Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Einkauf und Beschaffung


Seminararbeit, 2020

20 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III. Abkurzungsverzeichnis

1 Heranfuhrung an das Thema
1.1 Zugrundeliegende Problematik
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise

2 Der Weg zur Entwicklung von Digitalisierung 5
2.1 Definition, Voraussetzung und Ziele
2.2 Teilbereiche

3 Der Weg zur Entwicklung von Nachhaltigkeit
3.1 Definition, Voraussetzung und Ziele
3.2 Nachhaltigkeitsmodelle und -strategien

4 Zielbeziehungen von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Unternehmen

5 Einkauf
5.1 Definition, Voraussetzung und Ziele
5.2 Best Practices

6 Beschaffung
6.1 Definition, Voraussetzung und Ziele
6.2 Best Practices

7 Vor- und Nachteile von Digitalisierung und Nachhaltigkeit

8 Vor- und Nachteile von Einkauf und Beschaffung

9 Prognosen fur die Zukunft und Fazit

IV. Literaturverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zauberschreiben derNachhaltigkeit

Abbildung 2: Digitalisierungsindex von 2017 bis 2022

III. Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Heranfuhrung an das Thema

1.1 Zugrundeliegende Problematik

Die „digitale Transformation" oder auch „Digitalisierung“ genannt, sorgt im privaten als auch im beruflichen Alltag fur Veranderungen. Aufgrund der Komplexitat der steigenden Vernetzung muss die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Politik reagieren. Es mussen Richtlinien geschaffen werden, um den digitalen Wandel weiter zu gestalten.

Diesem ist die Europaische Union im Jahr 2010 nachgekommen, indem sie ein Programm mit dem Namen „Digital Agenda for Europe" veroffentlicht. Seitens der Bundesregierung folgte die Digitale Agenda im Jahr 2014. Sie enthalt Grundsatze und MaBnahmen der Digitalpolitik. So wurden zum Beispiel 2018 8 Mrd. Euro fur flachendeckende Hochgeschwindigkeitsnetze ausgegeben. Kritik gibt esjedoch bzgl. des Datenschutzes, der Netzneutralitat und der Rechtssicherheit.1

Die Nachhaltigkeit ist ein langfristiges System. Dabei sollen die Bedurfnisse des Menschen durch die Bewahrung naturlicher Ressourcen gewahrleistet werden.2 Als Schlusselbegriff in der deutschen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hat es einen hohen Stellenwert. Die Bereiche Wirtschaft, Gesellschaft, Okologie, Technik und Kultur finden Verwendung.

Der Club of Rome verabschiedete 1972 den Bericht „Grenzen des Wachstums"3 1992 folgte die bis dato groBte Weltumwelt-Konferenz in Rio de Janeiro. Die Agenda 2030 zeigt exemplarisch 17 Nachhaltigkeitsziele auf. Kritik gibt es auch hier seitens fehlender Handlungsempfehlungen, geringer finanzieller Unterstutzung, Desinteresse als auch geringer UberprufungsmaBnahmen spatestens bei der Implementierung gegebener Ziele.

1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung

Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin aufzuzeigen, welche Herausforderungen und Defizite im Bereich Einkauf und Beschaffung deutscher, mittelstandiger Unternehmen auftreten konnen.

Ein gesondertes Augenmerk liegt dabei auf die aktuell zu implementierenden politischen MaBnahmen, welche Branchen speziell betroffen sind und wie man zukunftig besseren wirtschaftspolitischen Empfehlungen entgegentritt.

Die Forschungsarbeit geht auf die steigende Wichtigkeit von intemationalen Wirtschaftsbeziehungen im Zusammenhang mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit ein.

Ferner wird ein Best Practice Verfahren im Beschaffungs-/Einkaufsmanagement vorgestellt, als auch mogliche Wege der Effizienzverbesserung in der Einkaufsorganisation aufgezeigt.

1.3 Vorgehensweise

Die vorliegende Arbeit ist neben dem einleitenden Kapitel und der Schlussbetrachtung in sechs weitere Teile gegliedert. Im ersten bis vierten Kapitel werden zunachst die Grundlagen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit und deren Bedeutung fur Untemehmen erlautert, um einen Einstieg in die Thematik zu erlangen. Neben dem Aufzeigen der aktuellsten politischen Entwicklung erfolgt zudem eine Abgrenzung des Begriffes Einkauf und Beschaffung in Kapitel 5 und 6. Kapitel 7 und 8 stellenjeweils die Vor- und Nachteile einzelner Bereiche gegenuber. Die Schlussbetrachtung beruht auf zukunftige Prognosen sowie dem Fazit.

2 Der Weg zur Entwicklung von Digitalisierung

Durch Selbststeuerung werden die Produktionsanlagen mit Sensoren ausgestattet. Es findet ein standiger Kommunikationsprozess zwischen anderen Systemen statt wie z. B. Produktion, Vertrieb, Marketing, F&E oder der Kundenakquise. Einerseits ersetzt die zunehmende Vemetzung und Automatisierung Arbeitsplatze durch Roboter, kunstliche Intelligenzen und neue Maschinen. Andererseits steigen die Anspruche an hochqualifiziertem Personal. Das hat zur Folge das sich die Angebote an Fachkraften verringern.

2.1 Definition, Voraussetzung und Ziele

Es beschreibt die Transformation eines analogen in ein digitales, diskretes Signal. Zweck ist die Speicherung sowie die Datenverfugbarkeit fur weitere Schnittstellen.

Ein moderner Ansatz bezeichnet die Digitalisierung als eine Form der (Teil-)automatisierung, die durch den Einsatz von Informationstechnik ermoglicht wird.4

Die digitale Vernetzung in Unternehmen und im globalen Kontext ist Voraussetzung fur das Internet of Everything. Die Ziele sind u. a. die Sicherheit, die digitale Prozessautomatisierung und Optimierung, die Sammlung und Auswertung von Daten, die Entwicklung neuer Geschaftsmodelle und der Aufbau neuer digitaler Plattformen zur Unterstutzung der Geschaftsmodelle, die Steigung der Lebensqualitat und des sozialen Zusammenhalts, die Produktivitat und die Effizienz durch Investitionen zu erhohen und hervorragende technologische Produkte auf den Markt zu bringen.5

2.3 Teilbereiche

Big Data sind Datenmengen, die zu groB, zu komplex, zu schnelllebig oder zu schwach strukturiert sind.6 Mittels Hard- und Softwarelosungen werden automatisierte Prozesse durchgefuhrt, die die Datenmenge auf Relevanz und Ubersichtlichkeit kurzt, zu sog. Small Data.

Kunstliche Intelligenz (KI) beschaftigt sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen.7 Die jeweils benotigten Parameter einer Maschine werden mittels algorithmischen Softwarelosungen optimiert.

Die Robotik befasst sich mit der Losung spezieller Probleme, indem diverse oder auch neue Methoden angewendet werden. Robotik wird unterschieden in Automatisierungstechnik, welche die Probleme lost, die sich aus den Anforderungen der Fertigung von industriellen Produkten ergeben und eben der KI. Ziel ist, durch gesteuerte Programmierung die Zusammenarbeit zwischen Elektronik und Mechanik zu gewahrleisten.

Das Internet der Dinge ist ein selbststandiges Kommunikationsverfahren zwischen Maschinen (M2M) und dient der Zuhilfenahme menschlicher Handlung.

Mit der Implementierung von sog. Embedded Prozessoren aus dem Jahr 1999 zeigten sich erste Erfolge in der Industrie, Warenwirtschaft sowie dem Gesundheitsbereich.8

Die Additive Fertigung dient der Fertigung von dreidimensionalen Objekten. Diese werden digital Schicht fur Schicht aus den Materialien Kunststoff, Metall, Papier und Keramik aufbauend projiziert. Weiterentwicklungen in diesem Bereich sind bewegliche Spinnenroboter, die mit Menschen und konventionellen Robotern interagieren.9

Digitale Wahrungen basieren auf einer Blockchain. Sie ist eine weltweit dezentrale Datenbank, welche als lange Folge nur aus Ziffern besteht. Diese Ziffem sind in Blocken chronologisch angeordnet. Die Blockchain weist eine hohe Falschungssicherheit auf.

Cloud Computing bezeichnet eine bedarfsgerechte und flexible Bereitstellung von Rechenleistung sowie den Zugang von Anwendungssoftware uber das Internet.10 Die meisten Clouddienste werden uber einen Webbrowser (Amazon Cloud Drive, Google Drive, Microsoft OneDrive) oder einem Thin Client genutzt.

3 Der Weg zur Entwicklung von Nachhaltigkeit

Der Begriff entstammt aus der Forstwirtschaft von Hans Carl von Carlowitz aus dem Jahre 1713. Popularer wurde Nachhaltigkeit in der Gesamtwirtschaft im Jahre 1952. Die Weltkommission fur Umwelt und Entwicklung publizierte 1987 den Brundtland-Bericht mit dem Titel Unsere Gemeinsame Zukunft. 1972 wurde der Bericht Grenzen des Wachstums des Club of Rome veroffentlicht. Die bis dahin grobte Konferenz fand 1992 in Rio de Janeiro statt.11 2015 wurde die 2030-Agenda fur Nachhaltige Entwicklung verabschiedet.

3.1 Definition, Voraussetzung und Ziele

Nachhaltigkeit ist ein langfristig uberlebendes System. Es bedeutet mit den vorhandenen Ressourcen richtig zu wirtschaften, ohne dass dabei die spatere Generation gefahrdet wird. Es werden die Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Technik und Kultur einbezogen. Es bezieht sich auf soziale, okonomische und okologische Aspekte.12

Das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung verlangt nach einer gesellschaftlichen Entwicklung, die okologisch vertraglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfahig ist.13

Grundlegende Voraussetzung dabei ist langfristig unternehmerisch zu denken. Ressourcen mussen wirtschaftlich sparsam eingesetzt und Gewinne umwelt- und sozialvertraglich erzielt werden. Zu den Zielen gehoren insbesondere:14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit insgesamt 232 globalen Indikatoren werden die gesteckten Ziele uberpruft und gemessen. Samtliche statistische Daten sind seit Juli 2019 in einer nationalen Berichtsplattform unter https://sustainabledevelopment-germany.github.io/ einsehbar.

3.3 Nachhaltigkeitsmodelle und -strategien

Das wohl bekannteste ist das Drei-Saulen-Modell, welches auf die Bereiche Okonomie, Okologie und Soziales basiert. Nachteil ist jedoch die Bewertung einzelner Dimensioned Ein alteres, aber dennoch gleichzusetzendes Modell ist das Nachhaltigkeitsdreieck. Mittels der Komponenten Institution und Partizipation wird es erweitert. Des Weiteren gibt es die Cradle-to-Cradle-Vision. Diese beruht auf eine geschlossene Kreislaufwirtschaft.

[...]


1 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2014/kw42 de digitale agenda-334886

2 https://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit

3 https://www.swr.de/swr2/wissen/archivradio/umweltschutz-club-of-rome-diskussion-die-grenzen-des- wachstums-salzburg-1972.broadcastcontrib-swr-29776.html

4 Jacob Michael: Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Eine unternehmerische Perspektive, 2019, Seite 2

5 https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digitalisierung.html

6 https://de.wikipedia.org/wiki/Big Data

7 https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstliche Intelligenz

8 https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/internet-of-things7interstitial

9 Urbach: 2018, Seite 11

10 Jacob Michael: Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Eine unternehmerische Perspektive, 2019, Seite 11

11 Jacob Michael: Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Eine unternehmerische Perspektive, 2019, Seite 14

12 https://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltige Entwicklung

13 https://www.bmu.de/themen/nachhaltigkeit-intemationales/nachhaltige-entwicklung/was-ist-nachhaltige-entwicklung/

14 https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/nachhaltigkeitsziele-verstaendlich-erklaert-232174

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Einkauf und Beschaffung
Hochschule
Universität zu Lübeck
Note
2,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V520493
ISBN (eBook)
9783346134288
ISBN (Buch)
9783346134295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung und Nahhaligkeit
Arbeit zitieren
Marc Sillke (Autor), 2020, Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Einkauf und Beschaffung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520493

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