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Anwendung systemischen Denkens auf die Entstehung und stationäre Behandlung von Essstörungen

Titre: Anwendung systemischen Denkens auf die Entstehung und stationäre Behandlung von Essstörungen

Essai , 2019 , 7 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Virginia Reinheldt (Auteur)

Psychologie - Divers
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In den letzten Jahren sind die Statistiken hinsichtlich der Behandlung von Essstörungen wie beispielsweise Anorexie, Bulimie und Adipositas drastisch angestiegen. Aus diesem Grunde rücken die Anforderungen an Kliniken zu ihrer Behandlung immer mehr in den Vordergrund. Die Rahmenbedingungen dieser Behandlungen sind mit einigen Risiken behaftet, die in dieser Arbeit aus systemischer Sicht betrachtet werden sollen. Insbesondere spezialisierte Kliniken haben hier einen Lösungsvorschlag entgegengebracht, der die konflikthaltigen Einzelkomponenten und ihre Interaktion im therapeutischen Kontext in Einklang bringen kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Systemische Sichtweise auf Kliniken zur Behandlung von psychischen Störungen

III. Systemische Sichtweise auf die Entstehung von Essstörungen

IV. Das System Klinik im Rahmen der Behandlung von Essstörungen

V. Schluss

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz einer systemischen Perspektive für das Verständnis und die klinische Behandlung von Essstörungen, mit dem Ziel, dysfunktionale Prozesse innerhalb stationärer Einrichtungen zu identifizieren und therapeutische Verbesserungsansätze aufzuzeigen.

  • Systemische Komplexität stationärer Kliniken
  • Entstehungsbedingungen von Essstörungen in sozialen Systemen
  • Risiken der Homogenität in therapeutischen Gruppen
  • Perspektivwechsel als systemisches Interventionsinstrument
  • Praxisnahe Lösungsansätze durch systemische Diversität

Auszug aus dem Buch

IV. Das System Klinik im Rahmen der Behandlung von Essstörungen

Liegt eine Essstörung vor, ist eine stationäre Therapie oftmals nicht mehr wegzudenken. Aus psychotherapeutischer Sicht ist dies in vielen Fällen, aufgrund des körperlichen Zustands, eine notwendige Voraussetzung für die Wirksamkeit einer ambulanten Therapie. Die Klinik und ihre Therapieangebote sind hier als ein weiteres komplexes System zu verstehen, welches, durch Wechselwirkungen einzelner Elemente aus dem Gleichgewicht geraten kann.

Diese Instabilität ist besonders bei Kliniken zur Behandlung von Essstörungen, insbesondere bei Anorexia Nervosa, zu beobachten. In Kliniken, in denen ausschließlich magersüchtige Patienten behandelt werden, ist die Gefahr groß, dass das System Klinik eigene implizite Regelmäßigkeiten entwickelt, die dysfunktionale Verhaltensweisen seiner Patienten noch verstärken. Konkret könnte dies bedeuten, dass einzelne Patienten im Umgang mit dem Essen ähnliche psychosomatische Verhaltensweisen zeigen (z.B. Essen auf dem Teller breitschmieren, Nahrung in so viele Einzelteile wie möglich zerlegen, etc.), die dann von anderen Patienten übernommen werden. Somit trägt der Klinikaufenthalt eher noch weiter zur Verschlechterung der Symptomatik bei.

Aus systemischer Sicht wäre es daher sinnvoll, den Patienten in einen Austausch mit einer Umwelt zu bringen, die nicht der Eigenlogik seines Systems entspricht bzw. einen Gegensatz dieser Eigenlogik darstellt. Seine Eigenlogik sollte so verändert werden, dass förderliche Regelmäßigkeiten übernommen werden. Nur wenn das System im Austausch mit einer Umwelt ist, die die Eigenlogik seiner Elemente in Frage stellt, können Veränderungen resultieren. Einen praxisnahen Lösungsvorschlag bietet die Klinik am Korso in Bad Oeynhausen. Dort werden sowohl magersüchtige, bulimische, als auch adipöse Patienten gemeinsam behandelt. Dadurch, dass in diesem Fall größere Unterschiede zwischen den einzelnen Elementen des Systems gibt, entsteht eine erhöhte Stabilität.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Anstieg von Essstörungen und stellt das systemische Denken als Lösungsansatz für die damit verbundenen Risiken in klinischen Rahmenbedingungen vor.

II. Systemische Sichtweise auf Kliniken zur Behandlung von psychischen Störungen: Dieses Kapitel erläutert Kliniken als komplexe, wechselwirkende Systeme, in denen verschiedene Ebenen wie Personal und Patienten die therapeutische Wirksamkeit beeinflussen.

III. Systemische Sichtweise auf die Entstehung von Essstörungen: Es wird dargelegt, wie Essstörungen aus der Interaktion mit Umweltsystemen wie Familie und Freundeskreis entstehen und welche Rolle die individuelle "Eigenlogik" dabei spielt.

IV. Das System Klinik im Rahmen der Behandlung von Essstörungen: Der Fokus liegt hier auf der Problematik homogen zusammengesetzter Patientengruppen und der Notwendigkeit einer systemischen Diversität zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse.

V. Schluss: Abschließend wird die Notwendigkeit eines systemischen Perspektivwechsels hervorgehoben, um die Behandlung von Essstörungen nachhaltig und individuell wirksam zu gestalten.

VI. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Systemische Psychologie, Essstörungen, stationäre Behandlung, Klinik, Anorexia Nervosa, Bulimie, Adipositas, Eigenlogik, Systemtheorie, therapeutische Intervention, psychosomatische Verhaltensweisen, Perspektivwechsel, Gruppeninteraktion, soziale Umwelt, Genesungsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit betrachtet die Entstehung und Behandlung von Essstörungen durch die Brille der Systemtheorie, um zu verstehen, wie komplexe soziale Gefüge den Heilungsprozess beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der systemischen Betrachtung von Kliniken, der Rolle von Umwelteinflüssen bei der Entstehung von Essstörungen und der Bedeutung einer heterogenen Patientenzusammensetzung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein systemischer Perspektivwechsel und die bewusste Gestaltung therapeutischer Umgebungen dazu beitragen können, dysfunktionale Prozesse bei der Behandlung von Essstörungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die psychologische Phänomene mithilfe systemtheoretischer Konzepte auf ihre klinische Anwendbarkeit hin untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Systemdynamik innerhalb von Kliniken, die Entstehungslogik von Essstörungen in sozialen Systemen und vergleicht die Behandlung in homogenen gegenüber diversen Patientengruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Systemische Psychologie, Essstörungen, stationäre Behandlung, Eigenlogik und therapeutische Umwelt.

Warum kann eine Klinik, die nur magersüchtige Patienten behandelt, problematisch sein?

Laut der Arbeit besteht die Gefahr, dass sich dysfunktionale Verhaltensweisen durch Vergleichsprozesse und implizite Gruppennormen verselbstständigen und gegenseitig verstärken.

Welchen Vorteil bietet die Vermischung verschiedener Krankheitsbilder in einer Klinik?

Durch größere Unterschiede zwischen den Patienten entsteht eine erhöhte Stabilität des Systems, die die Wirksamkeit der Therapie verbessert und eine stärkere Ähnlichkeit zum realen Alltag aufweist.

Was bedeutet "Eigenlogik" im Kontext der Arbeit?

Die Eigenlogik beschreibt das interne System einer Person, bestehend aus Motiven, Einstellungen und Glaubenssätzen, das sich als Reaktion auf die Regelmäßigkeiten ihrer sozialen Umwelt entwickelt hat.

Wie kann ein Therapeut den systemischen Ansatz in der Einzeltherapie umsetzen?

Der Therapeut kann den Patienten dabei unterstützen, seine eigenen Verhaltensweisen und die Rollen, die er in verschiedenen Umweltsystemen einnimmt, kritisch zu hinterfragen und Perspektivwechsel einzunehmen.

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Résumé des informations

Titre
Anwendung systemischen Denkens auf die Entstehung und stationäre Behandlung von Essstörungen
Université
Dresden Technical University  (Psychologie)
Cours
Evaluation und Metaanalyse
Note
1,5
Auteur
Virginia Reinheldt (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
7
N° de catalogue
V520480
ISBN (ebook)
9783346120243
Langue
allemand
mots-clé
Klinik am Korso Essstörungen Behandlung Entstehung Anorexie Bulimie Binge Eating Disorder Störungen Klinische
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Virginia Reinheldt (Auteur), 2019, Anwendung systemischen Denkens auf die Entstehung und stationäre Behandlung von Essstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520480
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