Betriebliche Weiterbildung in Deutschland, Österreich und im europäischen Vergleich - relativ ähnliche Strukturen in den beiden Nachbarländern?


Hausarbeit, 2005
27 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zur europäischen Weiterbildungsbefragung
1.1 Auftraggeber
1.2 Teilnehmerländer
1.3 Inhalt der Befragung
1.3.1 Weiterbildungsangebot der Unternehmen
1.3.1.1 Anbieter von Lehrveranstaltungen
1.3.1.2 Interne und externe Lehrveranstaltungen
1.3.1.3 „Andere Formen“ der betrieblichen Weiterbildung
1.3.2 Teilnehmer an Lehrveranstaltungen
1.3.2.1 Teilnahmequote der Mitarbeiter an Lehrveranstaltungen
1.3.2.2 Teilnahmequote nach Unternehmensgröße
1.3.2.3 Teilnahmequote nach Wirtschaftszweigen
1.3.2.4 Teilnahmequote nach Geschlecht
1.3.3 Teilnahmestunden
1.3.4 Kosten der Lehrveranstaltungen
1.3.5 Nicht weiterbildende Unternehmen
1.4 Vergleich mit anderen Weiterbildungsuntersuchungen

2. Gemeinsamkeiten der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland und Österreich
2.1 Weiterbildungsangebot der Unternehmen
2.2 Weiterbildungsangebot nach Unternehmensgröße
2.3 Weiterbildungsangebot von Wirtschaftsorganisationen
2.4 Qualifikationsniveau der Teilnehmer
2.5 Weiterbildungsbeteiligung älterer Mitarbeiter
2.6 Teilnahmestunden
2.7 Weiterbildungsthemen
2.8 Kosten der Weiterbildung

3. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorbemerkung

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit werden in dieser Arbeit nur männliche Bezeichnungen verwendet. Natürlich treffen die Ausführungen gleichermaßen auf Frauen und Männer zu.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Zur europäischen Weiterbildungsbefragung

Die Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Arbeitnehmer durch berufliche Weiterbildung in den Unternehmen ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie des lebenslangen Lernens.[1] Die zweite Weiterbildungserhebung soll die Anstrengungen der Unternehmen in verschiedenen europäischen Ländern ebenso aufzeigen wie das Weiterbildungsverhalten der Arbeitnehmer.

Die Ergebnisse zeigen große Unterschiede in der betrieblichen Weiterbildung der 25 teilnehmenden Staaten. Es gibt aber auch Länder wie z.B. Deutschland und Österreich, deren betriebliches Weiterbildungssystem große Gemeinsamkeiten aufzuweisen scheint.

Auf diese ähnlichen Strukturen in den beiden Nachbarländern soll in dieser Hausarbeit näher eingegangen werden, neben allgemeinen Erkenntnissen über die betriebliche Bildung in Europa.

1.1 Auftraggeber

Die Europäische Kommission hat eine zweite Erhebung zur beruflichen Weiterbildung in Unternehmen (Continuing Vocatonal Training Survey, CVTS 2) initiiert, nachdem eine erste Erhebung 1994 in den seinerzeit zwölf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union durchgeführt worden war.[2]

Die aktuelle Weiterbildungserhebung wurde zu zwei Dritteln durch die Europäische Kommission finanziert.

1.2 Teilnehmerländer

Die Erhebung beinhaltet Schlüsselinformationen zur betrieblichen Weiterbildung in 25 Ländern: den bisherigen Mitgliedsstaaten EU – Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, dem Vereinigten Königreich – den Beitrittsländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn, den Bewerberländern Bulgarien und Rumänien und als weiteren Teilnehmer Norwegen.[3]

In den verschiedenen Ländern nahmen weit über 76.000 Unternehmen an der Weiterbildungsbefragung teil.

1.3 Inhalt der Befragung

Die Weiterbildungsbefragung lieferte vergleichbare statistische Daten zu Angebot und Nachfrage bezüglich beruflicher Fähigkeiten und Fertigkeiten, zu Weiterbildungsnotwendigkeiten auf der einen Seite und zu den Formen, den Inhalten und dem Umfang der Weiterbildung auf der anderen Seite, zu den eigenen Weiterbildungsressourcen und zur Nutzung externer Weiterbildungsanbieter sowie zu den Weiterbildungskosten.

In den meisten europäischen Ländern wird der Bereich der betrieblichen Weiterbildung durch individuelle berufliche Weiterbildungsanstrengungen der Arbeitnehmer und durch Weiterbildungsmaßnahmen des Staates für Arbeitslose als Teil einer aktiven Arbeitsmarktpolitik ergänzt.[4]

Die europäische Weiterbildungsuntersuchung beschränkt sich aber ausschließlich auf den Bereich der betrieblichen Weiterbildung.

1.3.1 Weiterbildungsangebot der Unternehmen

Die zentrale Eingangsfrage der Untersuchung war, ob die Unternehmen überhaupt ihren Arbeitnehmern irgendwelche Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung anbieten. Das Ergebnis ist im europäischen Vergleich überraschend: während in Dänemark mit 96% der befragten Unternehmen – wie auch in den anderen skandinavischen Ländern – fast jedes Unternehmen diese Frage bejahte, gaben in Rumänien (11%), Griechenland (18%) und Portugal (22%) nur eine Minderheit der Betriebe an, betriebliche Weiterbildung durchzuführen.[5]

Das Weiterbildungsangebot der Unternehmen variierte auch sehr stark zwischen verschiedenen Wirtschaftszweigen. So war das Angebot über die verschiedenen Länder hinweg z.B. im Kredit- und Versicherungsgewerbe sehr hoch und in anderen Bereichen wie dem „Verarbeitenden Gewerbe“ und „Handel und Instandhaltung/Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern“ deutlich geringer – auch wieder mit großen Unterschieden zwischen den Ländern.[6]

1.3.1.1 Anbieter von Lehrveranstaltungen

Die Weiterbildung in den Betrieben kann durch Weiterbildungskurse und „andere Formen“ wie z.B. arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen erfolgen. In den meisten Ländern überwiegt der Anteil der Weiterbildungskurse – vereinzelt werden aber stärker andere Formen angeboten (so z.B. in Deutschland mit 72% anderen Weiterbildungsformen gegenüber 67% Weiterbildungskurse).[7]

1.3.1.2 Interne und externe Lehrveranstaltungen

In allen europäischen Ländern haben die weiterbildenden Unternehmen deutlich mehr externe als interne Weiterbildungen organisiert. In den meisten Ländern bieten die Betriebe zu 90% externe Lehrveranstaltungen an und parallel dazu nur zu ca. 50% auch interne Qualifizierungen.[8]

1.3.1.3 „Andere Formen“ der betrieblichen Weiterbildung

Bei der betrieblichen Weiterbildung wird häufig in erster Linie an klassische Weiterbildungskurse gedacht. Der Oberbegriff der betrieblichen Weiterbildung enthält aber noch eine Reihe weiterer Qualifizierungen, die auch dem Ziel dienen die Kenntnisse und Fertigkeiten der Arbeitnehmer an die betrieblichen Anforderungen anzupassen. Dazu zählen Informationsveranstaltungen, die Weiterbildung am Arbeitsplatz, Austauschprogramme wie Job-Rotation, Lern- und Qualitätszirkel und selbst gesteuertes Lernen (z.B. mit Computerlernprogrammen, Multimedia CD-Rom etc.).[9]

[...]


[1] Vgl. Kailis, E./Nestler, K. (2002a), S. 1

[2] Vgl. Grünewald, U./Moraal, D./Schönfeld, G. (2003), S. 15

[3] Vgl. Grünewald, U./Moraal, D./Schönfeld, G. (2003), S. 15 u. 16

[4] Vgl. Moraal, D./Schönfeld, G. (2005), S. 58 und 59

[5] Vgl. Grünewald, U./Moraal, D./Schönfeld, G. (2003), S. 16

[6] Vgl. Grünewald, U./Moraal, D./Schönfeld, G. (2003), S. 17 ff.

[7] Vgl. Grünewald, U./Moraal, D./Schönfeld, G. (2003), S. 20

[8] Vgl. Grünewald, U./Moraal, D./Schönfeld, G. (2003), S. 20 und 21

[9] Vgl. Grünewald, U./Moraal, D./Schönfeld, G. (2003), S. 21 und 22

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Betriebliche Weiterbildung in Deutschland, Österreich und im europäischen Vergleich - relativ ähnliche Strukturen in den beiden Nachbarländern?
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich Betriebswirtschaftslehre)
Veranstaltung
Personalentwicklung und Bildung/Qualifikation
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V53142
ISBN (eBook)
9783638486705
ISBN (Buch)
9783638882811
Dateigröße
1036 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebliche, Weiterbildung, Deutschland, Vergleich, Strukturen, Nachbarländern, Personalentwicklung, Bildung/Qualifikation
Arbeit zitieren
M.A. Jochen Weber (Autor), 2005, Betriebliche Weiterbildung in Deutschland, Österreich und im europäischen Vergleich - relativ ähnliche Strukturen in den beiden Nachbarländern?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53142

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