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Verbot von Tierarzneimitteln und Reduktion von Umwelteinflüssen

Maßnahmen und Konzepte

Titel: Verbot von Tierarzneimitteln und Reduktion von Umwelteinflüssen

Hausarbeit , 2020 , 34 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Tierarzneimittel und auch Humanarzneimittel gelangen meistens nach ihrer Anwendung unverstoffwechselt oder als Reaktionsprodukt in die Umwelt. Dies kann ein erhebliches Risiko für die Sicherheit des ökologischen Systems verursachen, wovon zahlreiche Tiere und Pflanzen betroffen sind. Umweltrisiken von Arzneimittel können durch gezielte Forschung und durch das Fullen von Wissenslücken über die Auswirkung, vor allem den langzeitigen Auswirkungen auf das System, schließen.

Vor allem bei problematischen Wirkstoffen und Arzneien sollten diese nach ihrer Marktzulassung besonders unter Beobachtung stehen, um Umweltrisiken möglichst schnell zu erkennen und weiteren Schaden vorzubeugen. Obligatorische Überwachungssysteme sollte ebenfalls dazu eingesetzt werden. Es sollte demnächst geprüft werden, ob bei der Entwicklung, Nutzung und Entsorgung von Tierarzneimitteln alle Nachhaltigkeitskriterien erfüllt wurden und dementsprechend eine Verschleppung der Wirkstoffe aktiv verhindert wird.

Neben Schwellenwerten der einzelnen Wirkstoffgruppen, sollte demnach auch über ein Summenwert analog zu Pestizidwirkstoffen diskutiert werden. Antibiotika sind besonders riskant, aufgrund noch nicht abschätzbarer ökotoxikologischer Auswirkungen auf Nichtzielorganismen, sowohl in terrestrischer als auch aquatischer Umwelt. Genauere Effekte werden somit wahrscheinlich erst beobachtbar, nachdem größere Mengen an Wirkstoffen bioverfügbar werden. Um dies vorzubeugen sollten genannte Dauerbeobachtungen eingerichtet werden, deutliche Erkenntnisse sollten einen bedeutenden Anteil zur Langzeituntersuchung, der möglichen Folgen von Austragen und Verschleppungen in die Umwelt leisten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Hinleitung zum Thema

2 Grundlagen

2.1 Begriffserklärungen

2.1.1 Was sind Tiere?

2.1.2 Was sind Arzneimittel?

2.2 Gesetzliche Vorgaben für Tierarzneimittel

2.2.1 Arzneimittelgesetz

2.2.2 Verordnung in der Europäischen Union über Tierarzneimittel

3 Methode zur Erfassung von Auswirkungen bei Neuzulassung

3.1 Phase 1 des Verfahrens:

3.2 Phase 2 des Verfahrens:

4 Eintrag von Tierarzneimitteln in die Umwelt

4.1 Antibiotika und Antiparasitika in der Veterinärmedizin

4.2 Die Auswirkung auf Nichtzielorganismen

4.3 Die Auswirkung auf den Menschen

5 Konzepte zur Verringerung der Umwelteinflüsse

6 Zusammenfassung und Forschungsempfehlungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die ökologischen Auswirkungen des Einsatzes von Tierarzneimitteln in der intensiven Nutztierhaltung und erörtert, inwiefern ein Verbot bestimmter umweltwirksamer Wirkstoffe zur Reduktion dieser Belastungen beitragen kann.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Tierarzneimittel in Deutschland und der EU.
  • Darstellung der Verfahren zur Erfassung von Umweltauswirkungen bei der Zulassung neuer Wirkstoffe.
  • Untersuchung der Eintragspfade von Arzneimittelrückständen in die Umwelt durch die Nutztierhaltung.
  • Bewertung der toxikologischen Folgen für Nichtzielorganismen und den Menschen (z. B. Antibiotikaresistenzen).
  • Diskussion von Vermeidungsstrategien und Verbesserungspotenzialen in der landwirtschaftlichen Praxis.

Auszug aus dem Buch

4.3 Die Auswirkung auf den Menschen

Neben den Auswirkungen auf die Umwelt und anderen tierischen Organismen, könnten die Tierarzneimittel auch einen Einfluss auf menschliche Lebewesen besitzen, nicht zuletzt eben nur dieselbe Auswirkung wie ursprünglich von der Anwendung auf die Tiere zu erwarten war. Oft bleiben in tierischen Produkten aus der Landwirtschaft Rückstände der Arzneimittel zurück. Diese nehmen wir dann über Fleisch, Eier oder Milch in uns auf, was eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellen kann.

Durch die intensive Massentierhaltung besteht in der Umgebungsluft oft eine höhere Konzentration von Keimen. Diese Umgebungsluft macht es Krankheitserreger und Parasiten einfacher sich schnell auszubreiten. Daher greifen Landwirte oft auf die metaphyphylaktische Anwendung von Antibiotika zurück. Die metaphyphylaktische Anwendung von Antibiotika bedarf allerdings seit dem 1. Januar 2006 eine tierärztliche Verschreibung. Bei dieser Behandlungsform werden aber nicht nur erkrankte Tiere behandelt, sondern auch der gesamte Tierbestand, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Dafür wird die Futterverteilung mit metaphyphylaktischen Antibiotika versetzt. Das Problem ist hierbei nur, dass deutlich mehr gesunde als kranke Tiere behandelt werden. Dies fördert die Entstehung von Antibiotika-Resistenten Keimen. Bei der falschen Anwendung von Antibiotika, zum Beispiel einer falschen Dosierung oder zu langen Verabreichung, bleiben häufig Keime, die sich an das Mittel gewöhnt haben und dagegen resistent geworden sind. Geschieht dies häufiger mit mehreren Antibiotikagruppen, können multiresistente Keime entstehen, die sich ungehindert blitzschnell vermehren und ausbreiten können. Multiresistente Keime können nachweislich zu Haut- und Weichteilinfektionen, sowie weitere bakterielle

Zusammenfassung der Kapitel

Hinleitung zum Thema: Diese Einleitung erläutert den wachsenden Bedarf an Tierarzneimitteln durch die steigende Nachfrage nach Tierprodukten und die damit verbundenen unzureichenden Langzeitstudien zur Umweltauswirkung.

Grundlagen: Dieses Kapitel definiert biologische und medikamentöse Grundbegriffe und analysiert die gesetzlichen Vorschriften für Tierarzneimittel innerhalb Deutschlands und der EU.

Methode zur Erfassung von Auswirkungen bei Neuzulassung: Hier wird das zweistufige Zulassungsverfahren erläutert, das durch das Umweltbundesamt durchgeführt wird, um ökologische Risiken neuer Wirkstoffe zu bewerten.

Eintrag von Tierarzneimitteln in die Umwelt: Dieses Kapitel behandelt die Eintragspfade von Wirkstoffen in die Umwelt sowie deren Auswirkungen auf Nichtzielorganismen und die menschliche Gesundheit, insbesondere durch Antibiotikaresistenzen.

Konzepte zur Verringerung der Umwelteinflüsse: Dieser Abschnitt diskutiert präventive Maßnahmen, wie eine verbesserte Zulassungspolitik, optimierte Haltungsbedingungen und Konzepte der "Green Pharmacy" zur Schadensminimierung.

Zusammenfassung und Forschungsempfehlungen: Das Fazit fasst die Dringlichkeit der Überwachung und Forschung zusammen und plädiert für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Tierarzneimitteln zum Schutz des Ökosystems.

Schlüsselwörter

Tierarzneimittel, Massentierhaltung, Antibiotika, Antiparasitika, Umwelteinflüsse, Umweltbundesamt, Arzneimittelgesetz, Nichtzielorganismen, Antibiotikaresistenzen, Metaphylaxe, Zulassungsverfahren, Nachhaltigkeit, Wirkstoffe, Ökotoxikologie, Rückstände

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ökologischen Auswirkungen, die durch den Einsatz von Tierarzneimitteln in der intensiven Nutztierhaltung entstehen, und diskutiert regulatorische Möglichkeiten zur Risikominimierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die gesetzliche Regulierung von Tierarzneimitteln, die Umwelteintragspfade, die Folgen für Ökosysteme sowie die gesundheitlichen Risiken für den Menschen durch Antibiotikaresistenzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin zu untersuchen, ob und wie ein Verbot oder eine strengere Regulierung umweltwirksamer Tierarzneimittel die Umweltbelastung signifikant reduzieren könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Studien, gesetzlicher Verordnungen der EU und Deutschlands sowie auf Berichte des Umweltbundesamtes.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, die Beschreibung der Zulassungs- und Bewertungsverfahren sowie eine detaillierte Analyse der Ausbreitungswege von Wirkstoffen in Boden, Wasser und auf den Menschen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tierarzneimittel, Antibiotikaresistenzen, Nutztierhaltung, Umweltschutz, Arzneimittelgesetz und Metaphylaxe.

Wie gelangen Tierarzneimittel konkret in die Umwelt?

Die Wirkstoffe gelangen hauptsächlich über die Ausscheidungen behandelter Nutztiere, durch Gülle als Dünger und über eine unsachgemäße Entsorgung in Böden und nachfolgend durch Auswaschung in Oberflächen- und Grundwasser.

Warum ist die Anwendung von Antibiotika in der Landwirtschaft besonders kritisch zu betrachten?

Durch die häufig prophylaktische bzw. metaphylaktische Anwendung bei gesunden Tieren in der Massentierhaltung wird die Entstehung multiresistenter Keime begünstigt, die eine erhebliche Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellen.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verbot von Tierarzneimitteln und Reduktion von Umwelteinflüssen
Untertitel
Maßnahmen und Konzepte
Hochschule
Brandenburgische Technische Universität Cottbus  (Wirtschaft)
Veranstaltung
Studiumgenerale
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
34
Katalognummer
V516813
ISBN (eBook)
9783346132499
ISBN (Buch)
9783346132505
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verbot tierarzneimitteln reduktion umwelteinflüssen maßnahmen konzepte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Verbot von Tierarzneimitteln und Reduktion von Umwelteinflüssen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/516813
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Leseprobe aus  34  Seiten
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