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Soziale Arbeit im Übergang von der Kita in die Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Kinderperspektive

Titel: Soziale Arbeit im Übergang von der Kita in die Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Kinderperspektive

Bachelorarbeit , 2020 , 76 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Carsten Hellmann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der Fokus auf den Übergang von der Kita in die Grundschule gelegt. Diese für Kinder so wichtige Lebensphase wird von pädagogischen Fachkräften und der Sozialen Arbeit professionell begleitet. Die Themen Übergang in die Schule, (sozial-)pädagogische (Lebens-)Bewältigung und Inklusion sind eng mit einander verknüpft und bedingen sich gegenseitig. Sie können ohne einander nicht zu Ende gedacht werden.

Nur wenn pädagogische Fachkräfte sich thematisch intensiv mit der Übergangsproblematik auseinandersetzen, werden sie auch in der Lage sein, allen Kindern unabhängig von Herkunft und Ethnie, die gleichen Chancen zu Beginn der Schulzeit zu ermöglichen. Primäres Ziel dieser Arbeit ist es daher, auf die sozialen und ethnischen Probleme im Übergang in die Grundschule aufmerksam zu machen und die Profession Sozialer Arbeit zu stärken.

Immer mehr Eltern entscheiden sich dafür, ihr Kind ein Jahr später zur Schule zu schicken. Dies könnte sich aber negativ auf ihre späteren Schulleistungen auswirken, berichtet jetzt ein deutsch-britisches Forscherteam in der Zeitschrift "Journal of Development Medicine and Child Neurology". Das fehlende Jahr schulischer Lernerfahrung kann einher gehen mit durchschnittlich schlechteren Leistungen.

Will der Übergang von der Kita in die Grundschule nicht gelingen, können Brüche in der Bildungsbiografie der Kinder die Folge sein. Bereits in der Grundschule hat jedes dritte Kind Angst vor schlechten Noten und davor, in der Schule zu versagen, so das Ergebnis des aktuellen LBS-Kinderbarometers. In der Vergangenheit waren für die Probleme der Kinder im Übergang von der Kita in die Grundschule in erster Linie die Familien und die Kita zuständig.

Da der Schuleintritt aber immer häufiger von Ängsten, aber auch von sozialen Problemen begleitet ist, hat die Übergangsproblematik für die Soziale Arbeit an Relevanz gewonnen, weil sie über pädagogische Maßnahmen hinaus agieren kann, geht es um die Verbesserung von familiären Lebenslagen und gerechteren Bildungschancen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Übergang von der Kita in die Grundschule

2.1 Der Schuleintritt als kritisches Lebensereignis

2.1.1 Der Transitionsansatz nach Griebel & Niesel

2.1.2 Der ökopsychologische Ansatz nach Bronfenbrenner

2.1.3 Das Schukreifekonstrukt nach Nickel

2.2 Kindliche Entwicklungsaufgaben bei der Bewältigung kritischer Lebensereignisse

2.3 Vier Erklärungsmodelle von Schulfähigkeit

2.3.1 Das reifungstheoretisch-nativistische Erklärungsmodell

2.3.2 Das umweltorientiert-schulvorbereitende Erklärungsmodell

2.3.3 Das sozial-konstruktivistische Erklärungsmodell

2.3.4 Das interaktionistische Erklärungsmodell

3 Soziale Ungleichheit

3.1 Der Übergang als soziales Problem

3.1.1 Auswirkungen nicht fristgerechter Einschulungen

3.1.2 Auswirkungen vorzeitiger Einschulung

3.1.3 Auswirkungen verspäteter Einschulung

4 Kita als Bildungsort

4.1 Die Trias: Bildung, Betreuung und Erziehung

4.1.1 Bildung

4.1.2 Erziehung

4.1.3 Betreuung

4.1.4 Exkurs: Handlungsebenen einer inklusiven Pädagogik

4.2 Zum Bildungsbegriff der Kita

4.2.1 Anschlussfähige Bildung

4.2.2 Schlussfolgerungen

4.3 Audit. Gemeinsame Lernwerkstätten von Kita und Grundschule

5 Kinderperspektive

5.1 Kindheitsbezogene Perspektiven

5.2 Kindliche Interaktionen

5.3 Kita-Qualität aus Kindersicht - „Quaki-Studie“

5.3.1 Erhebungsmethoden

5.3.2 Ergebnisse: Vier Qualitätsdimensionen aus der Quaki-Studie

5.4 Konsequenzen aus der Kinderperspektive für den Bildungsort Kita

6 Der Übergang als Bewältigungsaufgabe

6.1 Die Wissensgesellschaft

6.2 Grundzüge des sozial-pädagogischen Konzeptes Lebensbewältigung

6.3 Das Drei-Zonen-Modell des sozialpädagogischen Konzepts Lebensbewältigung

6.3.1 Fallbeispiel „Tom“

6.3.2 Schlussfolgerungen

7 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie die Soziale Arbeit einen Beitrag zu einer bedarfsgerechteren Begleitung von Kindern und deren Familien während des Übergangs von der Kita in die Grundschule leisten kann. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse entwicklungspsychologischer Herausforderungen sowie sozialpädagogischer Konzepte, um soziale Ungleichheiten zu minimieren und eine inklusive Bildungsperspektive zu stärken.

  • Analyse des Übergangs von der Kita in die Grundschule als kritisches Lebensereignis.
  • Untersuchung sozialer Ungleichheiten im Zusammenhang mit Einschulungsentscheidungen.
  • Reflexion des Bildungsauftrags der Kita und der Bedeutung der Kinderperspektive.
  • Anwendung des sozialpädagogischen Bewältigungsparadigmas auf den Übergangsprozess.
  • Erörterung von Möglichkeiten der Kooperation zwischen Kita und Grundschule durch Lernwerkstätten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Schuleintritt als kritisches Lebensereignis

Der Beginn der Schulzeit bedeutet für das Kind den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt, der als besonderes Ereignis verstanden und als bedeutsamer Einschnitt in seine Biografie erlebt wird. Als Übergänge oder „Transitionen“ werden Lebensphasen verstanden, die eine Bewältigung von Diskonuitäten auf mehreren Ebenen erforderlich machen. Als „Transitionen“ werden Phasen der Umstrukturierung bezeichnet, wie sie das Kind erlebt, wenn es zu einem Schulkind wird. Sie werden als "bedeutsame, biografische Erfahrung von Wandel in der Identitätsentwicklung wahrgenommen" (Griebel 2012, S.37)..

Im Wesentlichen werden in der Fachliteratur Einflussfaktoren eines erfolgreichen Übergangsprozesses auf folgenden vier Ebenen benannt: (1) Kind, (2) Familie, (3) Institutionen Kita / Schule und (4) Gesellschaft. Sowohl theoretisch als auch empirisch sind die strukturellen Kopplungsprozesse, wie beispielweise die Interaktion zwischen den vier Ebenen, von Bedeutung (vgl. Wildgruber et al. 2016, S.10).

Der erste Schultag des Kindes kennzeichnet zunächst den neuen Lebensabschnitt, der im Rahmen einer Einschulungsfeier traditionell festlich begangen wird. Der Übergang von der Familie oder der Kita in die Grundschule stellt durch seine Bewältigung eine Chance des Zugewinns neuer Erfahrungen und psychosozialer Stärke dar (vgl. Engemann;Meyer-Elmenhorst;Simmat 2015). Gute Beziehungen zu Erwachsenen und zu anderen Kindern werden als in der Fachliteratur als Kriterien für einen erfolgreichen Übergang genannt. Auch Interesse, Motivation und eine bejahende Einstellung zum Lernen sind konkrete Hinweise auf einen gelungenen Übergang (vgl. Wildgruber et al. 2016, S.11). Der neue Lebensabschnitt kann im ungünstigen Fall aber auch als eine zu hohe Belastung empfunden werden, wenn der Übergang nicht gelingt und die zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Bewältigung nicht mehr ausreichend vorhanden sind (vgl. Böhnisch 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Übergangsproblematik ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Begleitung von Kindern und Familien.

2 Der Übergang von der Kita in die Grundschule: Das Kapitel analysiert den Schuleintritt als kritisches Lebensereignis und stellt zentrale theoretische Transitionsmodelle sowie Modelle zur Schulfähigkeit vor.

3 Soziale Ungleichheit: Hier wird der Übergang als soziales Problem thematisiert, wobei die Auswirkungen unterschiedlicher Einschulungsmodalitäten auf den Bildungserfolg untersucht werden.

4 Kita als Bildungsort: Dieses Kapitel beleuchtet den gesetzlichen Bildungsauftrag der Kita und stellt das Projekt der gemeinsamen Lernwerkstätten als innovative Kooperationsform vor.

5 Kinderperspektive: Der Fokus liegt auf dem Forschungsdefizit zur Sicht der Kinder und wie deren Erfahrungen in die Übergangsgestaltung einbezogen werden können.

6 Der Übergang als Bewältigungsaufgabe: Das Kapitel führt das sozialpädagogische Konzept der Lebensbewältigung ein und demonstriert dessen Anwendung anhand eines Fallbeispiels.

7 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext eines inklusiven Bildungssystems.

Schlüsselwörter

Übergang, Kita, Grundschule, Soziale Arbeit, Lebensbewältigung, Transition, Schulfähigkeit, Kinderperspektive, soziale Ungleichheit, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Lernwerkstatt, Bildungsbiografie, Bewältigungsstrategien, Peer-Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Übergangsprozess von der Kindertagesstätte in die Grundschule und untersucht, wie die Soziale Arbeit Kinder und Familien in dieser kritischen Lebensphase bedarfsgerecht unterstützen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Übergängen, die Entstehung sozialer Ungleichheit im Bildungssektor, die Rolle der Kita als Bildungsort sowie die Einbeziehung der Kinderperspektive und des Konzepts der Lebensbewältigung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit zu einer bedarfsgerechteren Begleitung von Kindern und deren Familien im Übergangsprozess beitragen und somit Bildungschancen verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der aktuellen Fachliteratur und Forschungsstudien. Die Autorin bzw. der Autor stützt sich auf entwicklungspsychologische, soziologische und sozialpädagogische Theorien sowie auf die Analyse bestehender Praxismodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Transitionen, die Problematisierung sozialer Ungleichheit, eine kritische Betrachtung des Bildungsauftrags der Kita, die Bedeutung der kindlichen Perspektive und das Konzept der sozialpädagogischen Lebensbewältigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Übergang, Lebensbewältigung, soziale Ungleichheit, Kinderperspektive, Transition und Soziale Arbeit charakterisiert.

Welche Rolle spielen die "gemeinsamen Lernwerkstätten" in diesem Kontext?

Die Lernwerkstätten werden als konkretes Kooperationsmodell zwischen Kita und Grundschule vorgestellt, das pädagogische Fachkräfte unterstützt und Kindern als Erfahrungsraum dient, um den Übergang aktiv und selbstbestimmt zu bewältigen.

Wie unterscheidet sich das Modell der Lebensbewältigung von anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zu rein pädagogischen oder selektionsorientierten Ansätzen stellt das Modell der Lebensbewältigung nach Lothar Böhnisch die Handlungsfähigkeit des Subjekts in den Mittelpunkt und betrachtet das abweichende Verhalten als bewältigungsorientierte Antwort auf soziale Herausforderungen.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Arbeit im Übergang von der Kita in die Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Kinderperspektive
Hochschule
Hochschule Hannover  (Soziale Arbeit)
Note
2,0
Autor
Carsten Hellmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
76
Katalognummer
V517919
ISBN (eBook)
9783346126269
ISBN (Buch)
9783346126276
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale arbeit übergang kita grundschule berücksichtigung kinderperspektive
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carsten Hellmann (Autor:in), 2020, Soziale Arbeit im Übergang von der Kita in die Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Kinderperspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/517919
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Leseprobe aus  76  Seiten
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