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Jiddisch "der Robin Hood unter den Sprachen" und ein Gastgeber?

Titre: Jiddisch "der Robin Hood unter den Sprachen" und ein Gastgeber?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 16 Pages , Note: sehr gut (1,0)

Autor:in: Nike-Marie Steinbach (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Robin Hood, der Held vieler englischer Balladen, beraubt weltliche und geistliche Herren um
mit deren Überfluss die Armen zu unterstützen. Hier wird das Jiddische als solch
ein Gerechtigkeitskämpfer dargestellt, der von reichen Sprachen oder deren Sprechern nimmt
und den Armen gibt. Was aber macht eine Sprache zu einer Wohlhabenden, zu einer die 'zu
viel des Guten' besitzt? Enteignet das Jiddische anderen Sprache manche Teile? Oder vielmehr deren Sprecher? Und wen begünstigt es mit dem Diebesgut? Eine weniger vermögende
Sprache oder eine an 'Spracharmut' leidende Gemeinschaft? Oder begünstigt der Krieger der
Gleichberechtigung namens Jiddisch hier nicht zuletzt sich selbst, beziehungsweise seine
Sprecher?
Gleichzeitig gibt sich Robin Hood hier als Gastfreund, der ohne Einschränkung und ohne Anforderung einer Gegenleistung jeden, der bei ihm anklopft, empfängt, ihm Quartier und Nahrung bietet. Demnach muss das Jiddische ja jede Sprache, die ihm begegnet, nicht nur vollständig aufnehmen, sondern zusätzlich bereichern. Gäste gehen aber wieder, und die wenigsten unter ihnen hinterlassen tatsächlich prägende Spuren bei ihrem ehemaligen Gastgeber.
Dies hieße, dass das Jiddische andere Sprachsysteme zuerst in das Seine aufnimmt, sie dann
aber wieder tilgt.
Inwieweit darf oder kann das Jiddische nun als Robin Hood, inwieweit es als Gastgeber bezeichnet werden ?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ein kleiner historischer Abriss

3 Das Jiddische als Gastgeber

3.1 Die Hebräische Komponente...

3.1.1 ...in der Graphemik

3.1.2 ...in der Lexik

3.1.3 ...in der Morphologie

3.2 Die romanische Komponente

3.3 Die deutsche Komponente

3.4 Die slawische Komponente...

3.4.1 ...in der Lexik

3.5 Eine osteuropäisches Erscheinung in der Syntax

4 Das Jiddische als ein veritabler „Schmelztigel“?

5 Exkurs: Identität durch Sprache

6 Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachliche Struktur des Jiddischen unter der metaphorischen Fragestellung, ob es als "Robin Hood unter den Sprachen" oder als "Gastgeber" für andere Sprachen fungiert, und analysiert dabei die Integration verschiedener sprachlicher Komponenten. Die Forschungsfrage widmet sich der Dynamik zwischen den einfließenden Sprachsystemen, dem historischen Kontext der Sprechergemeinschaft und der identitätsstiftenden Funktion des Jiddischen.

  • Historische Entwicklung des Jiddischen in Europa und dessen Migrationsgeschichte.
  • Analyse der sprachlichen Komponenten: Hebräisch-Aramäisch, Romanisch, Deutsch und Slawisch.
  • Untersuchung jiddischer Syntax und Morphologie im Kontext von Sprachkontakt.
  • Reflektion über die Definition des Jiddischen als Mischsprache oder "Schmelztigel".
  • Bedeutung von Sprache für die Identitätsbildung innerhalb der jüdischen Gemeinschaft.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Jiddisch ist der Robin Hood unter den Sprachen. Es stiehlt bei den sprachlich Reichen und beschenkt mit seiner Beute die Armen und Schwachen. Es nimmt auch gern Gäste auf – denen es ohne Ansehen der Herkunft oder Religion freie Unterkunft und Verpflegung gewährt“

Robin Hood, der Held vieler englischer Balladen, beraubt weltliche und geistliche Herren um mit deren Überfluss die Armen zu unterstützen. In diesem Zitat wird das Jiddische als solch ein Gerechtigkeitskämpfer dargestellt, der von reichen Sprachen oder deren Sprechern nimmt und den Armen gibt. Was aber macht eine Sprache zu einer Wohlhabenden, zu einer die 'zu viel des Guten' besitzt? Enteignet das Jiddische anderen Sprache manche Teile? Oder vielmehr deren Sprecher? Und wen begünstigt es mit dem Diebesgut? Eine weniger vermögende Sprache oder eine an 'Spracharmut' leidende Gemeinschaft? Oder begünstigt der Krieger der Gleichberechtigung namens Jiddisch hier nicht zuletzt sich selbst, beziehungsweise seine Sprecher?

Gleichzeitig gibt sich Robin Hood hier als Gastfreund, der ohne Einschränkung und ohne Anforderung einer Gegenleistung jeden, der bei ihm anklopft, empfängt, ihm Quartier und Nahrung bietet. Demnach muss das Jiddische ja jede Sprache, die ihm begegnet, nicht nur vollständig aufnehmen, sondern zusätzlich bereichern. Gäste gehen aber wieder, und die wenigsten unter ihnen hinterlassen tatsächlich prägende Spuren bei ihrem ehemaligen Gastgeber. Dies hieße, dass das Jiddische andere Sprachsysteme zuerst in das Seine aufnimmt, sie dann aber wieder tilgt.

Inwieweit darf oder kann das Jiddische nun als Robin Hood, inwieweit es als Gastgeber bezeichnet werden ?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt die Metaphorik des Jiddischen als "Robin Hood" und "Gastgeber" ein und hinterfragt kritisch die Dynamik der Sprachaufnahme.

2 Ein kleiner historischer Abriss: Dieser Abschnitt beleuchtet die Geschichte der jüdischen Niederlassungen in Europa von der Antike bis zur Migration nach Osteuropa.

3 Das Jiddische als Gastgeber: Das Kapitel analysiert detailliert die vier Hauptkomponenten – Hebräisch, Romanisch, Deutsch und Slawisch – und deren Einfluss auf Graphemik, Lexik, Morphologie und Syntax.

4 Das Jiddische als ein veritabler „Schmelztigel“?: Hier wird die Definition des Jiddischen als Mischsprache diskutiert und in den Kontext der allgemeinen Sprachentwicklung gesetzt.

5 Exkurs: Identität durch Sprache: Der Exkurs untersucht die Funktion des Jiddischen als identitätsstiftendes Merkmal und Medium des Gruppenlebens.

6 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass das Jiddische weder objektiv als "reich" oder "arm" noch als "rein" oder "gemischt" zu bewerten ist, sondern als lebendige Sprache zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Jiddisch, Sprachwissenschaft, Sprachkontakt, Hebräische Komponente, Deutsche Komponente, Slawische Komponente, Romanische Komponente, Mischsprache, Sprachgeschichte, Identität, Sprachidentität, Syntax, Morphologie, Lexik, Robin Hood Metapher

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse des Jiddischen, insbesondere der Integration verschiedener Sprachkomponenten in seine Struktur.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Herkunft, der Analyse der vier Hauptkomponenten (Hebräisch, Deutsch, Slawisch, Romanisch) und der soziolinguistischen Identitätsfunktion der Sprache.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, inwiefern das Jiddische treffend als "Robin Hood unter den Sprachen" oder als "Gastgeber" bezeichnet werden kann, um sein Wesen als Sprache im Kontakt zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer linguistischen Analyse unter Einbezug von historischen Quellen und Textbeispielen, insbesondere anhand eines literarischen Ausschnitts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der sprachlichen Ebenen (Graphemik, Lexik, Morphologie, Syntax) unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Sprachkomponenten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Jiddisch, Sprachkontakt, Mischprodukt, Identität, Mameloschn und die historisch-kulturelle Einbettung der Sprache.

Wie steht die Autorin zur Bezeichnung des Jiddischen als "Mischsprache"?

Die Arbeit hinterfragt die Kategorie "Mischsprache" kritisch und argumentiert, dass jede natürliche Sprache in gewissem Maße ein Mischprodukt aus historischen Einflüssen ist.

Welche Rolle spielt die jüdische Religion für das Jiddische laut der Arbeit?

Die Arbeit unterstreicht, dass das hebräische Element den religiösen Ursprung der Sprache und der Gemeinschaft belegt, wobei das Judentum als zentraler gruppenbildender Faktor identifiziert wird.

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Résumé des informations

Titre
Jiddisch "der Robin Hood unter den Sprachen" und ein Gastgeber?
Université
University of Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Cours
Einführung in die jiddische Sprache und Kultur
Note
sehr gut (1,0)
Auteur
Nike-Marie Steinbach (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
16
N° de catalogue
V53025
ISBN (ebook)
9783638485845
ISBN (Livre)
9783640259021
Langue
allemand
mots-clé
Jiddisch Robin Hood Sprachen Gastgeber Einführung Sprache Kultur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nike-Marie Steinbach (Auteur), 2005, Jiddisch "der Robin Hood unter den Sprachen" und ein Gastgeber?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53025
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Extrait de  16  pages
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