Steigerung der Innovationsfähigkeit und Produktivität eines Unternehmens durch Mitarbeitermotivation


Hausarbeit, 2018

20 Seiten, Note: 2,0

Janine Stieber (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einführung in das Problemgebiet

2 Begriffsdefinitionen
2.1 Bedürfnis
2.2 Motiv
2.3 Motivation
2.3.1 Intrinsische Motivation
2.3.2 Extrinsische Motivation

3 Ausgewählte Motivationstheorien
3.1 Inhaltstheorien
3.1.1 Bedürfnispyramide nach Maslow
3.1.2 XY-Theorie nach McGregor
3.2 Adams als Vertreter der Prozesstheorien

4 Inhaltstheorien in der Praxis
4.1 Beschreibung der Ausgangssituation
4.2 Analyse des Praxisgeschehens
4.2.1 Analyse nach Maslow
4.3 Lösungsansätze
4.3.1 Lösungsansätze zufolge Maslow
4.3.2 Lösungsansätze zufolge McGregor

5 Schlussbetrachtung

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Bedürfnispyramide nach Maslow (Grundmodell)

Abb. 2: XY-Theorie nach McGregor

1 Einführung in das Problemgebiet

Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt in der heutigen Zeit wesentlich von dessen Innovationsfähigkeit und Produktivität ab. Der Mitarbeiter eines Unternehmens ist zur Innovation die wichtigste Quelle. Dieser ist ohne Zweifel deutlich innovativer und auch produktiver, wenn er bereit ist sich zu engagieren und in der Lage ist sich mit den Zielen des Unternehmens zu identifizieren, als einer, der sich nur den Feierabend herbeisehnt. Dies bedeutet für Führungskräfte nicht mehr, dass sie sich nur noch mit „klassischen“ Führungsfunktionen, wie unter anderem Zielsetzung, Kontrolle, Steuerung und Personalauswahl auseinander setzen müssen, sondern auch für die Motivation ihrer Mitarbeiter verantwortlich sind. Die Auseinandersetzung mit den individuellen Zielen der Mitarbeiter rückt heutzutage immer mehr in den Vordergrund, da Arbeit nicht mehr nur zur Befriedigung der Grundbedürfnisse (Durst, Hunger, Sicherheit) dient. Es kann nur dann eine effektive Arbeitsproduktivität und gleichzeitige Arbeitszufriedenheit erreicht werden, wenn die Arbeitsaufgaben so gestaltet sind, dass sich der einzelne Mitarbeiter mit den Zielen des Unternehmens identifizieren kann. Unternehmen versuchen nicht nur ihre Mitarbeiter zu motivieren, um eine Leistungssteigerung zu erzielen, sondern versuchen zusätzlich eine Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen, sowie dessen Mitwirken an notwendigen Veränderungsvorhaben zu erreichen.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine Verknüpfung zwischen den Motivationstheorien und der Motivationspraxis in der heutigen Arbeitswelt herzustellen.

Im Anschluss werden zunächst die wichtigsten Begrifflichkeiten und deren Bedeutung erklärt. Das dritte Kapitel stellt die Inhaltstheorien durch die Repräsentanten Maslow und McGregor, sowie die Prozesstheorien durch den Vertreter Adams vor, um im fünften Abschnitt den Bezug zwischen den vorgestellten Theorien und der Praxis anhand eines Szenarios aus der Arbeitswelt herzustellen. Daran anknüpfend werden Lösungsvorschläge für die Umsetzung der Theorien in die Praxis herausgearbeitet. Das Ende dieser Arbeit wird durch eine Beurteilung der gewonnenen Kenntnisse abgerundet.

2 Begriffsdefinitionen

Um ein besseres Verständnis über die ausgewählten Motivationstheorien zu gewinnen, werden einleitend die wesentlichen Begrifflichkeiten, wie Bedürfnis, Motiv und Motivation definiert.

2.1 Bedürfnis

Bei einem Bedürfnis spricht man von einem Mangelempfinden des Individuums, welches auf einem psychologischen oder physiologischen Ungleichgewicht beruht. (vgl. Jost 2000: 20).

Bedürfnisse können nach Art der Befriedigung, Dringlichkeit, Konkretheit und nach Bewusstheit eingeteilt werden:

- Bei der Art der Befriedigung unterscheidet man nach Individualbedürfnissen, welche von einem Menschen allein befriedigt werden und nach Kollektivbedürfnissen, wobei diese nur von einer Gemeinschaft befriedigt werden können.
- Bei der Dringlichkeit der Bedürfnisse unterscheidet man in Grund-, Existenz-, Luxusund Kulturbedürfnisse. Lebensnotwendige Bedürfnisse stellen Nahrung und Wasser dar.
- Die Konkretheit ist zu unterscheiden in materielle und immaterielle Bedürfnisse. Materielle Bedürfnisse zielen auf stoffliche Gegenstände hin, im Gegensatz zu immateriellen Bedürfnisse, wobei der religiöse oder geistige Bereich befriedigt wird.
- Nach Bewusstheit lassen sich offene (bewusste) und latente (nicht bewusste) Bedürfnisse unterscheiden. Latente Bedürfnisse befinden sich im Verborgenen und können mit der Zeit zu offenen Bedürfnissen werden (vgl. Wirtschaftsverzeichnis Wordpress 2013).

2.2 Motiv

Der Begriff Motiv hat seinen Ursprung im lateinischen Wort „motivum“ (= Beweggrund, Ursache, Antrieb), sowie in dem lateinischen Verb „movere“ (= bewegen) (vgl. Odenbach 1974: 326).

Unter dem Begriff Motiv versteht man somit Beweggründe für ein Verhalten, welches durch gewisse Bedürfnisse ausgelöst wird.

Die Wissenschaft unterscheidet in primäre Motive (Hunger, Durst) welche von der Geburt an vorhanden sind und in sekundäre Motive (Machtbedürfnis, Attraktivität). Die sekundären Motive werden hingegen jedoch erst im Laufe der Sozialisation erworben (vgl. Rosenstiel 2001: 6).

2.3 Motivation

Der Begriff Motivation kommt aus dem Lateinischen (movere – bewegen) und stellt die Gesamtheit der Motive dar, welche den Menschen zum Handeln bewegen. Motivation kann in verschiedene Arten unterteilt werden. Eine dieser Unterscheidung liegt in primärer (intrinsische) und in sekundärer (extrinsische) Motivation (vgl. Odenbach 1974: 326).

2.3.1 Intrinsische Motivation

Intrinsisch motivierte Handlungen basieren auf innere, aus sich selbst entstehender Motivation, unabhängig von äußeren Einflüssen, wie sozialer Stellung, Druck oder Angst vor Bestrafung. Es wird nicht lange nachgedacht warum man etwas macht oder mit welchem Ziel, sondern weil es Begeisterung weckt, den inneren Werten entspricht oder einfach nur Freude bereitet (vgl. Schiefele, Streblow 2005: 40).

2.3.2 Extrinsische Motivation

Im Vergleich zu der intrinsischen Motivation basiert die extrinsische Motivation nicht auf innere, sondern auf äußere Reize. Aufgaben werden somit nicht aus eigenem Antrieb erfüllt, sondern in Aussicht auf Belohnung, Vermeidung von Strafe oder in Aussicht auf Geld (vgl. Odenbach 1974: 326).

3 Ausgewählte Motivationstheorien

Um Motivation zu definieren wurden zahlreiche verschiedene Motivationstheorien entwickelt. Diese werden unterteilt in Inhaltstheorien und in Prozesstheorien der Motivation. Im Folgenden werden diese beiden Klassen und deren Vertreter vorgestellt.

3.1 Inhaltstheorien

Die Inhaltstheorien versuchen zu erklären, wonach der Mensch strebt, welche Motive in gewissen Situationen wirksam werden und ihn zu einem bestimmten Verhalten veranlassen. Zu den herausragenden Inhaltstheorien gehören die Maslowsche Bedürfnispyramide und die XY-Theorie nach Douglas McGregor (vgl. Das Wirtschaftslexikon 2013).

3.1.1 Bedürfnispyramide nach Maslow

Abraham Maslow war ein amerikanischer Psychologe, welcher erfolgreiche, glückliche und gesunde Menschen erforschte. Er entdeckte, dass man die menschlichen Bedürfnisse nach ihrer empfundenen Dringlichkeit der Befriedigung in verschiedene Stufen einteilen kann.

Sobald ein Bedürfnis erfüllt ist, versucht der Mensch das nächst höhere Bedürfnis zu befriedigen. Maslow unterscheidet zwischen Defizitbedürfnissen (Stufe 1 bis 4) und Wachstumsbedürfnissen (Stufe 5). Dies zeigt, dass gewisse Bedürfnisse (Defizitbedürfnisse) bei Nichtbefriedigung psychische und physische Störungen hervorrufen können, wobei andere Bedürfnisse (Wachstumsbedürfnisse) nicht lebensnotwendig sind und fast nie befriedigt werden können, da diese das Ziel der Selbstverwirklichung des Individuums anstreben (vgl. Maslow 1977: 74ff).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 – Bedürfnispyramide nach Maslow (Grundmodell) – Quelle: Ansgar A.Plassmann & Prof. Dr. Günter Schmitt

Die Abbildung der Bedürfnispyramide nach Maslow verdeutlicht fünf Ebenen, welche sich wie folgt charakterisieren lassen:

- Die erste Stufe (physiologische Bedürfnisse) wird als Grundebene von Maslow bezeichnet. Darunter zählen alle elementaren Bedürfnisse wie Trinken, Essen, Schlafen und das körperliche Wohlbefinden. Die Befriedigung dieser Stufe ist Voraussetzung für die Lebenserhaltung und somit die mächtigste und grundlegendste Stufe, die von jedem zu befriedigen ist.
- In der zweiten Stufe erfolgt die Befriedigung der Sicherheitsbedürfnisse durch die Sicherung eines Arbeitsplatzes, des Einkommens, des Schutzs bei Krankheit oder Unfall. Sicherheitsbedürfnisse beziehen sich somit auf den Schutz vor möglichen Bedrohungen oder Ängsten und das Streben nach Lebenssicherheit und Stabilität, beziehungsweise nach Geborgenheit.
- Die nächste Stufe befasst sich mit den sozialen Bedürfnissen eines Individuums. Hierzu zählt das Bedürfnis nach sozialer Akzeptanz, Geborgenheit, Freundschaft, Liebe und dem Zusammengehörigkeitsgefühl.
- Das Bedürfnis nach Wertschätzung und Anerkennung durch das persönliche Umfeld wird in der vierten Stufe durch Wertschätzungsbedürfnisse beschrieben.
- Die Spitze (Stufe 5) der Bedürfnispyramide nach Maslow bildet das Bedürfnis der Selbstverwirklichung. In dieser Stufe strebt der Mensch nach Unabhängigkeit und nach der Entfaltung seiner eigenen Persönlichkeit.

Die Bedürfnispyramide nach Maslow wird jedoch oftmals kritisiert, da die hierarchische Anordnung der verschiedenen Stufen nicht für alle Menschen verallgemeinert werden kann und die Stufen nicht eindeutig voneinander abgegrenzt werden können. Ebenso ist die letzte Stufe (Bedürfnis der Selbstverwirklichung) schwer definierbar, da dies von Mensch zu Mensch sehr variieren kann (vgl. Schuler 2004: 69).

3.1.2 XY-Theorie nach McGregor

Der amerikanische Psychologe Douglas McGregor veröffentlichte erstmals 1960 die sogenannte XY-Theorie. Hier werden zwei Menschenbilder hinsichtlich deren Arbeitseinstellung unterschieden.

Menschen, die eine Ablehnung gegen Arbeit haben, Verantwortung meiden und kein Interesse an Zielen der Organisation haben, stehen für die X-Theorie. Bei der Y-Theorie hingegen stellt sich der Mensch seiner Verantwortung, übernimmt Eigeninitiative und identifiziert sich mit der Organisation. In Wirklichkeit kommen immer nur Mischungen aus beiden Theorien vor.

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Steigerung der Innovationsfähigkeit und Produktivität eines Unternehmens durch Mitarbeitermotivation
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V518376
ISBN (eBook)
9783346111869
ISBN (Buch)
9783346111876
Sprache
Deutsch
Schlagworte
steigerung, innovationsfähigkeit, produktivität, unternehmens, mitarbeitermotivation
Arbeit zitieren
Janine Stieber (Autor), 2018, Steigerung der Innovationsfähigkeit und Produktivität eines Unternehmens durch Mitarbeitermotivation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518376

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