Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sciences de la santé - Psychologie de la santé

Kunst- und Gestaltungstherapie in der Behandlung von Traumaspätfolgestörungen

Das bipolare Arbeiten mit Täterintrojekten

Titre: Kunst- und Gestaltungstherapie in der Behandlung von Traumaspätfolgestörungen

Thèse de Bachelor , 2018 , 35 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ewa Katarzyna Budna (Auteur)

Sciences de la santé - Psychologie de la santé
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit sollen zunächst die wichtigsten Behandlungsprinzipien, Entstehung und Wirksamkeit der Kunst- und Gestaltungstherapie sowie deren Einsatzmöglichkeiten in der Behandlung von Traumaspätfolgestörungen vorgestellt werden. Im weiteren Verlauf wird ein Therapieprozess mit für eine traumaspezifische Behandlung typischen Behandlungselementen beschrieben und die Möglichkeiten der Kunst- und Gestaltungstherapie dargestellt. Auch die kreativen, selbstorganisatorischen Prozesse, die in der Gestaltung und in der therapeutischen Begegnung mit KlientInnen entstehen und beobachtet werden, ihre Initiierung, Steuerung und Nutzung sind Gegenstand vorliegender Arbeit.

Traumatisierte geraten in Situationen, die zum Leben nicht mehr geeignet sind – diese Formulierung impliziert folgende verdichtete Trauma-Definition: Mensch und Umwelt bilden keine Einheit mehr. Zum Begriff des psychischen Traumas ist noch eine weitere Bemerkung erforderlich: Trauma wird mittlerweile als emotionales Belastungsmaterial bezeichnet, denn im Kern enthält das krankmachende psychische Material überstarke unverarbeitete negative Emotionen oder Emotionskomplexe, die in ihrer Stärke und ihren Folgen ein Kontinuum bilden. Die moderne Traumatherapie postuliert, dass Heilung ein selbstorganisatorischer biologischer Vorgang ist, der durch Phasenübergänge von dysfunktionalen zu funktionalen Ordnungsmustern erzeugt wird, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Psychotherapie stellt diese Bedingungen her.

Ein Heilungsvorgang wird in der Traumatherapie oft auch als Transformationsprozess bezeichnet: Das krankmachende Belastungsmaterial wird in gesundes, kreatives Material umgewandelt, transformiert. Dass Bilder therapeutisch wirksam sein können, ist seit Langem bekannt: Innere und äußere Bilder wirken auf die Psyche und beeinflussen das Verhalten. In bildnerischen Therapien geht es von Anfang an um einen Gestaltungsvorgang, der in seiner bildnerischen Dynamik den emotionalen Zustand eines Menschen spiegelt und nicht zuletzt beeinflusst. Die meisten Erwachsenen sind überzeugt, nicht malen bzw. gestalten zu können, dabei gehören Malen, Zeichnen und Gestalten zu den tief verankerten menschlichen Ausdrucksformen, wie auch Sprechen, Bewegen, Tanzen und Singen. Wird doch einmal die Hemmung zu gestalten aufgehoben, beginnt der Prozess, sich dem zu stellen, was man noch nicht weiß: Es entstehen Bilder, die überraschen, berühren, zum Nachdenken bringen und auch Neues in die Wege leiten können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 ALLGEMEINE ÜBERLEGUNGEN ZU DEN WIRKFAKTOREN DER KLINISCHEN KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE

1.1 Herkunft der künstlerischen Therapie

1.2 Entwicklung der Kunsttherapie in Deutschland

1.3 Wirkungsweisen

1.4 Kunsttherapeutische Ausrichtungen

1.5 Aus der Praxis: Rahmenbedingungen und Setting

2 DER SPEZIFISCHE RAHMEN DER GKT IN DER BEHANDLUNG VON TRAUMAFOLGEN

2.1 Psychische Traumatisierung

2.2 Belastungserfahrung und Stressreaktion: neurobiologische Grundlagen

2.3 Traumaspätfogestörung

2.4 Der Vorgang der Dissoziation

2.5 Täterintrojekte und ihre Funktion

2.5.1 Die Dissoziative Identitätsstörung

2.5.2 Täterintojekte

2.6 Der spezifische Rahmen der GKT bei der Arbeit mit Traumapatienten

3 DAS BIPOLARE PRINZIP DER TRAUMATHERAPIE UND DIE GRUNDLAGEN DER DREI-PHASEN-TRAUMATHERAPIE

3.1 Das bipolare Prinzip

3.2 Das Toleranzfenster

3.3 Prozessfokussierung: Vom Was zum Wie

4 KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE IN DER ARBEIT MIT TÄTERINTROJEKTEN

4.1 Täterintojekte in der Kunst und Gestaltungstherapie

4.2 Kunst- und Gestaltungsinterventionen in der Stabilisierungsphase

4.3 Kunst- und Gestaltungstherapie zur Arbeit in der Expositionsphase

4.4 Kunst- und Gestaltungstherapie in der Phase der Neuorientierung

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Wirksamkeit der Kunst- und Gestaltungstherapie in der Behandlung von Traumaspätfolgestörungen, mit besonderem Fokus auf dem therapeutischen Umgang mit Täterintrojekten innerhalb des bipolaren Prinzips der Traumatherapie.

  • Wirkfaktoren und Rahmenbedingungen der klinischen Kunst- und Gestaltungstherapie.
  • Neurobiologische Grundlagen von Traumatisierung und Dissoziation.
  • Bipolares Prinzip und Drei-Phasen-Traumatherapie als therapeutischer Rahmen.
  • Einsatzmöglichkeiten kreativer Interventionen bei Täterintrojekten.
  • Prozessfokussierung und Ressourcenaktivierung im therapeutischen Setting.

Auszug aus dem Buch

4.1 Täterintojekte in der Kunst und Gestaltungstherapie

Die Täterintrojektion ist ein wichtiges Thema für alle drei Phasen der Traumatherapie und somit auch für die Kunst- und Gestaltungstherapie in der Traumatherapie: Es muss geklärt werden, inwieweit der Täter immer noch die Außenbeziehungen des/der KlientIn dominiert (Täterkontakt), wie sich durch Reinszenierung seine Macht im Setting manifestieren könnte z.B. in der Rebellion, Unterwerfung, Regelverletzungen, Übertragung und Gegenübertragung, scheinbaren Mängel an verfügbaren Ressourcen, und ob eine Kooperation der inneren Anteile bereits möglich ist.

Die Arbeit mit Täterintrojekten ist der langwierigste und schwierigste Teil der Traumatherapie und kann sowohl auf der inneren als auch auf der äußeren Bühne durchgeführt werden. Wie kann die Arbeit mit Täterintrojektion in der Einzeltherapie mit kreativen Medien aussehen?

Anders als die psychoanalytisch orientierte Therapie, die das Täterintrojekt als Fremdkörper im Selbst, ein malignes Objekt im Über-Ich/Ich-Ideal konzipiert, das in der Übertragung auf den/die TherapeutIn externalisiert werden muss, untersucht die moderne Traumatherapie die Täteranteile auf hilfreiche Funktionen im System hin und definiert sie als eines der vielen Symptome von TraumapatientInnen. Somit gilt für Täterintrojekte, was für alle Symptome eines Menschen gilt: Das Symptom ist nicht das Problem, sondern die Lösung eines „Damals“ – und somit ist das Symptom auch die aktuelle Lösung für das Problem. Mit dieser wertschätzenden Einstellung kann der Kunsttherapeut im Gestaltungsprozess Kontakt zum Täterintrojekt aufnehmen und gemeinsam mit dem/der KlientIn die Schutzfunktion der Introjektion für andere verletzte oder traumatisierte Anteile bestimmen. Auf der Bildebene können erste Verhandlungen mit einzelnen Selbstanteilen ausprobiert werden, um die Kooperation der Anteile zu verbessern (Plassmann 2014, S. 168).

Zusammenfassung der Kapitel

1 ALLGEMEINE ÜBERLEGUNGEN ZU DEN WIRKFAKTOREN DER KLINISCHEN KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung und die grundlegenden Wirkmechanismen der Kunsttherapie in Deutschland.

2 DER SPEZIFISCHE RAHMEN DER GKT IN DER BEHANDLUNG VON TRAUMAFOLGEN: Hier werden die neurobiologischen Grundlagen des Traumas, der Prozess der Dissoziation sowie das Phänomen der Täterintrojekte als Folge von Gewalterfahrungen erläutert.

3 DAS BIPOLARE PRINZIP DER TRAUMATHERAPIE UND DIE GRUNDLAGEN DER DREI-PHASEN-TRAUMATHERAPIE: Dieses Kapitel erläutert das zentrale Prinzip der Bipolarität als Werkzeug zur Ressourcenaktivierung sowie die Bedeutung des Toleranzfensters in der Therapie.

4 KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE IN DER ARBEIT MIT TÄTERINTROJEKTEN: Hier werden spezifische kunsttherapeutische Interventionen für die verschiedenen Phasen der Traumabehandlung, insbesondere im Umgang mit Täterintrojekten, dargestellt.

5 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, wie die Kunst- und Gestaltungstherapie als ressourcenorientierte Methode in alle Phasen der Traumabehandlung integriert werden kann, um Heilungsprozesse zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Kunsttherapie, Gestaltungstherapie, Traumaspätfolgestörungen, Traumatherapie, Bipolares Prinzip, Täterintrojekte, Dissoziation, Stabilisierung, Traumaexposition, Neuorientierung, Ressourcenaktivierung, Prozessfokussierung, Selbstorganisation, Psychotraumatologie, Identitätsstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit behandelt den Einsatz von Kunst- und Gestaltungstherapie bei Patienten mit Traumaspätfolgestörungen, mit einem speziellen Fokus auf die Arbeit mit sogenannten Täterintrojekten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft kunsttherapeutische Methoden mit traumatherapeutischen Ansätzen wie dem bipolaren Prinzip und der Drei-Phasen-Traumatherapie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kunsttherapeutische Interventionen helfen können, Traumamaterial dosiert zu bearbeiten und die Persönlichkeit des Klienten zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und klinische Konzepte der Traumatherapie mit kunsttherapeutischen Handlungsmöglichkeiten synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kunsttherapie, die Analyse des Traumabegriffs und der Dissoziation sowie die praktische Anwendung kreativer Interventionen in den drei Phasen der Traumabehandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Traumatherapie, Täterintrojekte, Bipolares Prinzip, Gestaltungstherapie, Ressourcenaktivierung und Traumaexposition.

Wie genau gehen Kunsttherapeuten mit Täterintrojekten um?

Anstatt Täterintrojekte als reine "böse" Fremdkörper zu betrachten, wird in der modernen Traumatherapie wertschätzend deren ursprüngliche Schutzfunktion analysiert, um eine Kooperation der inneren Anteile im Heilungsprozess zu ermöglichen.

Warum ist das "bipolare Prinzip" für Traumapatienten so wichtig?

Das bipolare Prinzip ermöglicht es, eine Balance zwischen belastendem Traumamaterial und stabilisierenden Ressourcen zu halten, wodurch eine Überflutung des Patienten verhindert wird.

Welche Rolle spielen "Sichere Orte" in der Therapie?

Diese dienen in der Stabilisierungsphase dazu, dem Klienten innere Stabilität zu vermitteln und ihm die Möglichkeit zu geben, sich kontrolliert von belastenden Inhalten zu distanzieren.

Fin de l'extrait de 35 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Kunst- und Gestaltungstherapie in der Behandlung von Traumaspätfolgestörungen
Sous-titre
Das bipolare Arbeiten mit Täterintrojekten
Université
Catholic University for Applied Sciences Berlin
Note
1,3
Auteur
Ewa Katarzyna Budna (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
35
N° de catalogue
V520812
ISBN (ebook)
9783346124760
ISBN (Livre)
9783346124777
Langue
allemand
mots-clé
Tiefenpsychologie Kunsttherapie Trauma Täterintrojekte Gestaltungtherapie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ewa Katarzyna Budna (Auteur), 2018, Kunst- und Gestaltungstherapie in der Behandlung von Traumaspätfolgestörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520812
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  35  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint