Konstruktion einer Lernmaschine auf CD-Rom Basis


Hausarbeit, 2006
15 Seiten, Note: 90%

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Prinzipien des Lernprogramms
2.1. Voreingaben
2.2. Bildschirmaufbau
2.3. Holland- Skinner- Technik…

3. Motivation
3.1. Abgrenzung des Lerngebiets und Motivation
3.2. Verstärkung und Verstärkerpläne…

4. Individualisierung des Lernprozesses
4.1. Programmvariation
4.2. Feedback
4.3. Optionen und Lernhilfen

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Lerntheorien haben eine lange Geschichte und viele verschiedene Vertreter haben sich durch signifikante Versuchsergebnisse und Beobachtungen hervorgetan. Das Lernen und Lehren wurde ganz besonders von dem Harvard-Professor B.F.Skinner beeinflusst. Er gilt als einer der bedeutendsten Theoretikern der Lernmaschinenentwicklung, und seine These, man könne durch konsequente Anwendung einer verhaltenspsychologischen Lernmethode das Verhalten eines Menschen ebenso formen, wie ein Bildhauer sein Material formt (vgl. Skinner, 1953, p.91), ist mehr als nur ein optimistischer Gedanke.

Nach Skinner ist ein Programm als ein Instrument zur schrittweisen Veränderung des Verhaltens durch Herausforderung entsprechender, genau vorausgeplanter Reaktionen und ihre sofortige Verstärkung zu verstehen, welches den Lernenden von einem Ausgangsverhalten zu einem präzise festgestellten Zielverhalten führt.

Als Grundlage dient Thorndikes Gesetz der Auswirkung, welches besagt, „dass Reaktionen, die kurz vor einem befriedigenden Zustand gezeigt werden, mit höherer Wahrscheinlichkeit wiederholt werden.“ (Lefrancois, 1994, p.27)

In den sich anschließenden Ausführungen soll nun ein Lernprogamm beschrieben werden, dessen Ziel es ist, einen Studenten optimal auf die Klausur im Modul Lernen vorzubereiten. Die Grundstruktur dieses Programms leitet sich von Skinners Ansatz in der Hinsicht ab, dass zunächst einmal eine Information, sprich ein Hinweisreiz präsentiert wird und das Programm je nach Reaktionsverhalten den nächstfolgenden Lernschritt einleitet.

Dies dient gleichermaßen als Motivation, als auch als erneuter Hinweisreiz für die nächste Lernsequenz.

Im Folgenden wird nun der praktische Aufbau des Programms mit dessen grundlegenden Eigenschaften unter Einbezug verschiedenster psychologischer Aspekte, wie Motivation, Verstärkung, Individualisierung, Feedback, Habituation, Extinktion und Blocking dargestellt.

2. Grundlegende Prinzipien des Lernprogramms

2.1. Voreingaben

Beim erstmaligen Starten des Lernprogramms öffnet sich ein automatischer Trailer, der dem Lernenden einen groben Überblick über Aufbau, Funktionen sowie den möglichen Optionen ermöglicht. Zu Anfang besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Lerntypanalyse, die einen individuellen Lehr- und Lernprozess begünstigt, welcher zwar über eine multisensorische Lernmaterialdarstellung verfügt, die Aufgaben aber entsprechend den einzelnen Lerntypen variieren kann.

Anschließend wird der Lerner aufgefordert, einige Angaben zu seiner Person zu machen. Neben Alters-, Geschlechts-, und Semesterangabe soll der Lernende einige Fragen nach Freizeitgestaltung, Vorlieben, festen Terminen in der Woche, sowie eventuellen Vorkenntnisse bzgl. des Lernstoffes beantworten.

Die soeben getätigten Voreingaben dienen zum Erstellen eines individuellen Lernplanes. Der Lernende soll sich seiner „Zeitdiebe“ bewusst werden, damit ein effizientes Arbeiten gefördert wird.

Des Weiteren gilt es, auf einer Skala von 1-10 die eigene Motivation einzuschätzen, sowie die Bereitschaft, zusätzlich Zeit zum Lernen aufzubringen.

Das ist wichtig, damit der so genannte Bliss Point („Wonnepunkt“) (vgl. Domjan, 2003, p.205) berechnet werden kann, den es gegebenenfalls zu verschieben gilt, so dass dem daraus resultierenden Minimum Deviation Point (vgl. Domjan, 2003, p.207) die Funktion einer Arbeitsbasis zukommt, für welche eine genaue Zeiteinteilung unabdingbar ist.

Unter der Option „Kalender“ hat der Lernende nun die Möglichkeit, Zeitpunkt des Lernstarts, den Prüfungstermin sowie einige ausgewählte Termine einzugeben, welche für ihn selbst sehr wichtig sind, wie zum Beispiel eine Familienfeier, ein wichtiges Mannschaftsspiel oder ähnliches.

Dann errechnet das Programm je nach Eingaben des Lernenden einen Zeitplan mit dem jeweiligen Lernpensum, das es sowohl insgesamt, als auch pro Tag zu schaffen gilt.

Hierbei ist es wichtig, reelle Ziele zu stecken, so dass ein gutes Mittelmaß gefunden wird und weder Zeitdruck gegen Ende, noch zu viel Stress während der Lernphase entsteht.

2.2. Bildschirmaufbau

Salomon (1979) vertritt die These, die Anschauungskraft einer Darstellung hinge davon ab, in wie weit die äußere Repräsentation des Lernmaterials und die innere bevorzugte symbolische Repräsentationsform übereinstimmen. Je größer die Übereinstimmung, umso geringer sei der erforderliche Kodierungs-u. Transformationsaufwand.

Das Lernprogramm verfügt über eine effektive Textformatierung, einen ansprechenden,

übersichtlich gestalteten Bildschirm mit klaren Strukturen und maximal 7 zu verarbeitenden Items, so dass eine Überladung vermieden (vgl. Krech et al., 1985, p.60) und einem Blocking-Effekt vorgebeugt wird.

Unter Blocking versteht man in der Psychologie die Beeinträchtigung bzw. Blockierung einer konditionierten Reaktion auf einen neuen Stimulus, wenn ein voriger Stimulus schon gelernt und assoziiert worden ist. (vgl. Domjan, 2003, p.110)

Für den Programmaufbau resultiert daraus als Konsequenz, dass zum Beispiel Bilder oder Diagramme nicht schon 100% Assoziationsstärke besitzen und auch Lernhilfen (S.9) sparsam verwendet werden und nicht zugleich auf mehrerer Stimuli zugleich verwiesen wird, zumal auch die Kapazität des Arbeitsgedächtnisse bedacht werden muss (vgl. Eysenck&Keane, 2005, p.195).

2.3. Holland-Skinner-Technik

B.F.Skinner begann 1954 mit Reihen von Untersuchungen bezüglich der Unterrichtseffizienz, aus denen später erste Konzepte für „Apparate zum Selbstunterricht“ (Hilgard&Bower, 1971, p.155) resultierten.

Auf ein solches Konzept, genannt die „Holland- Skinner- Technik“(vgl. Correll, 1975, p.35 f.) basiert auch dieses Lernprogramm:

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Konstruktion einer Lernmaschine auf CD-Rom Basis
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
90%
Autor
Jahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V52430
ISBN (eBook)
9783638481472
ISBN (Buch)
9783638765107
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstruktion, Lernmaschine, CD-Rom, Lernpsychologie, Psychologie, Thorndike, Lernprinzipien
Arbeit zitieren
Aileen Dörries (Autor), 2006, Konstruktion einer Lernmaschine auf CD-Rom Basis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52430

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