Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Controlling

Unternehmensbewertung vor dem Hintergrund eines Börsengangs (IPOs). Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung am Beispiel der Solarbranche

Title: Unternehmensbewertung vor dem Hintergrund eines Börsengangs (IPOs). Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung am Beispiel der Solarbranche

Diploma Thesis , 2006 , 102 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jörg Wagner (Author)

Business economics - Controlling
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einer der Anlässe, welcher eine Unternehmensbewertung erforderlich macht und der den Kern dieser Arbeit bildet, ist der Börsengang (auch IPO) eines Unternehmens. Die Gründe für einen Gang an die Börse sind vielfältig. Der häufigste Grund ist natürlich die Deckung des Kapitalbedarfs zur finanziellen Absicherung von Wachstum und Expansion, Innovationskraft und der Wettbewerbssituation. Dabei ist die erleichterte Kapitalbeschaffung nicht nur auf den Zeitpunkt des Börsengangs beschränkt. Vielmehr ergeben sich diese Möglichkeiten auch danach in Form von möglichen Kapitalerhöhungen, Anleihen oder durch eine verbesserte Kreditwürdigkeit. Außerdem bietet sich dem Unternehmen durch den Börsengang die Chance seinen Bekanntheitsgrad und sein Image nachhaltig zu verbessern, da ein börsennotiertes Unternehmen deutlich stärker im Fokus der Öffentlichkeit steht. Da es sich bei einer Aktie um einen Anteil an einem Unternehmen handelt, ist zur Bestimmung des Emissionspreises beim Börsengang eine vorab durchgeführte Unternehmensbewertung erforderlich.

In dieser Arbeit sollen die Fragen der Bewertung beim Börsengang anhand der im Jahr 2005 sehr populären Solarbranche beantwortet werden. In diesem Sektor scheint ein wahrer Boom eingesetzt zu haben. Unterstützt durch lukrative Fördermöglichkeiten und die ständig währenden Krisen an den Energiemärkten mit hohen Preisen und der Abhängigkeit der Industrienationen vom schwarzen Gold, explodieren die Geschäftsergebnisse der Solarunternehmen förmlich. Darüber hinaus klettern die Aktien in ungeahnte Höhen und das zwischenzeitlich fast erloschene Interesse an Neuemissionen steigt stetig. Einige Solarunternehmen sind infolgedessen im Laufe des letzten Jahres an die Börse gegangen oder planen die Gunst der Stunde zu nutzen. Diese Tatsache hat bereits die Öffentlichkeit aufhorchen lassen und es schwingen bei all der Euphorie um die Solarbranche als Jobmotor und Hoffnungsträger auch kritische Töne mit. Erinnerungen an die Zeiten des Neuen Marktes kommen auf und mit Ihnen erneut die Frage, ob die Bewertungen der Unternehmen einem fairen Wert entsprechen.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Verfahren, die generell zu einer Unternehmensbewertung herangezogen werden können, vorzustellen und auf ihre Eignung im Zuge eines Börsengangs zu überprüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Einleitung und Zielsetzung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Grundlagen der Unternehmensbewertung

2.1. Werttheorien in der Unternehmensbewertung

2.2. Anlässe der Unternehmensbewertung

2.3. Die Maßgeblichkeit des Bewertungszwecks

2.3.1. Ermittlung von Entscheidungswerten

2.3.2. Ermittlung von Marktwerten

2.4. Methoden der Unternehmensbewertung im Überblick

2.4.1. Einzelbewertungsverfahren

2.4.2. Gesamtbewertungsverfahren

2.4.3. Mischverfahren

3. Die Unternehmensbewertung im Zuge eines Börsengangs

3.1. Das Spannungsfeld bei der Wertfindung

3.2. Ablauf der Emissionspreisfindung

3.3. Methoden der Unternehmensbewertung beim Börsengang

3.3.1. Die Discounted-Cashflow-Methode

3.3.1.1. Konzeption der Discounted-Cashflow-Methode

3.3.1.2. Überblick über die verschiedenen Ansätze

3.3.1.3. Ermittlung der Cashflows und des Terminal Value

3.3.1.4. Ermittlung der Kapitalkosten

3.3.1.5. Ermittlung von Unternehmenswert und Emissionspreis

3.3.2. Das Multiplikatorverfahren

3.3.1.1. Konzeption der Multiplikatormethode

3.3.1.2. Arten von Multiplikatoren

3.3.1.3. Auswahl von Multiplikatoren

3.3.1.4. Auswahl der Peer-Group

3.3.1.5. Ermittlung des Unternehmenswerts

3.4. Verfahren der Aktienplatzierung

3.5. Kursstützung

3.6. Underpricing und Underperformance

4. Unternehmensbewertung am Beispiel der Q-Cells AG

4.1. Die Solarbranche – Eine Bestandsaufnahme

4.2. Das Unternehmen Q-Cells AG

4.3. Die Emissionspreisermittlung beim Börsengang der Q-Cells AG

4.3.1. Mit der Discounted-Cashflow-Methode

4.3.2. Mit der Multiplikatormethode

4.4. Erstemission und Erstnotiz

4.5. Entwicklung des Unternehmens und Performance der Aktie

4.6. Diskussion der ermittelten Ergebnisse

5. Beurteilung und Kritik der dargestellten Bewertungsverfahren

6. Überblick über die Börsengänge ausgewählter Solarunternehmen

6.1. Der Markt für Neuemissionen im Jahr 2005

6.2. Analyse der IPO-Unternehmen anhand ausgewählter Kennzahlen

6.3. Die Entstehung einer neuen Spekulationsblase ?

7. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Methoden der Unternehmensbewertung im Kontext von Börsengängen und stellt deren Eignung unter Verwendung des Praxisbeispiels der Q-Cells AG kritisch auf den Prüfstand. Das primäre Ziel besteht darin, die Nachvollziehbarkeit der Emissionspreisermittlung beim Börsengang der Q-Cells AG zu analysieren und zu beurteilen, ob der an der Börse festgestellte Wert einem fairen Unternehmenswert entspricht oder in einem zu euphorischen Marktumfeld entstanden ist.

  • Theoretische Fundierung der Unternehmensbewertung (Werttheorien, Bewertungsanlässe).
  • Methodenüberblick: Einzelbewertungs-, Gesamtbewertungs- und Mischverfahren.
  • Der Börsengang als Bewertungsanlass: Preisfindungsprozess, Bewertungsmodelle (DCF & Multiplikator) und Marktmechanismen (Underpricing).
  • Praxisanwendung: Bewertung der Q-Cells AG und Vergleich mit Wettbewerbern der Solarbranche.
  • Kritische Diskussion: Eignung und Grenzen der Bewertungsverfahren sowie Analyse der Marktentwicklung (Spekulationsblase).

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Spannungsfeld bei der Wertfindung

Die Unternehmensbewertung und damit die Festlegung des Emissionspreises stellt eine der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben im Rahmen eines Börsenganges dar. Die Festlegung des Emissionspreises ist deshalb von einer herausragenden Wichtigkeit, weil vom Preis sowohl die generelle Platzierbarkeit der Aktien, als auch das platzierte Emissionsvolumen abhängen.

Bei der Bewertung von Börsenaspiranten besteht eine grundsätzlich gegenläufige Interessenlage zwischen dem Unternehmen und den Alteigentümern einerseits und den zukünftigen Aktionären, bzw. den Investoren andererseits. Die Investoren verlangen nach einem niedrigen Emissionskurs, um hohe Zeichnungsgewinne (Kurs der Erstnotierung minus Emissionskurs) zu realisieren und um der Aktie ein ausreichendes Kurssteigerungspotential für die Zukunft zu ermöglichen. Ihr Zeichnungsgewinn ist allerdings, streng genommen, der Verzicht des emittierenden Unternehmens und seiner Alteigentümer auf bares Geld. Dabei ist nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Alteigentümer, daran gelegen, einen möglichst hohen Emissionspreis zu erzielen, denn schließlich stammen die beim Börsengang angebotenen Aktien häufig nicht nur aus einer Kapitalerhöhung, sondern zu bestimmten Teilen aus dem Bestand der Alteigentümer. Somit fließt der Veräußerungsgewinn in das Privatvermögen der Altaktionäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Unternehmensbewertung und Zielsetzung der Arbeit, die sich auf den Börsengang im Kontext der Solarbranche konzentriert.

2. Grundlagen der Unternehmensbewertung: Darstellung der historischen Werttheorien, der Anlässe für Bewertungen sowie eines Überblicks über die gängigen Bewertungsverfahren (Einzel-, Gesamt- und Mischverfahren).

3. Die Unternehmensbewertung im Zuge eines Börsengangs: Analyse des komplexen Prozesses der Emissionspreisfindung sowie detaillierte theoretische Erarbeitung der relevanten Bewertungsmodelle (DCF und Multiplikatorverfahren).

4. Unternehmensbewertung am Beispiel der Q-Cells AG: Praktische Anwendung der erarbeiteten Bewertungsmodelle auf das Beispiel der Q-Cells AG sowie Analyse des Börsenumfelds und der Performance.

5. Beurteilung und Kritik der dargestellten Bewertungsverfahren: Kritische Reflexion über die Stärken, Schwächen und subjektiven Gestaltungsspielräume bei der Anwendung von DCF- und Multiplikatormethoden.

6. Überblick über die Börsengänge ausgewählter Solarunternehmen: Untersuchung weiterer Solar-IPOs des Jahres 2005 und Diskussion der Entstehung möglicher spekulativer Markttendenzen.

7. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Erkenntnisse mit der abschließenden Bewertung der Eignung der gewählten Verfahren und einer Einordnung der Marktsituation für Solaraktien.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Börsengang, IPO, Solarbranche, Discounted-Cashflow-Verfahren, Multiplikatorverfahren, Emissionspreis, Q-Cells AG, Kapitalmarktorientierung, Unternehmenswert, Peer-Group, Underpricing, Marktpreis, Unternehmensführung, Aktienplatzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Bewertung von Unternehmen im Kontext eines Börsengangs (IPO) und analysiert, wie ein fairer Ausgabepreis für Aktien ermittelt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, die spezifischen Abläufe bei Börsengängen sowie die Anwendung von Bewertungsverfahren am praktischen Beispiel der Solarbranche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Überprüfung, ob der Emissionspreis der Q-Cells AG beim Börsengang im Jahr 2005 anhand gängiger Bewertungsverfahren nachvollziehbar war und ob eine faire Bewertung vorlag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig das Discounted-Cashflow-Verfahren (WACC-Ansatz) und das Multiplikatorverfahren (Similar Public Company Methode) zur fundierten Wertermittlung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der Bewertungsverfahren, dem Prozess der Emissionspreisfindung sowie der praktischen Anwendung dieser Verfahren auf die Q-Cells AG und den Vergleich mit anderen Solarunternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Börsengang (IPO), Solarbranche, DCF-Verfahren, Multiplikatorverfahren und faire Bewertung charakterisiert.

Warum wurde gerade die Solarbranche als Fallbeispiel gewählt?

Die Solarbranche war im Jahr 2005 durch einen massiven Boom und zahlreiche Börsengänge geprägt, was sie zu einem idealen, wenn auch volatilen Untersuchungsobjekt für Bewertungsfragen macht.

Zu welchem Fazit kommt der Autor hinsichtlich der Q-Cells AG?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Emissionspreis der Q-Cells AG nachvollziehbar ist und dem Unternehmen aufgrund seiner technologischen Marktführung und Wachstumsdynamik eine faire Bewertung zugrunde lag.

Excerpt out of 102 pages  - scroll top

Details

Title
Unternehmensbewertung vor dem Hintergrund eines Börsengangs (IPOs). Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung am Beispiel der Solarbranche
College
Berlin School of Economics
Grade
1,3
Author
Jörg Wagner (Author)
Publication Year
2006
Pages
102
Catalog Number
V52112
ISBN (eBook)
9783638479059
Language
German
Tags
Unternehmensbewertung Hintergrund Börsengangs Grundlagen Umsetzung Beispiel Solarbranche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Wagner (Author), 2006, Unternehmensbewertung vor dem Hintergrund eines Börsengangs (IPOs). Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung am Beispiel der Solarbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52112
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  102  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint