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Die türkische Partyszene in Nordrhein-Westfalen. Struktur und Entwicklung

Eine qualitative exploratorische Studie

Título: Die türkische Partyszene in Nordrhein-Westfalen. Struktur und Entwicklung

Tesis de Maestría , 2002 , 143 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Emine Barinkaya (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Zentraler Gegenstand dieser Studie ist die Struktur und die Entwicklung der türkischen Partyszene in Nordrhein-Westfalen. Ziel der Arbeit ist es, die türkische Partyszene in Nordrhein-Westfalen von ihren Anfängen bis in die Gegenwart an ausgewählten Beispielen aufzuzeigen, die Entstehungsgründe und allgemeinen Strukturen aufzudecken und ihre Bedeutung für die jungen türkischen Migranten in Nordrhein-Westfalen zu ergründen. Dabei sind vor allem auch, neben der Struktur und Entwicklung, die Folgerungen und Perspektiven für das deutsch-türkische Zusammenleben von Bedeutung.

Den theoretischen Rahmen dieser Arbeit bildet daher der Multikulturalismus, wo es um das Zusammenleben verschiedener ethnischer, religiöser, sprachlicher und sonstiger Gruppen innerhalb eines sozialen Rahmens geht. Ausgehend von den verschiedenen Modellen des Multikulturalismus nach Robert Hettlage, wird versucht werden, diese näher zu erläutern und anhand der Modelle die Situation der türkischen Migranten in Deutschland kritisch zu beleuchten.

Anschließend wird die Methode der Datenerhebung beschrieben. Für ein breites Spektrum an Informationen und Differenzierungen wurde ein qualitatives Verfahren, als methodisches Instrument das qualitative Interview und die teilnehmende Beobachtung gewählt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Theoretische Grundlage: Multikulturalismus

2.1 Begriffsbestimmung

2.1.1 Kultur

2.1.2 Multikulturalismus

2.2 Modelle des Multikulturalismus

2.2.1 Egalitätsmodelle

2.2.2 Dominanzmodelle

2.3 Multikulturalismus – Gegner und Befürworter

2.3.1 Gegner

2.3.2 Befürworter

3. Empirischer Forschungsansatz und Untersuchungsziel

3.1 Methodischer Ansatz: Das offene Experteninterview

3.2 Forschungsrelevante Fragestellungen und Untersuchungsziel

3.3 Durchführung und Analyse der Interviews

4. Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse

4.1 Die türkische Partyszene in NRW

4.1.1 Die Anfänge und die Entwicklung der türkischen Partyszene

4.1.2 Aktuelle Bestandsaufnahme NRW

4.2 Zur Struktur und Organisation von türkischen Partys

4.2.1 Die wesentlichen Merkmale der türkischen Partyszene

4.3 Die Musik in der Partyszene

4.3.1 Das türkische Musikleben in Deutschland

4.3.2 Die türkische Popmusik

4.3.3 Der DJ

4.4 Die Gäste

4.4.1 Die wesentlichen Merkmale der Gäste

4.4.2 Die Sprache

4.5 Die Veranstalter

4.5.1 Das Wissen des türkischen Partyveranstalters

4.5.2 Die Zukunft der türkischen Partyszene

4.6 Soziodemographische Daten der Befragten

5. Perspektiven aus dem Zusammenleben

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

8. ANHANG

Zielsetzung & Themen

Die Magisterarbeit befasst sich mit der Struktur und Entwicklung der türkischen Partyszene in Nordrhein-Westfalen als qualitative exploratorische Studie. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Entstehungsgründe, die allgemeinen Strukturen und die Bedeutung dieser Partyszene für die junge Generation türkischer Migranten in Deutschland zu ergründen und die daraus resultierenden Perspektiven für das deutsch-türkische Zusammenleben zu analysieren.

  • Soziologische Einordnung im Kontext von Multikulturalismus und Migrationsgeschichte.
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Experteninterviews mit Veranstaltern und DJs.
  • Analyse der Bedeutung von türkischer Popmusik für die bikulturelle Identitätsbildung.
  • Betrachtung von Aspekten wie Diskriminierung, Ausgrenzung und Akkulturationsprozessen.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die Anfänge und die Entwicklung der türkischen Partyszene

„Wir sind kann man sagen, als erste in Deutschland in dieser Richtung tätig gewesen damals. Gut, unmittelbar danach kamen auch andere Veranstalter und Diskotheken. Das hat sich zu einem richtigen Markt entwickelt. (…) Mich haben halt diese gewissen Events gereizt. Also eine Location anzumieten, dementsprechend zu bewerben und halt Spaß haben. (…) Musik ist sehr wichtig für den Menschen. Anfangs wollten wir halt groß zusammenkommen, die Atmosphäre in Bodrum immer im Hinterkopf. (…)

Wir haben lediglich eine Location gemietet, was unter dieser Partybevölkerung unheimlichen Bekanntheitsgrad hatte, weil da eben Ausländer nicht erwünscht waren. Es ist ja generell klar, ich bin ja selber nicht so alt, früher bin ich auch unheimlich igerne in Diskotheken gegangen und bin nicht reingekommen, und so ein Laden war das damals, der Xsaal. Da war der Reiz dann um so mehr da, den Laden auch mal von innen zu sehen. Zumal dann auch so Türken da reinkommen konnten. (…)

Unser Ziel war erst einmal Studenten anzusprechen, weil die unheimlich unproblematisch sind, weil wir auch gedacht haben, wir können eine große Zielgruppe erreichen. Wir haben an der Uni Wuppertal und in Köln an der Uni eine große Veranstaltungsreiche gestartet. Zu unseren Gästen gehörten in den ersten Jahren nur Studenten und da waren wir auch mit sehr glücklich und nach den Jahren hat das nachgelassen. Mittlerweile ist ja auch die dritte Generation herangezogen und dementsprechend wurde das Publikum kunterbunt.“ (M2)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der türkischen Partyszene in Deutschland ein und formuliert das Forschungsziel, die Strukturen und Entwicklungen dieser Szene in Nordrhein-Westfalen aufzudecken.

2 Theoretische Grundlage: Multikulturalismus: Das Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen über das Zusammenleben verschiedener Kulturen und beleuchtet verschiedene Modelle und Diskursansätze des Multikulturalismus.

3. Empirischer Forschungsansatz und Untersuchungsziel: Es wird die methodische Herangehensweise der Arbeit dargelegt, insbesondere die Verwendung von qualitativen Experteninterviews mit Akteuren der Szene.

4. Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Das Hauptkapitel analysiert empirisch die türkische Partyszene in NRW hinsichtlich ihrer Anfänge, Organisation, Musik, der Gäste sowie der Akteure.

5. Perspektiven aus dem Zusammenleben: Dieser Abschnitt thematisiert Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung sowie die Auswirkungen der Szene auf das deutsch-türkische Zusammenleben.

6. Schlussbetrachtung: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und das Fazit gezogen, dass die Szene zur bikulturellen Identitätsbildung beiträgt, aber die Kernproblematik sozialer Ungleichheit im Multikulturalismusdebatte bestehen bleibt.

Schlüsselwörter

Türken in Deutschland, türkische Partyszene, Multikulturalismus, Migrationsgeschichte, türkische Popmusik, qualitative Sozialforschung, Experteninterview, Bikulturation, Identitätsbildung, Integration, Ausgrenzung, Diskriminierung, Nordrhein-Westfalen, zweite und dritte Generation, Eventmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht soziologisch die Entstehung, Organisation und Bedeutung der türkischen Partyszene in Nordrhein-Westfalen für die dort lebenden türkischstämmigen Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der türkischen Unterhaltungskultur, dem Einfluss von Musik auf die Identitätsbildung und der Rolle der Szene im Kontext von Integration und multikulturellem Zusammenleben.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, Entstehungsgründe und Strukturen dieser spezifischen Subkultur aufzudecken und ihre Bedeutung für die junge türkische Generation in NRW kritisch zu explorieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, primär durchführte, leitfadenorientierte Experteninterviews mit Szenenakteuren wie Veranstaltern und DJs sowie teilnehmende Beobachtungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil präsentiert die Analyse von Experteninterviews zu Themen wie Szene-Anfänge, Musikgeschmack, Publikum, Rolle des DJs sowie praktische Aspekte der Eventplanung und Finanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Migration, türkische Popmusik, Bikulturation, Identität, Partyszene und Integration im deutsch-türkischen Kontext.

Warum ist die Untersuchung der türkischen Partyszene soziologisch relevant?

Die Szene dient als Beispiel dafür, wie kulturelle Praktiken mit jeder Generation transformiert werden und wie durch die Verbindung von türkischen Wurzeln und westlicher Popwelt ein attraktives, bikulturelles Identitätsmodell geschaffen wird.

Welche Rolle spielt die türkische Popmusik für die untersuchte Zielgruppe?

Sie wird als Kulturgut verstanden, das Identität stiftet, Zugehörigkeit schafft und dabei hilft, das Türkischsein in der deutschen Gesellschaft selbstbewusst fortzuführen, ohne die Verbindung zur Herkunftssprache zu verlieren.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Multikulturalismus?

Die Autorin argumentiert, dass gängige Modelle des Multikulturalismus den Kern der Problematik verfehlen, da sie eher ethnische Grenzziehungen fördern, statt die strukturell verankerten sozialen Ungleichheiten anzugehen.

Final del extracto de 143 páginas  - subir

Detalles

Título
Die türkische Partyszene in Nordrhein-Westfalen. Struktur und Entwicklung
Subtítulo
Eine qualitative exploratorische Studie
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Calificación
1,3
Autor
Emine Barinkaya (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
143
No. de catálogo
V517355
ISBN (Ebook)
9783346113252
ISBN (Libro)
9783346113269
Idioma
Alemán
Etiqueta
Multikulturalismus Migrationsforschung Migration Ausgrenzung türkische Migranten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Emine Barinkaya (Autor), 2002, Die türkische Partyszene in Nordrhein-Westfalen. Struktur und Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/517355
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