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Target Costing für digitale Güter

Title: Target Costing für digitale Güter

Diploma Thesis , 2005 , 92 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Dipl.-Wirtsch.-Inf. Fabian Kannemann (Author)

Business economics - Controlling
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Die aus dem Verschmelzen der Medien-, Telekommunikations- und IT-Branchen entstehende Internetökonomie bringt eine wachsende Bedeutung digitaler Güter mit sich. Zur markt- sowie technologiegerechten Entwicklung derartiger digitaler Güter ist ein geeignetes betriebswirtschaftliches Instrumentarium erforderlich. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, inwiefern das Target Costing hierfür einen zweckmäßigen Ansatz darstellt, welche besonderen Problemstellungen beim Target Costing für digitale Güter auftauchen, welche Methoden und Instrumente dabei das Target Costing unterstützen und in welchem Maße diese auf die Gesamtheit digitaler Güter oder nur auf Teilbereiche anwendbar sind. Dabei wird die Arbeit durch praktische Beispiele begleitet, insbesondere aus dem Internet-Banking-Bereich.

Im Ergebnis der Arbeit ist festzustellen, dass das Target Costing ein geeignetes Instrument des Controlling für die markt- und kostenorientierte Gestaltung digitaler Güter darstellt. Wichtig ist hierbei ihr immaterieller Charakter, der eine Aufspaltung in physische Komponenten zum Zwecke der Zielkostenspaltung unmöglich macht, was durch eine Definition der Prozesse als Komponenten gelöst werden kann. Von Relevanz ist ebenso der hohe Fixkostenanteil digitaler Güter, der zu einer erhöhten Sensitivität in Bezug auf die Absatzmenge führt und eine Vollkostenbetrachtung umso wichtiger erscheinen lässt. In der Phase der Zielkostenermittlung lassen sich Zahlungsbereitschaften bei digitalen Gütern auf vielfältige Weise erheben. Eine Differenzierung der Zielpreise ist hierbei viel versprechend.

Die Prozesskostenrechnung hat sich als unverzichtbares Instrument zur Zielkostenerreichung herausgestellt. Quality Function Deployment und Product Life Cycle Costing stellen ebenfalls wirkungsvolle Methoden zur Unterstützung des Target Costing für digitale Güter dar. Software-Kostenschätzverfahren wie CoCoMo und Function Points sind hingegen nicht auf alle digitalen Güter anwendbar.

Mögliche unterstützende Verfahren wie Benchmarking, Target Investment und Cost Kaizen werden nicht im Rahmen dieser Arbeit abgehandelt. Ebenso außen vor bleibt eine detaillierte Betrachtung des Unsicherheitsfaktors bei der Absatzmenge mittels Sensitivitätsanalysen, Risikoanalysen und des Realoptionsansatzes.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung und Zusammenführung der Bezugsobjekte

2.1 Digitale Güter

2.1.1 Begriff des digitalen Gutes

2.1.2 Eigenschaften digitaler Güter

2.1.3 Branchenkonvergenz und E-Business

2.1.4 Effekte der Internetökonomie

2.2 Target Costing

2.3 Vorbetrachtungen zum Target Costing für digitale Güter

3. Ausgewählte Methoden, Instrumente und Lösungsansätze des Target Costing für digitale Güter

3.1 Zielkostenermittlung für digitale Güter

3.1.1 Erhebung von Zahlungsbereitschaften und Nutzerpräferenzen

3.1.2 Differenzierung von Zielpreisen

3.1.3 Zielkostenermittlung bei indirekten Erlösmodellen

3.1.4 Kostenschätzverfahren aus der Softwareentwicklung

3.2 Zielkostenspaltung und Zielkostenerreichung für digitale Güter

3.2.1 Quality Function Deployment

3.2.2 Prozesskostenrechnung

3.2.3 Product Life Cycle Costing

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwiefern Target Costing einen zweckmäßigen Ansatz für die markt- und kostenorientierte Entwicklung digitaler Güter darstellt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das Instrumentarium an die besonderen Spezifika der Internetökonomie angepasst werden kann und welche Methoden zur Unterstützung besonders geeignet sind.

  • Analyse der Eigenschaften und Besonderheiten digitaler Güter.
  • Evaluation des Target Costing im Kontext der Internetökonomie.
  • Untersuchung von Methoden zur Zielkostenermittlung und -spaltung.
  • Praktische Anwendung der Konzepte am Beispiel des Internet-Banking.
  • Beurteilung der Anwendbarkeit klassischer IT-Kostenschätzverfahren auf digitale Güter.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Differenzierung von Zielpreisen

Als eine mögliche Strategie zur Bewältigung erhöhter Profitabilitätsanforderungen des Marktes und zum Abschöpfen breiterer Marktsegmente kann eine differenzierte Preisgestaltung beim Target Costing angesehen werden. Dabei bieten sich digitale Güter für eine Preisdifferenzierung aus drei Gründen an: zum ersten auf Grund des individuelle Nutzens der Güter, der einer schnellen Änderung unterworfen sein kann und es beispielsweise ermöglicht, dass ältere Informationen durch Konsumenten günstiger erworben können als aktuelle Informationen. Zum zweiten ermöglicht die Digitalität den Einsatz ausgereifter Zahlungssysteme, durch welche auch eine Abrechnung komplizierter Tarifstrukturen möglich ist. Der dritte Grund ist der hohe Fixkostenanteil und die damit einher gehenden gegen Null tendierenden Grenzkosten digitaler Güter. Sind digitale Güter einmal entwickelt worden, macht es nur marginale Unterschiede, in welcher quantitativen Dimension sie vervielfältigt werden. Für eine Preisdifferenzierung bieten sich dabei die in Abb. 5 dargestellten Möglichkeiten an.

Eine Unterscheidung kann dabei danach vorgenommen werden, ob der Anbieter die Nutzer in verschiedene Gruppen aufteilt und ihnen unterschiedliche Preise anbietet (Preisdifferenzierung ohne Selbstselektion) – oder ob er das Gut in unterschiedlichen Varianten anbietet und sich die Nutzer die für sie geeignetste Variante selbst auswählen können (Preisdifferenzierung mit Selbstselektion).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Zusammenwachsens der IT-, Medien- und Telekommunikationsmärkte sowie Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Anwendung von Target Costing auf digitale Güter.

2. Darstellung und Zusammenführung der Bezugsobjekte: Definition digitaler Güter und ihrer Eigenschaften sowie eine theoretische Einordnung des Target Costing Konzepts.

3. Ausgewählte Methoden, Instrumente und Lösungsansätze des Target Costing für digitale Güter: Detaillierte Untersuchung von Verfahren zur Zielkostenermittlung, Zielkostenspaltung und Erreichung unter Einbezug von Beispielen aus dem Internet-Banking.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Würdigung der Ergebnisse und Fazit zur Eignung des Target Costing für digitale Güter sowie Ausblick auf weiterführende Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Target Costing, Digitale Güter, Internetökonomie, Preisdifferenzierung, Prozesskostenrechnung, Quality Function Deployment, Softwareentwicklung, Kostenschätzverfahren, Conjoint-Analyse, Internet-Banking, Fixkostenmanagement, Zielkostenmanagement, Produktlebenszyklus, E-Business, Marktorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Target Costing als Instrument des Controllings zur marktgerechten Gestaltung und Entwicklung digitaler Güter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Target Costing, digitale Güter, die Mechanismen der Internetökonomie sowie verschiedene Methoden zur Kostenplanung, -steuerung und Zielpreisfindung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Anwendbarkeit von Target Costing auf digitale Güter zu prüfen, Problemstellungen aufzuzeigen und geeignete Instrumente zur Unterstützung der Zielkostenerreichung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse unter Berücksichtigung bestehender Literatur, ergänzt durch methodische Ansätze und Anwendungsbeispiele aus dem Internet-Banking.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Methoden wie die Conjoint-Analyse, Preisdifferenzierung, Kostenschätzverfahren (z.B. CoCoMo), QFD und die Prozesskostenrechnung im Kontext digitaler Güter detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Target Costing, Digitale Güter, Prozesskostenrechnung, Quality Function Deployment und Internetökonomie maßgeblich charakterisiert.

Warum ist die Prozesskostenrechnung bei digitalen Gütern so wichtig?

Da digitale Güter oft immateriell sind und keine physischen Komponenten besitzen, fungieren Geschäftsprozesse als Ersatz für die Komponentenmethode, was die Prozesskostenrechnung unverzichtbar für das Gemeinkostenmanagement macht.

Was besagt das "House of Quality" im QFD-Kapitel?

Das "House of Quality" dient als zentrale Matrix zur Verknüpfung von Kundenanforderungen mit technischen Lösungsansätzen und unterstützt so die Zielkostenspaltung.

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Details

Title
Target Costing für digitale Güter
College
Technical University of Ilmenau
Grade
2,5
Author
Dipl.-Wirtsch.-Inf. Fabian Kannemann (Author)
Publication Year
2005
Pages
92
Catalog Number
V52941
ISBN (eBook)
9783638485173
ISBN (Book)
9783656778912
Language
German
Tags
Target Costing Güter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Wirtsch.-Inf. Fabian Kannemann (Author), 2005, Target Costing für digitale Güter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52941
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