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Prozessorientiertes Wissensmanagement - Konzeption eines integrierten Vorgehensmodells

Title: Prozessorientiertes Wissensmanagement - Konzeption eines integrierten Vorgehensmodells

Diploma Thesis , 2005 , 112 Pages , Grade: gut

Autor:in: Markus Kopetzky (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Die Vielzahl der Veröffentlichungen deutet seit Beginn der Neunziger Jahre auf zwei exponierte Schwerpunkte bis heute aktuellen Managementinteresses hin. Prozess- und Wissensmanagement sind in den Fokus weltweiter Aufmerksamkeit unternehmerischer Entscheider gerückt. Die vorliegende Arbeit stellt Integrationsopportunitäten und daraus resultierende Synergieeffekte beider Konzepte heraus und kulminiert in einem integrierten Vorgehensmodell. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im zweiten und dritten Kapitel mit fundamentalen Ausführungen zum Wissens- und Prozessmanagement und liefert Antworten auf die Fragen: # Wie stellt sich die aktuelle Entwicklung des jeweils relevanten, unternehmerischen Umfeldes überblicksartig dar? # Wie werden die terminologischen Grundlagen definiert? # Wo liegt der strategische Nutzen des jeweiligen Konzepts? # Wie wird der jeweilige Managementansatz in der Praxis beurteilt und welche Verbreitung findet dieser? Im vierten Kapitel wird auf die Beziehungen und wechselseitigen Bedingungen zwischen dem Prozess- und Wissensmanagement eingegangen, um die Notwendigkeit einer integrativen, synergetischen Betrachtung zu unterstreichen. Das fünfte Kapitel analysiert aktuelle Ansätze des Wissens- und Prozessmanagements unter Berücksichtigung eines im Vorfeld entwickelten Ordnungsrahmens, um diese zu einem Vorgehensmodell im letzten Schritt zu synthetisieren. Ein Resümee bzw. einen Ausblick auf die prospektive Entwicklung dieser Thematik liefert abschließend das sechste Kapitel.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

2 WISSENSMANAGEMENT

2.1 EMPIRISCHE PHÄNOMENE

2.1.1 Wissen als vierter Produktionsfaktor

2.1.2 Gesellschaftlicher Wandel

2.1.3 Differenz von Buch- und Marktwert

2.1.4 Anstieg des Wissensangebots

2.1.5 Fragmentierung von Wissen

2.1.6 Dezentralisierung von Wissen

2.1.7 Personal- und Wissensfluktuation

2.2 GRUNDLAGEN UND ÜBERBLICK

2.2.1 Zeichen, Daten, Informationen, Wissen

2.2.1.1 Terminologie

2.2.1.2 Eigenschaften von Wissen

2.2.1.3 Arten von Wissen

2.2.2 Organisationales Lernen

2.2.3 Lernende Organisation

2.2.4 Wissensmanagement

2.3 GRUNDLAGEN DES STRATEGISCHEN MANAGEMENTS

2.3.1 Marktorientierte Strategie (market based view)

2.3.2 Ressourcenorientierte Strategie (resource based view)

2.4 WISSENSMANAGEMENT UND KERNKOMPETENZ

2.4.1 Einordnung im strategischen Management

2.4.2 Wissen, Kompetenzen, Kernkompetenzen und dynamische Kompetenzen

2.5 EMPIRISCHE STUDIEN

2.5.1 Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)

2.5.2 Studie des Unternehmensberatung McKinsey & Company

2.5.3 Studie der National Chung Cheng University, Taiwan

3 PROZESSMANAGEMENT

3.1 FUNKTIONSORIENTIERUNG VERSUS PROZESSORIENTIERUNG

3.2 TERMINOLOGISCHE GRUNDLAGEN

3.2.1 Prozesse und Geschäftsprozesse

3.2.2 Prozessarten

3.2.3 Prozessmanagement

3.2.4 Prozessmanagement und Business Reengineering

3.3 PROZESSMANAGEMENT UND KERNKOMPETENZ

3.4 EXPLORATIVE STUDIEN

3.4.1 Geschäftsprozessmanagement 2003 – Umfrage Status quo

3.4.2 Business Process Report 2004

4 INTERDEPENDENZEN UND SYNERGIEN

4.1 KONNEX AUS GESCHÄFTSPROZESSEN UND WISSEN

4.1.1 Abgrenzung der Untersuchungsobjekte und -dimensionen

4.1.2 Prozessschritt

4.1.3 Geschäftsprozess

4.1.4 Wertschöpfungskette

4.1.5 Ergebnis

4.2 PROZESS „WISSENSMANAGEMENT“

5 INTEGRIERTES VORGEHENSMODELL

5.1 VORÜBERLEGUNGEN

5.1.1 Zielsetzung

5.1.2 Vorgehensweise

5.2 MODELLRAHMEN

5.3 KONZEPTANALYSEN

5.3.1 Konzepte des Wissensmanagements

5.3.1.1 Knowledge Process Reengineering nach ALLWEYER

5.3.1.2 Gestaltungsorientierter Ansatz nach AMELINGMEYER

5.3.1.3 Business Knowledge Management nach BACH

5.3.1.4 Geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement nach HEISIG

5.3.1.5 Knowledge Chain nach HOLSAPPLE und SINGH

5.3.1.6 Wissensmarkt nach NORTH

5.3.1.7 Integratives Wissensmanagement nach PAWLOWSKY und REINHARDT

5.3.1.8 Bausteine des Wissensmanagement nach PROBST ET AL.

5.3.1.9 Vier Akte zum Wissensmanagement nach SCHÜPPEL

5.3.1.10 The 10-Step Knowledge Management Road Map nach TIWANA

5.3.1.11 Referenzmodell Wissensmanagement nach WARNECKE et al.

5.3.1.12 Systemisches Wissensmanagement nach WILLKE

5.3.2 Konzepte des Prozessmanagements

5.3.2.1 Prozessorientierte Organisationsgestaltung nach BECKER et al.

5.3.2.2 Business Engineering nach ÖSTERLE

5.3.2.3 ARIS – House of Business Engineering nach SCHEER

5.4 KONZEPTSYNTHESE

5.4.1 Strategieableitung

5.4.1.1 Prozessmanagementstrategie

5.4.1.2 Wissensmanagementstrategie

5.4.2 Aufgaben

5.4.2.1 Zukünftige, operative Wissensbasis ableiten

5.4.2.2 Wissensziele (re-)definieren

5.4.2.3 Prozessziele (re-)definieren

5.4.2.4 Prozessperformance messen

5.4.2.5 Wissensbasis bewerten

5.4.2.6 Wissensbasis analysieren

5.4.2.7 Wissen identifizieren

5.4.2.8 Prozesse modellieren

5.4.2.9 Prozesse analysieren

5.4.2.10 Maßnahmen ableiten

5.4.2.11 Wissen entwickeln

5.4.2.12 Wissen erwerben

5.4.2.13 Wissen verteilen

5.4.2.14 Wissen nutzen

5.4.2.15 Wissen selektieren

5.4.2.16 Wissen bewahren

5.4.2.17 Prozesse technisch implementieren

5.4.2.18 Prozesse auf Mitarbeiterebene implementieren

5.4.2.19 Aufbauorganisation gestalten

5.4.2.20 Feedback ermöglichen

5.4.3 Rahmenbedingungen

5.4.3.1 Analyse der Rahmenbedingungen

5.4.3.2 Schaffung von Hygienefaktoren

5.4.3.3 Schaffung von Motivatoren

5.4.4 Vorgehensmodell

6 RESÜMEE UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Konzeption eines integrierten Vorgehensmodells, das Prozess- und Wissensmanagement verbindet, um Synergieeffekte durch deren gemeinsame Anwendung zu realisieren und so den unternehmerischen Erfolg zu sichern.

  • Analyse fundamentaler Konzepte des Wissensmanagements und Prozessmanagements
  • Untersuchung der wechselseitigen Interdependenzen zwischen Geschäftsprozessen und Wissensmanagement
  • Identifikation von Synergiepotenzialen durch einen integrativen Ansatz
  • Entwicklung eines strukturierten, systemtheoretisch begründeten Vorgehensmodells
  • Synthese bestehender Managementmodelle zur praktischen Anwendungsunterstützung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Wissen als vierter Produktionsfaktor

Der große Stahlproduzent Bethlehem in Pennsylvania benötigte drei bis vier Mannstunden zur Herstellung einer Tonne Stahl. In der Zwischenzeit hat Nucor Steel in Charlotte ein Verfahren entwickelt, das den Einsatz hoch entwickelter Computer voraussetzt und zu der Produktion einer Tonne Stahl in lediglich 45 Mannminuten befähigt.

Diese Anekdote von STEWART (1998, S. 31) illustriert die Entwicklung der Produktion in den vergangenen Dekaden: Klassische Produktionsfaktoren, wie Arbeit, Kapital und Boden, werden zunehmend durch Wissen substituiert. Wissen ist keine Ressource mehr, die die übrigen Faktoren ausschließlich zusammenhält, sondern als eigenständiger Faktor selbst in das Produkt eingeht (produktionsorientierte Sicht).

Ein weiteres Beispiel stellt Moore’s Gesetz dar, nach dem sich die Packungsdichte von Platinen alle achtzehn Monate verdoppelt und welches bis heute noch Gültigkeit besitzt. Zurückzuführen ist eine derartige Entwicklung nicht auf einen Mehreinsatz von Silizium oder Transistoren, sondern auf eine intelligentere Konstruktion der Prozessoren und der zur Produktion benötigten Apparaturen. In diesem Fall werden keine Rohstoffe ersetzt, sondern das Produkt als solches durch das „Einfließen“ von Wissen aufgewertet.

Insgesamt ist „Wissen“ neben den drei tradierten Produktionsfaktoren zum Vierten avanciert (vgl. PICOT, 1990, S. 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz von Wissens- und Prozessmanagement und stellt das Ziel der Arbeit vor, Synergien beider Konzepte in einem integrierten Vorgehensmodell zu nutzen.

2 WISSENSMANAGEMENT: Dieses Kapitel liefert theoretische Grundlagen, definiert zentrale Begriffe und analysiert die strategische Bedeutung von Wissen im Kontext des organisationalen Lernens.

3 PROZESSMANAGEMENT: Hier werden Grundlagen des Prozessmanagements erarbeitet, der Wandel von der funktionsorientierten zur prozessorientierten Betrachtungsweise dargelegt und der strategische Nutzen für Unternehmen aufgezeigt.

4 INTERDEPENDENZEN UND SYNERGIEN: Das vierte Kapitel untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen Wissen und Prozessen und begründet die Notwendigkeit einer integrativen, synergetischen Betrachtung.

5 INTEGRIERTES VORGEHENSMODELL: Das Hauptkapitel analysiert bestehende Konzepte, entwickelt einen systemtheoretischen Modellrahmen und synthetisiert diesen schließlich zu einem konkreten Vorgehensmodell für die Praxis.

6 RESÜMEE UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Integration von Wissens- und Prozessmanagement.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Prozessmanagement, Vorgehensmodell, Geschäftsprozesse, Wissensbasis, Synergieeffekte, Organisationales Lernen, Wissensspirale, Strategisches Management, Kernkompetenzen, Prozessmodellierung, Wissensgenerierung, Wissensnutzung, Unternehmenswert, Integratives Vorgehensmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration von Wissensmanagement und Prozessmanagement, um Synergieeffekte zu nutzen, die bei einer getrennten Betrachtung verloren gehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die theoretischen Fundamente von Wissens- und Prozessmanagement, deren wechselseitige Abhängigkeiten sowie die Entwicklung eines praktischen Modells zu deren Einführung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Konzeption eines integrierten Vorgehensmodells, das Unternehmen als Anleitung dient, Wissens- und Prozessmanagement gemeinsam erfolgreich zu implementieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen systemtheoretischen Ansatz sowie eine vergleichende Analyse bestehender Managementkonzepte, um daraus eine eigenständige Modellsynthese abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen beider Disziplinen und deren Interdependenzen analysiert, gefolgt von einer detaillierten Konzeptanalyse und der schrittweisen Konstruktion eines integrierten Vorgehensmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissensmanagement, Prozessmanagement, Vorgehensmodell, Geschäftsprozesse, Wissensbasis und Synergieeffekte charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Ansatz des Wissensmarktes nach NORTH von anderen Modellen?

Das Modell von NORTH betrachtet Wissensmanagement metaphorisch als Markt, auf dem Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen, und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Rollen der Akteure (Wissensnachfrager, -anbieter, -mittler).

Welche Bedeutung kommt dem Prozessschritt im Modell zu?

Der Prozessschritt ist die kleinste betrachtete Einheit der prozessualen Perspektive und dient als Untersuchungsobjekt, um den konkreten Einfluss des Wissensmanagements auf operative Tätigkeiten zu beleuchten.

Excerpt out of 112 pages  - scroll top

Details

Title
Prozessorientiertes Wissensmanagement - Konzeption eines integrierten Vorgehensmodells
College
University of Hagen  (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik)
Grade
gut
Author
Markus Kopetzky (Author)
Publication Year
2005
Pages
112
Catalog Number
V51654
ISBN (eBook)
9783638475655
ISBN (Book)
9783638842105
Language
German
Tags
Prozessorientiertes Wissensmanagement Konzeption Vorgehensmodells
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Kopetzky (Author), 2005, Prozessorientiertes Wissensmanagement - Konzeption eines integrierten Vorgehensmodells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51654
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