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Kommunikation: Erklärungsansätze und Modelle

Titre: Kommunikation: Erklärungsansätze und Modelle

Dossier / Travail de Séminaire , 2000 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christine Schwall (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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Einleitung

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, in das Handlungs- und Untersuchungsfeld der Kommunikation einzuführen. Aufgrund der Vieldimensionalität und Unabgrenzbarkeit des Gegenstandfeldes Kommunikation kann an dieser Stelle nur auf einige wenige, grundlegende Fragestellungen eingegangen werden.
Die Arbeit beginnt mit dem Versuch, den sehr weiten Kommunikationsbegriff etwas einzugrenzen. Anschließend wird auf die Bedeutungsträger der humanen, sozialen Kommunikation eingegangen, die auch Bestandteil der im folgenden erläuterten, grundlegenden Kommunikationsmodelle sind.
Im zweiten Teil der Arbeit wird näher auf einzelne Elemente und Typen des Kommunikationsprozesses eingegangen. Bezug genommen wird dabei auch auf unterschiedliche philosophische soziale und sprachwissenschaftliche Theorien, die zu diesem Thema Erklärungsansätze liefern.
Nicht berücksichtigt wurden biologische und anthroposophische Voraussetzungen, also die Fragestellung, ob der Mensch als einziges Lebewesen zu komplexer Kommunikation fähig ist und welche Faktoren ihn dazu befähigen.
Insgesamt stellt die vorliegende Arbeit einen pointierten Überblick über einige Erkenntnisse zur Kommunikation und dem Kommunikationsprozeß dar, erschöpfende Erklärungen, soweit sie die Wissenschaft bisher überhaupt liefern kann, würden den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eingrenzung des Kommunikationsbegriffs

3. Bedeutungsträger von Kommunikation

4. Grundlegende Modelvorstellungen

5. Elemente und Typen des Kommunikationsprozesses

5.1 Interaktion und symbolische Interaktion

5.2 Die Reflexivität

5.3 Kommunikationssituation / Anwesenheit

5.4 Reziprozität

5.5 Sprachlichkeit

6. Schluß

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über das komplexe Feld der menschlichen Kommunikation. Ziel ist es, den Begriff einzugrenzen, zentrale Bedeutungsträger zu identifizieren und die wesentlichen Elemente sowie Prozesse der sozialen Interaktion unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Theorien zu erläutern.

  • Grundlagen und Definitionen des Kommunikationsbegriffs
  • Semiotische Analyse von Bedeutungsträgern wie Signalen, Zeichen und Sprache
  • Kritische Betrachtung grundlegender Kommunikationsmodelle
  • Sozialpsychologische Aspekte der symbolischen Interaktion
  • Die Rolle von Reflexivität, Situation und Reziprozität im Kommunikationsprozess

Auszug aus dem Buch

3. Bedeutungsträger von Kommunikation

Grundlegende Philosophien betonen die Exklusivität der humanen Kommunikation, da sich der Mensch durch seine Vernunft- und Sprachbegabung von allen andern Lebewesen unterscheidet.

Es ist notwendig, sich die grundlegenden Bedeutungsträger der menschlichen Kommunikation bewußt zu machen, um selbst die einfachsten Kommunikationsmodelle zu verstehen.

Zu diesen Bedeutungsträgern zählt man die Signale, die Zeichen und schließlich die Sprache.

Signale gelten in der Semiotik als Teilmenge oder Unterklasse von Zeichen oder auch nur als materielle Zeichenträger. Trotz zahlreicher unterschiedlicher Definitionen kann man von Signalen sagen, daß die Beziehung zwischen Ausdruck und Inhalt, also die Beziehung zwischen den beiden elementaren Konstituenten des Zeichens, eindimensional determiniert ist. Bei Signalen gibt es keine wechselseitige Verschiebung zwischen Ausdruck und Inhalt, was beim Zeichen möglich ist. Signale kennen keinen Bedeutungsspielraum und durch ihre fixe Verbindung sind sie semantisch eindeutig, weshalb sie universell, z.B. im Flugverkehr, verwendet werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt das weite Feld der Kommunikation ab und benennt die zentralen Schwerpunkte der Arbeit, wie die Begriffsbestimmung und die Analyse von Kommunikationsprozessen.

2. Eingrenzung des Kommunikationsbegriffs: Dieses Kapitel diskutiert die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition und unterscheidet zwischen technischen, individuellen und gesamtgesellschaftlichen Aspekten von Kommunikation.

3. Bedeutungsträger von Kommunikation: Es wird die semiotische Grundlage der Kommunikation beleuchtet, insbesondere die Unterschiede zwischen Signalen und Zeichen sowie die Bedeutung der Sprache als zentrales System.

4. Grundlegende Modelvorstellungen: Hier werden bekannte theoretische Ansätze wie das Shannon/Weaver-Modell und das Organon-Modell von Karl Bühler kritisch auf ihre Eignung zur Beschreibung menschlicher Kommunikation geprüft.

5. Elemente und Typen des Kommunikationsprozesses: Dieses Kapitel vertieft zentrale Kriterien wie Interaktion, Reflexivität, die Kommunikationssituation, Reziprozität und Sprachlichkeit.

6. Schluß: Der Schlussteil reflektiert über die moderne Massenkommunikation und verknüpft historische Perspektiven (Sokrates) mit aktuellen systemtheoretischen Überlegungen.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Kommunikationsprozess, Zeichentheorie, Semiotik, soziale Interaktion, Reflexivität, Sprachlichkeit, Reziprozität, Kommunikationsmodell, symbolischer Interaktionismus, Konstruktivismus, Systemtheorie, Medien, Bedeutungsträger, Zeichen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der menschlichen Kommunikation, ihren theoretischen Modellen und den strukturellen Elementen, die einen Kommunikationsprozess definieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Etymologie und Eingrenzung des Kommunikationsbegriffs, die semiotische Analyse von Zeichen sowie die Untersuchung von Kommunikationsprozessen unter Einbeziehung systemtheoretischer und konstruktivistischer Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Vielfalt menschlicher Kommunikation zu geben und die wesentlichen Faktoren, die gelingende oder scheiternde Verständigung beeinflussen, wissenschaftlich einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, die verschiedene philosophische, sprachwissenschaftliche und systemtheoretische Positionen (u.a. von Merten, Peirce, Bühler, Luhmann) miteinander in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bedeutungsträger (Signale, Zeichen, Sprache), diskutiert grundlegende Modelle und widmet sich den prozessualen Elementen wie Reflexivität, Reziprozität und situativen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kommunikation, Semiotik, Reflexivität, Systemtheorie, Interaktion und Konstruktivismus.

Inwiefern spielt der Konstruktivismus eine Rolle für das Verständnis von Kommunikation?

Der Konstruktivismus wird hier als Erkenntnistheorie genutzt, um Kommunikation als Prozess zu begreifen, bei dem Wirklichkeit in sozialen Systemen durch wechselseitige Interaktion erst konstruiert wird.

Was meint der Begriff der Reflexivität in diesem Kontext?

Reflexivität bezeichnet die Fähigkeit von Kommunikation, auf sich selbst zurückzuwirken, was sie zu einem endlosen, spiralförmigen Prozess macht, der erst durch das Ende der Situation oder Erschöpfung abgebrochen wird.

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Résumé des informations

Titre
Kommunikation: Erklärungsansätze und Modelle
Université
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Cours
Hauptseminar: Medien vom Mittelalter bis zum Buchdruck
Note
1,0
Auteur
Christine Schwall (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
20
N° de catalogue
V526
ISBN (ebook)
9783638103619
Langue
allemand
mots-clé
Kommunikation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christine Schwall (Auteur), 2000, Kommunikation: Erklärungsansätze und Modelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/526
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