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Englisches Mehrheitsprinzip im Vergleich zur volonté générale

Title: Englisches Mehrheitsprinzip im Vergleich zur volonté générale

Term Paper , 2020 , 19 Pages , Grade: 7,0

Autor:in: Feryat Erdogan (Author)

Law - Miscellaneous
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Diese Arbeit vergleicht das englische Mehrheitsprinzip mit dem volonté générale, also dem Gemeinwillen des Volkes. Die Demokratie bedeutet zwar im Kern, dass die tatsächliche Herrschaft durch das Volk ausgeht, doch sie unterscheidet sich in seinen verschiedensten Formen. Dabei kommen die direkte und repräsentative Demokratie am meisten vor. Während beim ersteren vor jeder politischen Entscheidung das Volk gefragt wird, wählt beim letzteren das Volk ein Parlament, wo dann die politischen Entscheidungen durch Abgeordnete getroffen werden; d.h. die sog. Volkvertreter repräsentieren im Parlament die Interessen des Volkes. Für den Bürger bedeutet also die Demokratie die gleiche politische Freiheit für jedermann.

Es stellt sich auch die Frage, ob die Meinung der Mehrheit auch die der Minderheit sein kann, wenn vor allem die Mehrheit gerade mit knappen 51 % zu 49 % regiert. Fraglich ist auch an dieser Stelle, inwiefern Rousseau auf diese Problematik eine Antwort liefert.

Rousseaus Gesellschaftsvertrag ist eines der wichtigsten politischen Theorien der Neuzeit. Mit dem Gesellschaftsvertrag wird das Volk in eine politische Körperschaft geformt. Dies lässt politische und rechtliche Fragen aufkommen. Wer soll herrschen? Wie soll geherrscht werden? Und vor allem in welchem Umfang soll geherrscht werden? Diese Fragen stellen sich bis heute noch vielen Wissenschaftlern bzw. Philosophen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Das parlamentarische Mehrheitsprinzip

I. Parlamentarismus

II. Das Mehrheitsprinzip

1. Geschichtliche Entwicklung

2. Formen des Mehrheitsprinzips

3. Rechtfertigung des Mehrheitsprinzips

4. Die parlamentarische Minderheit

III. Rousseaus Gesellschaftsvertrag

1. Bedeutung des volonté générale

2. Vereinbarkeit des volonté générale und Parlamentarismus

3. Das volonté générale, die Stimme der Mehrheit?

4. Kritik an Rousseaus Lehre

IV. Englisches Mehrheitsprinzip

1. Wahl und Aufgabe des House of Commons

2. Wirkung des Mehrheitsprinzips auf das Parteiensystem

3. Vereinbarkeit mit dem volonté générale

C. Kritik am Mehrheitsprinzip

D. Gesamtwürdigung des Themas

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Mehrheitsprinzip und Minderheitenschutz innerhalb parlamentarischer Demokratien, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der kritischen Analyse der Theorie von Jean-Jacques Rousseau liegt.

  • Funktionsweise und Legitimation des parlamentarischen Mehrheitsprinzips.
  • Schutzrechte und Stellung der parlamentarischen Minderheit.
  • Rousseaus Konzept des "volonté générale" und dessen Vereinbarkeit mit dem modernen Parlamentarismus.
  • Analyse des englischen Mehrheitsprinzips als praktisches Modell.
  • Kritische Würdigung der Problematik von Mehrheitsentscheidungen in einer geteilten Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

1. Bedeutung des volonté générale

Das volonté générale bezeichnet den Gemeinwillen des Volkes, welcher frei von jeglichen Einzel- bzw. Sonderwillen ist; schon die Gründung eines Staates bzw. der Eintritt darin lässt den Sonderwillen schwinden und es komme nur noch auf den Gemeinwillen des Volkes an. Der Gemeinwille wird als Beschluss des gesamten Volkes über das gesamte Volk bezeichnet.

Folglich ist eine Vereinigung der Willen der einzelnen Menschen bzw. Bürger beim volonté générale zu beobachten. Will der Einzelne Bürger das Beste für jeden anderen so kann auch im Umkehrschluss behauptet werden, dass dadurch jeder Einzelne seinen Glück und seine eigene Sicherheit findet. Und gerade dies erinnert an den kategorischen Imperativ Kants.

Es fragt sich letztlich, wer nach Rousseau der Souverän im Staatsgebilde ist. Unter dem Souverän stellt man sich verallgemeinert den Oberhaupt des Staates vor, d.h. den Träger der obersten Gewalt, welchem juristische Machtbefugnisse gegenüber Dritter zustehen und den Staat führt. In aller meisten Fällen liegt in staatlichen Gebilden die souveräne Macht bei der Regierung; dies ist jedoch bei Rousseau anders. Auch bei Rousseau steht zwar an der Spitze des Staates der Souverän. Dabei wird das Volk und nicht die Regierung als der Souverän gesehen. Das Volk repräsentiert in Rousseaus Lehre nicht den Willen aller das sog. volonté de tous, sondern den Gemeinwillen, den volonté générale.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Demokratie als politisches System ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Rolle der Minderheit im Verhältnis zur Mehrheitsentscheidung.

B. Das parlamentarische Mehrheitsprinzip: Dieses Kapitel erläutert das Grundverständnis des Parlamentarismus sowie die Mechanismen und die Rechtfertigung des Mehrheitsprinzips.

I. Parlamentarismus: Es wird die historische und funktionale Entwicklung des Parlaments als Ort politischer Diskurs- und Entscheidungsfindung dargelegt.

II. Das Mehrheitsprinzip: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der verschiedenen Formen des Mehrheitsprinzips und deren verfassungsrechtliche Einordnung.

III. Rousseaus Gesellschaftsvertrag: Dieses Kapitel beleuchtet die Theorie Rousseaus, insbesondere den Gemeinwillen, und prüft dessen Anwendbarkeit auf repräsentative Systeme.

IV. Englisches Mehrheitsprinzip: Anhand des britischen Modells wird die praktische Anwendung der Mehrheitswahl und ihre Auswirkungen auf das Parteiensystem untersucht.

C. Kritik am Mehrheitsprinzip: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Gefahren einer Majoritätsherrschaft auseinander, die Minderheiteninteressen missachtet.

D. Gesamtwürdigung des Themas: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Umsetzbarkeit von Rousseaus Visionen unter heutigen demokratischen Bedingungen.

Schlüsselwörter

Mehrheitsprinzip, Parlamentarismus, Minderheitenschutz, Demokratie, volonté générale, Gesellschaftsvertrag, Souveränität, Volkswille, Repräsentation, Rechtsstaat, Politische Entscheidung, Opposition, Wahlsystem, Gemeinwohl, Minderheitenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das parlamentarische Mehrheitsprinzip, dessen historische Wurzeln und das Spannungsverhältnis zwischen Mehrheitsentscheidungen und dem Schutz von Minderheiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Theorie von Jean-Jacques Rousseau, die Funktionsweise des englischen Mehrheitswahlsystems sowie die allgemeinen Grundlagen der demokratischen Legitimation und Minderheitenrechte.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob und wie Minderheiten innerhalb eines Mehrheitssystems vertreten werden können und wie Rousseaus radikale Vorstellungen des Gemeinwillens in diesem Kontext zu bewerten sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und rechtstheoretische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und philosophischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Parlamentarismus, die Analyse von Rousseaus Gesellschaftsvertrag, eine Untersuchung des englischen Modells und eine kritische Diskussion der Minderheitenproblematik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind das "volonté générale", das "Mehrheitsprinzip", die "Volkssouveränität" und der "Minderheitenschutz".

Warum lehnt Rousseau das repräsentative System ab?

Rousseau sieht in der Repräsentation eine Entfremdung der Volkssouveränität; seiner Meinung nach kann der Gemeinwille nicht durch Abgeordnete übertragen werden, da das Volk unmittelbar selbst entscheiden muss.

Wie unterscheidet sich das englische System von Rousseaus Ideal?

Das englische System stützt sich auf eine repräsentative Mehrheitswahl, bei der die Mehrheitspartei die Regierung bildet, während Rousseau eine direkte, einstimmige Form der Willensbildung präferiert, die keine faktische Unterdrückung durch bloße numerische Überlegenheit zulässt.

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Details

Title
Englisches Mehrheitsprinzip im Vergleich zur volonté générale
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Parlamentarismus
Grade
7,0
Author
Feryat Erdogan (Author)
Publication Year
2020
Pages
19
Catalog Number
V519925
ISBN (eBook)
9783346115676
ISBN (Book)
9783346115683
Language
German
Tags
englisches mehrheitsprinzip vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Feryat Erdogan (Author), 2020, Englisches Mehrheitsprinzip im Vergleich zur volonté générale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/519925
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