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Schulkritik und Reformvorschläge

Titel: Schulkritik und Reformvorschläge

Hausarbeit , 2019 , 12 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Karina Stepin (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schulkritik selbst gibt es seit es Schule gibt und kann verschiedene Varianten haben. Die Kritik soll dazu dienen für eine öffentliche Diskussion sensibel zu machen und keinesfalls die Schulrealität ersetzen. Aufgabe der verschiedenen Akteure, worunter Lehrkräfte fallen, ist es den heranwachsenden Kindern und Jugendlichen eine bestmögliche Bildung zu bieten, denn wie bereits Humboldt erkannt hat, ist eine gute Bildung entscheidend für die Weiterführung der Menschheit.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Auseinandersetzung des deutschen Bildungssystems. Insbesondere sollen die Herausforderungen, denen das deutsche Bildungssystem und die Heranwachsenden im Zuge der Globalisierung gestellt sind, verdeutlicht werden. Aus diesem Grund wird zunächst auf die Reformen der 1970er eingegangen, die eine implizite Schulkritik darstellen, um aufzuzeigen, welche Sachverhalte bereits in der Vergangenheit diskutiert und kritisiert wurden und welche Entwicklungen als Fortschritt beurteilt werden können. Im Nachhinein werden mit Hilfe des Jahresgutachtens 2011 des Aktionsrats Bildung aktuelle Reformideen illustriert.

Nachfolgend wird mit Hilfe des Bildungsberichts 2018 auf weitere aktuelle Probleme und Entwicklungen der Bundesrepublik im Schulsystem hingewiesen, sodass überprüft werden kann, welche Reformideen seit 2011 umgesetzt wurden. Im vierten Kapitel wird ein eigener Zugang zur aktuellen Situation im deutschen Bildungswesen geschaffen. Der Fokus liegt dabei besonders auf der Frage, ob der heutige kompetenzorientierte Unterricht tatsächlich seinen Zweck erfüllt, nämlich Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen das Gelernte handlungsfähig zu machen, Wissen aufzubauen und Bildung in erster Linie zu ermöglichen oder ob aufgrund der ‚Zeitkompression‘ lediglich Informationen gelehrt werden, statt den Schülern dabei zu helfen Wissen aufzubauen.

Demzufolge soll im vierten Kapitel die radikale Frage ‚Ist die Schule eine Bildungseinrichtung oder lediglich eine Institution zur Informationsvermittlung, die uns daran hindert, gebildet zu werden?‘ versucht geklärt zu werden. Bei der Beantwortung dieser Frage werden Beiträge von Roland Reichenbach, Jürgen Oelkers und Johannes Baumann herangezogen. Folglich kann Illichs These, ob Schule kein Ort der Bildung ist, bestätigt oder abgelehnt werden. Das Fazit am Ende der Arbeit fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schulentwicklung im Zuge der Reformpädagogik

3 Bildungsreform 2000 – 2010 – 2020

3.1 Reformvorschläge für die Primarstufe

3.2 Reformvorschläge für den Sekundarbereich

3.3 Überprüfung jüngster Reformideen mit Hilfe des Bildungsberichts 2018

4 Ist Schule eine Bildungseinrichtung oder eine Institution zur Informationsvermittlung?

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch das deutsche Bildungssystem, analysiert die Wirksamkeit vergangener und aktueller Reformen und hinterfragt anhand pädagogischer Theorien, ob moderne Schule der Bildung dient oder lediglich der Informationsvermittlung.

  • Historische Einordnung der Bildungsreformen der 1970er Jahre
  • Analyse aktueller Reformvorschläge für Primar- und Sekundarstufen
  • Evaluation des Bildungssystems anhand des Bildungsberichts 2018
  • Kritische Reflexion des Kompetenzbegriffs gegenüber dem Wissensaufbau
  • Diskussion der Schulkritik nach Ivan Illich und Humboldt

Auszug aus dem Buch

4 Ist Schule eine Bildungseinrichtung oder eine Institution zur Informationsvermittlung?

Die Vermittlung von Bildung ist ein komplexer Prozess, der genau durchdacht werden muss. Jederzeit mitzudenken ist die Persönlichkeitsbildung, die einen entscheidenden Punkt darstellt, um sich und die Gesellschaft voranzutreiben.

Nach Humboldt dient Bildung dem Zweck, sich zu einem harmonischen Ganzen zu entwickeln. Jeder Mensch unterliegt Bildungsprozessen und für jeden ist Bildung vorhanden. Bildung soll nicht nur eigene Interessen realisieren, sondern ebenfalls zur Verbesserung des Zusammenlebens beitragen. Dies bedeutet, dass das Individuum nicht nur sich, sondern zusätzlich andere bilden soll. Humboldt verfolgt das Ziel, dass das Ideal einer Gemeinschaft von interessierten und gebildeten Menschen besteht, wobei das Ziel von den Menschen die Entwicklung der Menschheit zur Vollkommenheit ist. Bildung ist demzufolge das Streben der Menschen zu Fortschritt der Menschheit. Der Kern des Bildungsprozesses lässt sich beschreiben als Verknüpfung von Ich und Welt im Sinne, so Humboldt, „einer allgemeinsten, regesten und freiesten Wechselwirkung“.

Nur in der freien, selbstbestimmten, autonomen Entfaltung der Kräfte können sich Kultur und Humanität entwickeln. In der heutigen dynamisch entwickelnden Gesellschaft hat der Bildungsbegriff allerdings eine neue, erschreckende Funktion eingenommen.

Die heutige Bildungswelt wird von drei Merkmalen geprägt: Besitz, Produktion und Zeit. Bildung wird als Besitz des Individuums benutzt, als ein Gut, das produziert, jederzeit veränderbar ist und ökonomisch in Hinblick auf die Zeit erzeugt werden sollte.

„Das Bildungssystem [erscheint] als ein riesiger Einverleibungs-, Verwertungs- und Ausstoßungsorganismus, den es nach zeitökonomischen und Effektivitätskriterien zu steuern und kontrollieren gilt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die schulkritische Perspektive von Ivan Illich ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, das deutsche Bildungssystem im Kontext historischer und aktueller Reformen zu hinterfragen.

2 Schulentwicklung im Zuge der Reformpädagogik: Dieses Kapitel beleuchtet die bildungspolitischen Reformideen der 1970er Jahre, deren Ziele wie Chancengleichheit und Demokratisierung sowie die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realisierung.

3 Bildungsreform 2000 – 2010 – 2020: Hier werden aktuelle Herausforderungen analysiert und Reformvorschläge für den Primar- sowie Sekundarbereich diskutiert, ergänzt durch eine kritische Auswertung des Bildungsberichts 2018.

4 Ist Schule eine Bildungseinrichtung oder eine Institution zur Informationsvermittlung?: Das Kapitel setzt sich theoretisch mit dem Bildungsbegriff auseinander und untersucht, ob das moderne, kompetenzorientierte System eher der Wissensvermittlung statt der echten Persönlichkeitsbildung dient.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Relevanz der kritischen Fragestellung, ob Schule heute eher als bloße Institution zur Informationsvermittlung fungiert.

Schlüsselwörter

Schulkritik, Bildung, Bildungsreform, Kompetenzorientierung, Schulsystem, Ivan Illich, Chancengleichheit, Bildungsbericht, Bildungsstandards, Wissensvermittlung, Reformpädagogik, Lehrerausbildung, Schulstruktur, Qualitätssicherung, Schulpflicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Auseinandersetzung des deutschen Bildungssystems, wobei die Wirksamkeit von Reformen und der Zweck von Schule analysiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Reformpädagogik, die Entwicklung des Bildungswesens von den 1970er Jahren bis heute, Bildungsstandards sowie die Abgrenzung von Bildung und Informationsvermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob das heutige kompetenzorientierte Unterrichtssystem Kindern und Jugendlichen tatsächliche Bildung ermöglicht oder sie primär auf Informationsaufnahme reduziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung relevanter Berichte wie des Bildungsberichts 2018 und des Jahresgutachtens des Aktionsrats Bildung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden historische Reformmisserfolge, aktuelle Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung sowie der theoretische Konflikt zwischen Bildungsanspruch und Effizienzkriterien diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Schulkritik, Bildungsreform, Kompetenzorientierung, Chancengleichheit und der Bildungsbegriff.

Welche Rolle spielt Ivan Illich für die Argumentation?

Illich liefert mit seiner radikalen Schulkritik den theoretischen Ankerpunkt, um zu hinterfragen, ob Schule die Entfaltung des Einzelnen fördert oder ihn lediglich an ein System anpasst.

Wie bewertet die Arbeit den aktuellen "Kompetenzbegriff"?

Die Arbeit äußert die Sorge, dass der Kompetenzbegriff den eigentlichen Bildungsbegriff verdrängt und zu einer oberflächlichen Informationsvermittlung führt, die tiefgehendes Wissen und eigenständiges Denken behindert.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schulkritik und Reformvorschläge
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1.0
Autor
Karina Stepin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V516733
ISBN (eBook)
9783346131959
ISBN (Buch)
9783346131966
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schulkritik reformvorschläge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karina Stepin (Autor:in), 2019, Schulkritik und Reformvorschläge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516733
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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