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Elektronische Patientenakte - 'gläserner Patient' oder der Weg aus der Krise des Gesundheitswesens?

Title: Elektronische Patientenakte - 'gläserner Patient' oder der Weg aus der Krise des Gesundheitswesens?

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 32 Pages , Grade: 1.1

Autor:in: Martin Zipfel (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Die „elektronische Patientenakte“ wird mittlerweile zunehmend als Patientenakte mit dem Ziel der einrichtungsübergreifenden Nutzung von Patientendaten verstanden. Der Artikel „Elektronische Patientenakte“ in Wikipedia1 geht bei der Erklärung des Begriffes von einem System aus, bei dem institutionsübergreifend auf Patientendaten zugegriffen werden kann. Lediglich vereinzelt wird der Begriff dahingehend verwendet, dass Patientendaten jeglicher Art einfach nur elektronisch gespeichert bzw. verarbeitet werden. Auch im Rahmen der Gesundheitsreform werden mit der „elektronischen Patientenakte“ medizinische Informationen über Patienten zentral gespeichert. Von einer institutionsübergreifenden Patientenakte gehe ich auch in dieser Studienarbeit aus. Im Jahr 2006 wird in Deutschland die sogenannte „Gesundheitskarte“ eingeführt. Sie ersetzt die bisherige Krankenversichertenkarte und wird in einer späteren Ausbaustufe die elektronische Patientenakte beinhalten. Mit der Einführung der Karte werden auf dem Speicherchip bzw. im zentralen System freiwillig Notfalldaten (Impfungen, Allergien, Blutgruppe etc.) und elektronische Rezepte gespeichert, weitere Funktionen kommen in weiteren Ausbaustufen. Die Digitalisierung der medizinischen Versorgung in Deutschland gehört zu den anspruchsvollsten IT-Projekten weltweit. Experten rechnen mit rund 11 Milliarden Daten-Transaktionen pro Jahr und schätzen das Datenaufkommen auf mindestens 23,6 Terabyte pro Jahr - und das ohne die Bilddaten, die durch moderne bildgebende Verfahren wie Computertomographie oder Magnetresonanztherapie geliefert werden.


Aufgrund der Brisanz des Themas gehe ich in dieser Studienarbeit deshalb näher auf die „Gesundheitskarte“ und weiteren Funktionen, auch abgesehen von der elektronischen Patientenakte, ein. Beispielsweise wird das „eRezept“, das neue elektronische Rezept, dass mit der Einführung der Gesundheitskarte das Papierrezept ersetzt, in meiner Arbeit genauer beschrieben. Die elektronische Patientenakte stelle ich größtenteils in Zusammenhang mit der „Gesundheitskarte“. Der Hauptteil besteht aus zwei Teilen: Probleme eines dezentralen Systems und die Möglichkeiten eines zentralen Systems (anhand dem Praxisbeispiel „Gesundheitskarte“) werden ebenso diskutiert wie Datenschutz-/Datensicherheitsprobleme und die Lösungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang bei der „Gesundheitskarte“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Problemstellung und –abgrenzung

1.3 Ziel der Arbeit

1.4 Vorgehen

2 Grundlagen

2.1 Die „Gesundheitskarte“

2.1.1 Allgemeine Informationen

2.1.2 Rechtliche Grundlagen

2.1.3 Technische Grundlagen

2.1.4 Organisatorische Grundlagen

2.1.5 Heilberufsausweis und Gesundheitskarte im Detail

2.1.6 Das elektronische Rezept: „eRezept“

2.1.7 Pilotprojekt in Schleswig-Holstein

2.1.8 Ähnliche Projekte im Ausland

3 Problemanalyse

3.1 Die Papierakte & das System vor der Gesundheitskarte

3.1.1 Qualitative Defizite einer dezentralen Akte

3.1.2 Hohe Kosten beim jetzigen System

3.1.3 Datenschutz und Datensicherheit

3.2 Kritik am zentralen System: Datenschutz, Datensicherheit, Kosten

3.2.1 Recht auf informationelle Selbstbestimmung - spätere Gesetzesänderungen?

3.2.2 Hochverfügbarkeit vorausgesetzt

3.2.3 Hacker-Angriffe

3.2.4 Nutzung externer Patientenakten

3.3 Zusammenfassung

4 Lösungskonzept

4.1 Lösungskonzept der elektronische Patientenakte – Beispiel anhand der Gesundheitskarte

4.1.1 Qualitative Verbesserungen

4.1.2 Langfristige Kostensenkungen

4.2 Das Datenschutz-Lösungskonzept der Gesundheitskarte

4.3 Zusammenfassung

5 Zusammenfassung und Ausblick

5.1 Aktueller Stand

5.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Studienarbeit untersucht die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland als zentrales Instrument zur Modernisierung des Gesundheitswesens, bewertet die Chancen zur Prozessoptimierung gegenüber dem dezentralen Papier-System und analysiert kritisch die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Datenschutz, Datensicherheit und informationeller Selbstbestimmung.

  • Digitalisierung der medizinischen Versorgung und elektronische Patientenakte
  • Aufbau, Technik und Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte
  • Kritische Problemanalyse der dezentralen Papier-Systeme und zentralisierten IT-Strukturen
  • Datenschutzaspekte und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung
  • Kostensenkungspotenziale und qualitative Verbesserungen im Gesundheitswesen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Qualitative Defizite einer dezentralen Akte

Die Praxis sieht meist wie folgt aus: es existieren elektronische Systeme, außerdem werden Akten zusammen mit Röntgenbildern, externen Arztbriefen u.ä. in Papierform archiviert. Die komplette Akte ist also nicht in elektronischer Form vorhanden.

Abgesehen von der Tatsache, dass es sich um ein dezentrales System handelt, hat ein solches System schon an für sich einige Nachteile. Der Aufwand, eine Akte herauszusuchen, kann sehr hoch sein. Außerdem lassen sich nicht sehr einfach Sicherungskopien von Papierakten erstellen. Röntgenbilder können beispielsweise nicht einfach kopiert werden.

Die Nachteile eines dezentralen Systems sind denkbar. Ärzte wissen nicht über Untersuchungsergebnisse und sonstige Patientendaten anderer Ärzte Bescheid. Die Folge sind Doppeluntersuchungen, die unser Gesundheitssystem belasten. Folge der Doppeluntersuchungen können gesundheitliche Belastungen für die einzelnen Patienten (z.B. doppelte Röntgenbilder) und verlängerte Wartezeiten aufgrund unnötiger zusätzlicher Untersuchungen sein.

Zudem wissen Ärzte oftmals nicht über vorangegangene Arzneimittelverabreichungen und bekannte Wechselwirkungen Bescheid. Selbst wenn Sie umfangreiche Informationen über medikamentöse Behandlungen haben, erkennen sie nicht sofort Unverträglichkeiten, da die Anzahl der verschiedenen Medikamente und damit verbunden die Zahl der Wechselwirkungen sehr hoch ist.

Sofern der Patient von vorherigen Behandlungen und Arzneimittelverabreichungen berichtet, können falsche Informationen zu negativ beeinflussten Behandlungen führen, da die Richtigkeit der Informationen nicht gewiss ist.

Der Informationsaustausch zwischen Ärzten erfolgt meist noch per Post. Das nimmt Zeit in Anspruch und kann einen Behandlungsverlauf verlängern. Briefe per Post können, wenn auch in sehr seltenen Fällen, beim Versand verloren gehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Motivation und Problemstellung zur Einführung der elektronischen Patientenakte im Kontext der Gesundheitsreform.

2 Grundlagen: Erläuterung der technischen, rechtlichen und organisatorischen Basis der Gesundheitskarte sowie internationaler Vergleichsprojekte.

3 Problemanalyse: Untersuchung der Nachteile des aktuellen dezentralen Papier-Systems sowie kritische Beleuchtung des zentralen Systems hinsichtlich Datenschutz und Kosten.

4 Lösungskonzept: Darstellung der potenziellen qualitativen Verbesserungen und Kostensenkungen sowie des Datenschutz-Sicherheitskonzepts der Gesundheitskarte.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Bilanzierung des aktuellen Projektstands und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Schlüsselwörter

Elektronische Patientenakte, Gesundheitskarte, eRezept, Datenschutz, Telematikinfrastruktur, informationelle Selbstbestimmung, Digitalisierung, Gesundheitswesen, Heilberufsausweis, Patientendaten, Datensicherheit, Doppeluntersuchungen, Praxismanagement, Krankenkassen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und die damit verbundene elektronische Patientenakte als zentrales IT-Projekt des deutschen Gesundheitssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Digitalisierung medizinischer Daten, die Ablösung des papiergestützten Systems, das Datenschutz-Sicherheitskonzept sowie die ökonomischen Auswirkungen der neuen Infrastruktur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Gegenüberstellung der Vorteile eines zentralen elektronischen Systems gegenüber dem dezentralen Status quo unter besonderer Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Bedenken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse aktueller Gesetzestexte, offizieller Informationsquellen der Bundesregierung und einschlägiger Fachpublikationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Problemanalyse des bestehenden dezentralen Systems und die Vorstellung des Lösungskonzepts durch die Gesundheitskarte inklusive Sicherheitsvorkehrungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gesundheitskarte, elektronische Patientenakte, Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung und Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Welche Rolle spielt die „Gesundheitskarte“ in diesem Konzept?

Sie fungiert als Schlüssel zur elektronischen Patientenakte und dient der standardisierten Speicherung von administrativen Daten, Notfalldaten und eRezepten.

Wie bewertet der Autor den „gläsernen Patienten“?

Der Autor greift diese häufige Kritik auf und hinterfragt kritisch, ob das Recht auf informationelle Selbstbestimmung durch spätere Gesetzesänderungen oder zweckfremde Datennutzung gefährdet sein könnte.

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Details

Title
Elektronische Patientenakte - 'gläserner Patient' oder der Weg aus der Krise des Gesundheitswesens?
College
University of Cooperative Education Loerrach
Course
Informationstechnologien
Grade
1.1
Author
Martin Zipfel (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V52069
ISBN (eBook)
9783638478748
ISBN (Book)
9783638724593
Language
German
Tags
Elektronische Patientenakte Patient Krise Gesundheitswesens Informationstechnologien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Zipfel (Author), 2006, Elektronische Patientenakte - 'gläserner Patient' oder der Weg aus der Krise des Gesundheitswesens?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52069
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