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'Republikaner' und 'Freiheitliche Partei Österreichs' im Vergleich

Title: 'Republikaner' und  'Freiheitliche Partei Österreichs' im Vergleich

Seminar Paper , 2001 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marcus Sonntag (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Seit Mitte der achtziger Jahre erleben rechtsextreme Parteien in Europa wieder einen enormen Aufschwung. So konnte der „Front National“, gemeinsam mit dem „Movimento Sociale Italiano“ und der griechischen Partei „Ethniki Politiki Enosis“ bei der zweiten direkten Wahl 1984 ins Europäische Parlament einziehen. Diese drei Parteien bildeten in der Folge die aus 16 Abgeordneten bestehende Fraktion der Europäischen Rechten. 1989 gehörten auch Mitglieder der bundesdeutschen „Republikaner“ und des belgischen „Vlaams Blok“ der Fraktion an. Nach der Wahl 1994, bei der die „Republikaner“ nicht wieder in das Parlament einziehen konnten, kam eine neuerlich Fraktionsbildung der Europäischen Rechten nicht mehr zustande, dennoch kann man diese Wahl nicht als eine Niederlage der rechtsextremen Parteien werten, da sich mit dem französischen „Front National“, dem belgischen „Vlaams Blok“, der italienischen „Alleanza Nazionale“ und der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ (FPÖ) die Zahl der Abgeordneten im Parlament auf 31 erhöhte.
Die Erfolge der rechtsextremen Parteien sind aber nicht nur auf das Europäische Parlament beschränkt, sondern die Parteien waren auch in der Lage in ihren jeweiligen Ländern in die Parlamente einzuziehen. In Deutschland konnten die „Republikaner“ 1989 bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus 7,5 Prozent der Stimmen für sich gewinnen, aber auch in den Folgejahren, die im Allgemeinen für die Partei von Niederlagen gekennzeichnet waren, konnte man 1992 und auch 1996 in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen. Bei beiden Wahlen konnte man ein Ergebnis von jeweils knapp zehn Prozent erreichen. In Österreich gelang es der FPÖ bei den Nationalratswahlen 1995 21,9 Prozent der Stimmen auf sich zu vereinigen. Bei den Wahlen 1999 wurde sie sogar zweitstärkste Partei mit 27,2 Prozent und bildet seitdem mit der „Österreichischen Volkspartei“ die Regierung.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 „Die Republikaner“

2.1.1 Entwicklung und Geschichte

2.1.2 Programmatik der „Republikaner“

2.1.3 Struktur der „Republikaner“

2.2 „Freiheitliche Partei Österreichs“

2.2.1 Entwicklung und Geschichte

2.2.2 Programmatik der FPÖ

2.2.3 Struktur der FPÖ

2.3 Vergleichende Analyse

2.3.1 Parteientwicklungen

2.3.2 Programmatik

2.3.3 Struktur

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit verfolgt das Ziel, die Parteien „Die Republikaner“ (REP) und die „Freiheitliche Partei Österreichs“ (FPÖ) einer vergleichenden Analyse zu unterziehen. Dabei soll untersucht werden, wie sich diese Parteien im Hinblick auf ihre historische Entwicklung, ihre programmatischen Schwerpunkte, ihre Organisationsstrukturen sowie ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede darstellen, um ihre Rolle und Erfolge im jeweiligen politischen System einzuordnen.

  • Historische Entwicklung und Genese der Parteien
  • Analyse der inhaltlichen Programmatik und politischer Ausrichtung
  • Struktureller Aufbau und innere Organisation
  • Vergleichende Untersuchung von Wahlerfolgen und Wählerstrukturen
  • Gemeinsamkeiten in der politischen Ideologie und Rhetorik

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Entwicklung und Geschichte

Die Partei „Die Republikaner“ (REP) gründete sich am 26. November 1983. In der Gaststätte „Bräupfanne“ im Münchener Stadtteil Oberföhring trafen sich die maßgeblichen Gründungsmitglieder mit circa drei Dutzend Gesinnungsgenossen, um die Partei aus der Taufe zu heben. Die Gründung der neuen Partei geht vor allem auf drei Personen zurück. Zum einen sind da Franz Handlos und Ekkehard Voigt zu nennen, die beide zu dem damaligen Zeitpunkt für die CSU im Deutschen Bundestag saßen, und der parteilose, aber CSU nahestehende Journalist Franz Schönhuber. Handlos wurde von der Runde zum ersten Parteivorsitzenden gewählt, Voigt und Schönhuber zu seinen Stellvertretern. Voigt wurde darüber hinaus zum kommissarischen Generalsekretär und zum bayerischen Landesvorsitzenden der REP ernannt. Schönhuber erhielt weiterhin den Posten des Bundessprechers.

Ausschlaggebend für die Gründung der Partei war wohl die Vermittlung eines 1-Mrd.-.DM Kredits an die DDR durch den Parteivorsitzenden der CSU Franz Joseph Strauß, obgleich er kurz zuvor die DDR und deren Regime öffentlich attackiert hatte. Nun aber nahm er einen Kurswechsel vor, der für viele überraschend kam und im Grunde die Ostpolitik der sozialliberalen Koalition in den Jahren zuvor fortsetzte. Ebenso waren viele Mitglieder der „ersten Stunde“ von der neuen CDU/FDP Regierung unter der Führung von Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher enttäuscht, die eine „moralische Wende“ der Gesellschaft prophezeit hatten, die nach Meinung vieler jedoch ausgeblieben war. Die Partei sollte somit nicht als neuerlicher Versuch gelten das rechtsextremistische Lager in sich zu vereinigen, sondern galt als „Rechtsabspaltung“ der CSU. Man richtete sich mit der Gründung einer neuen Partei auch gegen Machtmissbrauch und mangelnde innerparteiliche Demokratie in der CSU, die von ihrem Parteivorsitzenden Strauß autoritär geführt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Aufschwungs rechtsextremer Parteien in Europa seit den 1980er Jahren ein und definiert den Untersuchungsgegenstand sowie den zeitlichen Rahmen der Analyse.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einzelanalyse der Geschichte, Programmatik und Struktur von „Die Republikaner“ und der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ sowie eine abschließende vergleichende Gegenüberstellung beider Organisationen.

3. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Untersuchungsergebnisse und erörtert, inwiefern sich die politischen Erfolge und Strukturen der FPÖ unter Jörg Haider auf andere europäische Länder übertragen lassen und welche Gefahren für die Demokratie von beiden Parteien ausgehen.

Schlüsselwörter

Republikaner, FPÖ, Jörg Haider, Rechtsextremismus, Parteienvergleich, Wahlpolitik, Ideologie, Nationalsozialismus, Verfassungsschutz, politische Struktur, Populismus, Zuwanderung, Parteientwicklung, Österreich, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Überblick über die Parteien „Die Republikaner“ (REP) in Deutschland und die „Freiheitliche Partei Österreichs“ (FPÖ) im Zeitraum von 1983 bis 2000.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Entstehungsgeschichten, die parteiinternen Strukturen, die programmatischen Ausrichtungen sowie die Wahlerfolge und das Wählerpotenzial beider Parteien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Parteien aufzuzeigen und zu prüfen, ob der Erfolg der FPÖ unter Jörg Haider auf andere Länder, insbesondere auf Deutschland, übertragbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Primär- und Sekundärquellen, um die Entwicklungen und die programmatischen Positionen der Parteien im jeweiligen nationalen Kontext darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der REP und der FPÖ in je drei Unterkapiteln (Entwicklung, Programmatik, Struktur) sowie eine vergleichende Analyse dieser Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rechtsextremismus, Populismus, Parteienvergleich, politische Radikalisierung und nationale Identität.

Welche Rolle spielt Jörg Haider in der Entwicklung der FPÖ?

Haider wird als zentrale Führungspersönlichkeit dargestellt, der die FPÖ von einer deutschnationalen Kleinpartei zu einer politisch einflussreichen Mittelpartei führte, wobei er die Partei stark auf seine Person zentrierte.

Warum wird die Partei „Die Republikaner“ seit 1992 vom Verfassungsschutz beobachtet?

Die Beobachtung begründet sich durch die zunehmende ideologische Annäherung an das rechtsextreme Spektrum, die Verharmlosung von NS-Verbrechen und die ablehnende Haltung gegenüber wesentlichen Prinzipien der demokratischen Grundordnung.

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Details

Title
'Republikaner' und 'Freiheitliche Partei Österreichs' im Vergleich
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Grade
1,7
Author
Marcus Sonntag (Author)
Publication Year
2001
Pages
22
Catalog Number
V52691
ISBN (eBook)
9783638483360
ISBN (Book)
9783656448464
Language
German
Tags
Republikaner Freiheitliche Partei Vergleich Österreich FPÖ Haider Neue Rechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Sonntag (Author), 2001, 'Republikaner' und 'Freiheitliche Partei Österreichs' im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52691
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