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Das Instrumental-Rezitativ in den Clavierwerken Carl Ph. E. Bachs und Wilhelm F. Bach

Title: Das Instrumental-Rezitativ in den Clavierwerken Carl Ph. E. Bachs und Wilhelm F. Bach

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dr. Raphael Thöne (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich der exemplarischen Analyse einzelner Werke der Komponisten und Bach-Söhne Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) und Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) unter dem Gesichtspunkt der Nachahmung vokaler Rezitativtechniken in Instrumentalwerken der genannten Komponisten, eine Technik, die in der Literatur allgemein als „Instrumentales Rezitativ“ bezeichnet wird. . Sie strebt keine Vollständigkeit im Sinne einer abschließenden Diskussion und Analyse aller Rezitativabschnitte an, sondern setzt dabei bewusst ihren Schwerpunkt auf einzelne Beispiele und deren Analyse. Als Definitionsgrundlage für die Bestimmung von instrumentalem Rezitativ greift der Verfasser auf die grundlegenden Arbeiten Paul Mies’ sowie Herbert Seiferts kritische Diskussion der bisher verwendeten Kriterien in seinem Aufsatz „Das Instrumentalrezitativ vom Barock bis zur Wiener Klassik“ zurück.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Einige Vorbemerkung zum Begriff des Rezitativs im herkömmlichen Sinn

2. 2 Zur Diskussion des Begriffs „Instrumentalrezitativ“

2.3. Carl Philipp Emanuel Bach

2.4. Exkurs „Von dem Stylo Theatrali allgemein“ (Heinrich Schütz/Christoph Bernhard)

2.5 Wilhelm Friedemann Bach

3. Synthese

4. Quellen

4.1 Quellen, Notenmaterial

4.2 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch, wie vokale Rezitativtechniken in die Clavierwerke von Carl Philipp Emanuel Bach und Wilhelm Friedemann Bach übertragen und als „Instrumentales Rezitativ“ verarbeitet wurden. Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse spezifischer Werke die Verwendung rhetorischer Figuren und deren funktionale Einbettung in den empfindsamen Stil aufzuzeigen.

  • Analyse der Nachahmung vokaler Rezitativtechniken in Instrumentalwerken.
  • Diskussion der Begriffsdefinition „Instrumentales Rezitativ“ im Kontext historischer Musiktheorie.
  • Untersuchung der rhetorischen Figurenlehre und deren Bedeutung für die musikalische Ausdrucksdramatik.
  • Vergleich der Kompositionsweisen von C. Ph. E. Bach und W. F. Bach anhand ausgewählter Fallbeispiele.

Auszug aus dem Buch

2. 2 Zur Diskussion des Begriffs „Instrumentalrezitativ“

Paul Mies zielt in seiner Begriffsbestimmung zunächst auf die „Anknüpfung oder Nachahmung eines vokalen Genres“ und greift somit als Basis auf das Vokalrezitativ zurück. Die beiden Normen Rezitativo Secco und Rezitativo Accompagnato, welche sich für das Vokalrezitativ im Stilo rappresentativo herauskristallisiert haben, sieht er für das instrumentale Rezitativ als bindend an, wobei er betont, „...dass das Rezitativ zwei verschiedene Kontraste in sich birgt. Einmal den zwischen der Singstimme und der Begleitung, gleichgültig ob es sich beim Secco nur um Akkordstützen oder beim Accompagnato um oft gleiche affektbezogene Motivbildungen handelt.“ Die unabhängige Formgestaltung des Rezitativs und seine Möglichkeit zur dramatischen, teils rhetorisch motivierten Ausgestaltung sieht Mies als Kern der Abgrenzung Rezitativ-Arie an.

Mies erkennt durchaus, dass die Bestimmung eines Instrumentalrezitativs der Schwierigkeit unterworfen ist, sie vom virtuosen und improvisatorischen Element wie in der Fantasie zu unterscheiden. Die „Verwirrung“ entstehe einerseits durch Satz- oder Ausführungsbezeichnungen der Komponisten („quasi rezitativisch“, „rhetorisch“ oder auch die Stückbezeichnungen „Fantasie“ und „Rezitativ“), andererseits durch eine Konzentration bei der Analyse auf den Faktor Virtuosität. Mies führt hier die seiner Meinung nach in der musikwisssenschaftlichen Forschung falsch verstandene Toccata in e-Moll von Johann Sebastian Bach an (BWV 914) und kommt zu dem Schluss, dass es für die eindeutige Bestimmung eines Instrumentalrezitativs nicht ausreiche, freie fantasievolle und improvisatorisch geprägte Abschnitte zu verwenden, denn „Jeder Kontrast zwischen Haupt- und Begleitstimmen fehlt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Nachahmung vokaler Rezitativtechniken in den Klavierwerken von Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach ein und definiert den methodischen Ansatz.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung des Rezitativs, die Analyse spezifischer Werke der beiden Komponisten sowie einen historischen Exkurs zur Figurenlehre nach Christoph Bernhard.

3. Synthese: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse und warnt davor, die Werke ausschließlich auf das Merkmal des Instrumentalrezitativs zu reduzieren, um die strukturelle Eigenheit der Stücke nicht zu übersehen.

4. Quellen: Dieses Kapitel listet das verwendete Notenmaterial sowie die herangezogene Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Instrumentales Rezitativ, Carl Philipp Emanuel Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Vokalrezitativ, Empfindsamer Stil, Rhetorische Figuren, Christoph Bernhard, Stylo Theatrali, Rezitativo Secco, Rezitativo Accompagnato, Klaviermusik, Musiktheorie, Barock, Klassik, Affektlehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die beiden Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann vokale Rezitativtechniken in ihren Klavierwerken nachahmen und als instrumentales Rezitativ umsetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die historische Definition des Rezitativs, die Anwendung rhetorischer Musikfiguren sowie der Vergleich von instrumentalen und vokalen Ausdrucksformen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, die Verwendung und Funktion rezitativischer Elemente in solistischen Klavierwerken zu analysieren und deren Einbettung in den empfindsamen Stil zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exemplarische Fallstudien-Methode angewandt, die auf grundlegenden Musiktheorien von Paul Mies und Herbert Seifert sowie historischen Quellen wie denen von Christoph Bernhard basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beinhaltet historische Vorbemerkungen zum Begriff des Rezitativs, eine detaillierte Analyse der Stücke von C. Ph. E. und W. F. Bach sowie einen Exkurs zur Figurenlehre im „Stylo Theatrali“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben „Instrumentalem Rezitativ“ und den Namen der Komponisten prägen Begriffe wie „empfindsamer Stil“, „rhetorische Figuren“ und „Affektlehre“ den Inhalt.

Warum wird im Exkurs auf eine Schrift aus dem 17. Jahrhundert Bezug genommen?

Der Exkurs zu Christoph Bernhards Traktat dient dazu, die historische Verwurzelung der rhetorischen Figuren zu belegen und die Analyse von Instrumentalausschnitten theoretisch zu fundieren.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Rezitativo Secco und Accompagnato bei Klavierwerken?

„Secco“ wird durch langsame Basso-continuo-Bewegungen charakterisiert, während „Accompagnato“ bei rhythmisierten, oft punktierten Akkordschlägen verwendet wird, die eine kontrastierende orchestrale Schicht imitieren.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Synthese in Bezug auf die Analyse?

Die Synthese warnt davor, die Analyse nur auf das Rezitativ-Merkmal zu beschränken, da die Bach-Söhne ihre musikalische Sprache nicht ändern, sondern bestehende Figuren lediglich verfeinern oder intensivieren.

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Details

Title
Das Instrumental-Rezitativ in den Clavierwerken Carl Ph. E. Bachs und Wilhelm F. Bach
College
University of Vienna
Course
Instrumentales Rezitativ
Grade
1,0
Author
Dr. Raphael Thöne (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V52062
ISBN (eBook)
9783638478670
ISBN (Book)
9783638919753
Language
German
Tags
Instrumental-Rezitativ Clavierwerken Carl Bachs Wilhelm Bach Instrumentales Rezitativ
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Raphael Thöne (Author), 2006, Das Instrumental-Rezitativ in den Clavierwerken Carl Ph. E. Bachs und Wilhelm F. Bach, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52062
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