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Der Deutsche Corporate Governance Kodex. Eine kritische Analyse

Title: Der Deutsche Corporate Governance Kodex. Eine kritische Analyse

Bachelor Thesis , 2006 , 75 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Moritz Delbrück (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Beobachtungsgegenstand vorliegender Arbeit ist der um jene Förderung des Vertrauens „der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften“ bemühte ‚Deutsche Corporate Governance Kodex’ (DCGK). Um dessen Wirkungsweisen verdeutlichen zu können, wird der Themenkomplex Corporate Governance zunächst vor seinen definitorischen, wissenschaftlichen und historischen Hintergrund gesetzt (Teil 2). Besonderer Schwerpunkt liegt hier auf der Darstellung der Rahmenbedingungen und Markt-Mechanismen als Wirkungsfeld für den DCGK. Von Bedeutung ist dies speziell im Hinblick auf die daran anschließende Beschreibung der Bindungs-, Regulierungs- und bisherigen Erfolgswirkungen, da hier aufgrund des deutschen Systems ursächliche Zusammenhänge zum bislang ausstehenden wissenschaftlichen Nachweis einer Sanktionierung von Zuwiderverhalten durch den Kapitalmarkt gesehen werden können (Teil 3). Teil 4 verlassen stellt zentrale Regulierungsinhalte und -lücken des DCGK vor und diskutiert prominente Veränderungsvorschläge aus der jüngeren wissenschaftlichen Debatte kritisch. Vor dem Hintergrund des Vertrauenskapitalstärkung-Postulats werden die bestehenden Regulierungsinhalte in Teil 5 zwar als hinführend, nicht jedoch als ausreichend beurteilt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Corporate Governance: Definition, wissenschaftliche Einordnung und Geschichte

2.1. Definition

2.2. Wissenschaftliche Einordnung zwischen Ökonomie und Philosophie

2.3. Geschichte der Corporate Governance

2.4. Geschichte der Corporate Governance in Deutschland

3. Das Instrument des Deutschen Corporate Governance Kodex

3.1. Corporate Governance Systeme

3.2. Das Deutsche Corporate Governance-System im Wandel

3.3. Funktionsweise des Deutschen Corporate Governance Kodex

3.4. Die Regulierungs- und Erfolgswirkung des DCGK

4. Der inhaltliche Regelungsumfang des Deutschen Corporate Governance Kodex

4.1. Die Hauptversammlung

4.1.1. Der Rückgang der HV-Präsenzen

4.1.2. Der Dividendenbonus

4.1.3. Aufsichtsratswahl-Verfahren

4.2. Der Vorstand

4.2.1. ‚The Greed Cycle’

4.2.2. Erfolgsabhängige Vergütungssysteme

4.2.3. Offenlegung von Managergehältern

4.3. Der Aufsichtsrat

4.3.1. Die Unabhängigkeit der Aufsichtsräte

4.3.2. Die Aufsichtsratsgröße und weitere Regelungsdefizite

4.3.3. Aufsichtsrat und Vergütung

4.3.4. Das Mitbestimmungsgesetz

4.4. Der Abschlussprüfer

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vor dem Hintergrund des deutschen Insider-Systems. Ziel ist es, die Funktionsweise, Regulierungsmechanismen und inhaltlichen Schwachstellen des Kodex zu untersuchen sowie die Notwendigkeit einer interdisziplinären Erweiterung um wirtschafts- und unternehmensethische Aspekte aufzuzeigen, um das Vertrauen der Kapitalmarktteilnehmer langfristig zu stärken.

  • Wissenschaftliche Einordnung der Corporate Governance und deren geschichtliche Entwicklung
  • Analyse des DCGK als Instrument der Selbstregulierung und dessen Wirksamkeit
  • Diskussion des Regelungsumfangs in Bezug auf Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Transparenzmaßnahmen und Anreizsystemen
  • Integration ethischer Perspektiven als notwendige Ergänzung zum bestehenden Regelwerk

Auszug aus dem Buch

1. Einführung

Nicht erst in der jüngeren Vergangenheit hat die Unzulänglichkeit bisher angewandter Steuerungs- und Kontrollmechanismen börsennotierter Unternehmen zu einer Vielzahl weit beachteter Unternehmensskandale und damit nachhaltigen Nutzenverlusten für Share- wie Stakeholder geführt. Wissenschaftlich beobachtet werden die Kontroll- und Leitungsstrukturen der Unternehmung vielmehr bereits seit den grundlegenden Arbeiten von Berle/Means in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Gegenstand wissenschaftlicher Beobachtung. Dies gilt insb., weil Unternehmens-Skandale zu einer nachhaltigen Vertrauenserosion gegenüber Wirtschaftsunternehmen geführt haben – sei es durch vorsätzlich gefälschte Bilanzierung oder andere Formen der Missachtung legitimer Ansprüche von Aktionären und sonstigen Stakeholdern.

Gerade für Deutschland belegen Studien ein außergewöhnlich hohes Misstrauens-Ausmaß gegenüber Großunternehmen und deren Führungskräften: 69 % der deutschen Bevölkerung vermuten bei Managern unmoralische Verhaltensweisen (internationaler Mittelwert 39 %), 70 % bezeichnen Wirtschafts-Führungskräfte gar als insgesamt unehrenhaft handelnd. Die hierzulande vergleichsweise stark ausgeprägte Markt-Skepsis muss so auch in einem engen Zusammenhang zu dem als unmoralisch wahrgenommenen Handeln einzelner Manager gesehen werden. Vertrauensdefizite können dabei ökonomisch schwerwiegende Konsequenzen für Volkswirtschaften verursachen: Ein von restriktiver Risikobereitschaft geprägtes wirtschaftliches Verhalten der Anleger und Konsumenten beeinträchtigt langfristig die Gewinnmaximierungs- bzw. Nutzensteigerungs-Interessen aller Akteure, da das ordnungspolitische Konzept der freien Marktwirtschaft essenziell auf gegenseitigem Grundvertrauen der Akteure basiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Vertrauenskrise gegenüber Großunternehmen aufgrund von Unternehmensskandalen und definiert die Notwendigkeit von Corporate Governance zur Restabilisierung der Marktwirtschaft.

2. Corporate Governance: Definition, wissenschaftliche Einordnung und Geschichte: Dieses Kapitel erläutert die heterogenen Begriffsauffassungen und die wissenschaftliche Einordnung der Corporate Governance zwischen Ökonomie und Philosophie sowie deren historische Entwicklung.

3. Das Instrument des Deutschen Corporate Governance Kodex: Hier wird der DCGK als Instrument zur Selbstregulierung im deutschen Kontext vorgestellt und die Funktionsweise sowie die Auswirkungen auf das Insider-System diskutiert.

4. Der inhaltliche Regelungsumfang des Deutschen Corporate Governance Kodex: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die Regelungen zu Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat und Abschlussprüfer unter Aufdeckung bestehender Defizite.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit beurteilt den DCGK als bislang nur teilweise erfolgreiches Instrument und fordert eine Ergänzung durch individualethische Ansätze zur Stärkung der Unternehmensführung.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, DCGK, Unternehmensführung, Aufsichtsrat, Vorstand, Aktionärsschutz, Transparenz, Interessenskonflikt, Unternehmensethik, Kapitalmarkt, Selbstregulierung, Compliance, Vertrauen, Mitbestimmung, Principal-Agent-Konflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) kritisch im Hinblick auf seine Effektivität und Eignung, das Vertrauen der Anleger in deutsche börsennotierte Unternehmen zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kontrollstrukturen in Aktiengesellschaften, die Rolle des Vorstandes und Aufsichtsrates, Vergütungsfragen sowie die Bedeutung der Transparenz im deutschen Kapitalmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Kodex zwar ein Schritt in die richtige Richtung ist, jedoch aufgrund struktureller Defizite und einer mangelnden Einbettung ethischer Dimensionen seine erhoffte Wirkung noch nicht voll entfalten konnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse auf Basis ökonomischer und wirtschaftsethischer Konzepte sowie die kritische Auswertung existierender empirischer Studien zur Kodex-Erfüllung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konkreten Regelungsbereiche des DCGK: die Hauptversammlung, die Vorstandsvergütung (insb. den 'Greed Cycle'), die Aufsichtsratsstruktur und -vergütung sowie das Mitbestimmungsgesetz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Schlagworte sind Corporate Governance, DCGK, Transparenz, Anlegerschutz, Unternehmensethik und Interessenskonflikte.

Wie steht der Autor zum 'Greed Cycle'?

Der Autor identifiziert diesen als ein ernsthaftes Problem der Vergütungspraxis, das durch die bestehenden Regeln des Kodex bisher nur unzureichend adressiert wird.

Was bemängelt der Autor am aktuellen Mitbestimmungssystem?

Er kritisiert, dass das Mitbestimmungsgesetz in seiner jetzigen Form zwar für sozialen Frieden sorgt, jedoch in internationalen Konzernen an Legitimationskraft verliert und die unternehmerische Flexibilität einschränken kann.

Welche Rolle spielt die 'Unabhängigkeit' der Aufsichtsräte?

Der Autor betont, dass die Unabhängigkeit der Aufsichtsräte im deutschen dualistischen System durch Interessenvertretungen und Überkreuzverflechtungen strukturell eingeschränkt ist und fordert strengere Kriterien.

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Details

Title
Der Deutsche Corporate Governance Kodex. Eine kritische Analyse
College
University of Bayreuth  (Institut für Philosophie)
Grade
1,0
Author
Moritz Delbrück (Author)
Publication Year
2006
Pages
75
Catalog Number
V53164
ISBN (eBook)
9783638486880
ISBN (Book)
9783638693165
Language
German
Tags
Deutsche Corporate Governance Kodex Eine Analyse Thema Corporate Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Delbrück (Author), 2006, Der Deutsche Corporate Governance Kodex. Eine kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53164
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