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Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente nach HGB und IFRS

Title: Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente nach HGB und IFRS

Term Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Steffens (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Unternehmen haben sich verstärkt einer Vielzahl von Herausforderungen zu stellen. Der Druck zunehmender Internationalisierung bis hin zur Globalisierung stellt das Unternehmen vor eine Vielzahl neuer Probleme. Neben dem zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck stehen deutsche Unternehmen verstärkt vor Finanzierungsproblemen. Rund 36% aller Betriebe in Deutschland sind mit einer Eigenkapitalquote unter 10% unterkapitalisiert. Lediglich rund 22% aller Unternehmen weisen eine solide Eigenkapitalbasis von über 30% aus1. Die klassische Finanzierungsform stellt die Fremdfinanzierung in Form von Bankkrediten dar2. Vor dem Hintergrund der Eigenkapitalvereinbarung für Banken (BASEL II) und der damit erschwerten Kreditaufnahme entsteht eine Finanzierungslücke3. Ein Trend zu alternativen Finanzierungsformen in Gestalt von so genanten hybriden Finanzinstrumenten zeichnet sich derzeit ab. Bei hybriden Finanzinstrumenten lassen sich unterschiedliche Ausgestaltungen finden, die entweder zu einem Eigen- oder Fremdkapitalausweis führen. Dabei entscheidende Ansatz-/ Abgrenzungskriterien für den Eigenkapitalausweis unterscheiden sich jedoch deutlich nach HGB und dem System der angelsächsischen Rechnungslegung. Dieser Aspekt ist gerade für Unternehmen bedeutsam, die auf ausländischen Märkten wie z.B. den US-Amerikanischen Börsen platziert sind und ihren Konzernabschluss nach US-GAAP aufstellen. Mindestens gleich Bedeutsam ist dieser Aspekt für Kapitalmarktorientierte Unternehmen. Diese haben seit 2005 ihren Konzernabschluss nach IFRS zu erstellen4.

In den folgenden Kapiteln soll zunächst eine Einordnung und Erläuterung des Begriffs hybrider Finanzinstrumente erfolgen. Beispielhaft wird dies auf Grundlage der Genussrechte verdeutlicht. Es folgt jeweils getrennt für HGB und IFRS eine Klassifizierung des Eigenkapitalbegriffs mit anschließendem Anwendungsbeispiel auf Grundlage der für die in der deutschen Unternehmenspraxis häufig vorkommenden Genussrechte. Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die unterschiedliche Behandlung hybrider Finanzinstrumente nach HGB und der internationalen Rechnungslegung zu geben. Beispielhaft wird dies anhand der Rechnungslegung gemäß IFRS aufgezeigt. Im Fazit wird dieser Unterschied thematisiert und die Tragweite der Auswirkungen aufgezeigt. Aufgrund der Komplexität kann keine lückenlose Darstellung des Themas erfolgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff und Einordnung von hybriden Finanzinstrumenten

2.1 Zivilrechtliche Grundlagen hybrider Finanzinstrumente am Beispiel der Genussrechte

3. Hybride Finanzinstrumente im Jahresabschluss nach HGB

3.1 Zweck des Jahresabschlusses nach HGB

3.2 Der Eigenkapitalbegriff nach HGB

3.3 Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente nach HGB am Beispiel der Genussrechte

4. Hybride Finanzinstrumente im Jahresabschluss nach IFRS

4.1 Zweck des Jahresabschlusses nach IFRS

4.2 Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital

4.3 Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente nach IFRS am Beispiel der Genussrechte

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedliche Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente, insbesondere von Genussrechten, nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und der internationalen Rechnungslegung nach IFRS. Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie divergierende Konzepte der Kapitalabgrenzung die Bilanzstruktur beeinflussen und welche Implikationen dies für kapitalmarktorientierte Unternehmen hat.

  • Grundlagen hybrider Finanzinstrumente und Mezzanine-Kapital
  • Zweck und Eigenkapitalverständnis im HGB
  • Kapitalabgrenzungskriterien nach IFRS und dem "split accounting"
  • Fallbeispiel Genussrechte im Vergleich zwischen HGB und IFRS
  • Auswirkungen auf Rating und Eigenkapitalquote unter Basel II

Auszug aus dem Buch

3. Hybride Finanzinstrumente im Jahresabschluss nach HGB

Um der Fragestellung gerecht zu werden, wie und unter welchen Umständen hybride Finanzinstrumente im Jahresabschluss zu berücksichtigen sind, ist es notwendig die Funktion herauszuarbeiten die der Jahresabschluss verfolgt bzw. welchem Adressatenkreis der Jahresabschluss dienen soll.

3.1 Zweck des Jahresabschlusses nach HGB

In der Literatur finden sich eine Vielzahl von Zwecken die dem Jahresabschluss i. S. des HGB zukommen sollen. Die wesentlichen Zwecke stellen hierbei die Dokumentationsfunktion, Rechenschaftsfunktion und die Kapitalerhaltungsfunktion dar. Diese Funktionen spiegeln im Allgemeinen auch die Interessen der Informationsberechtigten wieder. Der Adressatenkreis erstreckt sich hierbei von Anteilseignern bis hin zu den verschiedenen Gläubigern (z. B. Lieferanten und Kreditgeber) des Unternehmens.

Eine besondere Aufmerksamkeit wird in der Rechnungslegung nach HGB der Kapitalhaltung beigemessen. Dies korrespondiert in erster Linie mit den Interessen der Gläubiger, für die ein angemessenes Haftunspotential der Unternehmung, insbesondere im Fall einer Kapitalgesellschaft, von Bedeutung ist. Dies belegen auch die Vorschriften von BASEL II, nach denen die Eigenkapitalquote eines der wichtigsten Kennzahlen für das durch die Banken vorzunehmende Rating der Unternehmen darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Finanzierungsprobleme deutscher Unternehmen und Einführung in die Thematik der hybriden Finanzinstrumente als Alternative zur Bankfinanzierung.

2. Begriff und Einordnung von hybriden Finanzinstrumenten: Definition von hybriden Instrumenten als Mischformen zwischen Eigen- und Fremdkapital sowie systematische Klassifizierung unter Einbeziehung von Genussrechten.

3. Hybride Finanzinstrumente im Jahresabschluss nach HGB: Analyse der HGB-Rechnungslegung mit Fokus auf den Gläubigerschutz und die spezifischen Kriterien für den Eigenkapitalausweis von Genussrechten.

4. Hybride Finanzinstrumente im Jahresabschluss nach IFRS: Erläuterung des IFRS-Frameworks, welches tendenziell zu einer strengeren Trennung von Eigen- und Fremdkapital durch das "split accounting" führt.

5. Fazit und Ausblick: Kritische Würdigung der Auswirkungen der unterschiedlichen Bilanzierungsvorschriften auf die Eigenkapitalquote und die Bonität von Unternehmen.

Schlüsselwörter

Hybride Finanzinstrumente, HGB, IFRS, Genussrechte, Eigenkapital, Fremdkapital, Mezzanine-Kapital, Kapitalerhaltung, Basel II, Rating, Bilanzierung, IAS 32, Konzernabschluss, Eigenkapitalquote, Gläubigerschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente im Spannungsfeld zwischen nationalem HGB-Recht und internationalen IFRS-Standards.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifizierung von Finanzinstrumenten, der Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital sowie der praktischen Bilanzierung von Genussrechten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die unterschiedliche Behandlung hybrider Finanzinstrumente in der Rechnungslegung zu geben und deren Auswirkungen auf die Bilanzstruktur zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf Basis zivilrechtlicher Grundlagen und geltender Rechnungslegungsstandards (HGB/IFRS) eine Einordnung der Instrumente vornimmt.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert jeweils getrennt die HGB- und IFRS-Vorschriften, deren Zielsetzung im Jahresabschluss sowie die spezifischen Kriterien zur Klassifizierung von Genussrechten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind hybride Finanzinstrumente, Genussrechte, Eigenkapitalabgrenzung, HGB, IFRS und Basel II.

Warum ist die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital unter IFRS problematischer?

IFRS-Standards wie IAS 32 erlauben weniger Interpretationsspielraum als das HGB und fordern durch das "split accounting" eine exakte Aufteilung der Bestandteile, was oft zum Ausweis als Fremdkapital führt.

Wie wirkt sich die Klassifizierung auf das Rating aus?

Ein Ausweis als Eigenkapital verbessert die Eigenkapitalquote, was gemäß Basel II die Bonität positiv beeinflussen kann und somit die Finanzierungskosten senkt.

Welche Rolle spielt das Haftungspotenzial bei Genussrechten nach HGB?

Das Haftungspotenzial ist entscheidend; Genussrechte werden dann als Eigenkapital gewertet, wenn sie unter anderem nachrangig sind und eine Verlustteilnahme ermöglichen.

Warum warnte die Sixt AG vor einer Umgliederung?

Die Umgliederung von Genussrechten in Fremdkapital aufgrund neuer Rechnungslegungsvorschriften führte zu einer erheblichen Verschlechterung der Konzerneigenkapitalquote.

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Details

Title
Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente nach HGB und IFRS
College
University of Applied Sciences Bremen  (Fachbereich Wirtschaft)
Course
Bilanzlehre- und Politik
Grade
2,0
Author
Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Steffens (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V52401
ISBN (eBook)
9783638481267
ISBN (Book)
9783638759113
Language
German
Tags
Bilanzierung Finanzinstrumente IFRS Bilanzlehre- Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Steffens (Author), 2006, Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente nach HGB und IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52401
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