marktwirtschaftlicher Grundsätze.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Begründungen für und gegen staatliche Eingriffe, die Analyse historischer Förderprogramme in Deutschland und der EU sowie die Diskussion ordnungspolitischer Alternativen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu bewerten, inwiefern staatliche FuT im Widerspruch zur Sozialen Marktwirtschaft steht und wie eine effizientere, ordnungspolitisch fundierte Ausgestaltung dieser Politik aussehen könnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse marktwirtschaftlicher Konzepte (wie Marktversagen) sowie einer kritischen Auswertung bisheriger politischer Strategien und ihrer Ergebnisse.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden sowohl die klassischen Argumente für staatliche Unterstützung (z.B. öffentliche Güter, externe Effekte) als auch die methodische Kritik an staatlichen Eingriffen und die Analyse konkreter Fehlentwicklungen (z.B. IT-Förderung) erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind FuT, Soziale Marktwirtschaft, Marktversagen, Subventionsabbau und Wettbewerb.

Inwiefern wird der IT-Sektor als Fallbeispiel genutzt?

Der IT-Sektor dient als Beispiel, um das Scheitern nationaler und europäischer Förderstrategien zu illustrieren, bei denen hohe Ausgaben nicht zu einer wettbewerbsfähigen Industrie führten.

Welchen Ausweg schlägt der Autor für die zukünftige Gestaltung der FuT vor?

Der Autor schlägt einen konsequenten Subventionsabbau, eine Stärkung der Normen- und Patentpolitik sowie eine stärkere Rückbesinnung auf den Wettbewerb innerhalb der Sozialen Marktwirtschaft vor.

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Details

Title
Forschungs- und Technologiepolitik in Theorie und politischer Umsetzung
College
University of Bonn  (Seminar für politische Wissenschaften)
Course
Proseminar: Wirtschaftspolitik im Systemwettbewerb
Grade
2+
Author
Christian Dickmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V51647
ISBN (eBook)
9783638475594
ISBN (Book)
9783656795223
Language
German
Tags
Forschungs- Technologiepolitik Theorie Umsetzung Proseminar Wirtschaftspolitik Systemwettbewerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Dickmann (Author), 2002, Forschungs- und Technologiepolitik in Theorie und politischer Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51647
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