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Friedenskonsolidierung - Friedensstrategien unter der Leitung der Vereinten Nationen

Título: Friedenskonsolidierung - Friedensstrategien unter der Leitung der Vereinten Nationen

Trabajo Escrito , 2006 , 35 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Ulrike Schadeberg (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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"Wirklicher Friede bedeutet auch wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit, bedeutet Schutz der Umwelt, bedeutet Demokratie, Vielfalt und Würde und vieles, vieles mehr."
- Kofi Annan -

Frieden - von ihm wird ständig gesprochen: in den Medien, in der Politik und natürlich in der Öffentlichkeit. Er wird verlangt, beschworen, herbeigesehnt und leider auch erkämpft. So entsteht sehr leicht der Eindruck, dass es sich bei Frieden um einen Zustand handelt, welcher durchaus einfach herstellbar sei. Ein Abrüstungsvertrag oder ein politisches Gesprächen rückt den Frieden näher und Aufrüstung oder Streitigkeiten über Ressourcen und Territorien bewegen ihn in weite Ferne. Die aktuellen Geschehnisse auf der Welt zeigen uns, dass zu einem permanenten Frieden viel mehr als nur ein paar politische Theorien gehören. Eine erfolgreiche Friedenspolitik ist um einiges schwerer, als sie sich in der öffentlichen Diskussion darstellt. Zum wirklichen Frieden gehören viele Aspekte, wie schon durch die Aussage Kofi Annans deutlich wird. Allerdings gibt es eine konkrete Vorstellung von dem was nicht sein soll: Krieg. Problematisch allerdings ist, dass sobald nicht mehr geschossen wird, dass das öffentliche Interesse rapide schwindet. Die Politik wendet sich rasch von den ehemaligen Kriegsschauplätzen ab. Dieses Desinteresse verkennt die immense Bedeutung von Nachkriegszeiten, die bei mangelhafter Durchsetzung von Friedensregelungen und unzureichender Aufarbeitung von Kriegsfolgen schnell wieder zu neuen Vorkriegszeiten werden können. Diese Feststellung führt zu der allgemeinen Einsicht, dass Frieden mehr ist als Nicht-Krieg.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlage des Systems der Friedenssicherung: Kollektive Sicherheit

3. Peacemaking

3.1 Definition und rechtliche Grundlage

3.2. Probleme des Peacemakings

4. Post-Conflict Peacebuilding

4.1 Definition und rechtliche Grundlage

4.2 Probleme

5. Peacekeeping

5.1 Definition und rechtliche Grundlage

5.1.1 Das traditionelle Peacekeeping

5.1.2 Peacekeeping der zweiten Generation

5.2 Verteilung der Kompetenzen als grundlegendes Strukturelement

5.2.1 Die Primärkompetenz des Sicherheitsrates

5.2.2 Die Kompetenz der Generalversammlung

5.2.3 Die Kompetenz des Generalsekretärs

5.7.3 Konsens als nötiges Strukturelement

5.7.3.1 Konsens über operative Grundlagen des Peacekeepings

5.3.2 Konsens über die Einbindung der unterschiedlicher Parteien

5.4 Probleme

5.4.1 Das Problem der Kostenübernahme von Peacekeeping-Missionen

5.4.2 Das Problem der Personal- und Ausrüstungsbereitstellung von Peacekeeping Missionen

5.4.3 Probleme bei der Planung von Peacekeeping Missionen

5.5 Erfolge der Peacekeepin-Missionen

6. Die Effiziens und Dauerhaftigkeit von Friedenskonsolidierungsmaßnahmen der UN?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Friedensstrategien der Vereinten Nationen, untersucht deren rechtliche Grundlagen sowie operative Herausforderungen und bewertet die Effizienz und Dauerhaftigkeit der verschiedenen Friedensinstrumente wie Peacemaking, Peacekeeping und Post-Conflict Peacebuilding anhand konkreter Fallbeispiele.

  • System der kollektiven Sicherheit unter der Charta der Vereinten Nationen
  • Unterscheidung und Definition von Peacemaking, Peacekeeping und Peacebuilding
  • Herausforderungen bei der Implementierung und Finanzierung von Friedensmissionen
  • Die Rolle und Kompetenzverteilung zwischen Sicherheitsrat, Generalversammlung und Generalsekretär
  • Erfolgsfaktoren für die Nachhaltigkeit von Friedensprozessen in Nachkriegsgesellschaften

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Peacekeeping der zweiten Generation

Mit der schon angesprochenen Ursachen- und Zielverschiebung von bewaffneten Konflikten seit dem Wegfall des Ost-West Gegensatzes in den 80er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts bestehen an das traditionelle System des UN-Peacekeeping neue Anforderungen.

Als erstes lässt sich feststellen, dass durch die Vermehrung der Bürgerkriege mit einem nicht-internationalen Charakter eine Neubewertung und Qualitätsuntersuchung der Missionen bis dato nötig war. Diese Ergebnisse der Untersuchung legte wieder Generalsekretär Boutros-Ghali in seiner Agenda für Frieden da. Er erklärte, dass eine Neuformulierung des Einsatzspektrums der Operationen nötig sei.

Begrifflich ist die zweite Peacekeeping-Generation genauso wie die die erste als Streitkräftentsendung zu verstehen. Unterschiede sind nur in den Charakteristika zu erkennen. Eine primäre Frage ist die Zulässigkeit eines robusten Peacekeeping, welches Missionen mit höherer Gewaltanwendung bedeutet. Es wurde sehr schwierig für die UN-Truppen die Grenze der Selbstverteidigung festzulegen. Denn mit diesen Festlegungen mussten die Truppen in Länder handeln, wo die Konfliktparteien noch keinen Waffenstillstand gefunden hatten oder noch Kampfhandlungen direkt aufflammten.

Ein Bespiel dafür wäre die Mission ONUC von 1960, die ‚United Nations Operation in the Congo’. Das Mandat der Truppen umfasste eigentlich nur die Festlegung für öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Die Friedenstruppen wurden aber mehr und mehr in Kampfhandlungen verwickelt, da in einzelnen Provinzen noch gekämpft wurde. Die Truppen beriefen sich in ihren militärischen Handlungen auf das Recht der Selbstverteidigung, was später durch den IGH anerkannt wurde. Leider ist es aber nicht von der Hand zu weisen, dass mit der militärischen Gewaltanwendung der Soldaten auch Aufgaben über das Mandat hinaus übernommen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die theoretische Einordnung des Friedensbegriffs und die Notwendigkeit des Gewaltverzichts sowie der Demokratisierung als Grundpfeiler internationaler Friedenssicherung.

2. Grundlage des Systems der Friedenssicherung: Kollektive Sicherheit: Analysiert die zwei Säulen der UN-Friedenssicherung, die Rolle des Sicherheitsrates als Exekutivorgan und die durch den Ost-West-Konflikt bedingte eingeschränkte Handlungsfähigkeit.

3. Peacemaking: Definiert Peacemaking als diplomatische Einflussnahme auf Konfliktakteure in akuten Krisen und erörtert die Bedeutung der Krisenprävention sowie die damit verbundenen Hemmnisse.

4. Post-Conflict Peacebuilding: Erläutert das Konzept des Friedensaufbaus nach Konflikten, dessen Ziel in der Stabilisierung durch den Aufbau demokratischer Strukturen und die Förderung menschlicher Wahrnehmung liegt.

5. Peacekeeping: Detailliert die Entwicklung, rechtliche Grundlage und operative Herausforderungen von Blauhelm-Missionen, unterteilt in traditionelles Peacekeeping und Missionen der zweiten Generation.

6. Die Effiziens und Dauerhaftigkeit von Friedenskonsolidierungsmaßnahmen der UN?: Reflektiert kritisch über den Erfolg der Maßnahmen, die Notwendigkeit ziviler Komponenten und die Herausforderungen einer kohärenten politischen Gesamtstrategie.

Schlüsselwörter

Vereinte Nationen, Friedenskonsolidierung, Friedenssicherung, Peacemaking, Peacekeeping, Post-Conflict Peacebuilding, Sicherheitsrat, Kollektive Sicherheit, Krisenprävention, Mandat, Gewaltverzicht, Blauhelm-Missionen, Konfliktmanagement, Diplomatie, Demokratisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den Strategien der Vereinten Nationen zur Friedenskonsolidierung und untersucht, wie die UN versucht, Weltfrieden durch unterschiedliche Instrumente wie Peacemaking und Peacekeeping zu wahren.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der kollektiven Sicherheit, die Definition und rechtliche Einordnung von Friedensmissionen sowie die kritische Analyse operativer Probleme in der Umsetzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Effizienz und Dauerhaftigkeit der UN-Friedensmaßnahmen zu bewerten und zu hinterfragen, ob die entwickelten Instrumente den aktuellen Herausforderungen in Krisenregionen gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die den normativen Rahmen der UN-Charta mit der praktischen Umsetzung und historischen Fallbeispielen vergleicht.

Was ist der inhaltliche Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Phasen der Friedenssicherung (Peacemaking, Peacebuilding, Peacekeeping) sowie die institutionellen Herausforderungen, insbesondere die Kompetenzverteilung innerhalb der UN und logistische Probleme.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben den zentralen UN-Begriffen sind dies Begriffe wie "Kollektive Sicherheit", "Gewaltverzicht", "Mandatskonkretisierung" und "zivile Komponente".

Wie unterscheidet sich die zweite Generation des Peacekeepings vom traditionellen Ansatz?

Das traditionelle Peacekeeping fokussierte primär auf die Überwachung von Waffenstillständen durch militärische Entsendungen, während die zweite Generation auf komplexere, oft robuste Missionen in Bürgerkriegssituationen abzielt, die zivile Komponenten und institutionellen Wiederaufbau erfordern.

Warum ist der Konsens für Friedensmissionen so entscheidend?

Ohne den Konsens der beteiligten Konfliktparteien, der Entsenderstaaten und über die Finanzierung mangelt es einer Mission an der nötigen rechtlichen und politischen Basis, was den Erfolg und die Sicherheit der Blauhelmsoldaten direkt gefährdet.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Friedenskonsolidierung - Friedensstrategien unter der Leitung der Vereinten Nationen
Universidad
University of Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät - Lehrstuhl Internationale Beziehungen)
Curso
Friedens-und Konfliktforschung
Calificación
1,3
Autor
Ulrike Schadeberg (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
35
No. de catálogo
V52283
ISBN (Ebook)
9783638480390
ISBN (Libro)
9783656790624
Idioma
Alemán
Etiqueta
Friedenskonsolidierung Friedensstrategien Leitung Vereinten Nationen Friedens-und Konfliktforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ulrike Schadeberg (Autor), 2006, Friedenskonsolidierung - Friedensstrategien unter der Leitung der Vereinten Nationen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52283
Leer eBook
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