Gemeinsame Wohnformen für Mütter, Väter und Kinder nach § 19 SGB VIII. Welche Hilfsangebote gibt es für Suchtmittelabhängige?


Hausarbeit, 2019

26 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung des Arbeitsfeldes
2.1 Aufgaben und Ziele
2.2 Gründe für die Hilfe/ Rahmenbedingungen
2.3 Rechtliche Grundlagen
2.4 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

3. Mütter und Väter mit Suchtproblematik
3.1 Spezifische Besonderheiten
3.3 Hilfsangebote
3.3.1 Fachlicher Austausch/ Teamentwicklung
3.3.2 interne Hilfsmöglichkeiten
3.3.3 externe Hilfsmöglichkeiten

4. Fazit

Anhangsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Glossar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Nach Schätzungen haben in Deutschland vermutlich 3 Millionen Kinder und Jugendliche mindestens ein suchtkrankes Elternteil.1 Die Familie, als primäre Beziehungs- und Erziehungsinstanz, nimmt die zentrale Rolle für das Kind ein. Umso wichtiger ist es, Elternteile in Problemlagen professionell anzuleiten und zu unterstützen. In dem folgenden Kapitel geht es vor allem um die Vorstellung des Arbeitsbereiches. Es soll ein kurzer Einblick in das Arbeitsfeld und die theoretischen Grundlagen der pädagogischen Arbeit in stationären Einrichtungen mit Mutter2 und Kind gegeben werden. In den darauffolgenden Kapiteln erfolgt eine Konkretisierung der Arbeit mit dem Schwerpunkt auf den Bereich Suchthilfe. Die Suchtmittelabhängigkeit der Eltern soll bei dieser Arbeit besonders in den Fokus gestellt werden, da sie zunehmend eine Rolle im sozialen Bereich spielt. Die Arbeit soll sich dabei vor allem mit der Frage beschäftigen, wie die stationäre Unterbringung von einer Mutter mit Kind, gemäß dem gesetzlichen Regelangebot nach § 19 SGB VIII, Suchthilfe leisten kann. Zu berücksichtigen ist dabei, wie die Hilfeempfängerin pädagogisch in ihrem Abstinenzprozess unterstützt werden kann. Welche konkreten Hilfsangebote gibt es aus pädagogischer Sicht und welche Kontakte und Netzwerke sind für eine weiterführende Hilfe bzgl. der Suchtmittelabhängigkeit möglich? Die Autorin arbeitet selbst seit einigen Jahren in dem Bereich der Mutter-Kind Betreuung und sieht sich zunehmend mit suchtmittelabhängigen Müttern konfrontiert. Besonders schwierig schätzt sie dabei die Einhaltung und Gewährleistung des Kindeswohls ein, das in dieser Arbeit ebenso thematisiert wird. Sie bezieht sich dabei auf keine konkrete Einrichtung für Mutter mit Kind, sondern betrachtet die Möglichkeit von pädagogischen Methoden und welche Schritte dringend notwendig sind, um die Adressaten zielführend unterstützen zu können. Interne und externe Hilfsmöglichkeiten spielen hierfür eine wichtige Rolle. Es geht hier ebenfalls um die Sensibilisierung der Fachkräfte und der damit verbundenen theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht, um diese dann entsprechend praktisch umzusetzen und anzuwenden.

2. Vorstellung des Arbeitsfeldes

2.1 Aufgaben und Ziele

Bevor die Aufnahme einer Mutter mit Kind in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung stattfindet, wird in der Regel durch den fallverantwortlichen Jugendamtmitarbeiter eine Anfrage an eine entsprechenden Einrichtung gestellt. Meist wird dazu vorab ein ausführlicher Sozialbericht mit allen notwendigen Informationen zu den zukünftigen Adressaten an die Einrichtung gegeben.3 Bei Klientinnen mit vergangener oder aktueller Suchtproblematik ist zusätzlich ein Suchtanamnesebogen notwendig. Eventuell gehört dazu ebenfalls ein Anamnesebogen. Bestenfalls wird in dem Mitarbeiterteam der Mutter-Kind-Einrichtung der Fall gemeinsam besprochen und geprüft. Alle verantwortlichen Mitarbeiter des Teams sollten dabei anwesend sein. Wenn die Mitarbeiter sich für die Aufnahme entscheiden, findet im Anschluss ein Kennlerntermin statt. Bei diesem Termin sind vorzugsweise Einrichtungs- und/oder Teamleitung, ASD4 und die künftigen Klienten anwesend. Eventuell sind engste Bezugspersonen dabei, die für eine gelingende Hilfe wichtig sind. Dabei ist es möglich, Fragen zu stellen und die Rahmenbedingungen der Hilfe zu besprechen. Es kann dennoch passieren, dass die Einrichtung und die gegebenen Strukturen nicht den Vorstellungen der Beteiligten entsprechen und eine Aufnahme aufgrund dessen nicht zustande kommt.

Die Betreuung von Mutter mit Kind ist eine von vielen stationären Hilfeformen in Deutschland. Es wird die Chance gegeben, dass Mutter und Kind zusammen bleiben können und nicht notwendigerweise getrennt werden, damit die Bindung zwischen der Kleinfamilie nicht abreißt. Dies geschieht vor allem aus dem Grund, dass sich eine sofortige Heimunterbringung von Kleinkindern negativ auf die mentale und seelische Verfassung der Kinder ausüben kann.5 Eine Betreuung der jungen Frau beginnt meist bereits in der Schwangerschaft. In dieser Zeit können sich die werdenden Mütter intensiv mit der Schwangerschaft und den Geburtsvorbereitungen beschäftigen.6 Oberstes Ziel der Betreuung von Mutter mit Kind in einer stationären Einrichtung ist es, die Möglichkeit zu geben eine Beziehung zwischen dem Elternteil und dem Kind herzustellen bzw. diese durch pädagogische Prozesse zu bewahren. Damit ist außerdem gemeint, dass die Hilfeempfänger mit Kind nach einem bestimmten Zeitraum einen eigenen Wohnraum beziehen können, ohne weiterhin auf diese intensive Hilfe angewiesen zu sein. Bis dahin ist es meist ein langer Weg, mit ganz individuellen, umfangreichen Aufgaben. Die Aufgaben sind vielfältig, betreffen aber im Allgemeinen folgende Bereiche: Pflege und Erziehung des Säuglings/Kindes, Regelung finanzieller Angelegenheiten, Vermittlung an Schule und Ausbildungsstellen des jungen Elternteils (nach der vereinbarten Elternzeit), Ämterwege, Haushaltsführung, Gestaltung angemessener Freizeitbeschäftigungen auch mit Kind. Eventuell bestehen Partnerschaften, die zusätzlich begleitet und eingebunden werden sollen. Dies geschieht dann individuell, wobei das Kindeswohl und ebenso die Rahmenbedingungen der Einrichtung zu berücksichtigen sind. Eine wichtige Aufgabe, ist es für die betreffenden Hilfeempfänger, im Verlauf der Hilfe eine geeignete Perspektive zu entwickeln.7 Diese ist entsprechend der persönlichen Entwicklung der jeweiligen Adressaten individuell zu betrachten und realistisch einzuschätzen, da die Soziale Arbeit immer ein Balanceakt zwischen hilfreicher Unterstützung und gleichzeitiger Kontrolle des Hilfeempfängers ist. Hierbei ist konkret auf das Kindeswohl nach § 8a SGB VIII Rücksicht zu nehmen. Dies ist ebenso der staatliche Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe für den Pädagogen.8 Das heißt die pädagogische Arbeit beschränkt sich nicht nur ausschließlich auf die Begleitung des Elternteils bei der Pflege und Erziehung des Kindes, sondern auch auf die umfängliche Aufsicht im Umgang mit dem Kind und den daraus folgenden kritischen Aspekten bei Gefährdungssituationen. In Punkt 3.2 wird noch konkreter darauf Bezug genommen.

2.2 Gründe für die Hilfe/ Rahmenbedingungen

Die Gründe für die Aufnahme sind genau so vielfältig und individuell wie die oben genannten Aufgaben. Es spielen dabei allgemeine und individuelle Unzulänglichkeiten der (werdenden) Mutter eine Rolle. Die Einschätzung des fallzuständigen ASD beeinflusst die Entscheidung einer stationären Aufnahme der Mutter mit Kind. Hierbei werden Fähigkeiten und Unfähigkeiten beurteilt und bewertet, ob eine solch intensive Hilfe notwendig ist. Grundsätzlich ist die Hilfeform für Mutter mit Kind ein freiwilliges Angebot und das eigene Erkennen des Hilfebedarfs bzw. die Erarbeitung dessen, ist wichtig für eine funktionierende Hilfe. Dabei ist das Ergebnis oft davon abhängig, ob die Hilfeempfängerin ihrer Mutterrolle nachkommen und den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht werden kann. Bewertet werden außerdem die Wohnverhältnisse und ob das Leben und Aufwachsen eines Kindes in diesen zumutbar ist. Die Hilfeempfängerin soll dazu befähigt werden, ihre Eigenaktivität anzutreiben.9 Es geht hierbei um die Autonomisierung und Normalisierung der jungen Mutter mit ihrem Kind.10 Das heißt die vorhandenen Unzulänglichkeiten auszugleichen bzw. zu beseitigen und verfügbare Ressourcen herauszuarbeiten und zu fördern. Das Fehlen von finanziellen Mitteln zur wirtschaftlichen Absicherung nimmt dabei eine entsprechend zentrale Wertigkeit ein. Ohne Vorliegen eines geregelten Einkommens, kann das Wohl des Kindes nicht gewährleistet und die Erfüllung der Bedürfnisse des Kindes nicht garantiert werden. Ein weiterer Grund für die Aufnahme können gesundheitliche Einschränkungen und/ oder Erkrankungen der Mutter und/ oder des Kindes sein. Hierzu zählen vor allem geistige, seelische und körperliche Einschränkungen und der damit verbundenen Überforderung der Mutter. Die Suchtmittelabhängigkeit ist diesem Punkt zuzuordnen. Durch die Aufnahme der Suchtmittelabhängigkeit in das Klassifikationssystem des ICD-10, wird eine Einordnung der Drogenabhängigkeit mit Krankheitswert ermöglicht.11 Das Fehlen eines stabilen sozialen Umfelds kann ebenso Grund für eine Aufnahme sein. Bei der Betreuung und Versorgung eines Kindes ist es hilfreich von Familienmitgliedern und festen Bezugspersonen Unterstützung zu erhalten. Gerade für alleinerziehende Elternteile hat dies eine entlastende Wirkung. Andersherum kann es aber ebenso sein, dass die vorhandenen Familienmitglieder, Partner usw. in ihrem Verhalten ggü. der jungen Mutter eine negative Beeinflussung zur Folge haben. Dies kann sowohl die Passivität ggü. des Kindes und fehlende Unterstützung sein, ebenso aber auch psychische und/ oder körperliche Gewalt ggü. Mutter und/ oder dem Kind. In der stationären Unterbringung in der Mutter-Kind-Einrichtung soll dabei als wichtigstes Ziel sein, dass die Kleinfamilie, ohne jegliche Negativbeeinflussung von außen, zur Ruhe kommen kann. In der Zeit des Abstands geht es für die Hilfeempfängerin und die professionellen Helfer vor allem darum, die Situation realistisch einzuschätzen und zu bewerten, inwieweit die Kontakte zu den Bezugspersonen unterstützend in die Hilfe eingebunden werden können.

Die Rahmenbedingungen unterscheiden sich zu allererst durch die Gegebenheiten der verschiedenen Einrichtungen und die Strukturen der jeweiligen Konzeptionen. Sie unterscheiden sich ebenso in ihren vorhandenen Räumlichkeiten mit sächlicher Ausstattung, dem gegebenen sozialen Umfeld und der vorhandenen Infrastruktur.12 Vor der Aufnahme ist bestenfalls durch den ASD zu prüfen, ob die notwendigen Rahmenbedingungen der Einrichtung zu den Bedürfnissen der zukünftigen Hilfeempfänger passen. Eine bestmögliche Unterstützung soll so gewährleistet werden. Mutter-Kind-Einrichtungen sollen grundsätzlich barrierefrei gestaltet sein, damit der Zugang mit Kinderwagen erleichtert ist. Eine kinderfreundliche Einrichtung zählt ebenso zu den Grundvoraussetzungen der Ausstattung.13 In Bezug auf Suchtmittelabhängigkeit ist es förderlich, die Betreffenden aus ihrem bisherigen Umfeld herauszunehmen, damit mehr Abstand gewonnen wird. Kommen die Abhängigen in eine Mutter-Kind-Einrichtung in ihrem gewohnten Milieu ist es durchaus nachvollziehbar, dass es ihnen schwerer fällt, den Begegnungen zu negativen Kontaktpersonen zu vermeiden. Um den Abstinenzwillen zu stärken und negativen Einflüssen ausweichen zu können, sollten suchtmittelabhängige Mütter mit Kindern eher in Einrichtungen gebracht werden, die von ihrem gewohnten Umfeld entfernt sind.

2.3 Rechtliche Grundlagen

Die gesetzlichen Grundlagen für die Kinder- und Jugendhilfe finden sich im Achten Buch des Sozialgesetzbuches wieder. Hier wird in § 1 Abs. 1 SGB VIII die Grundlage der Jugendhilfe verankert, in der jedem jungen Menschen das Recht auf die Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit zusteht. Es geht dabei ebenfalls um die Eingliederung und Förderung des Individuums zu einer gesellschaftsfähigen Person.14 Die stationäre Hilfeform für Mutter/Vater-Kind wird dabei im zweiten Abschnitt -Förderung der Erziehung in der Familie-, unter §19 SGB VIII konkretisiert.15 Wie bereits in Abschnitt 2.1 erläutert, ist für die Erfüllung der Aufgaben im Mutter/Vater- Kind-Bereich stets auf § 8a SGB VIII16 Rücksicht zu nehmen. Für die Suchthilfe gibt es kein konkretes Gesetzbuch. Die gesetzlichen Regelungen finden sich in den jeweiligen Landesrechten wieder und sind entsprechend der Gesetzmäßigkeiten auch vereinzelt im SGB V und VI zu finden. Außerdem können Teile des SGB VIII für die Hilfesysteme mit Suchtmittelabhängigen relevant sein. Dazu zählen bspw. § 16, §§ 28 bis 35, § 42 und § 81.17 18

2.4 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Hilfesystemen spielt in dem Berufsfeld der Sozialen Arbeit eine sehr wichtige Rolle. In der stationären Jugendhilfe für Mutter und Kind sind das vor allem Bereiche der Gesundheitsfürsorge. Dazu zählt die Kontaktaufnahme und Untersuchung bei Kinderärzten, um eine gesunde Entwicklung des Kindes zu fördern, aber auch der regelmäßige Besuch der Hebamme innerhalb der Einrichtung, die auf die Versorgung und Pflege der Neugeborenen achtet. Eine gute Absprache mit den professionellen Helfern ist sehr wichtig, um positive aber auch negative Entwicklungsstände feststellen zu können. In den ersten Monaten nach der Aufnahme der Adressaten bedeutet dies, dass sie durch die Betreuer der Einrichtung zu diesen wichtigen Terminen begleitet werden. Ist das Aufgrund von organisatorischen Problemen nicht möglich, so werden vorher und im Nachgang telefonische Absprachen getroffen. Weitere Hilfesysteme sind beispielsweise im Bereich der gesetzlichen Betreuung und Schuldnerberatung zu finden. Im Bereich der Suchthilfe von Mutter mit Kind betrifft das vor allem die Anbindung an die ambulanten und stationären Suchthilfestellen. In Kapitel 3.3.3 wird in Bezug auf Kooperation und Vernetzung dazu noch näher eingegangen.

3. Mütter und Väter mit Suchtproblematik

3.1 Spezifische Besonderheiten

Bei Müttern und Vätern mit Suchtproblematik, innerhalb und außerhalb der stationären Jugendhilfe, geht es nicht nur um das Aufrechterhalten von Alltagsstrukturen und das Sicherstellen der Versorgung des Kindes. Es geht vor allem um die Stabilisierung der psychischen und eventuell sogar physischen Verfassung des Elternteils. Wenn Eltern suchtkrank sind, nimmt das Suchtmittel den wichtigsten Punkt im Leben der Abhängigen ein. Die Kinder spielen dabei oft eine Nebenrolle. Der Platz, der eigentlich dem Kind zustehen würde, steht der Droge zu.19 Als spezifische Besonderheit ist hier gemeint, dass es den Eltern mitunter nicht möglich ist, sich entwicklungsfördernd um ihre Kinder zu kümmern, da sie selbst meist nicht in der psychischen Verfassung dazu sind. Relevant ist hier vor allem zu bedenken, wie Rückfälle vermieden werden können und wie innerhalb der Einrichtung mit einem Rückfall der Klientin umgegangen wird. Sie haben in ihrem Leben vermutlich nicht gelernt, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und müssen dies nun plötzlich nicht nur für sich sondern auch für ihr Kind tun. Sie benötigen daher vielfältige Unterstützung, da sie auf die eigene Suchtproblematik, als auch auf die Erziehung und Pflege ihres Kindes Augenmerk legen müssen.20 Der Fokus liegt bei Abhängigkeitserkrankten gedanklich in erster Linie darauf, wie sie ihre Sucht befriedigen können und darum eigene Bedürfnisse zu befriedigen. In der Arbeit mit abhängigen Klienten bedeutet dies, dass die Bindungsentstehung zwischen Mutter und Kind meist gestört ist. Besonders dann ist es wichtig, einen allumfassenden Blick auf die Beziehung zu haben und trotz Gewährleistung des Kindeswohls, das Elternteil aufzufangen, wenn er/sie an ihre Grenzen stößt und der Suchtdruck zu stark wird. Sie vergessen dabei die Versorgung und Betreuung ihres Kindes meist vollkommen und sind gedanklich nur noch damit beschäftigt, wie sie die quälenden Entzugserscheinungen21 beseitigen können. Nun ist es die Aufgabe der Mitarbeiter, die Versorgung des Kindes sicher zu stellen. In unserem Fall nehmen wir das Kind für einige Zeit in unsere Obhut, damit sich die Mutter in erster Linie auf sich konzentrieren kann. Außerdem kann damit das Kindeswohl gewährleistet werden. Im Notfall, wenn die Entzugserscheinungen sich nicht von alleine abmildern bzw. diese sich noch verschlimmern ist es ratsam, einen Arzt hinzu zu ziehen. Dieser kann dann am besten einschätzen, ob eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus notwendig ist.22 Bestenfalls ist im Vorfeld mit dem ASD besprochen, wie die Betreuung des Kindes abläuft und erstellt gemeinsam mit der Einrichtung einen Plan bei Rückfallverhalten, zum Schutz des Kindes.

[...]


1 vgl. WALTER-HAMANN, RENATE, 2018, S. 9

2 Anmerkung: Um einen besseren Lesefluss zu gewährleisten, wird in der Arbeit ausschließlich von Mutter mit Kind gesprochen. Es sind dabei aber immer Mutter/Vater mit Kind gemeint.

3 Anmerkung: unter Berücksichtigung der aktuellen Datenschutzverordnung

4 Abkürzung: Allgemeiner Sozialer Dienst – Mitarbeiter des Jugendamts

5 vgl. AHNERT, LIESELOTTE, 2010, S. 117

6 vgl. CORTH, ALICE LENA, 2014, S.12

7 vgl. CORTH, AILCE LENA, 2014, S.14

8 vgl. CORTH, ALICE LENA, 2014, S. 17

9 vgl. BAUER, BITTLINGMAYER, SCHERR, 2012, S.665

10 vgl. BAUER, BITTLINGMAYER, SCHERR, 2012, S. 666

11 Anhang 1: ICD-10: F1x.2 Abhängigkeitssyndrom

12 vgl. WALTER-HAMANN, RENATE, 2018, S. 16

13 vgl. WALTER-HAMANN, RENATE, 2018, S. 16

14 vgl. BAUER, BITTLINGMAYER, SCHERR, 2012, S. 666

15 Anhang 2: Gesetzestext § 19 SGB VIII

16 Anhang 3: Gesetzestext § 8a SGB VIII

17 vgl. WALTER-HAMANN, RENATE, 2018, S. 37

18 Anhang 4: Gesetzestexte mit Suchtrelevanz

19 vgl. BARNOSWKI-GEISER, WALTRAUT, 2015, S. 11

20 vgl. WALTER-HAMANN, RENATE, 2018, S.17

21 Anmerkung: Entzugserscheinungen sind individuell – folgende Symptome können auftreten: Tremor, Übelkeit/Erbrechen, starkes Schwitzen, motorische und innere Unruhe, Schlaflosigkeit und Anfälle von Schwäche

22 Anmerkung: schwerwiegende Entzugserscheinungen können lebensbedrohlich sein.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Gemeinsame Wohnformen für Mütter, Väter und Kinder nach § 19 SGB VIII. Welche Hilfsangebote gibt es für Suchtmittelabhängige?
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Kassel
Note
1,3
Autor
Jahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V520964
ISBN (eBook)
9783346116031
ISBN (Buch)
9783346116048
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sucht, Mutter, Vater, Kind, stationär
Arbeit zitieren
Franziska Horn (Autor), 2019, Gemeinsame Wohnformen für Mütter, Väter und Kinder nach § 19 SGB VIII. Welche Hilfsangebote gibt es für Suchtmittelabhängige?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520964

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