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Die Männlichkeit von Buster Keaton und Rudolph Valentino. Ein Vergleich mit vorherrschenden Männlichkeitsmodellen der USA

Title: Die Männlichkeit von Buster Keaton und Rudolph Valentino. Ein Vergleich mit vorherrschenden Männlichkeitsmodellen der USA

Seminar Paper , 2004 , 27 Pages , Grade: 2

Autor:in: Dimitri Holzhausen (Author)

Film Science
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Während des Seminars Die Burleske - Konzepte des stummen Komischen: Körperlichkeit, Filmästhetik und Rezeptionwar ich vor allem von den Filmen mit Buster Keaton fasziniert. Dabei erstaunte mich, wie modern und frisch einige seiner Filme noch heute wirken. Schon früh wurde mir klar, dass ich mich näher mit ihm beschäftigen wollte. Da ich mich in letzter Zeit in anderen Zusammenhängen mit der Thematik Männlichkeit auseinander gesetzt hatte, kam ich auf die Idee, die eher feminin wirkende Figur Keatons diesbezüglich zu untersuchen. Rudolph Valentino, von dem ich bis dahin nur wusste, dass erdasmännliche Sexsymbol der zwanziger Jahre verkörperte, schien mir ein geeigneter Kontrast zu liefern. Dass seine Männlichkeit, trotz seines Erfolgs, widersprüchlich aufgefasst wurde, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Doch gerade die Kontroversen, welche er seinerzeit auslöste, machten ihn für mich zu einer spannenden Figur, die wichtige Aspekte zur Thematik Männlichkeit beitrugen. Die vorliegende Arbeit soll keinen eigentlichen Vergleich zwischen Keatons und Valentinos Männlichkeit liefern. Vielmehr will ich die beiden Figuren mitdominierenden Männlichkeitsmodellen und -idealenin Beziehung setzen. Da es sich bei dem Begriff Männlichkeit um ein sehr komplexes Themengebiet handelt und ich im Rahmen dieser Arbeit nur auf einen sehr beschränkten Aspekt eingehen kann, entschied ich mich auf einen soziologischen und geschichtlichen Ansatz zu konzentrieren. Das Problem bei der Annäherung an den Begriff Männlichkeit ist, dass er keiner allgemeinen Definition unterliegt.Seine Bedeutung variiert hinsichtlich Epoche und Kultur.Da Keatons und Valentinos Filme während der zwanziger Jahre in Hollywood entstanden und die beiden somit aus dem amerikanischen Kulturkreis hervorgehen, will ich mich spezifisch mit dem amerikanischen Verständnis von Männlichkeit zu ihrer Zeit befassen. Zu Beginn liefere ich jeweils eine kurze Biographie der beiden, widme mich sodann dem Begriff Männlichkeit und liefere diesbezüglich einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung in den USA. Danach versuche ich Keaton und Valentino mit Formen amerikanischer Männlichkeitsmodelle zu vergleichen. Im letzten Kapitel vergleiche ich Keaton mit Valentino, um am Ende ein kurzes Fazit zu liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2.1.1 BIOGRAPHIE VON BUSTER KEATON

2.1.1 BIOGRAPHIE VON RUDOLPH VALENTINO

2.2 MÄNNLICHKEITSKONZEPTE

2.3 GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG DER MÄNNLICHKEIT IN DEN USA

2.3.1 DIE ENTSTEHUNG DES SELF-MADE MAN

2.3.3 DIE KRISE DES SELF-MADE MAN

2.3.4 DIE ANGST VOR EINER VERWEIBLICHTEN GESELLSCHAFT

2.3.5 GESELLSCHAFTLICHER WANDEL IN DEN ZWANZIGER JAHREN

3. FRAGESTELLUNG

4.1 KEATONS BEZIEHUNG ZU DEN DOMINIERENDEN MÄNNLICHKEITSMODELLEN

4.2 VALENTINOS BEZIEHUNG ZU DEN DOMINIERENDEN MÄNNLICHKEITSMODELLEN

5. SCHLUSS

FILMOGRAPHIE

BUSTER KEATON

RUDOLPH VALENTINO

BIBLIOGRAPHIE

Verwendete Internetseiten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Männlichkeitsbilder von Buster Keaton und Rudolph Valentino und setzt diese in Bezug zu den dominierenden Männlichkeitsmodellen der 1920er Jahre in den USA, insbesondere dem des "Self-Made Man".

  • Analyse historischer Männlichkeitskonzepte in den USA
  • Untersuchung der Filmfiguren Keaton und Valentino als Repräsentanten oder Kontrastmodelle
  • Behandlung von Vater-Sohn-Beziehungen und Männlichkeitsprüfungen im Film
  • Einfluss soziologischer und geschichtlicher Faktoren auf das Männlichkeitsverständnis

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Biographie von Buster Keaton

Joseph Frank “Buster“ Keaton, 1895 in Kansas, USA geboren, begann seine Karriere bereits im Alter von drei Jahren beim Vaudeville. Er stand mit seinen Eltern in grotesken Komödien auf der Bühne, wurde dort von seinem Vater herumgeschleudert und verzog dabei keine Miene. Diesem jahrelangen Training verdankte Keaton sein akrobatisches Können und sein späteres Markenzeichen – “The Great Stone Face“ (vgl. Brandlmeier 1991: 58).

1917 verliess Keaton nach Schwierigkeiten mit seinem alkoholkranken Vater das Theater und liess sich beim Filmkomiker Roscoe “Fatty“ Arbuckles anheuern. Dieser wurde Keatons Mentor beim Film. Nach einigen erfolgreichen Teamarbeiten begann Keaton seine eigenen Kurzfilme zu drehen. One Week (1920), The Boat (1921) oder Cops (1922) etablierten ihn als eigenständigen Komiker und Filmemacher (vgl. http://www.imdb.com/name/nm0000036/bio). Von The Three Ages (1923) an, seinem ersten Langspielfilm, legte Keaton mehr Gewicht auf die Narration, ohne dabei auf Slapstickeinlagen zu verzichten. Mit The Navigator (1924) stieg seine Popularität auf die Stufe von Chaplin und Lloyd (vgl. Dick 1999: 174).

Keatons Figur bleibt in all den verschiedenen Filmen mehr oder weniger dieselbe: Ein junger Mann gerät auf dem Weg zum Liebesglück in ungeheure Schwierigkeiten. Dabei treibt ihn die Not zu wahren Höchstleistungen an, die ihn zum ungewollten Helden machen. In seiner Komik spiegeln sich gesellschaftliche Zwänge und Ängste wider. Seine Feinde sind rücksichtslose Männer sowie tückische Objekte und Maschinen. „Die List der Vernunft mit der er ihrer auf seine eigene verquere Weise Herr wird, ist das einzige Glück, das Keaton kennt“ (Brandlmeier 1983: 65).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik Männlichkeit im Kontext der Filmstars Buster Keaton und Rudolph Valentino im Amerika der zwanziger Jahre.

2.1.1 BIOGRAPHIE VON BUSTER KEATON: Kurzbiographie des Komikers Buster Keaton mit Fokus auf seine frühen Jahre und seinen Aufstieg im Filmgeschäft.

2.1.1 BIOGRAPHIE VON RUDOLPH VALENTINO: Lebenslauf von Rudolph Valentino und seine Etablierung als Hollywood-Star und "Latin Lover".

2.2 MÄNNLICHKEITSKONZEPTE: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Männlichkeit und Ablehnung eines universellen Männlichkeitsbegriffs zugunsten dynamischer Männlichkeitskonstruktionen.

2.3 GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG DER MÄNNLICHKEIT IN DEN USA: Überblick über die historische Entwicklung amerikanischer Männlichkeitsideale, besonders den "Self-Made Man".

3. FRAGESTELLUNG: Definition des Ziels der Arbeit, die Männlichkeitsmodelle Keatons und Valentinos mit historischen Idealen in Beziehung zu setzen.

4.1 KEATONS BEZIEHUNG ZU DEN DOMINIERENDEN MÄNNLICHKEITSMODELLEN: Analyse von Keatons Filmen hinsichtlich der Auseinandersetzung mit Männlichkeitsanforderungen und gesellschaftlichen Normen.

4.2 VALENTINOS BEZIEHUNG ZU DEN DOMINIERENDEN MÄNNLICHKEITSMODELLEN: Untersuchung von Valentinos provokativer Männlichkeit und deren kontroverser Rezeption durch das amerikanische Publikum.

5. SCHLUSS: Zusammenfassender Vergleich der beiden Filmstars und ihrer unterschiedlichen Verhältnisse zum amerikanischen Männlichkeitsideal.

Schlüsselwörter

Männlichkeit, Self-Made Man, Buster Keaton, Rudolph Valentino, Stummfilm, Geschlechterrollen, Amerika, Filmgeschichte, Hollywood, Identität, Männlichkeitsmodell, Tanz, Komik, Erotik, Sozialgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Repräsentationen von Männlichkeit bei Buster Keaton und Rudolph Valentino und vergleicht diese mit den vorherrschenden amerikanischen Männlichkeitsidealen der 1920er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Männlichkeitsideals (insbesondere des "Self-Made Man"), die Darstellung von Männlichkeit in der Filmkunst und die gesellschaftliche Rezeption dieser Rollenbilder.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Herausstellung von Kongruenzen und Differenzen zwischen den dominierenden Männlichkeitsentwürfen der Zeit und den individuellen Männlichkeitsdarstellungen von Keaton und Valentino.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen soziologischen und geschichtlichen Ansatz, um Filmfiguren in ihren jeweiligen kulturellen Kontext der amerikanischen 1920er Jahre einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Keaton und Valentino mit den Erwartungen an Männlichkeit umgehen, wobei Keaton als Komiker und Valentino als erotischer Star gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Männlichkeit, Self-Made Man, Stummfilm, Geschlechterrollen, Identität und Hollywood.

Wie unterscheidet sich Keatons Männlichkeitsbild von dem Valentinos?

Keaton spielt oft den unbeholfenen jungen Mann, der Männlichkeit erst erwerben muss, während Valentino einen exotischen, erotischen Typus verkörpert, der traditionelle amerikanische Männlichkeitskonzepte herausfordert.

Welche Rolle spielte die "Pink Powder Puff"-Affäre für das Image von Valentino?

Die Affäre verdeutlichte die zeitgenössische Kritik an Valentino, in der sein Hang zur Schönheitspflege und sein Erfolg bei Frauen als Anzeichen einer gesellschaftlichen "Verweiblichung" wahrgenommen wurden.

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Details

Title
Die Männlichkeit von Buster Keaton und Rudolph Valentino. Ein Vergleich mit vorherrschenden Männlichkeitsmodellen der USA
College
University of Zurich  (Seminar für Filmwissenschaft)
Course
Die Burleske - Konzepte des stummes Komischen: Körperlichkeit, Filmästhetik, und Rezeption
Grade
2
Author
Dimitri Holzhausen (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V52494
ISBN (eBook)
9783638481960
ISBN (Book)
9783656777182
Language
German
Tags
Männlichkeit Buster Keaton Rudolph Valentino Vergleich Männlichkeitsmodellen Burleske Konzepte Komischen Körperlichkeit Filmästhetik Rezeption
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitri Holzhausen (Author), 2004, Die Männlichkeit von Buster Keaton und Rudolph Valentino. Ein Vergleich mit vorherrschenden Männlichkeitsmodellen der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52494
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