Der Aufbau einer digitalen Plattform basiert auf Analyse und Überdenken der existierenden Strukturen und resultiert schließlich in der Innovation des Geschäftsmodells. Bei der Erstellung einer datenzentrierten digitalen Plattform müssen zwei Grundrichtungen verfolgt werden: der Aufbau eines digitalen Ökosystems und die Aufstellung eines Geschäftsmodells (Geschäftsmodellinnovation). Diese Arbeit konzentriert sich auf den Aufbau eines digitales Ökosystems, das einen wertschaffenden Treiber der digitalen B2B-Plattform darstellt.
Der digitale Wandel bringt viele Veränderungen mit sich, u.a. eine erhöhte Intensität der Umweltbeobachtung, Erweiterung der Planungshorizonte, neue Vertriebswege zu Kunden und Partnern, hohe Komplexität der Beziehungen, Dynamik und Reaktionszwang, Eintritt in globale Märkte, Innovationsdruck auf Unternehmen und Plattformbildungen. Um die Chancen des Wandels für sich nutzen zu können, ist die strategische Ausrichtung von Unternehmen in Bezug auf digitale Strukturen als existenzsichernd zu betrachten. Digitale Plattformen sind als Fundament der zukünftigen Wertschöpfungssysteme anzusehen, sie koordinieren Angebot und Nachfrage in einem Ökosystem (Partner, Entwickler, Kunden, andere Interessengruppen). Eine Plattform ist modular aufgebaut, um schnell auf Marktveränderungen zu reagieren und die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen anlehnend an das eigene Ökosystem zu beschleunigen. Der Aufbau einer digitalen Plattform basiert auf Analyse und Überdenken der existierenden Strukturen und resultiert schließlich in der Innovation des Geschäftsmodells.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Definition der Begriffe „digitale Plattform“ und „Ökosystem“
2.2. Klassifizierung der digitalen Plattformen
2.3. Ökosystem und Geschäftsmodellinnovation
3. AUFBAU EINES ÖKOSYSTEMS
3.1. Ausgangslage und Problemdarstellung
3.2. Anforderungen an die für das Unternehmen essentiellen Modelle
3.3. Risikoanalyse der verschiedenen Plattformtypen
3.4. Vorgehensmodell zum Aufbau eines Ökosystems
4. FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Arbeit besteht in der Ausarbeitung eines fundierten Konzepts zum Aufbau eines digitalen Ökosystems, das als wertschaffender Treiber für eine digitale B2B-Plattform dient, um die strategische Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im Kontext des digitalen Wandels zu sichern.
- Grundlegende theoretische Abgrenzung von digitalen Plattformen und Ökosystemen
- Klassifizierung digitaler Plattformen mit Fokus auf den B2B-Sektor
- Identifikation und Analyse von Risiken beim Aufbau von Plattformmodellen
- Entwicklung eines Vorgehensmodells für den schrittweisen Aufbau eines Ökosystems
- Verbindung von Ökosystementwicklung und Geschäftsmodellinnovation
Auszug aus dem Buch
1. EINLEITUNG
Der digitale Wandel bringt viele Veränderungen mit sich, u.a. eine erhöhte Intensität der Umweltbeobachtung, Erweiterung der Planungshorizonte, neue Vertriebswege zu Kunden und Partnern, hohe Komplexität der Beziehungen, Dynamik und Reaktionszwang, Eintritt in globale Märkte, Innovationsdruck auf Unternehmen und Plattformbildungen. Um die Chancen des Wandels für sich nutzen zu können, ist die strategische Ausrichtung von Unternehmen in Bezug auf digitale Strukturen als existenzsichernd zu betrachten. Digitale Plattformen sind als Fundament der zukünftigen Wertschöpfungssysteme anzusehen, sie koordinieren Angebot und Nachfrage in einem Ökosystem (Partner, Entwickler, Kunden, andere Interessengruppen). Eine Plattform ist modular aufgebaut, um schnell auf Marktveränderungen zu reagieren und die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen anlehnend an das eigene Ökosystem zu beschleunigen. Der Aufbau einer digitalen Plattform basiert auf Analyse und Überdenken der existierenden Strukturen und resultiert schließlich in der Innovation des Geschäftsmodells.
Bei der Erstellung einer datenzentrierten digitalen Plattform müssen zwei Grundrichtungen verfolgt werden: der Aufbau eines digitalen Ökosystems und die Aufstellung eines Geschäftsmodells (Geschäftsmodellinnovation). Diese Arbeit resultiert aus dem Bedarf des Unternehmens AA, das hauptsächlich im B2B Sektor tätig ist, eine digitale Plattform aufzubauen. Die Aufgabenstellung erschwert sich dadurch, dass B2C-Plattformen (u.a. Airbnb, AppStore, Playstore) sich bereits auf dem Markt etabliert haben, während die B2B-Plattformen ihren Weg erst finden müssen. Eine neu aufkommende Gruppe, die sich das Konzept von Plattformen zunutze macht, wird unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst. Basierend auf dieser Erkenntnis, ist das Vorhaben als risikoreich und ressourcenaufwendig einzustufen. Das primäre Ziel ist dabei grundsätzlich ein geeignetes Plattformmodell auszuarbeiten. Diese Arbeit konzentriert sich auf den Aufbau eines digitales Ökosystems, das einen wertschaffenden Treiber der digitalen B2B-Plattform darstellt. Es existiert bereits ein initialer Ansatz zum 4-Stufen Vorgehensmodell, allerdings ist er mehr auf B2C Plattformen und Finanzsektor ausgerichtet, womit sich die Frage stellt, inwieweit dieses Modell auch für den Aufbau der B2B-Plattform geeignet ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit digitaler Plattformen und Ökosysteme als strategisches Fundament für Unternehmen im B2B-Sektor unter den Bedingungen des digitalen Wandels.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel liefert die notwendigen Definitionen zu digitalen Plattformen und Ökosystemen, klassifiziert verschiedene Plattformtypen und erläutert den Zusammenhang mit Geschäftsmodellinnovationen.
3. AUFBAU EINES ÖKOSYSTEMS: Hier wird die Ausgangslage analysiert, Anforderungen werden definiert, eine umfassende Risikoanalyse durchgeführt und ein prozessuales Vorgehensmodell zum Aufbau eines Ökosystems vorgestellt.
4. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Erkenntnisse des Aufbauprozesses zusammen, diskutiert aufgedeckte unternehmensbezogene Probleme und gibt Ausblicke auf weiteren Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Digitale Plattform, Ökosystem, B2B-Sektor, Geschäftsmodellinnovation, Vorgehensmodell, Wertschöpfung, Plattformökonomie, Industrie 4.0, Risikomanagement, Strategieentwicklung, Schnittstellenmanagement, Netzwerkeffekte, Datenzentrierung, Digitale Transformation, Kundenorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen Entwicklung und dem Aufbau eines digitalen Ökosystems als treibende Kraft für eine B2B-Plattform, um die Relevanz des Unternehmens in der digitalen Welt zu sichern.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen von Plattform-Ökosystemen, die Klassifizierung von Plattformtypen, Risikoanalysen und die praktische Gestaltung eines Vorgehensmodells.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Aufstellung eines Konzepts und eines etappenweisen Vorgehensmodells zum Aufbau eines Ökosystems, welches als Grundlage für die Erstellung einer digitalen B2B-Plattform dient.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein Vorgehensmodell zur Strategiegestaltung genutzt, welches durch eine Risikoanalyse und die Ableitung von Wertschöpfungsmechanismen für die verschiedenen Phasen (Start-, Expansions-, Leadership- und Selbsterneuerungsphase) ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Ausgangssituation, den spezifischen Anforderungen für den B2B-Bereich, der Durchführung einer Risikoanalyse und der detaillierten Ausarbeitung des Vorgehensmodells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Digitale Plattform, Ökosystem, B2B-Sektor, Geschäftsmodellinnovation und Vorgehensmodell geprägt.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von herkömmlichen B2C-Plattform-Ansätzen?
Die Arbeit adressiert explizit die Herausforderungen des B2B-Sektors, wo im Gegensatz zu bereits etablierten B2C-Plattformen erst noch Wege gefunden werden müssen, physische Produkte mit digitalen Dienstleistungen zu verschmelzen.
Welche Rolle spielt die Risikoanalyse für das beschriebene Unternehmen?
Die Risikoanalyse dient dazu, langfristige und risikoreiche Vorhaben beim Plattformaufbau zu identifizieren, auszuwerten und je nach Modell zu priorisieren, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Larissa Petersen (Autor:in), 2019, Ökosystem als wertschaffender Treiber der digitalen Plattform, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/519985