Gesundheitsmanagement im Sport. Gesundheitsprobleme durch Bewegungsmangel bei älteren Menschen


Einsendeaufgabe, 2019

11 Seiten, Note: 2,6

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Bedarfsanalyse zu Gesundheitsproblemen durch Bewegungsmangel bei älteren Menschen
1.1 Bewegungsempfehlungen und Bewegungsverhalten
1.2 Datenlage zum Bewegungsmangel bei älteren Menschen

2 Wirksamkeit körperlicher Aktivität

3 Zielgruppe

4 Ziele und Inhalte

5 Literaturverzeichnis

6 Tabellenverzeichnis

1 Bedarfsanalyse zu Gesundheitsproblemen durch Bewegungsmangel bei älteren Menschen

1.1 Bewegungsempfehlungen und Bewegungsverhalten

Zur gesundheitswirksamen Aktivität schreiben die Empfehlungen eine regelmäßige körperliche Aktivierung vor, um dadurch die Risiken von Entstehungen chronischer Erkrankungen zu reduzieren. Die Mindestempfehlung für ältere Erwachsene liegt bei mindestens 150 Minuten pro Woche aerober körperlicher Aktivität mit moderater Intensität. Außerdem sollten mindestens 75 Minuten pro Woche aerobe körperliche Aktivitäten mit einer erhöhten Intensität durchgeführt werden. Die aerobe körperliche Aktivität sollte mit beiden Intensitäten kombiniert und zusätzlich über mindestens zehn Minuten pro einzelne Trainingseinheit durchgeführt werden. Um eine verbesserte Sturzprävention zu gewährleisten sollten ältere Erwachsene mit Mobilitätseinschränkungen an mindestens drei Tagen der Woche Gleichgewichtsübungen durchführen. Es gilt zu beachten, dass ältere Erwachsene ununterbrochene und lange Sitzphasen meiden sollten, beziehungsweise diese im Idealfall zu vermeiden und mit körperlicher Aktivierung zu unterbrechen. An mindestens zwei Tagen pro Woche sollten ältere Menschen eine muskelkräftigende körperliche Aktivität durchführen. Es wird empfohlen über das Mindestmaß hinaus den Umfang sowie die Intensität der Bewegungen zu steigern um weitergehend Gesundheitseffekte zu erzielen. Bei gesundheitlichen Einschränkungen sollte darauf geachtet werden, dass sich älterer Menschen so viel bewegen, wie es ihre derzeitige gesundheitliche Situation zulässt(Rütten & Pfeifer, 2016, S. 41-47).

Mittels eines schriftlichen Fragebogens wurden 8152 Personen im Altersbereich von 18 bis 79 Jahren befragt, inwiefern sie auf eine ausreichende Bewegung achten und die dadurch erhobenen Daten nach Alter und Geschlecht bewertet. In der Umfrage wurden die Probanden befragt wie stark sie auf ausreichende Bewegung achten. Aus einer fünfstufigen Antwortskala wurden drei Hauptantworten herausgefiltert und im Ergebnis dargestellt. In der folgenden Tabelle werden die erhobenen Daten der Probanden im Altersbereich von 60 bis 79 Jahren, sowie im Vergleich wurde der Durchschnitt der gesamten Datenerhebung dargestellt(Krug, et al., 2013, S. 765).

Tab. 1: Datenerhebung über ausreichende Bewegung der Altersgruppe 60 - 79 Jahre (modifiziert nach Krug, et al., 2013)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Außerdem wurden die Probanden nach ihrer körperlichen Aktivität befragt. Hierbei wurde zwischen einem Aktivitätsniveau von weniger als 2,5 h und mindestens 2,5 h differenziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse nach Alter und Geschlecht auf(Krug, et al., 2013, S. 766).

Tab. 2: Datenerhebung über die körperliche Aktivität der Altersgruppe 60 - 79 Jahre (modifiziert nach Krug, et al., 2013)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Als Schlussfolgerung beim Vergleich der Bewegungsempfehlung und dem tatsächlichem Bewegungsverhalten der älteren Menschen ist durchgehend erkennbar und abzulesen, dass die Anzahl der Frauen und Männer in der Altersgruppe von 60-79 Jahren nicht den Empfehlungen entsprechen kann in Bezug auf die Dauer der körperlichen Aktivtäten. Allerdings ist auffallend das viele ältere Menschen jedoch stark oder zumindest teilweise ausreichend Bewegung betreiben. Dadurch kann im abschließenden Fazit über die körperliche Aktivität und einer dadurch einhergehenden Prävention von bewegungsmangelbedingten Erkrankungen von einer zu geringen körperlichen Aktivierung von 84 Prozent der 60-79-jährigen älteren Erwachsenen ausgegangen werden.

1.2 Datenlage zum Bewegungsmangel bei älteren Menschen

Durch den Risikofaktor Bewegungsmangel steigen unter anderem das relative Risiko einer koronaren Herzerkrankung und das Gesamtmortalitätsrisiko (Löllgen, 2003). Ein inaktiver Lebensstil führt zu einer möglichen Förderung von Krankheitsdynamiken, zu einem negativen Einfluss auf die Lebenserwartung, die Lebensqualität sowie das Wohlbefinden von Menschen (Löllgen, Bockenhoff, & Knapp, 2009). In Bezug auf die Bedeutung von bewegungsmangelbedingten Erkrankungen in Deutschland lassen sich vier Hauptkrankheiten feststellen. Die meisten Folgekrankheiten von Bewegungsmangel sind Herz-Kreislauf-Erkrankung bei denen die Menschen in Deutschland über 4,6 Millionen gesunde Lebensjahre verloren haben. Eine weitere Krankheit mit über 4,2 Millionen verlorenen Lebensjahren bildet der Krebs, gefolgt von muskuloskelettalen Krankheiten mit über 3,7 Millionen verlorenen gesunden Lebensjahren und von psychischen und Verhaltensstörungen mit über 2,7 Millionen verlorenen gesunden Lebensjahren (Robert Koch-Institut, 2016, S. 37-41). Die daraus entstehenden Krankheitskosten bei älteren Menschen im Jahre 2004 für die Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege von Erkrankung liegt bei durchschnittlich 6.760 Euro pro Kopf. Allerdings gilt es bei dieser Summe die Folgekosten von Unfällen und dadurch entstehende Krankheitskosten auszuschließen. Die jedoch kostenintensivsten Krankheiten sind die oben genannten vier Folgekrankheiten von Bewegungsmangel. Eine weitere Auffälligkeit der Datenerhebung ist der Anteil der Krankheitskosten von über 64-Jährigen und die gesamten Krankheitskosten. Insgesamt entstanden 2004 in Deutschland Krankheitskosten von über 102 Milliarden Euro für über 64-Jährige, was einem Anteil von 45 Prozent der gesamten Krankheitskosten ausmacht(Böhm, Mardorf, Nöthen, & Schelhase, 2009, S. 228-230).

Die bewegungsmangelbedingten Erkrankungen bei älteren Menschen sind zum einen die Folge des Hauptrisikofaktors Bewegungsmangel. Es können jedoch auch die Lebensgewohnheiten, wie der Konsum von Alkohol oder Tabak oder gesundheitsschädliche Ernährungsgewohnheit als Risikofaktoren bestimmt werden (Robert Koch-Institut, 2016, S. 41). Weitere eigenständige Risikofaktoren sind unter anderem dauerhaftes Sitzen, sowie eine unzureichende körperliche Leistungsfähigkeit (Dishman, Heath, & Lee, 2013).

Die gegenwärtige Datenlage zeigt die Dringlichkeit der Problemstellung Bewegungsmangel auf. Es gilt die Bewegungsempfehlungen umzusetzen und das aktuelle Bewegungsverhalten grundlegend zu verändern. Die Umsetzung eines aktiveren Lebensstiles und ein Training der körperlichen Leistungsfähigkeit sind die größten Handlungsnotwendigkeiten um bewegungsmangelbedingten Erkrankungen bei älteren Menschen vorzubeugen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsmanagement im Sport. Gesundheitsprobleme durch Bewegungsmangel bei älteren Menschen
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,6
Jahr
2019
Seiten
11
Katalognummer
V520743
ISBN (eBook)
9783346134486
ISBN (Buch)
9783346134493
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesundheitsmanagement, sport, gesundheitsprobleme, bewegungsmangel, menschen
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Gesundheitsmanagement im Sport. Gesundheitsprobleme durch Bewegungsmangel bei älteren Menschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520743

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