Betriebliches Gesundheitsmanagement in Unternehmen. Erstellung eines Interventionskonzeptes anhand eines Fallbeispiels


Hausarbeit, 2018

22 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ZUSAMMENFASSUNG ANALYSE ALS FAZIT

2 ABLEITUNG VON HANDLUNGSSCHWERPUNKTEN

3 ERSTELLUNG EINER INTERVENTIONSPLANUNG ZUR VORLAGE BEI DER GESCHÄFTSLEITUNG
3.1 Initiale Interventionsmaßnahmen
3.2 Projekt- und Ressourcenplanung

4 DISKUSSION UND PROBLEME DER EVALUATION

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Zusammenfassung Analyse als Fazit

Das Unternehmen „Muster GmbH“ mit Sitz in Stuttgart gilt als Premiumanbieter hoch- wertiger Holzmöbel. Insgesamt sind 1505 Mitarbeiter in folgenden Bereichen beschäf- tigt: Geschäftsleitung, Verwaltung, Marketing/ Vertrieb, Produktion, Logistik und zent- rale Dienste. Vor dem Hintergrund hoher Krankenstände, eines hohen Altersdurch- schnitts und der Vision innerhalb Deutschlands mit gleichbleibender Qualität konkur- renzfähig zu bleiben, hat sich die „Muster GmbH“ zu der Einführung eines Betriebli- chen Gesundheitsmanagements durch einen externen Dienstleister entschlossen. Im Rahmen dessen Tätigkeit finden diverse Analysen, die Aufschluss über den Status-Quo geben, statt. Im Bereich Logistik wird mit einem Pilotprojekt begonnen, da dort der Be- darf infolge der Analysen am höchsten ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Analy- sedaten dargestellt.

Primärdaten Gesundheit und Sicherheit:

Tabelle 1: Altersstruktur im gesamten Unternehmen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Durchschnittsalter in Bereichen mit den meisten Beschäftigten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Krankenstand im gesamten Unternehmen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Krankenstand der Arbeitnehmer in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Krankenstand, Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018)

Wie in den Tabellen erkannbar ist, liegt der durchschnittliche Krankenstand der Muster GmbH 2014 sowie 2015 höher als der der Arbeitnehmer/ Innen in Deutschland. In den Bereichen Produktion und Logistik ist der Krankenstand der Muster GmbH gegenüber den anderen Unternehmensbereichen ebenfalls höher.

Tendenzen: Die Krankenstände steigen bei der Muster GmbH seit 4 Jahren. Der hohe Anteil der Langzeiterkrankungen ist ebenfalls steigend.

Tabelle 5: Arbeitsunfälle der Muster GmbH im Vergleich zu Deutschland im Jahr 2014

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2016, S. 33).

Arbeitsbedingungen: Im Vergleich zu Deutschland sind die Arbeitsunfälle der Muster GmbH deutlich höher, weshalb Arbeitsplatzbedingungen analysiert werden sollten. In der Produktion und der Logistik wurde eine Gefährungsbeurteilung durchgeführt, ist jedoch noch unvollständig. Psychische Erkrankunge steigen, daher muss diesbezüglich auch eine Gefährungsbeurteilung durchgeführt werden. Büroarbeitsplätze sind weitge- hend in Ordnung.

Analyseergebnisse Mitarbeiterbefragung im Bereich Logistik:

Tabelle 6: Altersstruktur und Gesundheitszustand nach Alter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 7: Top 3 der Beschwerden und Potenziale

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 8: Top 5 der "stark belastenden" Beschwerden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 9: Ergebnisse der Kategorien Zufriedenheit, Entscheidunsspielraum, soz. Unterstützung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Analyseergebnisse Gefährdungsbeurteilung im Bereich Logistik:

Tabelle 10: Ergebnistabelle mit Nohl-Wert

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 11: Bewertung ermittelter Gefährdungsmaße Nohl (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die ermittelten Gefährdungsmaße nach Nohl lassen Aussagen über die festgestellten Gefährdungen an den jeweiligen Arbeitsplätzen zu, unter Berücksichtigung der gesund- heitlichen Risiken und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Es ist zu erkennen, dass der Transport, Versand und die Kommissionierung der Großmöbel den größten Handlungs- bedarf aufweisen (bewegen sich um die Gefährdungszahl 4), wobei letzteres bis zur Gefährdungszahl 5 reicht. Dieser Arbeitsplatz könnte priorisiert werden.

Darüber hinaus stellt die Gefährdungskennzahl den Mittelwert aller Gefährdungsmaße dar und ermöglicht eine Aussage über den allgemeinen Sicherheitszustand des Systems (Morsch, 2017, S. 70). Nach eigener Berechnung liegt die Kennzahl bei 3,75. Dieser Wert liegt ebenfalls am nächsten an der „4“, sodass im Bereich Logistik insgesamt mit leichten Verletzungen mit hoher Wahrscheinlichkeit, mittelschweren Verletzungen mit mittlerer Wahrscheinlichkeit, schweren Verletzungen mit geringer Wahrscheinlichkeit und schweren bleibenden Schäden mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist (s. Tabelle 7).

Fazit:

Aus den aufgeführten Ergebnissen geht hervor, dass das Unternehmen der Muster GmbH bezüglich des Krankenstandes und der Arbeitsunfälle im Vergleich zu Deutsch- land höhere Werte aufweist. Betrachtet man das Unternehmen an sich, liegt in der Lo- gistik ein höheres Durchschnittsalter als im gesamten Unternehmen, sowie ein erhöhter Krankenstand gegenüber anderen Unternehmensbereichen vor. Die Ergebnisse der Ge- fährdungsbeurteilung weisen in diesem Bereich auf Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz insbesondere in der Kommissionierung der Großmöbel hin. Die aus der Mitarbeiterbe- fragung gewonnenen Ergebnisse wie z. B. Rückenschmerzen mit 54% als häufigste Be- schwerden, und Zugluft und Kälte sowie schwere Hebearbeiten o. Ä. als stark belasten- de Faktoren, stimmen weitgehend mit den Erkenntnissen der Arbeitsplatzanalyse/ Ge- fährdungsbeurteilung überein, sodass ein wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen Belastungen und Arbeitsbedingungen erkenntlich wir, weshalb Maßnahmen diesbezüg- lich in Angriff genommen werden sollen.

2 Ableitung von Handlungsschwerpunkten

Anhand der Ergebnisse der Analysen lassen sich Handlungsschwerpunkte ableiten, in- nerhalb derer später zielgerichtete Interventionsmaßnahmen angeboten werden können. Im Folgenden werden drei Schwerpunkte mit absteigender Priorisierung dargestellt, sowie dessen Auswahl begründet.

1. Physikalische Gefährdungen und körperliche Belastungen reduzieren Begründung: Vor dem Hintergrund der Altersstruktur/ Krankenständen im gesamten Unternehmen und einem recht hohen Durchschnittsalter in den Bereichen Produkti- on und Logistik, wo den Mitarbeitern oftmals starke körperliche Belastungen abver- langt werden, sollen an erster Stelle physikalische Gefährdungen und körperliche Belastungen in der Logistik reduziert werden. Die Ergebnisse der Top 5 der „stark belastenden“ Faktoren schwere Hebearbeiten, körperlich schwere Arbeit (Rang 2), Tragen, Schieben, Ziehen schwerer Gegenstände (Rang 4) und gebückte Haltung, Bücken, beengte Platzverhältnisse (Rang 5), aber auch Zugluft, Kälte (Rang 1) und ein häufiger Wärme-Kälte-Wechsel (Rang 3) weisen auf ein hohes gesundheitsschä- digendes Risiko hin. Dadurch lassen sich u. A. auch die Häufigkeiten der Be- schwerden Rückenschmerzen (54 %), Verspannungen/ Verkrampfungen (43 %) er- klären. Auch weil, bei der Analyse der Gefährdungsbeurteilung ähnliche Faktoren wie oben bereits beschrieben (viel Stehen, Gehen, körperlich hohe Anstrengung, aber auch Bewegungsmangel), als Gefährdung/ Problem gelten, ist die Minimierung der physikalischen Gefährdungen als primärer Schwerpunkt am sinnvollsten. Darüberhinaus verstärkt der im Alter zunehmende Muskelabbau die Notwendigkeit des Aufbaus von Ressourcen, um einerseits körperlichen Beanspruchungen (Heben, Tragen, Bücken etc.), sowie einer verschlechterung der Rückengesundheit der Mit- arbeiter entgegenzuwirken. Um die besagten Gefährdungen am Arbeitsplatz zu re- duzieren, ist die Kräftigung der Muskulatur und das Erlernen von rückengerechtern Haltungs- und Bewegungstechniken wichtig (Pfeifer, 2004, S. 36).

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Betriebliches Gesundheitsmanagement in Unternehmen. Erstellung eines Interventionskonzeptes anhand eines Fallbeispiels
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V518495
ISBN (eBook)
9783346112002
ISBN (Buch)
9783346112019
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Interventionskonzept, Muster GmbH, Unternehmen
Arbeit zitieren
Saskia Ziegler (Autor), 2018, Betriebliches Gesundheitsmanagement in Unternehmen. Erstellung eines Interventionskonzeptes anhand eines Fallbeispiels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518495

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