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Der Fluch der Ressourcen. Stellt der Rohstoffreichtum afrikanischer Länder einen Fluch oder Segen dar?

Title: Der Fluch der Ressourcen. Stellt der Rohstoffreichtum afrikanischer Länder einen Fluch oder Segen dar?

Term Paper , 2019 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Region: Africa
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Summary Excerpt Details

In der Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Rohstoffreichheit in Botsuana und Simbabwe einen Fluch oder einen Segen darstellt.

Um die Frage zu beantworten, erfolgt zunächst eine theoretische Einbettung der Fallbeispiele in die Forschungslage. Konkret heißt das, dass einige Aspekte des Ressourcenfluchs beleuchtet, empirische Erkenntnisse der Forschung herausgestellt und Erklärungsversuche beschrieben werden. Dazu zählt zunächst die sogenannte Holländische Krankheit, die in der Literatur vielfach als eine Variante des Ressourcenfluchs aufgeführt wird. Um einen differenzierten Blick auf die Auswirkungen des Ressourcenfluchs zu erhalten, werden im Anschluss separat die politische und die wirtschaftliche Dimension des Ressourcenfluchs betrachtet. Darauf folgt die eigentliche Analyse der beiden Länder Botsuana und Simbabwe. Für beide Länder erfolgt ausgehend von den vorhandenen Rohstoffen eine Analyse der politischen und ökonomischen Lage. Dabei wird auf die im vorherigen Kapitel herausgearbeiteten theoretischen und empirischen Erkenntnisse aufgebaut.

"Afrika ist reich an Rohstoffen, aber vielerorts geht der Rest der Volkswirtschaft zugrunde." Der Satz beschreibt treffend den Zustand vieler afrikanischer Länder, die trotz umfangreicher Rohstoffvorkommen im Vergleich zu rohstoffärmeren Ländern nicht profitieren können und sowohl wirtschaftlich als auch politisch Entwicklungsdefizite aufweisen. Dieses Paradoxon, der sogenannte Fluch der Ressourcen, taucht erstmals Ende des 20. Jahrhunderts in der Literatur auf. Die Auswirkungen eines Ressourcenreichtums scheinen also von verschiedenen Kontextfaktoren abzuhängen, wie zum Beispiel der geographischen Lage oder der Art der Ressourcen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einbettung der Länderbeispiele

2.1 Die Holländische Krankheit

2.2 Politische Dimension des Ressourcenfluchs

2.2.1 Rohstoffreichtum und Demokratie

2.2.2 Rohstoffreichtum und Institutionen

2.2.3 Rohstoffreichtum und Bürgerkriege

2.3 Ökonomische Dimension des Ressourcenfluchs

3. Länderbeispiele

3.1 Botsuana

3.1.1 Rohstoffvorkommen und Landwirtschaft

3.1.2 Politische Lage

3.1.3 Ökonomische Lage

3.2 Simbabwe

3.2.1 Rohstoffvorkommen und Landwirtschaft

3.2.2 Politische Lage

3.2.3 Ökonomische Lage

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Paradoxon des sogenannten „Fluchs der Ressourcen“ in afrikanischen Ländern. Anhand der Fallbeispiele Botsuana und Simbabwe wird analysiert, unter welchen politischen und ökonomischen Bedingungen der Rohstoffreichtum eines Landes eher zu einem Segen oder zu einem Fluch führen kann, wobei insbesondere die Qualität der Regierungsführung im Mittelpunkt steht.

  • Theoretische Grundlagen des Ressourcenfluchs (Holländische Krankheit, Rentierstaat, Volatilitätseffekt)
  • Politische Auswirkungen von Rohstoffreichtum auf Demokratie und staatliche Institutionen
  • Vergleichende Fallanalyse der Rohstoff- und Wirtschaftspolitik in Botsuana und Simbabwe
  • Bedeutung der Regierungsführung für die soziale und ökonomische Stabilität

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Holländische Krankheit

Erstmals erwähnt wurde der Begriff der Holländischen Krankheit2 im Jahr 1977 in der britischen Wochenzeitung The Economist (vgl. The Economist 2014). Ursprünglich beschreibt er die Auswirkungen von großen Erdgasvorkommen auf die wirtschaftliche Lage in Holland in den 1960er Jahren (vgl. Tetzlaff 2011, 44).

Sachs und Warner (1995) gliedern die Wirtschaft eines Landes in diesem Modell in drei Bereiche: einen binnenorientierten Sektor nicht handelbarer Güter, einen exportorientierten Produktionssektor und einen exportorientierten Sektor, der in erster Linie natürliche Rohstoffe exportiert. Die Ursache der Holländischen Krankheit ist dabei das schnelle Wachstum des exportorientierten Rohstoffsektors. Durch den Export großer Mengen von Rohstoffen entstehen Außenhandelsüberschüsse, die eine Aufwertung der Währung des Landes bedingen (vgl. Tetzlaff 2014, 44). Als Folge schrumpft der Produktionssektor und der Sektor nicht handelbarer Güter neigt zur Expansion. Dieser Zustand zeigt sich durch eine Verschiebung der Produktionsfaktoren wie von Arbeitskräften in den boomenden Rohstoffsektor (vgl. Lewin 2011, 83). Es findet also ein Stück weit eine Deindustrialisierung statt, während gleichzeitig die Nachfrage der Bevölkerung nach Importgütern steigt (vgl. Tetzlaff 2014, 44). Letztendlich führt die Konzentration auf einen Sektor zu steigenden Preisen innerhalb der anderen Sektoren, also zu konkreten Auswirkungen für die Bevölkerung eines Landes und deshalb zu einer Krankheit (vgl. Corden & Neary 1982, 841).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Phänomens „Fluch der Ressourcen“ und Formulierung der Forschungsfrage zur Untersuchung der Länder Botsuana und Simbabwe.

2. Theoretische Einbettung der Länderbeispiele: Darlegung wissenschaftlicher Erklärungsmodelle wie der Holländischen Krankheit, politischer Mechanismen und ökonomischer Effekte des Ressourcenreichtums.

3. Länderbeispiele: Detaillierte Analyse der Rohstoffvorkommen, der politischen und wirtschaftlichen Lage von Botsuana und Simbabwe unter Anwendung der zuvor definierten Indikatoren.

4. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage, dass die Regierungsführung maßgeblich darüber entscheidet, ob Ressourcenreichtum ein Fluch oder Segen ist.

Schlüsselwörter

Ressourcenfluch, Holländische Krankheit, Botsuana, Simbabwe, Rohstoffreichtum, Demokratie, Rentierstaat, Volatilitätseffekt, Regierungsführung, Institutionen, Wirtschaftswachstum, Korruption, Bürgerkrieg, Diamantenexport, Entwicklungsländer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Paradoxon, warum rohstoffreiche Länder oft hinter rohstoffarmen Nationen in ihrer sozioökonomischen Entwicklung zurückbleiben, und untersucht, ob dieser Zustand zwangsläufig als „Fluch“ zu bezeichnen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die politische Dimension (Demokratie, Institutionen, Konflikte) und die ökonomische Dimension (Wachstum, Währungsstabilität, Auswirkungen von Preisvolatilität) von Rohstoffvorkommen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, anhand der beiden Nachbarländer Botsuana und Simbabwe aufzuzeigen, wie unterschiedliche Formen der Regierungsführung die Auswirkungen eines Ressourcenreichtums auf die Entwicklung eines Staates bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Einbettung durch aktuelle Forschungsliteratur, gefolgt von einer vergleichenden Fallanalyse, bei der politikwissenschaftliche Indizes und volkswirtschaftliche Kennzahlen herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Modelle zum Ressourcenfluch erarbeitet und anschließend die Länderbeispiele Botsuana und Simbabwe in Bezug auf ihre Rohstoffvorkommen, ihre politische Lage und ihre ökonomische Situation detailliert untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Ressourcenfluch vor allem die Holländische Krankheit, der Rentierstaat, der Volatilitätseffekt sowie institutionelle Faktoren wie Korruption und Regierungsqualität.

Warum schneidet Botsuana im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern wirtschaftlich besser ab?

Botsuana profitiert von einer frühen staatlichen Regulierung des Diamantenabbaus, einer stabilen Regierungsführung, Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie der Bildung von Rücklagen für wirtschaftliche Abschwungphasen.

Welche Rolle spielt die politische Führung in Simbabwe beim wirtschaftlichen Niedergang?

Die simbabwische Führung ist durch autokratische Strukturen und Korruption geprägt, wobei Rohstoffeinnahmen oft nicht in die Wirtschaft reinvestiert werden, was in Verbindung mit einer fehlenden vorausschauenden Haushaltsführung zu Hyperinflation und extremer Armut führte.

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Details

Title
Der Fluch der Ressourcen. Stellt der Rohstoffreichtum afrikanischer Länder einen Fluch oder Segen dar?
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
24
Catalog Number
V520796
ISBN (eBook)
9783346117656
ISBN (Book)
9783346117663
Language
German
Tags
fluch ressourcen stellt rohstoffreichtum länder segen botsuana botswana simbabwe zimbabwe afrika ressourcenfluch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Der Fluch der Ressourcen. Stellt der Rohstoffreichtum afrikanischer Länder einen Fluch oder Segen dar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520796
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