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Menschen mit Demenz in der Späten Phase. Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz

Titel: Menschen mit Demenz in der Späten Phase. Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz

Hausarbeit , 2020 , 22 Seiten

Autor:in: Salomé Laranjeira Soares (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Demenz
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit widmet sich die Autorin dem Thema "Menschen mit Demenz in der Späten Phase" mit dem Schwerpunkt "Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase in der stationären Einrichtung". Nach Ihrer Erfahrung ist die Institutionalisierung von Partnern oft eine Folge der Diagnose von Demenz und in den meisten Fällen, die Sie erlebt hat, werden Männer institutionalisiert.

Für die vorliegende Arbeit fand es die Autorin notwendig, zwei Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase, mein Thema vorzustellen. Beide Frauen berichteten, dass das Leben mit einem Mann mit Demenz in der späten Phase, eine große Herausforderung ist: für sich selbst, aber auch für Ihren Ehemann. Um diese Herausforderung aus der Perspektive der Ehefrau zu erkennen, und dadurch sie besser in meine tägliche Arbeit begleiten zu können, hat sich die Autorin entschlossen, diese Arbeit weiterzuentwickeln.

Sie erhofft sich, durch die Beschäftigung mit diesem Thema, die Anstrengungen und Belastungen, mit denen diese Frauen nach der Institutionalisierung ihres Lebenspartners konfrontiert sind, zu verstehen; und somit Hilfestellungen und Möglichkeiten zu finden, die zu einer besseren Beziehung zwischen sie und Pflegekräften beitragen: Was sie für eine bessere Lebensqualität des Bewohners mit Demenz für unwiderlegbar halte.

Im ersten Kapitel wird sich die Autorin mit der späten Phase der Demenz und im Kapitel 2 mit ihrem Einfluss auf das Gedächtnis beschäftigen. Kapitel 3 behandelt die Veränderung der Ehe aus der Sicht der Ehefrau eines Menschen mit Demenz in der späten Phase: vornehmlich nach der Institutionalisierung. Im Kapitel 4 werden mögliche Maßnahmen zur Begleitung von Ehefrauen in der stationären Einrichtung durchleuchten: insbesondere ihre Bedeutung für die Planung der Tagesstruktur ihres Manns, sowie die Vertiefung des SMEI-Konzepts.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Spätes Stadium Demenz

2. Das Gedächtnis

2.1 Das Leibgedächtnis

3. Veränderungen der Ehebeziehung

3.1 Die Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase in der stationären Einrichtung

3.1.1 Umzug im Pflegeheim

3.1.2 Besuch im Pflegeheim

4. Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase in der stationären Einrichtung

4.1 Entwicklung einer positiven Tagesstruktur für der Ehemann

4.2 Das SMEI Konzept

4.2.1 Die Grundhaltung

5. Reflexion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit verfolgt das Ziel, die Belastungen und Herausforderungen von Ehefrauen zu verstehen, deren Partner an einer Demenz in der späten Phase leiden und in einer stationären Einrichtung leben. Durch eine veränderte Perspektive auf die Beziehungspflege und die Anwendung des SMEI-Konzepts soll eine bessere Lebensqualität für die Bewohner sowie eine professionellere und unterstützendere Haltung des Pflegepersonals gegenüber den Angehörigen erreicht werden.

  • Psychosoziale Auswirkungen der Demenz auf die Ehebeziehung
  • Herausforderungen der Institutionalisierung und Besuchsgestaltung
  • Die Rolle des Leibgedächtnisses in der späten Demenzphase
  • Förderung der Kommunikation durch Biografie- und Sinnesarbeit
  • Implementierung des SMEI-Konzepts in der stationären Pflege

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Besuch im Pflegeheim

Was eine Ehefrau verspürt, wenn sie ihren demenzerkrankten Mann in der stationären Einrichtung besucht, ist für mich unbeschreiblich. Meiner Meinung nach ist der erste Besuch mit Schuldgefühlen, Herzweh und Zweifeln verbunden. In meiner Praxis habe ich festgestellt, dass sich die beiden Frauen verpflichtet fühlen, ihren Ehemännern so oft wie möglich zu besuchen. Viele Besuche dauern jedoch stundenlang, was es mir ermöglicht, die Ehefrauen zu beobachten: sie schildern oft Unsicherheit, da sie nicht wissen, wie sie mit dem Ehemann umgehen sollen. Die Rolle der Pflegekräfte spielt, meiner Meinung nach, eine zentrale Rolle, da sie die Unsicherheit des gesunden Partners lindern können: z.B. die Ehefrauen darauf hinweisen, dass es wertvoll ist, anwesend zu sein: um sicherzustellen, dass sich der Ehemann nicht verlassen fühlt; sie vorschlagen, an einigen Aktivitäten teilzunehmen: bei der Körperpflege oder bei der Nahrung Aufnahme; und die Ehefrau ermutigen, Aktivitäten mit ihrem Ehemann durchzuführen wie z.B. Zeitung vorlesen, gemeinsam vertraute Musikhören oder eine Familie Foto Album blättern.

„Gerade in der ersten Zeit nach dem Einzug ins Pflegeheim kann es dem Kranken gut tun, wenn er durch häufige Besuche spürt, dass er trotz der veränderten Lebenssituation von seinen Angehörigen nicht alleine gelassen wird. Andererseits lässt er sich möglicherweise dann auch weniger auf die neue Umgebung und die neuen sozialen Kontakte ein. Er orientiert sich nach wie vor nur an dem Angehörigen, der täglich vielleicht für mehrere Stunden zu Besuch kommt“ (Schwarz, 2006: 10).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Spätes Stadium Demenz: Dieses Kapitel definiert die späte Phase der Demenz als ein durch Kontrollverlust und tiefgehende kognitive sowie körperliche Defizite gekennzeichnetes Stadium.

2. Das Gedächtnis: Hier wird erläutert, wie sich die Gedächtnisstörung in der späten Phase manifestiert und welche Bedeutung das Leibgedächtnis für den Erhalt von Identität und Biografiearbeit hat.

3. Veränderungen der Ehebeziehung: Das Kapitel analysiert, wie die Demenz die Qualität der Ehe verändert und welche emotionalen und organisatorischen Hürden mit der Institutionalisierung verbunden sind.

4. Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz in der späten Phase in der stationären Einrichtung: Der Fokus liegt auf praktischen Ansätzen zur Begleitung der Angehörigen und der Vorstellung des SMEI-Konzepts zur Förderung der Interaktion.

5. Reflexion: Der Autor resümiert die persönlichen Erkenntnisse aus der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung von Bewohnern und Angehörigen als Einheit.

Schlüsselwörter

Demenz, späte Phase, Ehefrauen, stationäre Pflege, Leibgedächtnis, SMEI-Konzept, Angehörigenarbeit, Biografiearbeit, Beziehungsveränderung, Institutionalisierung, Lebensqualität, Sinnesarbeit, emotionale Unterstützung, Kommunikation, Pflegefachkraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die besondere Situation von Ehefrauen von Demenzkranken in der späten Phase nach dem Umzug in ein stationäres Pflegeheim und wie diese Frauen durch Pflegekräfte besser begleitet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen der Umgang mit Verlustgefühlen in der Partnerschaft, die Bedeutung der Biografiearbeit, die Herausforderung von Besuchssituationen sowie die Anwendung sensomotorischer Interaktionskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, ein tieferes Verständnis für die emotionale Belastung von Ehefrauen zu entwickeln und Strategien zu finden, die die Beziehung zwischen Angehörigen und Pflegekräften zum Wohle des Bewohners verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf Beobachtungen aus ihrer eigenen pflegerischen Praxis und die Einzelfallbetrachtung zweier Ehefrauen.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Leibgedächtnisses, die Analyse von Veränderungen in der Ehebeziehung sowie die praktische Anwendung des SMEI-Konzepts als Werkzeug der Beziehungsgestaltung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Demenz, stationäre Pflege, Angehörigenarbeit, Leibgedächtnis und das SMEI-Konzept stehen im Zentrum der inhaltlichen Auseinandersetzung.

Was versteht die Autorin unter der „Boundary ambiguity“?

Dies beschreibt den Zustand familiärer Unsicherheit, bei dem Familienmitglieder unklar darüber sind, wer trotz der Erkrankung welche Rolle innerhalb des Familiensystems ausfüllt, was durch die Demenz-Diagnose massiv verstärkt wird.

Wie kann das SMEI-Konzept in der Praxis konkret helfen?

Das Konzept ermöglicht es, über die Anregung des Leibgedächtnisses und der Sinne Brücken zu kognitiven Erinnerungen zu bauen, wodurch Bewohner trotz fortgeschrittener Demenz besser interagieren können.

Warum ist die Begleitung der Ehefrauen durch Pflegekräfte so entscheidend?

Da Angehörige wichtige biografische Informationen liefern und eine zentrale Bezugsperson darstellen, trägt eine gute Zusammenarbeit maßgeblich zur Steigerung der Versorgungsqualität und des Wohlbefindens des Bewohners bei.

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Details

Titel
Menschen mit Demenz in der Späten Phase. Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz
Veranstaltung
Weiterbildung zur staatlich anerkannten Fachpflegekraft in der gerontopsychiatrischen Pflege
Autor
Salomé Laranjeira Soares (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V520005
ISBN (eBook)
9783346191304
ISBN (Buch)
9783346191311
Sprache
Deutsch
Schlagworte
begleitung demenz ehefrauen menschen phase späten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Salomé Laranjeira Soares (Autor:in), 2020, Menschen mit Demenz in der Späten Phase. Begleitung von Ehefrauen von Menschen mit Demenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520005
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