"The Night of the Graduates" ist eine jährliche festliche Veranstaltung der Berufsakademie Mannheim (BA), bei der alle Absolventen in angemessenem Rahmen ihr Diplom erhalten. Zunächst findet dabei ein gemeinsamer offizieller Teil im Mannheimer Rosengarten statt, bei dem unter anderem besondere Leistungen gewürdigt werden. Anschließend versammeln sich die Studierenden kursweise in verschiedenen Konferenzräumen und erhalten dort ihre Diplome.
Hintergrund dieser Studienarbeit ist nun folgender: Da der Ablauf der Diplomübergaben unter der Verantwortung der Fachleitungen stehen ist seitens der Veranstalter kein Programm dafür vorgesehen. Um jedoch auch der Übergabe der Diplome, - also dem Höhepunkt des Abends für die Absolventen -, einen angemessenen und individuellen Rahmen zu geben, ist es angebracht ein Rahmenprogramm zu gestalten. Aus diesem Grund ergab sich somit ein Thema für eine Studienarbeit, das nun zum zweiten Mal bearbeitet wird. Zum ersten Mal wurde es in diesem Jahr an einen kursexternen Studenten vergeben.
Der Inhalt dieser Arbeit soll besonders den Kommilitonen nachfolgender Jahrgänge eine Orientierungshilfe geben, deren Aufgabe es ist, ein Rahmenprogramm für eine Diplomübergabe oder eine ähnliche Veranstaltung zu konzipieren, zu organisieren und zu präsentieren. Des Weiteren kann die Vorgehensweise dieser Studienarbeit auch für externe Personen zur Konzeption, Organisation und Präsentation eine sehr gute Orientierungshilfe darstellen. Daher steht in dieser Arbeit die Vorgehensweise im Vordergrund, weswegen die Ergebnisse nicht im kleinsten Detail dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Aufgabe
1.2. Ziel
1.3. Vorgehensweise
2. Vorbereitungen
2.1. Aufbau von Informationsquellen
2.2. Analyse
2.2.1. Randbedingungen
2.2.2. Analyse der Zielgruppe
2.2.2.1. Charakterisierung
2.2.2.2. Unterteilung in Primär- und Sekundärzielgruppe
2.2.2.3. Erwartungshaltung der Zielgruppen
2.2.3. Analyse der Vorjahrespräsentation
2.2.4. Erfahrungen aus dem Vorjahr
2.2.5. Schlussfolgerungen aus der Analyse
3. Konzeption
3.1. Ideenfindungsphase
3.1.1. Ideen sammeln
3.1.2. Nutzwertanalyse der Ideen
3.1.3. Ideen zuordnen
3.1.4. Ergebnis der Ideenfindungsphase
3.2. Material- und Informationsauswertung
3.3. Visualisierung
3.4. Texte vorbereiten
4. Organisation
4.1. Planung des zeitlichen Ablaufes
4.2. Vorbereitung und Aufbau
4.2.1. Persönliche und psychische Vorbereitung
4.2.2. Räumlich-Technische Vorbereitung
4.2.3. Aufbau
5. Nachbereitung
5.1. Fragebogenauswertung
5.2. Videoanalyse
5.3. Kritische Nachbetrachtung
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit hat zum Ziel, ein konzeptionell durchdachtes und unterhaltsames Rahmenprogramm für die Diplomübergabe des Kurses TEN02B zu entwickeln, das dem feierlichen Anlass gerecht wird. Dabei steht die systematische Vorgehensweise bei der Planung, Durchführung und Auswertung im Vordergrund.
- Strukturierte Projektplanung für feierliche Veranstaltungen
- Methoden der Ideengenerierung und Nutzwertanalyse
- Gestaltung von audiovisuellen Elementen zur Absolventendarstellung
- Planung und Moderation von Veranstaltungsabläufen
- Qualitätssicherung durch Feedback-Analysen und Nachbetrachtung
Auszug aus dem Buch
3.1.2. Nutzwertanalyse der Ideen
Eine Nutzwertanalyse ist eine formalisierte Methode, um den nicht messbaren Nutzen einer Sache oder einer Idee bezüglich mehrerer Zielsetzungen zu beschreiben. Um diesen Nutzen, nicht als „Bauch-Entscheidung“ zu bestimmen, wird er systematisch bewertet. Dazu werden verschiedene Kriterien ausgewählt, die nach Ansicht des Bewertenden für den Nutzen des Objektes (Sache oder Idee) entscheidend sind. Diese Kriterien werden dann entsprechend ihrem Beitrag zum Nutzen gewichtet. Zuletzt werden die Kriterien zur Zielerreichung beurteilt und nach einem vorher festgelegten Punktesystem bewertet. Die Gewichtungen der einzelnen Kriterien werden nun mit der bewertenden Punktzahl multipliziert und ergeben so den Nutzenbeitrag je Kriterium. Die Nutzenbeiträge werden abschließend summiert und stellen den Gesamtnutzen des Objektes dar. Durch diesen Gesamtnutzen werden verschiedene Objekte miteinander vergleichbar.
Das Ergebnis einer Nutzwertanalyse ist immer subjektiv, da die ausgewählten Kriterien, die Gewichtung und die Bewertung von der bewertenden Person abhängen und nicht pauschal für alle Situationen anwendbar sind. Trotzdem ist eine Nutzwertanalyse eine gute Möglichkeit, eine Entscheidung für oder gegen ein Objekt transparent zu machen.
Da auch der Nutzen der Ideen aus der Ideensammlung nicht messbar zu bewerten ist, hat sich die Verwendung einer Nutzwertanalyse an dieser Stelle empfohlen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund der Studienarbeit und definiert die konkrete Aufgabenstellung sowie die methodische Vorgehensweise für die Erstellung des Rahmenprogramms.
2. Vorbereitungen: Hier wird der Aufbau eines Informationsnetzwerkes sowie die systematische Analyse der Rahmenbedingungen und der Zielgruppen beschrieben, die als Basis für das Konzept dienten.
3. Konzeption: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Ideenfindung, die Bewertung mittels Nutzwertanalyse sowie die Visualisierung und inhaltliche Ausgestaltung der Programmpunkte.
4. Organisation: Es wird die zeitliche Ablaufplanung sowie die notwendigen persönlichen und räumlich-technischen Vorbereitungen für die Durchführung der Veranstaltung dargelegt.
5. Nachbereitung: Der Fokus liegt hier auf der Auswertung des Feedback-Fragebogens, einer kritischen Videoanalyse und der daraus abgeleiteten Empfehlungen für künftige Projekte.
6. Zusammenfassung: Dieses Kapitel reflektiert den Erfolg des Projektes und zieht ein abschließendes Resümee über die Eignung der gewählten methodischen Vorgehensweise.
Schlüsselwörter
Rahmenprogramm, Diplomübergabe, Projektplanung, Konzeption, Moderation, Nutzwertanalyse, Zielgruppenanalyse, Motivationskurve, Veranstaltungsmanagement, Videoanalyse, Feedback, Präsentation, Kreativität, Zeitmanagement, Studienarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit?
Die Arbeit behandelt die Konzeption, Organisation und Moderation eines feierlichen Rahmenprogramms anlässlich der Diplomübergabe des Kurses TEN02B.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Kernbereiche umfassen Projektmanagement, methodische Ideengenerierung, audiovisuelle Gestaltung von Präsentationen und die professionelle Durchführung einer Live-Veranstaltung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel war es, ein unterhaltsames und angemessenes Programm zu schaffen, das den Absolventen einen würdigen Abschluss bietet, wobei die Vorgehensweise als Orientierungshilfe für Kommilitonen dient.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Konzeption verwendet?
Der Autor nutzte eine strukturierte Projektvorgehensweise, bestehend aus Analyse, Nutzwertanalyse von Ideen, detaillierter Ablaufplanung und einer abschließenden Nachbereitung.
Was ist das Hauptaugenmerk im Bereich des Konzepts?
Der Fokus liegt auf der „Motivationskurve“ als inhaltliches Leitmotiv, kombiniert mit einer individuellen Darstellung der Absolventen mittels Bildanimationen und Musik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Projekt am besten?
Projektplanung, Veranstaltungsdesign, Nutzwertanalyse, Zielgruppenorientierung und Feedback-Auswertung sind die zentralen Begriffe.
Wie wurde der Erfolg der Veranstaltung gemessen?
Der Erfolg wurde durch einen standardisierten Fragebogen, der Feedback von Absolventen und Dozenten einholte, sowie durch eine kritische Videoanalyse des tatsächlichen Veranstaltungsablaufs bewertet.
Warum spielt die Nutzwertanalyse eine wichtige Rolle?
Sie ermöglicht eine transparente und objektive Entscheidungsgrundlage bei der Auswahl kreativer Ideen, die sonst nur auf subjektiven Bauchentscheidungen basieren würden.
Welche konkreten Tipps gibt der Autor für künftige Veranstaltungen?
Der Autor empfiehlt unter anderem eine genauere Bestuhlungsplanung, den Einsatz einer Funkmaus zur Steuerung, die Durchführung in einer Zweiergruppe und eine bessere Beleuchtung für Videoaufnahmen.
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- Timo Keller (Author), 2005, Konzeption und Moderation eines Rahmenprogramms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52117