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Die deutsche Presse unter der Pressepolitik Napoleons

Titel: Die deutsche Presse unter der Pressepolitik Napoleons

Seminararbeit , 2005 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Ritter (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Napoléon Bonaparte wird noch heute als „größter Feldherr aller Zeiten“ gehandelt, ebenso als Visionär in Bezug auf ein geeintes Europa. Nach seinem Aufstieg zum Kaiser über Frankreich setzte er sich das Ziel, sich auch Resteuropa in Eroberungskriegen zu unterwerfen, mit geradezu durchschlagendem Erfolg.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich ein Großteil Europas unter französischer, sprich napoleonischer Herrschaft. Wie es zur Übernahme vor allem des heutigen Gebiets der Bundesrepublik Deutschland kam, soll in der Folge unter Punkt 2 kurz erläutert werden. Doch es waren nicht nur schlicht Territorien, die in Napoleons Hand fielen, es waren politische und wirtschaftliche Systeme unterschiedlichster Couleur - Königreiche, Herzogtümer, et cetera - die auch, und darum soll es im weiteren Verlauf dieser Arbeit hauptsächlich gehen, Pressewesen besaßen, die ebenso unter das französische Regime fielen. Napoleon machte sich die ausländische Presse unterwürfig und setzte sie für seine Zwecke ein. Wie er dies im Einzelnen vollbrachte, soll im Punkt 3 erörtert werden, die uneinheitlichen Voraussetzungen in den deutschen Territorien sind Thema im 4. Punkt.
Welche Art von Printmedien damals, zur Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert und zu dessen Anfängen, hauptsächlich auftraten, ist Sujet im Punkt 5.
Anschließend wird der Aspekt der Zensur mit besonderem Fokus auf dessen negative Auswirkungen für Widerständler beleuchtet und abschließend der Sturz Napoleons - eingeleitet durch die Presse - erläutert werden. In ihrer Gesamtheit soll diese Arbeit einen umfassenden Blick auf Deutschland und dessen Pressewesen unter der Herrschaft Napoleons werfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Machtübernahme Napoleons

3. Die Instrumentalisierung der Presse durch Napoleon

4. Pressepolitik Napoleons auf deutschem Territorium

4.1 Österreich und Preußen

4.2 Das linke Rheinufer und Norddeutschland

4.3 Der Rheinbund

5. Printmedien

5.1 Zeitungen

5.2 Zeitschriften

5.3 Intelligenzblätter

6. Folgen der Auflehnung gegen die Zensur

7. Der Sturz Napoleons durch die Presse

8. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die systematische Kontrolle und Instrumentalisierung der deutschen Presse während der Herrschaft Napoleons Bonaparte. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie Napoleon durch gezielte Zensurmaßnahmen und die Etablierung eines Propagandaapparats die öffentliche Meinungsbildung in den deutschen Territorien kontrollierte und welche Auswirkungen dies auf die Medienlandschaft der damaligen Zeit hatte.

  • Machtstrukturen und Aufstieg Napoleons in Deutschland
  • Formen der Instrumentalisierung und Zensur der Presse
  • Regionale Unterschiede der Pressepolitik (Österreich, Preußen, Rheinbund)
  • Analyse der verschiedenen Gattungen (Zeitungen, Zeitschriften, Intelligenzblätter)
  • Der Wandel der Presse als Instrument des Widerstands und Sturz Napoleons

Auszug aus dem Buch

3. Die Instrumentalisierung der Presse durch Napoleon

„Regner avec la liberté de la presse.“ (Lindemann 1969 : 258 ; Zitat von Napoleon)

Noch heute sind die Meinungen über Napoleon geteilt – Größter Feldherr aller Zeiten, mit der Vision, Europa zu einen versus gnadenloser, manischer Despot. So oder so, es steht außer Frage, dass sich der Korse auf dem Weg zur Herrschaft alles unterwürfig machte, was ihm im Wege stand und sich alles das zunutzen machte, was ihm helfen konnte.

Bei dieser Feststellung lässt sich die Brücke zum Pressewesen schlagen, die beide eben erwähnten Attribute in sich vereint. Presse schafft öffentliche Meinung. So kann negative Presse das Wohlgefallen des Volkes in Hinblick auf seinen Machthaber schmälern, positive Berichterstattung kann das Volk einen, seinen Herrscher zu unterstützen.

Napoleon wusste genauestens über diesen Sachverhalt Bescheid und verschaffte sich Macht über die Presse, sowohl in Frankreich als auch in den besetzten Gebieten Rest-Europas. Er machte sich die Presse systematisch zunutze und setzte sie als aktives Instrument der Machterhaltung ein (vgl. Wilke 2000: 166). Schon am 17. Januar 1800, als er als Konsul zum ersten Mal Macht innehatte, verbot er 72 von 90 politischen Pariser Zeitungen durch ein erlassenes Dekret (vgl. Lindemann 1969: 257).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit sowie ein kurzer Abriss der napoleonischen Ära im Kontext des Pressewesens.

2. Die Machtübernahme Napoleons: Historischer Rückblick auf den Aufstieg Napoleons von der Französischen Revolution bis zur Errichtung des Rheinbundes.

3. Die Instrumentalisierung der Presse durch Napoleon: Erörterung der gezielten Kontrolle und des bewussten Einsatzes der Presse als Instrument der Machterhaltung und Propaganda.

4. Pressepolitik Napoleons auf deutschem Territorium: Darstellung der unterschiedlichen Auswirkungen der französischen Herrschaft auf die Medien in Österreich, Preußen, Norddeutschland und im Rheinbund.

5. Printmedien: Untersuchung der Gattungen Zeitungen, Zeitschriften und Intelligenzblätter sowie deren jeweilige Entwicklung unter Zensurbedingungen.

6. Folgen der Auflehnung gegen die Zensur: Analyse der drakonischen Konsequenzen für Journalisten und Verleger, die sich den napoleonischen Pressevorgaben widersetzten.

7. Der Sturz Napoleons durch die Presse: Beschreibung der paradoxen Rolle der Presse, die nach dem Aufruf des preußischen Königs „An mein Volk“ die Befreiungskriege einleitete.

8. Schluss: Fazit über die Effektivität der napoleonischen Pressepolitik und deren Einfluss auf die europäische Meinungsbildung.

Schlüsselwörter

Napoleon, Pressepolitik, Zensur, Pressefreiheit, Frankreich, Deutsche Territorien, Propaganda, Zeitungen, Zeitschriften, Intelligenzblätter, Öffentliche Meinung, Befreiungskriege, Publizistik, Fremdherrschaft, Medienkontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien der napoleonischen Regierung zur Kontrolle des Pressewesens in Deutschland und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Pressefreiheit zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Machtausübung Napoleons, den verschiedenen Zensurmechanismen sowie den spezifischen Auswirkungen auf Zeitungen, Zeitschriften und Intelligenzblätter in unterschiedlichen Regionen Deutschlands.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den umfassenden Einfluss der napoleonischen Herrschaft auf das deutsche Pressewesen aufzuzeigen und zu verstehen, wie Napoleon Informationen als politisches Machtmittel nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und Dekrete basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Machtübernahme, die systematische Instrumentalisierung der Presse, regionale Fallbeispiele, eine Untersuchung der Printmediengattungen sowie die Auswirkungen und Konsequenzen der Zensur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Napoleon, Pressepolitik, Zensur, Pressefreiheit, Propaganda, öffentliche Meinung und Befreiungskriege.

Welche Rolle spielte der "Moniteur" bei der Zensur?

Der „Moniteur“ fungierte als offizielles Regierungsorgan in Paris. Die Presse im Herrschaftsbereich Napoleons war dazu gezwungen, politische Nachrichten primär aus dieser Quelle zu beziehen und nachzudrucken, was als zentrale Propagandamaßnahme diente.

Wie reagierte die Obrigkeit auf kritische Publikationen?

Die Reaktionen reichten von Verboten und Verhaftungen bis hin zur Todesstrafe, wie das Beispiel des Buchhändlers Johann Philipp Palm verdeutlicht, der wegen der Verbreitung eines kritischen Pamphlets erschossen wurde.

Wie führte die Presse indirekt zum Sturz Napoleons?

Der Aufruf „An mein Volk“ des preußischen Königs im Jahr 1813 wurde über Presseorgane und Flugblätter verbreitet und lieferte das entscheidende Signal für die nationale Erhebung gegen die napoleonische Fremdherrschaft.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deutsche Presse unter der Pressepolitik Napoleons
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar
Note
1,7
Autor
Christian Ritter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V52579
ISBN (eBook)
9783638482530
ISBN (Buch)
9783656811800
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Presse Pressepolitik Napoleons Proseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Ritter (Autor:in), 2005, Die deutsche Presse unter der Pressepolitik Napoleons, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52579
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