In diesem Praxisbericht wird auf die Grundlagen und Möglichkeiten der automatisierten Netzwerkadministration im betrieblichen Umfeld am Beispiel der Muster Information Technology GmbH – im Folgenden nur noch Muster IT genannt – eingegangen. Ziel dieser Arbeit ist es, beispielhaft die Chancen der Automatisierung von Standardaufgaben im Bereich der Netzwerkadministration darzustellen.
Die Auswahl dieser Thematik begründet sich zum einen durch den Praxisbezug der Langzeitaufgabe, eine Inventory-Datenbank zu entwickeln und diese automatisiert mit Informationen von Netzwerkkomponenten zu füllen. Zum anderen ist die Verwaltung von Netzwerkkomponenten eine tägliche Aufgabe im Back Office des Service Support Centers der Muster IT. Die Automatisierung von Routineaufgaben stellt damit einen wichtigen Bestandteil und zum Teil Grundlage der täglichen Arbeitsprozesse dar.
In dieser Arbeit wird zunächst auf die Grundlagen eines Computernetzwerkes und auf die Möglichkeiten der Verwaltung und Steuerung einzelner Komponenten eingegangen. Anschließend werden Gründe für eine Automatisierung von Routineaufgaben im Bereich der Netzwerktechnik sowie die tatsächliche Nutzung von Skripten am Beispiel der Muster IT dargestellt. Den praktischen Teil bildet die Erläuterung eines Skripts zur Automatisierung des Netzwerkmanagements.
Diese Ausarbeitung soll thematisch auf die Aufgaben im Langzeitprojekt vorbereiten sowie die Bedeutung von Skripten und Automatisierungstechniken im Netzwerkbereich herausstellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Rechnernetzwerke
2.1 Klassifizierung von Netzwerken
2.2 Netzwerkebenen
3 Netzwerkmanagement
3.1 Simple Network Management Protocol
3.2 Command Line Interface Zugriff
4 Skripting im Netzwerkbereich
5 Praxisbeispiel
6 Fazit
A1. Interview zum Thema Administration von Systemen im Bereich der Netzwerktechnik in der Muster IT vom 09.06.2016
A2. OSI-Schichtenmodell
A3. Beispielskript
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Grundlagen und das Potenzial der automatisierten Netzwerkadministration in einem betrieblichen Umfeld, konkret bei der Muster IT GmbH, mit dem Ziel, die Effizienzsteigerung bei Standardaufgaben durch den Einsatz von Skripten aufzuzeigen.
- Grundlagen moderner Computernetzwerke und deren Verwaltung
- Bedeutung und Einsatzgebiete von Netzwerkmanagementsystemen
- Technologien zur Automatisierung wie SNMP und Skriptsprachen
- Praktische Implementierung von Automatisierungsskripten
- Nutzenbetrachtung der Automatisierung für administrative Prozesse
Auszug aus dem Buch
3.1 Simple Network Management Protocol
Das Simple Network Management Protocol, kurz SNMP, ist ein Netzwerkprotokoll zur Steuerung und Überwachung von Netzwerkelementen wie Routern, Switches, Server etc. Über dieses Protokoll können beispielsweise von netzwerkfähigen Geräten Statusinformationen bezogen werden oder Änderungen an den Systemeinstellungen vorgenommen werden. Das Protokoll an sich regelt dabei den Datenverkehr zwischen dem überwachenden System und den zu überwachenden Geräten.
SNMP setzt hierbei auf die Verwendung von sogenannten Agents. Dabei handelt es sich um Programme oder Hardwaremodule, die eine Abfrage von Systemdaten oder die Ausführung einer Aktion auf Netzwerkgeräten ermöglichen. Über insgesamt sechs verschiedene Datenpakete ist es möglich, dass ein sogenannter Manager, also ein überwachendes Gerät, von seinen Agents Informationen bezieht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die automatisierte Netzwerkadministration bei der Muster IT GmbH ein und beschreibt das Ziel, Chancen der Automatisierung von Standardaufgaben aufzuzeigen.
2 Rechnernetzwerke: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Computernetzwerken, differenziert nach Topologien, Zentralisierungsgrad und Netzwerkebenen mittels des OSI-Modells.
3 Netzwerkmanagement: Hier werden verwaltende und überwachende Tätigkeiten beschrieben, wobei ein Fokus auf Protokollen wie SNMP und dem CLI-Zugriff für die Administration liegt.
4 Skripting im Netzwerkbereich: Dieses Kapitel thematisiert den Einsatz von Skripten zur automatisierten Ausführung von Befehlsfolgen, um Effizienz und Qualität bei Routineaufgaben zu steigern.
5 Praxisbeispiel: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung von Skripten bei der Muster IT GmbH zur Konfigurationssicherung von Routern unter Verwendung von SNMP.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Automatisierung durch Skripte und Cronjobs essenziell für das Management großer Netzwerke ist, jedoch eine Abwägung des Erstellungsaufwands erfordert.
Schlüsselwörter
Netzwerkadministration, Automatisierung, Muster IT, Rechnernetzwerke, Netzwerkmanagement, SNMP, Skripting, Cronjobs, Konfigurationssicherung, IT-Infrastruktur, OSI-Modell, CLI, Routing, Netzwerksicherheit, Systemverwaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die automatisierte Verwaltung und Administration von IT-Systemen im Netzwerkbereich am Beispiel eines konkreten Unternehmens, der Muster IT GmbH.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf Netzwerk-Grundlagen, verschiedene Netzwerkmanagement-Protokolle, die Automatisierung von Routineaufgaben mittels Skripten und deren praktische Anwendung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Möglichkeiten und Chancen der Automatisierung von administrativen Standardaufgaben in der Netzwerktechnik beispielhaft darzustellen und zu bewerten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu den technologischen Grundlagen sowie ein Experteninterview, um einen Praxisbezug zum Unternehmen herzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Computernetzwerken und Netzwerkmanagement sowie einen praktischen Teil, der die Implementierung von Sicherungsskripten erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Netzwerkadministration, Automatisierung, Skripting, SNMP, IT-Infrastruktur und Konfigurationssicherung.
Warum spielt die Konfigurationssicherung in der Praxis eine so wichtige Rolle?
Regelmäßige Sicherungen gewährleisten die Wiederherstellbarkeit bei Fehlern und stellen die Konsistenz und Nachvollziehbarkeit von Konfigurationszuständen auf kritischen Netzwerkkomponenten wie Routern sicher.
Wie trägt die Automatisierung zur Qualitätssteigerung bei?
Durch die Automatisierung werden Prozesse standardisiert ausgeführt, wodurch menschliche Fehler bei der manuellen Konfiguration minimiert und die Qualität konstant gehalten wird.
Welche Bedeutung haben Cronjobs in diesem Kontext?
Cronjobs ermöglichen die zeitgesteuerte, automatisierte Ausführung der Skripte ohne manuellen Eingriff, was für regelmäßige, wiederkehrende Aufgaben wie nächtliche Backups entscheidend ist.
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- Fabian Meiners (Author), 2016, Administration von Systemen im Bereich der Netzwerktechnik. Chancen der Automatisierung von Standardaufgaben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518369