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Die Reform der Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien im Rahmen der Europäischen Beihilfenkontrolle

Title: Die Reform der Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien im Rahmen der Europäischen Beihilfenkontrolle

Seminar Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Petinka Ivanova (Author)

Business economics - Economic Policy
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In einer sich stets ändernden Umwelt müssen sich Unternehmen an die neuen Marktgegebenheiten anpassen und ihre Wettbewerbsfähigkeit beweisen. In Zeiten der weltweiten Globalisierung gilt diese Maxime mehr denn je. Unternehmen, die diesen Herausforderungen nicht gewachsen sind, spüren schnell die ersten Symptome einer Unternehmenskrise. Um diese zu bekämpfen ist eine neue Konzeption, bzw. eine Umstrukturierung des Unternehmens notwendig, die mit einem erheblichen Finanzierungsaufwand verbunden ist. Falls dies dem Unternehmen allein nicht gelingt, könnte der Staat mittels wirtschaftspolitischer Instrumente eingreifen.
In EU wird die Beihilfengewährung, als ein sehr umstrittener Teil der gemeinschaftlichen Wettbewerbspolitik, von der Europäischen Kommission1geregelt und kontrolliert. Die Kommission hat in den letzten Jahren eine grundlegende Reform der Wettbewerbspolitik verkündet. Die Reform betrifft auch die Beihilfen für Unternehmen in Schwierigkeiten. Am 1. Oktober 2004 wurde eine neue Fassung der Leitlinien für Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen (R&U) veröffentlicht, die die geänderte Entscheidungspraxis der Kommission in diesem Gebiet widerspiegelt. Die Kommission stellt einen gegenüber den alten Leitlinien deutlich strengeren Ansatz vor.
Zweck dieser Arbeit ist die Reform der Leitlinien für R&U im Detail zu diskutieren und zu würdigen. Kapitel 2. stellt die Grundsätze des europäischen Beihilfenrechts dar. Im Kapitel 3. wird die Notwendigkeit einer Beihilfenreform erläutert. Weiterhin werden die einzelnen Regelungen der Leitlinien analysiert und aus ökonomischer Sicht beurteilt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick EG- Beihilfenrecht

2.1. Der Grundsatz des Art. 87 Abs. 1 EGV

2.2. Die Ausnahmen des Art. 87, Abs. 3 EGV

2.3. Der Begriff der Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen

3. Die Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien der EG

3.1. Sinn und Zweck der Leitlinien zur Rettung und Umstrukturierung

3.1.1. Notwendigkeit der Beihilfenkontrolle

3.1.2. Die Rolle der Leitlinien zu Rettung und Umstrukturierung als Instrument der Beihilfenkontrolle

3.2. Die Reform der Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen

3.2.1. Notwendigkeit der Reform der Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen. Aktionsplan „Staatliche Beihilfen“

3.2.2. Analyse der Leitlinien zur Rettung und Umstrukturierung

3.2.2.1. Anwendungsbereich

3.2.2.2. Grundsätze der Leitlinien für Rettung und Umstrukturierung

3.2.2.3. Genehmigungsvoraussetzungen

3.2.2.4. Zusammenfassende ökonomische Würdigung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der im Oktober 2004 veröffentlichten Neufassung der europäischen Leitlinien für Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen auseinander. Ziel ist es, den verschärften Ansatz der Europäischen Kommission zur Beihilfenkontrolle zu diskutieren, die Notwendigkeit der Reform im Kontext der europäischen Wettbewerbspolitik zu erläutern und die einzelnen Regelungen sowie deren ökonomische Auswirkungen einer detaillierten Analyse zu unterziehen.

  • Grundlagen des europäischen Beihilfenrechts (Art. 87 EGV)
  • Notwendigkeit und Instrumente der Beihilfenkontrolle
  • Der Aktionsplan „Staatliche Beihilfen“ und die Lissabon-Strategie
  • Detaillierte Analyse der neuen Leitlinien 2004
  • Ökonomische Würdigung und Wirksamkeit der Regelungen

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Die Rolle der Leitlinien zur Rettung und Umstrukturierung als Instrument der Beihilfenkontrolle

Die Gefahren bei der Anwendung und die Notwendigkeit der vorsichtigen Handhabung der R&U wurden schon in der Vergangenheit erkannt. Das Grundproblem besteht in der richtigen „Dosierung“ der Maßnahmen der Rettung, bzw. der Umstrukturierung eines krisenhaften Unternehmens. Denn die Praxis der R&U-Beihilfenvergabe existiert in einem großen Spannungsbereich. Einerseits ist es richtig den Vorgang der „natürlichen Auslese“ dem Markt zu überlassen. Eine Unternehmenskrise ist dann das erste Zeichen der wirtschaftlichen Ineffizienz des Unternehmens. Andererseits können R&U auch positive Auswirkungen haben, insbesondere die Vermeidung von Monopolisierung oder Oligopolisierung des Marktes, oder Ausgleich von strukturellen Defiziten.

Die primärrechtliche Grundlage des Art.87 Abs.3 EGV gewährt der Kommission einen enormen Spielraum bei der Genehmigung der R&U. Bei der Gewichtung der einzelnen Gesichtspunkte zeigt sich ein weiterer Beurteilungsspielraum auf. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich ein eher restriktiver Umgang der Kommission mit dem Thema ab.

Die ersten Leitlinien datieren von 1978. Später wurden sie im Jahre 1994 und im 1999 grundlegend überarbeitet. Die aktuellen Leitlinien für Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten gelten seit 9.10.2004. Die steigende Komplexität der wirtschaftlichen Sachverhalte und die immer schwer werdende Prüfung eines einzelnen Krisenfalls haben die Kommission dazu veranlasst Rahmen für bessere und effiziente Handhabung der R&U zu entwickeln. Die Leitlinien der Kommission dienen hierfür als sekundärrechtlichen Grundlagen. Die Rechtsnatur der Leitlinien ist unklar. In der Literatur wird die Meinung geäußert, dass sie mit den deutschen Verwaltungsvorschriften vergleichbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Unternehmensumstrukturierungen in Zeiten der Globalisierung und führt in die Rolle der Europäischen Kommission bei der Regulierung von Beihilfen für krisenhafte Unternehmen ein.

2. Überblick EG- Beihilfenrecht: Dieses Kapitel legt die primärrechtlichen Grundlagen (Art. 87 EGV) sowie den Begriff der Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen dar.

3. Die Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien der EG: Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit der Beihilfenkontrolle, den Aktionsplan „Staatliche Beihilfen“ sowie die spezifischen Kriterien und Anwendungsvoraussetzungen der Leitlinien von 2004.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung der neuen Leitlinien für mehr Transparenz und Rechtssicherheit, stellt jedoch fest, dass grundlegende Interessenkonflikte weiterhin bestehen.

Schlüsselwörter

Europäisches Beihilfenrecht, Rettungsbeihilfen, Umstrukturierungsbeihilfen, Wettbewerbspolitik, Europäische Kommission, Lissabon-Strategie, Marktversagen, Beihilfenkontrolle, Unternehmen in Schwierigkeiten, Transparenz, Ad-hoc Beihilfen, Wettbewerbsverzerrung, Rentabilität, Einmaligkeitsgrundsatz, Strukturpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Reform der europäischen Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien für Unternehmen in Schwierigkeiten aus dem Jahr 2004 und der damit verbundenen Beihilfenkontrolle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen das europäische Beihilfenrecht, die Rolle der Kommission als Kontrollinstanz, die ökonomische Begründung von Beihilfen sowie die spezifischen Genehmigungsvoraussetzungen für Rettungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Neufassung der Leitlinien zu diskutieren, deren Notwendigkeit im Kontext der europäischen Wettbewerbspolitik einzuordnen und die Wirksamkeit der neuen Regelungen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der einschlägigen EU-Leitlinien, der relevanten Primärrechtsgrundlagen sowie der aktuellen Fachliteratur und wirtschaftswissenschaftlichen Debatte zum Zeitpunkt der Erstellung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Beihilfenkontrolle an sich, eine Darstellung der Reformnotwendigkeit durch den Aktionsplan „Staatliche Beihilfen“ und eine detaillierte Prüfung der Anwendungsbereiche und Kriterien der Leitlinien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Beihilfenrecht, Wettbewerbsverzerrung, Rettungsbeihilfen, Umstrukturierung, Marktversagen und die Europäische Kommission.

Welche Rolle spielt das „One time - last time“-Prinzip in den Leitlinien?

Es dient als Einmaligkeitsgrundsatz, um missbräuchliche Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern, indem grundsätzlich nur einmalig innerhalb von zehn Jahren Beihilfen gewährt werden dürfen.

Wie definiert die Kommission ein Unternehmen in Schwierigkeiten?

Die Definition umfasst sowohl statische Kriterien, wie den Verlust von mehr als der Hälfte des Kapitals, als auch einen dynamischen Ansatz, der sich an typischen Krisensymptomen wie sinkenden Umsätzen oder steigenden Verlusten orientiert.

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Details

Title
Die Reform der Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien im Rahmen der Europäischen Beihilfenkontrolle
College
University of Hannover  (Mikroökonomik)
Course
Seminar "Europäische Wettbewerbs- und Strukturpolitik"
Grade
1,7
Author
Petinka Ivanova (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V52781
ISBN (eBook)
9783638483988
ISBN (Book)
9783656791935
Language
German
Tags
Reform Rettungs- Umstrukturierungsleitlinien Rahmen Europäischen Beihilfenkontrolle Seminar Europäische Wettbewerbs- Strukturpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petinka Ivanova (Author), 2006, Die Reform der Rettungs- und Umstrukturierungsleitlinien im Rahmen der Europäischen Beihilfenkontrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52781
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