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Wie wird Sprachungleichheit empfunden, welche Vorschläge gibt es zur Angleichung, wie ist die Wechselwirkung mit der Gesellschaft?

Titre: Wie wird Sprachungleichheit empfunden, welche Vorschläge gibt es zur Angleichung, wie ist die Wechselwirkung mit der Gesellschaft?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 12 Pages , Note: 2

Autor:in: Birgit Schweighofer (Auteur)

Sociologie - Communication
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Die Sprachungleichheit ist im deutschen Sprachraum - auch in Österreich - ein vieldiskutiertes und immer wieder aktuelles Thema, in das ich im Rahmen dieser Seminararbeit näher beleuchten will.
Zunächst möchte ich mit der noch nicht so lange zurückliegenden Diskussion zum Text der österreichischen Bundeshymne einen Einstieg in die Thematik geben. Dann möchte ich erörtern, wie Frauen die Sprachungleichheit – sprich die Diskriminierung durch die Sprache – empfinden, welche Rolle Frauen in der Konversation über sich/mit anderen spielen, welche Vorschläge es zur Umgestaltung der Sprache gibt und welche Schwierigkeiten hier auftreten.
Zuletzt versuche ich herauszufinden, ob Sprache die Gesellschaft verändert oder umgekehrt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vater- oder Heimatland?

3. Empfinden Frauen die deutsche Sprache in ihrer jetzigen Form als Diskriminierung?

4. Die Rolle der Frau im täglichen Sprachgebrauch

5. Vorschläge, wie eine geschlechtergerechte Sprache aussehen könnte

6. Sprache – Gesellschaft – wer beeinflusst wen?

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Strukturen und sprachlicher Ungleichheit, mit besonderem Fokus auf die Wahrnehmung geschlechtergerechter Sprache durch Frauen sowie die wechselseitige Beeinflussung von Sprache und Gesellschaft.

  • Diskussion um geschlechtergerechte Hymnentexte als Fallbeispiel
  • Empfinden von sprachlicher Diskriminierung bei Frauen
  • Eigenverantwortung der Frau im täglichen Sprachgebrauch
  • Analyse gängiger Methoden zur Sprachangleichung (Splitting, Binnen-I, etc.)
  • Wechselwirkungsmodell von Sprache und gesellschaftlicher Veränderung

Auszug aus dem Buch

5. Vorschläge, wie eine geschlechtergerechte Sprache aussehen könnte

Es gibt viele Vorschläge wie man die Sprache geschlechtergerecht gestalten könnte und damit die Sprachungleichheiten reduzieren könnte. Der bekannteste und wohl der Vorschlag, der sich bis jetzt am besten in der Sprache durchgesetzt hat, ist das „Splitting“ - männliche und weibliche Form werden beide erwähnt (z.B. Studenten und Studentinnen). Diese Lösung wird generell gut angenommen, aber von manchen auch als zu umständlich kritisiert.

Ein zweiter Vorschlag ist der sogenannte „verrückte Pusch-Vorschlag“ (Pusch in Bickens/Brunner 1992, S.6). Dieser Ansatz verwirft die Endsilbe -in und schlägt vor, den neutralen Artikel das für geschlechterneutrale Aussagen zu verwenden. Wenn nötig, kann durch Verwendung der Artikel der und die das Geschlecht näher bestimmt werden.

Weiters wurde innerhalb dieses Vorschlages diskutiert, die weibliche Form eines Nomens ohne -in als Grundform zu verwenden und die männliche Form aus dieser Form abzuleiten. Pusch nennt hier als Beispiel das Nomen „Student“ und die daraus gebildeten Formen „der/die/das Student“ und „die Professor/der Professorich“als Beispiel einer weiblichen Grundform und die abgeleitete männliche Erweiterung (Pusch in Bickens/Brunner ebenda).

Die Formen, die vorgeschlagen werden klingen sehr fremdartig und es stellt sich die Frage, ob die Gesellschaft diese Formen integrieren würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den "vertikalen Sprachgebrauch" ein und skizziert das Forschungsziel, die Wechselwirkung zwischen Sprache und Gesellschaft anhand aktueller Diskussionen zu untersuchen.

2. Vater- oder Heimatland?: Das Kapitel beleuchtet die kontroverse Debatte um die Umtextung der österreichischen Nationalhymne als Ausgangspunkt für Fragen der sprachlichen Geschlechtergerechtigkeit.

3. Empfinden Frauen die deutsche Sprache in ihrer jetzigen Form als Diskriminierung?: Hier wird erörtert, dass nicht alle Frauen die gängige männlich geprägte Sprache als diskriminierend empfinden und dass eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für Veränderungen notwendig ist.

4. Die Rolle der Frau im täglichen Sprachgebrauch: Dieses Kapitel betont die Eigenverantwortung der Frauen und analysiert die psychologische Ebene sowie den Teufelskreis aus abwertender Sprache und negativer gesellschaftlicher Selbstwahrnehmung.

5. Vorschläge, wie eine geschlechtergerechte Sprache aussehen könnte: Das Kapitel stellt verschiedene Ansätze zur Sprachangleichung wie das Splitting, den Pusch-Vorschlag, die totale Feminisierung und das Binnen-I vor und diskutiert deren Praxistauglichkeit.

6. Sprache – Gesellschaft – wer beeinflusst wen?: Die Autorin untersucht das theoretische Verhältnis von Sprache und gesellschaftlicher Veränderung und kommt zu dem Schluss, dass gesellschaftliche Veränderungen meist die Sprache prägen, nicht umgekehrt.

7. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass gesellschaftliche Reformen Vorrang haben sollten und Sprache sich organisch an diese anpassen wird, wobei Feministinnen auf die Grenzen sprachlicher Instrumentalisierung achten sollten.

Schlüsselwörter

Sprachungleichheit, Geschlechtergerechte Sprache, Österreichische Bundeshymne, Feminismus, Sprachwandel, Soziale Ungleichheit, Splitting, Binnen-I, Kommunikation, Gesellschaft, Diskriminierung, Sprachgebrauch, Gender, Linguistik, Identitätsstiftung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen sprachlicher Gestaltung und gesellschaftlichen Machtverhältnissen, insbesondere im Hinblick auf den Wunsch nach einer geschlechtergerechten Sprache im deutschsprachigen Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Debatte um die österreichische Nationalhymne, das subjektive Empfinden von sprachlicher Diskriminierung, die Rolle der Frau als Sprachakteurin und die theoretische Fundierung von Sprachwandel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Sprache primär die Gesellschaft formt oder ob sie lediglich ein passiver Spiegel gesellschaftlicher Wandlungsprozesse ist, und dabei die Sinnhaftigkeit verschiedener sprachlicher Reformansätze zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse soziologischer und linguistischer Fachliteratur, ergänzt durch eine kritische Betrachtung aktueller politischer und gesellschaftlicher Debatten sowie Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische und aktuelle Diskussion um Sprachgerechtigkeit, evaluiert verschiedene Vorschläge wie das Binnen-I oder Splitting und reflektiert die Rolle der Frau in der Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Sprachungleichheit, geschlechtergerechte Sprache, Sprachwandel und gesellschaftliche Wechselwirkung beschreiben.

Warum wird die Debatte um die Bundeshymne als Einstieg gewählt?

Die Hymnendiskussion dient als konkretes, kontroverses Praxisbeispiel, um die theoretischen Aspekte der sozialen Ungleichheit in der Sprache aufzuzeigen und die Reaktionen der Öffentlichkeit zu verdeutlichen.

Welches Fazit zieht die Autorin zu den Sprachreformvorschlägen?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass radikale Sprachreformen oft auf Widerstand stoßen und dass es effektiver ist, gesellschaftliche Ungleichheiten (wie Lohnunterschiede) zuerst anzugehen, da sich die Sprache diesen Wandlungen dann natürlicher anpasst.

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Résumé des informations

Titre
Wie wird Sprachungleichheit empfunden, welche Vorschläge gibt es zur Angleichung, wie ist die Wechselwirkung mit der Gesellschaft?
Université
University of Linz  (Abteilung für theoretische Soziologie und Sozialanalysen)
Cours
Proseminar Themen der theoretischen Soziologie, WS 05/06
Note
2
Auteur
Birgit Schweighofer (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
12
N° de catalogue
V51958
ISBN (ebook)
9783638477857
ISBN (Livre)
9783638751612
Langue
allemand
mots-clé
Sprachungleichheit Vorschläge Angleichung Wechselwirkung Gesellschaft Proseminar Themen Soziologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Birgit Schweighofer (Auteur), 2006, Wie wird Sprachungleichheit empfunden, welche Vorschläge gibt es zur Angleichung, wie ist die Wechselwirkung mit der Gesellschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51958
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Extrait de  12  pages
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