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Ruhestandsentscheidungen

Title: Ruhestandsentscheidungen

Seminar Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Rieck (Author)

Economics - Finance
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Summary Excerpt Details

As a matter of fact the german retirement system will face serious financial problems in the
near future. The reason is beside others the growing number of old and very old people who
receive money while a shrinking number of young working people has to pay for them. The
demografic development will strengthen this trend in the future. Therefor the retirement
decision that marks the beginning of the retirement is one aspect that gains more importance.
Because the early retirement supports this trend an so the financial crisis of the retirement
system, government and other interest groups try to influence the retirement decision.
This essay shows the different influences on retirement decisions, the institutional frame and
the interests of the individual, who finally makes the decision. In this way an overview is
given, to better understand the retirement trends of the future.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alterssicherung

2.1 Bestimmungsfelder und Interessengruppen der Alterssicherung

3. Grundproblem des Umlageverfahrens

3.1 Demografie

3.2 Trend zur Frühverrentung

4. Die Ruhestandsentscheidung

4.1 Renteneintritt

4.2 Renteneintrittsalter

5. Bestimmungsfelder des Trends zur Frühverrentung

5.1 Arbeitsmarkt und Altersteilzeit

5.2 Optionswert

5.3 Abschläge

5.4 Schlussfolgerungen

6. Weitergedacht

6.1 Mehr Zuwanderung und höhere Geburtenraten?

6.2 Mehrsäulenmodell

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die individuellen und institutionellen Einflussfaktoren auf die Ruhestandsentscheidung vor dem Hintergrund der demografisch bedingten Finanzkrise der gesetzlichen Rentenversicherung. Das primäre Ziel besteht darin, das Verständnis für den Trend zur Frühverrentung zu schärfen und Möglichkeiten zur Entlastung des Alterssicherungssystems aufzuzeigen.

  • Demografischer Wandel und dessen Auswirkungen auf das Rentensystem
  • Analyse der ökonomischen Anreizstrukturen (Optionswert, Rentenabschläge)
  • Die Rolle des Arbeitsmarktes und die Bedeutung der Altersteilzeit
  • Bewertung von Reformoptionen wie dem Mehrsäulenmodell

Auszug aus dem Buch

5.1 Arbeitsmarkt und Altersteilzeit

Nach Döring: “Die angemessene Kopplung des Alterssicherungssystems an das Erwerbssystem ist eine Schlüsselfrage.“ (Döring 2002, 53) Aufgrund der anhaltenden schwierigen Lage am Arbeitsmarkt wird das Alterssicherungssystem doppelt belastet. Zum einen gehen die Arbeitslosen vom Erwerbspersonenanteil ab und können so nur geringere Beiträge zur Rentenversicherung beisteuern. Doch ist nach Naber die Entlastung der Rentenversicherung durch sinkende Arbeitslosigkeit nur gering (vgl. Naber 2001, 113).

Viel entscheidender ist nach Arndt/Bonin: „Die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland zeigte in der Vergangenheit die Tendenz, Beschäftigungsprobleme durch staatlich geförderten Ruhestand älterer Arbeitnehmer zu Lasten der Rentenversicherung oder anderer sozialer Sicherungssysteme zu lösen.“ (Arndt/Bonin 2002, 12) Dies führt mit zur angesprochenen Zusatzbelastung durch Frühverrentung. Nach Arndt/Bonin wären ca. die Hälfte der 59-jährigen Männer im Ruhestand nicht erwerbsgemindert (vgl. Arndt/Bonin 2002, 12) und somit eigentlich beschäftigungsfähig. Dies greifen Arbeitgeber gerne auf und „drängen“ laut Bäcker die Arbeitnehmer vorzeitig in die Rente (vgl. Bäcker/Naegele 1989, 17). So werden Ältere durch Frühverrentung ausgegliedert und so die Belegschaft verjüngt (vgl. Arndt/Bonin 2002, 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen und volkswirtschaftlichen Relevanz der Ruhestandsentscheidung sowie der Forschungsabsicht.

2. Alterssicherung: Einordnung der gesetzlichen Rentenversicherung in das System der Alterssicherung und Abgrenzung weiterer Vorsorgeformen.

2.1 Bestimmungsfelder und Interessengruppen der Alterssicherung: Erläuterung der verschiedenen Schichten der Alterssicherung und deren zukünftige Bedeutung.

3. Grundproblem des Umlageverfahrens: Analyse der demografischen Herausforderungen und der finanziellen Instabilität des Umlageverfahrens.

3.1 Demografie: Detaillierte Untersuchung des Effekts des „double aging“ auf die Bevölkerungsstruktur.

3.2 Trend zur Frühverrentung: Beschreibung der Verstärkung des demografischen Drucks durch den frühen Ausstieg aus dem Erwerbsleben.

4. Die Ruhestandsentscheidung: Definition der Ruhestandsentscheidung als komplexe, vorausschauende Individualentscheidung unter Einfluss verschiedener Rahmenbedingungen.

4.1 Renteneintritt: Übersicht der Rentenzugangspfade und der rechtlichen Möglichkeiten für den Übergang in den Ruhestand.

4.2 Renteneintrittsalter: Analyse der tatsächlichen Renteneintrittsdaten differenziert nach Geschlecht und Altersgruppen.

5. Bestimmungsfelder des Trends zur Frühverrentung: Untersuchung der exogenen Einflussfaktoren wie Arbeitsmarkt und Altersgrenzen.

5.1 Arbeitsmarkt und Altersteilzeit: Diskussion der Interdependenz zwischen Beschäftigungspolitik und Rentenzugang.

5.2 Optionswert: Erörterung der ökonomischen Anreizvariablen für den Renteneintritt.

5.3 Abschläge: Bewertung der Wirkung von Rentenabschlägen als finanzielle Steuerungsinstrumente.

5.4 Schlussfolgerungen: Synthese der Erkenntnisse zur Beeinflussung des Ruhestandsverhaltens durch politische Maßnahmen.

6. Weitergedacht: Diskussion alternativer Strategien zur Entlastung des Alterssicherungssystems.

6.1 Mehr Zuwanderung und höhere Geburtenraten?: Kritische Würdigung der Wirksamkeit demografischer Korrekturmaßnahmen.

6.2 Mehrsäulenmodell: Analyse des Potenzials und der Herausforderungen eines Wechsels zum Kapitaldeckungsverfahren.

7. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit grundlegender Reformen zur nachhaltigen Sicherung des Rentensystems.

Schlüsselwörter

Ruhestandsentscheidung, Frühverrentung, Alterssicherung, Gesetzliche Rentenversicherung, Demografie, Umlageverfahren, Renteneintritt, Rentenabschläge, Optionswert, Arbeitsmarkt, Altersteilzeit, Mehrsäulenmodell, Humankapital, Rentenreform, Lebensstandardsicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die einen Arbeitnehmer dazu bewegen, den Zeitpunkt seines Renteneintritts zu wählen, und wie dieser Prozess mit der Finanzkrise des Rentensystems verknüpft ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit beleuchtet die Demografie, die Anreizstrukturen für Frühverrentung, die Arbeitsmarktpolitik und alternative Modelle der Alterssicherung wie das Mehrsäulenmodell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Ruhestandsentscheidung individuell getroffen wird und warum sie ein zentraler Ansatzpunkt für Reformen zur Stabilisierung des Rentensystems darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische und theoretische Aufarbeitung bestehender Forschungsliteratur, ergänzt durch Daten zur Demografie und Rentenzugangspfaden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Bestimmungsfelder des Trends zur Frühverrentung, insbesondere die ökonomischen Aspekte wie den Optionswert und die Rentenabschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Ruhestandsentscheidung, Frühverrentung, demografischer Wandel und das Mehrsäulenmodell.

Welche Rolle spielt der Arbeitsmarkt bei der Frühverrentung?

Der Arbeitsmarkt fungiert oft als „Auffangbecken“; Unternehmen nutzen die Frühverrentung als Instrument, um Belegschaften zu verjüngen, was die Rentenversicherung belastet.

Warum reichen Rentenabschläge allein oft nicht aus?

Der Autor zeigt auf, dass der gestiegene Stellenwert von Freizeit und der Wunsch nach früherem Ausstieg (als „Luxusgut“ konsumiert) die finanziellen Abschläge in ihrer Steuerungsfunktion teilweise entwerten.

Ist Zuwanderung ein geeignetes Mittel gegen die Rentenkrise?

Nach Ansicht des Autors und der zitierten Quellen ist Zuwanderung allein kein Allheilmittel, da sie das Altern der Bevölkerung zwar abfedern, aber die strukturellen Probleme des Rentensystems nicht lösen kann.

Was spricht für das Mehrsäulenmodell?

Das Mehrsäulenmodell bietet durch die stärkere Einbindung kapitalgedeckter Komponenten mehr Flexibilität und eine Entlastung des einseitigen Fokus auf das Umlageverfahren.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Ruhestandsentscheidungen
College
Pforzheim University
Course
Wirtschaftspolitisches Seminar Theorie und Politik der Alterssicherung
Grade
1,3
Author
Daniel Rieck (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V51904
ISBN (eBook)
9783638477420
ISBN (Book)
9783640524495
Language
German
Tags
Ruhestandsentscheidungen Wirtschaftspolitisches Seminar Theorie Politik Alterssicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Rieck (Author), 2005, Ruhestandsentscheidungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51904
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