Gegenstand der Arbeit
Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der klassischen Mayastadt Cobá, welche sich im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo an der Grenze zu Yucatán befindet und deren heute obertägig sichtbare Architektur und skulptierte Monumente vor allem aus der Zeit der Spätklassik datieren. Nach einem allgemeinen Überblick über die bisherige Erforschung der Stätte (Kapitel 1.2), soll, um Cobá in seiner Umgebung zu beschreiben, eine Übersicht über die natürlichen Bedingungen der Halbinsel Yucatán erfolgen (Kapitel 2). Dem schließt sich eine Beschreibung des weiteren urbanen Areals von Cobá an. Neben einer Darstellung des eigentlichen Zentrums (Kapitel 3.3) unter besonderer Berücksichtigung seiner verschiedenen Gebäudegruppen (Kapitel 3.4) soll hierbei auch ein Abriß der sogenannten suburbanen Zonen erfolgen (Kapitel 3.5). Neben den architektonischen Befunden wird auch auf die mit Gebäuden assoziierten Monumente eingegangen, die in einem anderen Kapitel noch einmal detailliert besprochen werden.
Darauf aufbauend und damit einhergehend soll eine kurze Geschichte der Stadt skizziert werden, soweit möglich sowohl eine Siedlungsgeschichte anhand archäologischer Daten (Kapitel 5.1) als auch dynastisch und politisch anhand der Epigraphik (Kapitel 5.2). Die Schlußbetrachtung (Kapitel 6) versucht in einer Synposis anhand der zuvor dargestellten Aussagen die Position von Cobá im Netzwerk der anderen Mayastädte darzustellen und die Stadt zu charakterisieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Forschungsgeschichte
1.1. Gegenstand der Arbeit
1.2. Bisherige Forschung
2. Übersicht über die Halbinsel Yucatán
2.1. Geomorphologie
2.2. Hydrologie
2.3. Klima
3. Übersicht über das Areal von Cobá
3.1. Einführung
3.2. Die Subzonen
3.3. Das Zentrum
3.4. Die Gruppen des Zentrums
3.4.1. Grupo Cobá
3.4.2. Grupo Chumuc Mul
3.4.3. Grupo Las Pinturas
3.4.4. Grupo Macanxoc
3.4.5. Grupo Nohoch Mul
3.5. Die suburbanen Zonen
3.5.1. Zone „perinuclear“
3.5.2. Zone „periférica“
3.5.3. Zone „complementaria“
3.6. Die Wasserversorgung
4. Die sakbeo’ob von Cobá
4.1. Typisierung
4.2. Das System der Straßen
4.3. Funktion
4.4. Bauweise
5. Geschichte von Cobá
5.1. Archäologie
5.2. Epigraphik
5.2.1. Selektierter Inschriftenkorpus
5.2.2. Interpretation
5.3. Zusammenfassung
6. Cobá als Zentrum der Maya-Kultur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die klassische Mayastadt Cobá im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo. Ziel ist es, das urbane Areal unter Berücksichtigung archäologischer Daten, der Epigraphik sowie der Siedlungsstruktur zu beschreiben und die Rolle der Stadt im Netzwerk der Mayastädte des Tieflandes zu analysieren.
- Topographische und klimatische Gegebenheiten der Halbinsel Yucatán
- Strukturelle Gliederung des Zentrums und der suburbanen Zonen von Cobá
- Analyse des komplexen Straßensystems (sakbeo’ob) und dessen Funktion
- Rekonstruktion der Stadtgeschichte anhand von Keramik und Steininschriften
Auszug aus dem Buch
1.1 Gegenstand der Arbeit
Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der klassischen Mayastadt Cobá, welche sich im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo an der Grenze zu Yucatán befindet und deren heute obertägig sichtbare Architektur und skulptierte Monumente vor allem aus der Zeit der Spätklassik datieren.
Nach einem allgemeinen Überblick über die bisherige Erforschung der Stätte (Kapitel 1.2), soll, um Cobá in seiner Umgebung zu beschreiben, eine Übersicht über die natürlichen Bedingungen der Halbinsel Yucatán erfolgen (Kapitel 2). Dem schließt sich eine Beschreibung des weiteren urbanen Areals von Cobá an. Neben einer Darstellung des eigentlichen Zentrums (Kapitel 3.3) unter besonderer Berücksichtigung seiner verschiedenen Gebäudegruppen (Kapitel 3.4) soll hierbei auch ein Abriß der sogenannten suburbanen Zonen erfolgen (Kapitel 3.5). Neben den architektonischen Befunden wird auch auf die mit Gebäuden assoziierten Monumente eingegangen, die in einem anderen Kapitel noch einmal detailliert besprochen werden.
Darauf aufbauend und damit einhergehend soll eine kurze Geschichte der Stadt skizziert werden, soweit möglich sowohl eine Siedlungsgeschichte anhand archäologischer Daten (Kapitel 5.1) als auch dynastisch und politisch anhand der Epigraphik (Kapitel 5.2).
Die Schlußbetrachtung (Kapitel 6) versucht in einer Synposis anhand der zuvor dargestellten Aussagen die Position von Cobá im Netzwerk der anderen Mayastädte darzustellen und die Stadt zu charakterisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Forschungsgeschichte: Umreißt das Ziel der Arbeit, die Forschungsgeschichte von den ersten spanischen Erwähnungen bis zu modernen Grabungen und die methodische Vorgehensweise.
2. Übersicht über die Halbinsel Yucatán: Beschreibt die geomorphologischen, hydrologischen und klimatischen Rahmenbedingungen, die die Besiedlung des Gebiets um Cobá maßgeblich beeinflussten.
3. Übersicht über das Areal von Cobá: Analysiert das Stadtgebiet, unterteilt in das Zentrum mit seinen Gebäudegruppen und die suburbanen Zonen sowie deren Wasserversorgung.
4. Die sakbeo’ob von Cobá: Untersucht die Typologie, Systematik, Funktion und Bauweise des ausgedehnten Dammstraßennetzes der Stadt.
5. Geschichte von Cobá: Rekonstruiert die Siedlungsgeschichte anhand von Keramiksequenzen und analysiert die epigraphischen Zeugnisse der Stelen zur Dynastiegeschichte.
6. Cobá als Zentrum der Maya-Kultur: Diskutiert den Stadtbegriff im Maya-Kontext, die politische Organisation und die kulturelle Tradition von Cobá im Vergleich zum zentralen Tiefland.
Schlüsselwörter
Cobá, Maya, Quintana Roo, Yucatán, Siedlungsstruktur, sakbeo'ob, Epigraphik, Archäologie, Stadtstaat, Keramiksequenz, klassische Periode, Monumente, Urbanismus, Wasserversorgung, Herrschaftsform
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die klassische Mayastadt Cobá, ihre bauliche Struktur, ihre Geschichte und ihren Stellenwert innerhalb der Maya-Kultur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Siedlungsgeographie, die Analyse des Straßensystems (sakbeo’ob), die Siedlungsgeschichte sowie die politische Organisation durch dynastische Auswertung von Inschriften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist eine umfassende Charakterisierung von Cobá als urbane Siedlung und die Bestimmung ihrer Position im politischen Netzwerk der Maya-Welt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analytische Vorgehensweise genutzt, die archäologische Feldberichte, keramische Datierungen und epigraphische Analysen der Monumente zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des natürlichen Umfelds, die detaillierte Beschreibung der Gebäudegruppen, die Analyse des Straßensystems und die Auswertung der datierbaren Stelen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Cobá, Maya-Städte, Siedlungsanalyse, sakbeo'ob, Epigraphik und politisches Gottkönigtum.
Welche Bedeutung hat das Straßensystem für Cobá?
Die sakbeo'ob dienten nicht nur als physische Verbindungswege, sondern fungierten als Prestigeobjekte zur Selbstdarstellung der Elite und als kosmisches Strukturierungsprinzip des Raums.
Wie lässt sich die politische Organisation nachweisen?
Die politische Organisation wird durch die Analyse von Inschriften auf Stelen abgeleitet, die Hinweise auf Herrscher, Thronbesteigungen und die Nutzung von Emblemhieroglyphen liefern.
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- Sven Gronemeyer (Author), 2003, Coba, Quintana Roo, Mexiko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51756