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Die Große Depression im Kaiserreich - Bewusstseinslage oder wirtschaftlicher Abschwung?

Título: Die Große Depression im Kaiserreich - Bewusstseinslage oder wirtschaftlicher Abschwung?

Ensayo , 2002 , 10 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Till Döring (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
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Resumen Extracto de texto Detalles

In diesem Essay wird die von Hans Rosenberg aufgestellte These einer Großen Depression 1873-1896“ untersucht. Sowohl wirtschaftliche Hintergründe wie verschiedene Konjunkturzyklentheorien als auch gesellschaftliche Aspekte, wie der aufkeimende Antisemitismus werden besprochen. Inklusive weiterführender Literatur!

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Große Depression im Kaiserreich - Bewusstseinslage oder wirtschaftlicher Abschwung?

1.1 Einleitung und theoretische Grundlagen der Großen Depression

1.2 Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung und Kritik am Depressionsbegriff

1.3 Gesellschaftliche und politische Auswirkungen der Krise

1.4 Zusammenfassung und Bewertung der Epoche

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch, ob der von Hans Rosenberg geprägte Begriff der „Großen Depression“ (1873-1896) für das deutsche Kaiserreich wissenschaftlich haltbar ist, oder ob es sich primär um eine sozialpsychologische Krisenwahrnehmung handelte. Ziel ist die differenzierte Analyse ökonomischer Daten im Vergleich zur gesellschaftlichen Stimmungslage dieser Periode.

  • Überprüfung der Konjunkturtheorie der langen Wellen nach Kondratieff und Spiethoff.
  • Gegenüberstellung von Wachstumsdaten (Volkseinkommen, Beschäftigung) und zeitgenössischer Krisenwahrnehmung.
  • Analyse des Wandels vom Wirtschaftsliberalismus hin zum Protektionismus.
  • Untersuchung der soziopolitischen Folgen wie Antisemitismus und liberale Diskreditierung.
  • Bewertung des Begriffs „Große Depression“ als historisches Konstrukt.

Auszug aus dem Buch

Die Große Depression im Kaiserreich - Bewusstseinslage oder wirtschaftlicher Abschwung?

Um die Frage beantworten zu können, ob die von Hans Rosenberg als „Große Depression 1873-1896“ bezeichnete Krise einen ernstzunehmenden Abschwung der Wirtschaft im deutschen Kaiserreich darstellte oder vielmehr „ein vorwiegend sorgenvoll und pessimistisch gestimmter, zu ständiger Klage neigender Wirtschaftsgeist“ war, muss zunächst die theoretische Grundlage dieser These definiert werden. Laut Karl Erich Born bildet die Theorie der langen Wellen der Konjunktur, die von Arthur Spiethoff, Nikolai Kondratieff und Josef Schumpeter entwickelt wurde, die theoretische Grundlage der These von der „Großen Depression“.

Im Folgenden soll die Theorie der langen Wellen auf die Zeit der „Großen Depression“ angewandt werden und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen wissenschaftlichen Standpunkte diesbezüglich die wirtschaftliche Bedeutung der vermeintlichen Depression herausgestellt werden.

Anschließend sollen die Wirkungen der „Großen Depression“ auf Gesellschaft und Politik im Kaiserreich mit in die Analyse einbezogen werden und abschließend der Versuch einer Bewertung unternommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Große Depression im Kaiserreich - Bewusstseinslage oder wirtschaftlicher Abschwung?: Einleitende Darlegung der Forschungsfrage und Definition der theoretischen Basis durch die Konjunkturtheorie der langen Wellen.

1.1 Einleitung und theoretische Grundlagen der Großen Depression: Darstellung der Ausgangslage und der theoretischen Einbettung von Rosenbergs These in die Konjunkturforschung.

1.2 Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung und Kritik am Depressionsbegriff: Empirische Überprüfung der Wirtschaftsdaten, insbesondere des Volkseinkommens, und Gegenüberstellung mit der Historikerkritik an der Bezeichnung „Depression“.

1.3 Gesellschaftliche und politische Auswirkungen der Krise: Analyse der soziokulturellen Folgen, insbesondere des Protektionismus, des Antisemitismus und der Diskreditierung liberaler Strömungen.

1.4 Zusammenfassung und Bewertung der Epoche: Fazit zur Historizität der „Großen Depression“ und Empfehlung, die Phänomene dieser Periode differenzierter zu betrachten.

Schlüsselwörter

Große Depression, Deutsches Kaiserreich, Konjunkturzyklen, Wirtschaftsgeschichte, Hans Rosenberg, Sozialpsychologie, Protektionismus, Antisemitismus, Liberalismus, Wirtschaftswachstum, Gründerkrise, Krisenwahrnehmung, Strukturwandel, Wirtschaftsgeist.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Validität des Begriffs „Große Depression“ für den Zeitraum 1873 bis 1896 im deutschen Kaiserreich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen ökonomischen Realdaten, der Theorie der langen Wellen und den soziopolitischen Auswirkungen wie Protektionismus und Antisemitismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob der Begriff „Große Depression“ einen realen wirtschaftlichen Abschwung beschreibt oder primär eine pessimistische gesellschaftliche Bewusstseinslage wiederspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine diskursive Analyse, bei der historische Theorien (Kondratieff-Wellen) mit wirtschaftsstatistischen Daten abgeglichen und wissenschaftliche Fachpositionen (u.a. Rosenberg, Born, Henning) gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Analyse der Wachstumszahlen und eine Untersuchung der gesellschaftlichen Folgen, insbesondere der „Sündenbock-Suche“ und der Abkehr vom Liberalismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Große Depression, Kaiserreich, Wirtschaftsgeschichte, Konjunktur, Antisemitismus, Protektionismus und soziale Wahrnehmung.

Warum wird die „Sündenbock-Theorie“ in diesem Kontext erwähnt?

Sie dient als Erklärung für den Anstieg des Antisemitismus nach der Gründerkrise, da die Bevölkerung nach Schuldigen für ihre ökonomischen Verluste suchte.

Welche Rolle spielt der Übergang zum Protektionismus?

Der Protektionismus wird als politisches Ergebnis der wirtschaftlichen Verunsicherung und der Abkehr vom freihändlerischen Liberalismus nach der Krise von 1873 analysiert.

Final del extracto de 10 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Große Depression im Kaiserreich - Bewusstseinslage oder wirtschaftlicher Abschwung?
Universidad
RWTH Aachen University  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Curso
Deutsche Wirtschaft- und Gesellschaft im Kaiserreich 1871-1918
Calificación
1,3
Autor
Till Döring (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
10
No. de catálogo
V5224
ISBN (Ebook)
9783638131919
ISBN (Libro)
9783640521418
Idioma
Alemán
Etiqueta
Große Depression Depression Kaiserreich Bismarck Konjunkturzyklen Hans Rosenberg Schumpeter Kondratieff 1873-1896 Wirtschaftskrise Konjunktur Abschwung Great Depression
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Till Döring (Autor), 2002, Die Große Depression im Kaiserreich - Bewusstseinslage oder wirtschaftlicher Abschwung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5224
Leer eBook
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