Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, die Zusammenhänge zwischen der Digitalisierung und der Unternehmensbewertung in den Grundzügen aufzuzeigen. Unternehmen und die Art ihrer Wertschöpfung unterliegen einem stetigen Wandel. Die Möglichkeiten neuer Technologien und die Strategien zur Digitalisierung haben unter anderem zahlreiche Auswirkungen auf die Unternehmensbewertung.
Durch die Digitalisierung verändern sich zum einen Geschäftsmodelle, Branchenstrukturen, sowie interne Prozesse und Arbeitsweisen teilweise erheblich. Zum anderen erzeugt die digitale Transformation einen hohen Veränderungsdruck in
Unternehmen. Die Geschwindigkeit und der Grad der Vernetzung steigen, insbesondere durch disruptive Technologien, exponentiell an. Zugleich stellt sich die Frage, was dies für den Bewerter und den Bewertungsprozess bedeutet. Regelmäßig wird es zu einer Verschiebung der reinen Herstellung eines Produktes oder der Erbringung einer Dienstleistung hin zu einem Service rund um die Nutzung eines Produktes und einer Dienstleistung kommen. Hierdurch wird die Wertschöpfungskette im Unternehmen wesentlich größer und länger. Zudem dringen in diese Wertschöpfungsbereiche neue, auch branchenfremde,Wettbewerber ein und bedrohen die Geschäftsmodelle der existierenden Unternehmen. Die Unsicherheit in den
Unternehmen und insbesondere die Planungs- und Prognoseunsicherheit nimmt somit zu. Die Nachhaltigkeit der operativen und bestehenden Geschäftsmodelle wird durch diese Veränderung stark in Frage gestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkungen
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen der Digitalisierung und der Unternehmensbewertung
2.1 Digitalisierung und digitale Transformation
2.2 Unternehmensbewertung
3 Auswirkungen der Digitalisierung auf die Unternehmensbewertung
3.1 Geschäftsmodelle
3.2 Bewertungsobjekte
3.3 Bewertungsprozess
3.4 Bewerter
3.5 Parametergewinnung
4 Würdigung
4.1 Chancen
4.2 Risiken
4.3 Grenzen
5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen der Digitalisierung und der Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel besteht darin, die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Bewertungsobjekte, Prozesse und die Rolle des Bewerters aufzuzeigen sowie die damit verbundenen Chancen, Risiken und Grenzen kritisch zu würdigen.
- Grundlagen der Digitalisierung und digitalen Transformation
- Veränderungen von Geschäftsmodellen durch den digitalen Wandel
- Anforderungen an den Bewertungsprozess und die Parametergewinnung
- Analyse der Rolle und Kompetenzanforderungen an den Bewerter
- Würdigung der Chancen und Risiken für die Unternehmensbewertung
Auszug aus dem Buch
3.1 Geschäftsmodelle
In der Vergangenheit waren von der digitalen Transformation oftmals einzelne Branchen, Unternehmen oder einzelne Prozessschritte innerhalb eines Unternehmens betroffen. Seit mehreren Jahren ist erkennbar, dass die Digitalisierung jedoch Einfluss auf sämtliche Bereiche von Unternehmen in verschiedenen Branchen nimmt und diese nachhaltig beeinflusst. Die Geschäftsmodelle und die Marktgegebenheiten unterliegen somit einem schnellen Wandel. Während altbewährte Branchen bislang noch nicht unmittelbar von den digitalen Technologien betroffen waren, wirken sich die aktuellen Entwicklungen auf eine Vielzahl von etablierten Geschäftsmodellen aus. Durch die neuen technischen Möglichkeiten entstehen daneben neue Geschäftsmodelle, die bisher nicht existierten. Von den Auswirkungen der Digitalisierung sind daher regelmäßig die Unternehmen betroffen, die sich in traditionellen Branchen mit bislang stabilen Rahmenbedingungen bewegen.
Viele Entscheidungsträger in den Unternehmen haben derzeit nur wenig Erfahrung mit den erforderlichen Anpassungen ihrer Geschäftsmodelle in der digitalen Welt. Da sich Geschäftsprozesse sehr schnell ändern, steigt gleichzeitig die Unsicherheit über künftige Entwicklungen der Rahmenbedingungen, des Marktumfelds und der Unternehmen. Die notwendige Planungs- und Prognosesicherheit für die Ertragskraft eines Unternehmens sinkt hierdurch. Zugleich führen die neuen Technologien häufig zu einem erhöhten Geschäftsrisiko, da sich planbare Horizonte enorm verkürzen und nur schwer kalkulierbar sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorbemerkungen: Die Einleitung führt in das Thema der Digitalisierung als stetigen Wandel ein und formuliert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit, die Zusammenhänge zur Unternehmensbewertung aufzuzeigen.
2 Grundlagen der Digitalisierung und der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffsdefinitionen zur Digitalisierung und zur Unternehmensbewertung sowie deren theoretische Verbindungen.
3 Auswirkungen der Digitalisierung auf die Unternehmensbewertung: Hier werden die konkreten Einflüsse des digitalen Wandels auf Geschäftsmodelle, Bewertungsobjekte, den Bewertungsprozess, die Rolle des Bewerters und die Parametergewinnung analysiert.
4 Würdigung: In diesem Kapitel werden die durch die Digitalisierung induzierten Chancen, Risiken sowie die Grenzen der Anwendung in der Bewertungspraxis kritisch reflektiert.
5 Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass etablierte Bewertungsmethoden zwar bestehen bleiben, jedoch an die hohe Dynamik und Unsicherheit der digitalen Welt angepasst werden müssen.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, digitale Transformation, Unternehmensbewertung, Geschäftsmodelle, Bewertungsobjekte, Bewertungsprozess, Prognosesicherheit, Datenanalyse, Business Analytics, Predictive Analytics, Volatilität, Komplexität, Unsicherheit, Wertschöpfungskette, Technologiezyklen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der digitalen Transformation auf die Praxis und Methodik der Unternehmensbewertung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Veränderung von Geschäftsmodellen, die Anpassung der Bewertungsprozesse, die neuen Anforderungen an Bewerter durch Datenanalytik sowie eine Würdigung der Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Unternehmensbewertung aufzuzeigen und die Herausforderungen für Bewerter zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit aktueller Fachliteratur und Positionspapieren, um die Auswirkungen des digitalen Wandels systematisch darzulegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie Digitalisierung Geschäftsmodelle verändert, welche neuen Anforderungen an den Bewertungsprozess und die Parametergewinnung gestellt werden und wie sich das Profil des Bewerters wandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie digitale Transformation, Unternehmensbewertung, Prognosesicherheit, Datenanalyse und Volatilität.
Warum erschwert die Digitalisierung die Nutzung von Vergangenheitsdaten?
Aufgrund des disruptiven Charakters der digitalen Transformation haben historische Kennzahlen oft keine Aussagekraft mehr für die zukünftige Entwicklung und Ertragskraft eines Unternehmens.
Welche Rolle spielen Spezialisten wie Mathematiker oder Stochastiker künftig bei der Bewertung?
Da die Datenmengen zunehmen und komplexe Analysen wie Szenario- oder Predictive-Analytics-Modelle erfordern, werden diese Experten benötigt, um die Konsistenz und Kompatibilität der Daten sicherzustellen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Die digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf die Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520101