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Privilegium minus - Bedeutung der Erhebung der Mark Österreich zum Herzogtum

Título: Privilegium minus - Bedeutung der Erhebung der Mark Österreich zum Herzogtum

Trabajo de Seminario , 2002 , 19 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stephan Fischer (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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I Einleitung

In der vorliegenden Arbeit wird die Bedeutung des Privilegium minus, also jener Urkunde des Jahres 1156, in der Kaiser Friedrich I. die Mark Österreich in ein Herzogtum umwandelte und dadurch Heinrich Jasomirgott zugleich herzogliche Rechte zuteil wurden, untersucht.
Das Hauptanliegen dieser Arbeit soll dabei weniger auf methodologischen Untersuchungen der Urkunde selbst liegen, sondern es soll viel mehr versucht werden, die Besonderheiten dieser Urkunde und seine Bedeutung für Österreich selber herauszukristallisieren. Es soll sozusagen eine rechts- und verfassungsgeschichtliche Interpretation angestrebt werden.
Es soll untersucht werden, ob die Festlegungen der Urkunde für die Mitte des 12. Jahrhunderts typisch waren oder ob sie eher ein Novum darstellten. Daraus resultiert natürlich die Frage, inwieweit das Privilegium minus einen logischen Schritt auf der Entwicklungsleiter des Hauses der Babenberger darstellte oder ob die Urkunde als ein radikaler Bruch mit bisherigen Entwicklungstendenzen anzusehen ist.
Verfolgte das Kaisertum mit dieser Urkunde und der Fülle der in ihr festgehaltenen Rechte eine Neuordnung der Reichsstruktur oder kann das Privilegium minus lediglich als Reaktion auf die Streitigkeiten um das Herzogtum Bayern gewertet werden?
Um den Klärungsbedarf dieser Fragen decken zu können, ist es notwendig, zunächst auf den Stand der Forschung einzugehen und die Entwicklung und Bedeutung des Hauses der Babenberger näher zu erläutern, sowie die Streitigkeiten um das Herzogtum Bayern kurz darzustellen.
Im Hauptteil wird dann die Urkunde im Einzelnen untersucht. Dabei wird zunächst der Fürstenspruch untersucht, gefolgt von der Festlegung über die Mitbelehnung seiner Gattin Theodora, die Regelung der weiblichen Erbfolge, die Festlegungen über die libertas affectandi und die Gerichtsbarkeit im Herzogtum, um letztendlich die Bestimmungen der Hoffahrt und Heeresfolge genauer zu erläutern. Am Ende erfolgt dann die Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit und der Literatur- und Quellennachweis.
Mir erschien dieses Thema für eine Hausarbeit deshalb als geeignet, da sich anhand dieser Urkunde sehr schön der Weg der Forschung von der anfänglichen Einstufung als Fälschung hin zur Aussage über die Echtheit und immer neuen Interpretationsversuchen und Herangehensweisen darstellen lässt.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

1. Zum Forschungsstand

2. Österreich auf dem Weg zum Herzogtum und der Streit um das Herzogtum Bayern

II Hauptteil

3. Der Fürstenspruch

3.1. Die Mitbelehnung der Herzogin Theodora

3.2. Die weibliche Erbfolge und die libertas affectandi

3.3. Die Ausübung der Gerichtsbarkeit

3.4. Hoffahrt und Heeresfolge

III Zusammenfassende Bedeutung der Privilegien

V Überlieferung und Text des Privilegium minus

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung des Privilegium minus von 1156, durch das Kaiser Friedrich I. die Mark Österreich in ein Herzogtum umwandelte, und analysiert die verfassungsrechtlichen sowie politischen Auswirkungen für das Haus der Babenberger.

  • Historische Einordnung des Privilegium minus und Forschungsgeschichte
  • Die Konflikte um das Herzogtum Bayern im 12. Jahrhundert
  • Analyse der zentralen Rechtsbestimmungen (Mitbelehnung, Erbfolge, Gerichtsbarkeit)
  • Die Rolle der Fahnenübergabe und des Fürstenspruchs
  • Bedeutung der Urkunde für die Entstehung der österreichischen Landeshoheit

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Mitbelehnung der Herzogin Theodora

Betrachtet man die Mitbelehnung der Gattin Theodora (cum omni iure prefato patruo nostro Heinrico et prenobilissime uxori sue Theodore) vom Standpunkt des Reichslehenrechtes aus, dann kann ihr schon eine außergewöhnliche Stellung zugerechnet werden. Jedoch muss die Mitbelehnung der Theodora, die Möglichkeit der Erbfolge in weiblicher Linie, sowie die Bestimmung eines Nachfolgers im Falle des kinderlosen Todes des Herzogspaares immer als Einheit gesehen werden, denn nur diese drei Festlegungen ermöglichten Heinrich II. Jasomirgott den Erhalt des Herzogtums.

Die Doppelbelehnung war deshalb wichtig, da das Herzogspaar eine höchstens fünf der sechsjährige Tochter hatte. Sollte Heinrich eher als seine Gattin sterben, so konnte Theodora die aus der Ehe entstandenen Kinder bis zum regierungsfähigen Alter erziehen, während sie das Reichslehen selbstständig verwaltete. Doch inwieweit ist dies nun ein Novum? Zwar war in der Zeit des 12. Jahrhunderts die Doppelbelehnung noch eher die Ausnahme anstatt die Regel, die Festlegungen gingen also durchaus über die herrschenden lehenrechtlichen Gewohnheiten hinaus, betrachtet man diese aber als einen Teil der Sicherung des Herzogtums für kommende Generationen, dann erscheint die Doppelbelehnung zum einen als logischer Teil des Gesamten und zum anderen als angemessene Entschädigung für den Verzicht Heinrich II. Jasomirgott auf das Herzogtum Bayern.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Privilegium minus von 1156 ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Besonderheiten und Auswirkungen dieser Urkunde für Österreich zu analysieren.

1. Zum Forschungsstand: Hier wird der historische Diskurs, insbesondere die Debatten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts über die Echtheit und den Charakter der Urkunde, nachvollzogen.

2. Österreich auf dem Weg zum Herzogtum und der Streit um das Herzogtum Bayern: Dieses Kapitel beleuchtet den Machtaufstieg der Babenberger und die komplexen politischen Auseinandersetzungen mit den Welfen um Bayern, die zur Ausstellung der Urkunde führten.

II Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der einzelnen Rechtsbestimmungen der Urkunde unter Berücksichtigung ihrer zeitgenössischen Kontexte.

3. Der Fürstenspruch: Analyse der verfassungsrechtlichen Bedeutung des durch den böhmischen Herzog Vladislav gefällten Fürstenspruchs im Rahmen des Würzburger Hoftags.

3.1. Die Mitbelehnung der Herzogin Theodora: Untersuchung der außergewöhnlichen Stellung der Herzogin im Reichslehenrecht und der Intention, das Herzogtum für die Erben abzusichern.

3.2. Die weibliche Erbfolge und die libertas affectandi: Erörterung der flexiblen Nachfolgeregelungen und des Rechts zur Bestimmung eines Nachfolgers bei Kinderlosigkeit.

3.3. Die Ausübung der Gerichtsbarkeit: Betrachtung der Gerichtsklausel als entscheidender Schritt zur Begründung der landesfürstlichen Gewalt und territorialen Exemtion.

3.4. Hoffahrt und Heeresfolge: Analyse der verpflichtenden Dienste des Herzogs gegenüber dem Kaiser und deren politischer sowie finanzieller Bedeutung.

III Zusammenfassende Bedeutung der Privilegien: Fazit über den innovativen Charakter der Urkunde als Ganzes und deren fundamentale Bedeutung für die Entwicklung eines eigenständigen österreichischen Staates.

V Überlieferung und Text des Privilegium minus: Wiedergabe des lateinischen Originaltextes der Urkunde als Grundlage der historischen Analyse.

Schlüsselwörter

Privilegium minus, Heinrich Jasomirgott, Babenberger, Österreich, Herzogtum, Friedrich Barbarossa, Lehenrecht, Mitbelehnung, weibliche Erbfolge, Gerichtsbarkeit, Landeshoheit, Reichspolitik, Mittelalter, Verfassungsgeschichte, Hoffahrtspflicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Bedeutung des Privilegium minus von 1156, einer Urkunde Kaiser Friedrich Barbarossas, durch die Österreich zum Herzogtum erhoben wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung fokussiert sich auf die rechtlichen Bestimmungen der Urkunde, die politischen Machtverhältnisse zwischen Staufern, Welfen und Babenbergern sowie die Entwicklung der österreichischen Landeshoheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den verfassungsgeschichtlichen Stellenwert des Privilegium minus zu bestimmen und zu klären, ob es sich dabei um einen radikalen Bruch oder eine logische Entwicklung in der Geschichte Österreichs handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine rechts- und verfassungsgeschichtliche Interpretation der Urkunde, ergänzt durch die kritische Auseinandersetzung mit der bestehenden Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Fürstenspruch sowie spezifische Klauseln wie die Mitbelehnung der Herzogin, die weibliche Erbfolge, die Gerichtsbarkeit und die Bestimmungen zu Heeresfolge und Hoffahrt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Privilegium minus, Babenberger, Österreich, Landeshoheit, Lehenrecht und verfassungsgeschichtliche Transformation.

Warum war die Mitbelehnung der Herzogin Theodora aus Sicht der damaligen Zeit so bedeutend?

Sie diente primär dazu, das Herzogtum für die nächsten Generationen abzusichern, da das Herzogspaar zur Zeit der Ausstellung der Urkunde nur eine minderjährige Tochter hatte.

Wie wird die Rolle der Gerichtsbarkeit im Kontext des Privilegium minus bewertet?

Der Gerichtsbarkeitspassus gilt als verfassungsrechtlicher Kern der Urkunde, da er den Grundstein für eine eigene Landeshoheit legte, indem er die Ausübung von Gerichtsbarkeit im Herzogtum an die Zustimmung des Herzogs band.

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Detalles

Título
Privilegium minus - Bedeutung der Erhebung der Mark Österreich zum Herzogtum
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte)
Curso
Proseminar: Fürstengeschlechter im deutschen Hochmittelalter
Calificación
2,0
Autor
Stephan Fischer (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
19
No. de catálogo
V5240
ISBN (Ebook)
9783638131940
Idioma
Alemán
Etiqueta
Babenberger Privilegium minus Reichslehen Lehenrecht Urkunde Forschung Mittelalter Heinrich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephan Fischer (Autor), 2002, Privilegium minus - Bedeutung der Erhebung der Mark Österreich zum Herzogtum, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5240
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