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Überblick und Kritik der empirischen Literatur zum Thema M&A im Bankensektor

Titel: Überblick und Kritik der empirischen Literatur zum Thema M&A im Bankensektor

Bachelorarbeit , 2019 , 69 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Calvin Krieg (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist eine kritische Analyse der zum Thema Mergers & Acquisitions (M&A) im Bankensektor existierenden empirischen Literatur. Es wird der Versuch unternommen, die bereits in der Literatur vorliegenden Erkenntnisse zu M&A-Transaktionen im Bankensektor in einer systematischen Darstellung herauszuarbeiten. Dabei sollen insbesondere etwaige Unterschiede, gegenläufige Aspekte und kritische Argumente identifiziert werden, sodass sich ein möglichst vollständiger sowie detailreicher Überblick über das Themenfeld einstellt.

Wie die jüngst gescheiterte Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank zu einem "deutschen Bankenchampion" zeigt, befindet sich der Bankensektor im Umbruch. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sehen sich Banken mit erheblichen Wettbewerbsveränderungen konfrontiert. Auch wenn die "Elefantenhochzeit" in der Wirtschaftspresse viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, nimmt sie dennoch keine Sonderstellung ein. Die globale Wirtschaft ist seit Beginn der 1990er Jahre branchenübergreifend durch Fusions- und Übernahmewellen gekennzeichnet. Nach dem Motto "big is beautiful" scheinen viele Unternehmen den Wettbewerbsveränderungen und Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung auf diese Weise begegnen zu wollen. Obwohl Mergers & Acquisitions (M&A) als wesentliche Lösung für Banken gelten, um wettbewerbsfähige Größe zu erreichen, zeigt eine Großzahl von Studien, dass viele der weltweiten Bankenfusionen nicht erfolgreich sind. Warum fusionieren Banken dennoch? Was sind die Motive für M&A im Bankensektor? Besteht aus betriebswirtschaftlicher Sicht tatsächlich ein Zwang zur Größe oder sind die aktuellen Zusammenschlüsse am Bankenmarkt – wie Kritiker behaupten – nur Ausdruck eines sich verselbständigenden "Herdentriebs"? Und wie erfolgreich sind Bankenzusammenschlüsse am Ende? Dem Phänomen weltweiter Bankenfusionen begegnet die wissenschaftliche Literatur mit zahlreichen empirischen Studien, die wegen der vielfältigen Einzelaspekte des Themenfeldes sehr facettenreich und nur bedingt vergleichbar sind. Aus dieser Gegebenheit leitet sich die Motivation der vorliegenden Arbeit ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegendes – Ein Überblick über den Bankensektor

2.1. Begriffsabgrenzungen und Definitionen

2.1.1. Charakteristika und Unterscheidungsmerkmale von Banken

2.1.2. Charakterisierung von Zusammenschlüssen im Bankwesen

2.2. Konsolidierung der Bankenbranche am Beispiel der EU

2.2.1. Strukturelle Ursachen

2.2.2. Shareholder Value als zentraler Treiber

3. Bankentransaktionen als Untersuchungsgegenstand

3.1. M&A- im Bankensektor – Eine Übersicht der empirischen Literatur

3.2. Von der Theorie zur Empirie – Motive für M&A im Bankensektor

3.2.1. Klassifizierung und Systematisierung der Motivhypothesen

3.2.2. Wertsteigernde Motive und ihre empirische Evidenz

3.2.2.1. Effizienz- und Synergie-Hypothese

3.2.2.2. Diversifikations-Hypothese

3.2.2.3. Marktmacht-Hypothese

3.2.2.4. Spekulationen als Motiv für M&A-Transaktionen

3.2.3. Nicht-wertsteigernde Motive und ihre empirische Evidenz

3.2.3.1. Hubris-Hypothese

3.2.3.2. Agency-Hypothesen

3.2.4. Nachahmer-Effekt – Herdentrieb als unbewusstes Motiv

3.2.5. Strategische Motive

3.3. Erfolgsforschung über M&A-Transaktionen in der Bankenindustrie

3.4. Verwendete methodische Ansätze

3.4.1. Kapitalmarktorientierte Ereignisstudien

3.4.2. Dynamische Effizienzstudien

3.4.3. Performancestudien

4. Ergebnisse der bankenbezogenen M&A-Erfolgsforschung

4.1. Ergebnisse der Ereignisstudien

4.2. Ergebnisse der dynamischen Effizienzstudien

4.3. Ergebnisse der Performancestudien

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine kritische Analyse der empirischen Literatur zu Mergers & Acquisitions (M&A) im Bankensektor zu erstellen und dabei vorliegende Erkenntnisse systematisch aufzuarbeiten, um einen detailreichen Überblick über dieses facettenreiche Themenfeld zu geben.

  • Strukturelle Rahmenbedingungen und Konsolidierung im Bankensektor
  • Systematisierung und Klassifizierung von M&A-Motivhypothesen
  • Differenzierung zwischen wertsteigernden und nicht-wertsteigernden Motiven
  • Analyse der bankenbezogenen M&A-Erfolgsforschung
  • Methodische Ansätze in der empirischen Erfolgsforschung (Ereignisstudien, Effizienz- und Performancestudien)

Auszug aus dem Buch

3.2.3.1. Hubris-Hypothese

Die Hubris-Hypothese (dt. Hybris) wurde von Roll (1986) formuliert und beruht auf der Annahme strenger Informationseffizienz des Kapitalmarktes. Sie besagt, dass – trotz der korrekten Marktbewertung von Targets – Manager akquirierender Unternehmen glauben, durch ihre eigenen Fähigkeiten zusätzlichen Wert aus einem Kaufobjekt generieren zu können. Die Selbstüberschätzung (engl. Hubris) wird wesentlich durch die bisherige Performance eines Bankmanagers, seine Wertschätzung der bzw. durch die Medien, seine Erfahrung und seine Selbsteinschätzung bestimmt. Die Konsequenzen der Hubris-Hypothese sind i.Allg. die Zahlung einer überhöhten Transaktionsprämie, die Steigerung des Marktwertes des Targets und ein deutlicher Marktverlust für den Käufer. Im Zusammenhang mit der Hubris-Hypothese wird auch die Winners’s-Curse Hypothese genannt. Dieser z.T. empirisch beobachtete Zusammenhang, dass Käufer, die einen kompetitiven Kaufwettbewerb gewinnen, den Wert eines Targets oftmals bei weitem überschätzen, kann eine mögliche Begründung für die Wertvernichtung infolge von Bankentransaktionen sein. Roll selbst sowie andere empirische Untersuchungen sehen diese Theorie kritisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den aktuellen Umbruch des Bankensektors, die Relevanz von M&A als Wachstumsstrategie trotz häufiger Misserfolge und definiert das Ziel der Arbeit, die empirische Literatur hierzu kritisch zu analysieren.

2. Grundlegendes – Ein Überblick über den Bankensektor: Erarbeitet ein grundlegendes Verständnis über Banken, definiert M&A-Transaktionen und beleuchtet die strukturellen Ursachen sowie Treiber der Branchenkonsolidierung in der EU.

3. Bankentransaktionen als Untersuchungsgegenstand: Systematisiert und klassifiziert verschiedene Motivhypothesen (wertsteigernd vs. nicht-wertsteigernd) für Bankentransaktionen und erläutert die methodischen Ansätze zur Erfolgsmessung.

4. Ergebnisse der bankenbezogenen M&A-Erfolgsforschung: Präsentiert die empirischen Befunde aus verschiedenen Studien, diskutiert diese im Hinblick auf die untersuchten Methoden und bewertet den Erfolg von M&A in der Bankenindustrie.

5. Fazit und Ausblick: Resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Motive und Erfolge von Bankentransaktionen und gibt einen Ausblick auf den Forschungsbedarf im Kontext des Markteintritts von Technologiefirmen.

Schlüsselwörter

Mergers & Acquisitions, Bankensektor, Bankenkonsolidierung, Shareholder Value, Motivhypothesen, Synergieeffekte, Effizienzsteigerung, Marktmacht, Ereignisstudien, Erfolgsforschung, Diversifikation, Hubris-Hypothese, Agency-Hypothesen, Bankenmanagement, Finanzkrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die existierende empirische Literatur zum Thema M&A im Bankensektor und arbeitet Erkenntnisse systematisch auf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Motive für Bankenzusammenschlüsse, die strukturellen Determinanten der Branchenkonsolidierung und die empirische Erfolgsforschung bei Bankentransaktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die systematische Erarbeitung eines Überblicks über bisherige Erkenntnisse zu M&A im Bankensektor, um Unterschiede, gegenläufige Aspekte und kritische Argumente herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen literaturanalytischen Ansatz und betrachtet verschiedene empirische methodische Ansätze wie Ereignisstudien, dynamische Effizienzstudien und Performancestudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung und Klassifizierung von Motivhypothesen sowie die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse zur Erfolgsforschung im Bankensektor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem M&A, Bankenkonsolidierung, Shareholder Value, Effizienzsteigerung, Marktmacht, Hubris-Hypothese und Agency-Hypothesen.

Welche Rolle spielt das "Empire-Building" für die Motive der Manager?

Das Empire-Building beschreibt das Streben von Managern nach Unternehmensgröße zur eigenen Nutzenmaximierung, oft auf Kosten der Aktionäre und entgegen ökonomischer Sinnhaftigkeit.

Wie beeinflusst die Digitalisierung die M&A-Aktivitäten von Banken?

Die Digitalisierung gilt als fundamentaler Treiber, der Banken zu M&A motiviert, um durch Skaleneffekte Fixkosten zu verteilen und fehlendes technologisches Know-how durch Zukäufe zu gewinnen.

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Details

Titel
Überblick und Kritik der empirischen Literatur zum Thema M&A im Bankensektor
Hochschule
Universität Bayreuth  (Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät – Lehrstuhl BWL XII – Controlling)
Note
2,0
Autor
Calvin Krieg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
69
Katalognummer
V516564
ISBN (eBook)
9783346111135
ISBN (Buch)
9783346111142
Sprache
Deutsch
Schlagworte
M&A Bankensektor Bankenbranche empirische Literatur M&A Motive Analyse kritische Analyse Mergers & Acquisitions Bankentransaktionen Erfolgsforschun
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Calvin Krieg (Autor:in), 2019, Überblick und Kritik der empirischen Literatur zum Thema M&A im Bankensektor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516564
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  69  Seiten
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