Wir möchten im Folgenden unser Augenmerk auf die Qualitätsstandards und -sicherung bezüglich der zu bildenden LehrerInnenpersönlichkeit fokussieren und damit auf den (zu)künftigen Erfolg von Bildung in der Gesellschaft.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Die Ergebnisse der PISA-Studie - Finnland – Deutschland
2 Qualitätatsstandard der LehrerInnenbildung
2.1 Begriffliche Klarstellung
2.2 Schule als Lernende Organisation
3 LehrerInnenbildung
3.1 Finnland
3.1.1 Studienvoraussetzungen
3.1.2 Arten der LehrerInnenbildung
3.1.3 Institutionen der LehrerInnenbildung
3.1.4 Ausbildungsdauer
3.1.5 Abschlüsse
3.2. Deutschland
3.2.1. Studienvoraussetzungen
3.2.2 Arten der LehrerInnenbildung
3.2.3 Institutionen der LehrerInnenbildung
3.2.4 Ausbildungsdauer
3.2.5 Abschlüsse
4 Unterschiede im Vergleich
4.1 Ausbildung
4.2 Soziale Absicherung
4.3 Sozialer Status
5 Bewertung
5.1 Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung
6 Literaturliste
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede in der LehrerInnenausbildung zwischen Finnland und Deutschland nach den Ergebnissen der PISA-Studie, um Potenziale für eine Qualitätsverbesserung im deutschen Bildungssystem abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die strukturellen und inhaltlichen Differenzen der Ausbildung sowie deren Auswirkungen auf die professionelle Lehrerpersönlichkeit.
- Vergleich der PISA-Ergebnisse und bildungspolitischer Rahmenbedingungen
- Analyse der LehrerInnenausbildung (Struktur, Dauer, Inhalte) in Finnland und Deutschland
- Untersuchung von sozialen Aspekten, Status und Qualifikationsanforderungen
- Diskussion zur Etablierung einer "Lernenden Organisation" im Schulwesen
- Ableitung von Qualitätsstandards zur Professionalisierung des Lehrerberufs
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Arten der LehrerInnenbildung
Gleichzeitig mit der Einrichtung des neunjährigen Gesamtschulsystems wurde in den 70ern auch die LehrerInnenbildung universitarisiert. Dies bedeutet, dass sich die Universitäten für die LehrerInnengrundausbildung verantwortlich zeichnen. Diese verfügen, was das Gestalten ihrer strukturellen und curricularen Studienprogramme betrifft, über ein beträchtliches Maß an Autonomie und unterscheiden sich somit von Universität zu Universität. (vgl. Buchberger, F. & I.: 2002)
Bei den verschiedenen Arten von LehrerInnenbildung werden wir uns exemplarisch auf die Ausbildungsgänge der Universität Helsinki (Studienprogramm 2003) beziehen.
In Finnland gibt es zunächst einmal den Studiengang der KindergartenlehrerInnen bzw. VorschulerziehungsleherInnen (Kindergarten Teacher/ Early Childhood). An der Universität Helsinki wurde dieser Studiengang 1995 integriert. Der größter Teil der Ausbildung befasst sich mit der Früherziehung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet den Kontext der PISA-Studie, die konträren Ergebnisse von Finnland und Deutschland sowie die daraus resultierende Notwendigkeit, Bildungssysteme kritisch zu hinterfragen.
2 Qualitätatsstandard der LehrerInnenbildung: Hier werden der Qualitätsbegriff definiert und das Konzept der "Lernenden Organisation" als Grundlage für eine zeitgemäße pädagogische Ausbildung dargelegt.
3 LehrerInnenbildung: Dieses Kapitel vergleicht detailliert die finnische und deutsche Lehrerausbildung hinsichtlich Voraussetzungen, Inhalten, Institutionen, Ausbildungsdauer und Abschlüssen.
4 Unterschiede im Vergleich: Eine Gegenüberstellung der beiden Systeme in den Bereichen Ausbildungskultur, soziale Absicherung und gesellschaftlicher Status des Lehrerberufs.
5 Bewertung: Hier werden die Ergebnisse synthetisiert und konkrete Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung im deutschen Bildungssystem diskutiert.
6 Literaturliste: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.
Schlüsselwörter
LehrerInnenausbildung, PISA-Studie, Finnland, Deutschland, Qualitätssicherung, Schulentwicklung, Lehrerprofessionalität, Kompetenzerweiterung, Lernende Organisation, Bildungsdienstleistung, Lehrerausbildung, Bildungspolitik, Didaktik, Sozialer Status, Bildungssystem
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der LehrerInnenausbildung zwischen Finnland und Deutschland, um Ursachen für die unterschiedlichen PISA-Ergebnisse zu identifizieren und Verbesserungsvorschläge für Deutschland zu formulieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur der Lehrerausbildung, Qualitätsstandards im Bildungswesen, der Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit und dem gesellschaftlichen Stellenwert des Berufs.
Was ist die Forschungsfrage?
Wie unterscheiden sich die Ausbildungssysteme für Lehrkräfte in Finnland und Deutschland und welche Schlussfolgerungen für eine Qualitätsverbesserung in Deutschland lassen sich daraus ableiten?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen komparativen Ansatz, der auf der Analyse von Studienordnungen, Bildungsberichten und fachwissenschaftlicher Literatur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das finnische und das deutsche Ausbildungssystem strukturiert verglichen – von den Studienvoraussetzungen über die inhaltliche Ausgestaltung bis hin zu sozialen Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
LehrerInnenausbildung, PISA-Studie, Qualitätssicherung, Schulentwicklung, Lehrerprofessionalität und Kompetenzerweiterung.
Warum wird Finnland als Vergleichsobjekt gewählt?
Finnland wird gewählt, da es in der PISA-Studie herausragende Ergebnisse erzielte, was eine intensive Auseinandersetzung mit dessen pädagogischen Ansätzen und Ausbildungswegen rechtfertigt.
Welche Rolle spielt das "Qualitätsmanagement" für die Autoren?
Die Autoren betonen, dass Qualitätsmanagement im Bildungswesen über rein administrative Prozesse hinausgehen muss, um die individuelle Lernentwicklung von Schülerinnen und Schülern sowie die Professionalisierung der Lehrkräfte effektiv zu fördern.
- Quote paper
- Marie Louis Freyberg (Author), Barbara Schwalm (Author), 2003, Post PISA: LehrerInnenbildung im Ausland am Beispiel von Finnland - ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52780