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Susan Wolf über lohnenswerte Vorhaben

Title: Susan Wolf über lohnenswerte Vorhaben

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Anna Freitag (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Die Frage, was ein glückliches, gelingendes oder gutes Leben ist, erlebt in der gegenwärtigen philosophischen Diskussion eine erstaunliche Renaissance.
Was Holmer Steinfath an den Anfang seiner Sammlung philosophischer Reexionen stellt, soll auch bei meiner nachfolgenden Seminararbeit im Vordergrund stehen. Antworten auf die Frage, was ein gutes Leben ausmacht, geben - ganz grundsätzlich gesehen - zwei völlig verschiedene philosophische Gruppierungen. Dies sind einerseits jene, die eine subjektivistische Theorie des guten Lebens vertreten und andererseits solche, deren Einstellung als objektivistisch anzusehen ist.
Die Frage, ob ein Leben gut ist oder nicht, lässt sich nach Subjektivisten nur mit Bezug auf nonkognitivistische Eigenschaften klären. Die Antwort der Subjektivisten liegt demnach begründet in subjektiven Empndungen und Wünschen einer einzelnen Person; in dem, was sich das Individuum für sein ganz persönliches Leben wünscht. Vertreter der objektivistischen Theorie des guten Lebens sehen genau an diesem Punkt Probleme und oene Fragen und plädieren hingegen darauf, dass es für das gute Leben von Menschen objektive Kriterien geben muss, die es als solches denieren. Objektivisten sind geprägt von der Vorstellung, dass es sowohl intrinsisch Gutes als auch intrinsisch Schlechtes gibt. Es soll gelten, dass wir etwas (vernünftigerweise) wollen, weil es gut für uns ist, nicht aber, dass etwas gut ist, weil wir es (wie immer aufgeklärt oder unaufgeklärt) wollen.
Beide Positionen weisen jedoch bislang ungeklärte Fragen und Schwierigkeiten auf, so dass eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit der Frage, was ein gutes Leben ausmacht, für eine einzelne Ausarbeitung zu umfangreich und Facettenreich wäre. Deshalb möchte ich mich im Folgenden in meiner Arbeit auf eine Vertreterin der objektivistischen Theorie, Susan Wolf, beschränken und ausgehend von ihrer Position, die Frage nach dem Wie eines guten Lebens unter besonderer Berücksichtigung der von ihr genannten lohnenswerten Vorhaben betrachten, Kritikpunkte aufzeigen und zu Letzt meine eigene Meinung zu ihrer Theorie darlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ein gutes Leben nach Susan Wolf

2.1 Aktive Beschäftigung als erster Bestandteil eines sinnerfüllten Lebens

2.2 Lohnenswerte Vorhaben als zweiter Bestandteil eines sinnerfüllten Lebens

3 Zwei Einwände gegen Wolfs Theorie über das gute Leben

3.1 Es gibt keine lohnenswerten Vorhaben

3.1.1 Widerlegung der Kritik durch Susan Wolf

3.2 Ansatz von Taylor als Alternative zu Susan Wolfs Theorie

3.2.1 Widerlegung der Kritik durch Susan Wolf

4 Resümee

5 Eigene Stellungnahme

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Konzeption eines „guten und sinnerfüllten Lebens“ nach Susan Wolf. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern „aktive Beschäftigung“ und „lohnenswerte Vorhaben“ als objektive Kriterien für Sinnstiftung dienen können und wie sich Wolf gegen verschiedene kritische Einwände, unter anderem von Taylor, verteidigt.

  • Die subjektivistische versus objektivistische Sichtweise auf das gute Leben.
  • Die Rolle der aktiven Beschäftigung als notwendige Bedingung für Sinn.
  • Die Definition und objektive Bewertung von lohnenswerten Vorhaben.
  • Die Auseinandersetzung mit alternativen Ansätzen zur Sinnstiftung.
  • Die kritische Reflexion der Vereinbarkeit von individuellen Wünschen und objektiven Maßstäben.

Auszug aus dem Buch

2 Ein gutes Leben nach Susan Wolf

Susan Wolf geht in ihrem Aufsatz über das gute Leben davon aus, dass jeder Mensch, der über einen aufgeklärten Verstand verfügt, in erster Linie das Ziel verfolgt einen Sinn für sich im Leben zu finden. Dieses „Eigeninteresse“ [Wol98, S.167], wie Wolf es nennt, lässt sich daran festmachen, dass jemand gewillt ist, sein eigenes Wohl und Handeln im Leben sinnvoll zu fördern. Demzufolge ist Sinn und Sinnhaltigkeit in ihrer Theorie des guten Lebens ein wesentliches Element und notwendig um ein wirklich erfolgreiches Leben zu führen, also ein Leben, von dem man letztendlich sagen kann, dass es sich zu leben gelohnt hat. Als Beispiele für ein sinnerfülltes Leben führt Wolf das Leben Mutter Teresas oder Albert Einsteins an - für sie „Lebenswege mit einer großen moralischen oder intellektuellen Erfüllung“ [Wol98, S.170]. Für ein sinnloses Leben hält Wolf hingegen das Leben des mythischen Sisyphos oder - und nicht ganz so mythisch - das einer Person, „die Tag für Tag oder Nacht für Nacht vor dem Fernseher sitzt, Bier trinkt und sich eine Seifenoper nach der anderen anschaut“ [Wol02].

An dieser Stelle kommt jedoch die Frage auf, an welchen Merkmalen im Leben dieser genannten Personen sie festmacht, ob ein sinnvolles oder sinnloses Leben vorliegt, also wie sich sinnvoll definieren lässt und inwieweit man dies begründen kann. Wolfs Antwort beinhaltet, dass einem sinnerfüllten Leben grundsätzlich aktive Beschäftigungen mit lohnenswerten Vorhaben zugrunde liegen müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die philosophische Debatte um das „gute Leben“ ein und stellt den Kontrast zwischen subjektivistischen und objektivistischen Positionen dar, wobei der Fokus auf Susan Wolf gelegt wird.

2 Ein gutes Leben nach Susan Wolf: Das Kapitel erläutert Wolfs Kernkonzept, wonach ein sinnerfülltes Leben durch die Kombination aus aktiver Beschäftigung und lohnenswerten Vorhaben gekennzeichnet ist.

3 Zwei Einwände gegen Wolfs Theorie über das gute Leben: Hier werden zentrale kritische Einwände gegen Wolfs Theorie diskutiert, insbesondere hinsichtlich der Existenz objektiver Kriterien für „lohnenswerte Vorhaben“ und konkurrierender Ansätze wie dem von Taylor.

4 Resümee: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Argumente von Susan Wolf zusammen, die die Notwendigkeit aktiver Beschäftigung mit lohnenswerten Vorhaben für ein als sinnvoll empfundenes Leben betonen.

5 Eigene Stellungnahme: Die Verfasserin reflektiert kritisch die objektiven Ansprüche an ein sinnerfülltes Leben und plädiert für die Bedeutung individueller Lebensentwürfe jenseits strenger objektiver Bewertungsmuster.

Schlüsselwörter

Susan Wolf, gutes Leben, sinnerfülltes Leben, aktive Beschäftigung, lohnenswerte Vorhaben, objektive Kriterien, subjektivistische Theorie, Sinnstiftung, Lebenssinn, moralische Erfüllung, intellektuelle Erfüllung, Kategorische Wünsche, Taylor, Sisyphos, Lebensgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung, was ein „gutes“ oder „sinnvolles“ Leben ausmacht, fokussiert auf den Ansatz der Philosophin Susan Wolf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Definition von Sinnstiftung, die Abgrenzung zwischen subjektiven Wünschen und objektiven Werten sowie die Analyse, was spezifische Tätigkeiten „lohnenswert“ macht.

Welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Das primäre Ziel ist es, Susan Wolfs Theorie der lohnenswerten Vorhaben darzulegen, deren Kritiker zu beleuchten und eine eigene Einschätzung zur Objektivierbarkeit von Lebenssinn zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse und komparative Betrachtung von Theorien, um Argumentationsstrukturen zu prüfen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Wolfs Theoriebegriffe im Detail erklärt, Einwände von Kritikern (einschließlich Taylor) angeführt, die jeweiligen Widerlegungen durch Wolf analysiert und abschließend ein Fazit gezogen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Sinnerfülltes Leben, lohnenswerte Vorhaben, aktive Beschäftigung, objektive Attraktivität und subjektive Wünsche.

Warum hält Susan Wolf das Leben des „Biertrinkers“ für sinnlos?

Wolf stuft dieses Leben als sinnlos ein, da es passiv und ohne aktive Auseinandersetzung mit der Realität oder die Verfolgung lohnenswerter Vorhaben stattfindet.

Wie reagiert Susan Wolf auf die Kritik, dass ein objektiver Maßstab für Sinn fehle?

Wolf argumentiert, dass es zwar schwer ist, einen universellen Maßstab zu definieren, sie jedoch davon ausgeht, dass zwischen verschiedenen Qualitäten von Handlungen unterschieden werden kann, da Sinn dort entsteht, wo subjektive Anziehung auf objektive Attraktivität trifft.

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Details

Title
Susan Wolf über lohnenswerte Vorhaben
College
University of Göttingen
Grade
1.0
Author
Anna Freitag (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V52701
ISBN (eBook)
9783638483421
Language
German
Tags
Susan Wolf Vorhaben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Freitag (Author), 2006, Susan Wolf über lohnenswerte Vorhaben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52701
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