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Buch und Fernseher - mediale Konkurrenten?

Title: Buch und Fernseher - mediale Konkurrenten?

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Catherine Kimmle (Author)

Psychology - Media Psychology
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Medienangebot, primär der Fernseher eine Medienkonkurrenz für das Lesen darstellt. Wird doch in der Forschung die traditionelle Dichotomie von „Information“ und „Unterhaltung“ als zwei zentralen Funktionen der Mediennutzung bemüht, die sich jedoch aus der Sicht der psychologisch orientierten Rezeptionsforschung nicht ausschließen müssen. Vielmehr bilden sie ein Zusammenspiel, das zudem einen wesentlichen Bestandteil von Lesekompetenz darstellt. Zur Erläuterung dieser These werde ich nun in meiner Arbeit diesbezüglich vorneweg auf das Verhältnis zwischen Medienkompetenz und Lesekompetenz eingehen. Beide Konzepte sind nämlich statt in einem Oppositonsverhältnis in engem Zusammenhang zu sehen. Im darauffolgenden Kapitel geht es um die beiden Medien Fernseher und Buch und um die Frage, ob sie wirklich Konkurrenten darstellen, wie immer wieder von Leseforschern befürchtet wird, oder nicht doch Koexistenten sind, die unter Umständen in friedlichem Nebeneinander gemeinsam den Alltag eines Kindes mitgestalten können. Voraussetzung dafür ist jedoch eine gelungene Lesesozialisation, die schon sehr früh im Leben eines Kindes beginnen muss. Neben dem Kindergarten und der Schule spielt die familiäre Umgebung dabei eine wichtige Rolle, nicht nur eine technische Grundlage, sondern vor allem eine motivationale Grundlage zu schaffen. Darum geht es in Kapitel 4. Desweiteren behandle ich schließlich bestimmte Wechselwirkungen zwischen Fernsehen und Lesen und führe hierzu eine Reihe von, vorwiegend pessimistischen, Hypothesen an, die in der Kommunikations- und Medienwissenschaft entwickelt worden sind. Darauf folgt schließlich ein empirisches Beispiel, das die Rolle des Fernsehkonsums bei der Entwicklung von Lesekompetenzen untersucht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Verhältnis Medienkompetenz – Lesekompetenz

3. Fernseher und Buch: Konkurrenten?

4. Lesesozialisation als fundamentale Grundlage

5. Wechselwirkungen zwischen Fernsehen und Lesen

6. Empirisches Beispiel: Die Rolle des Fernsehkonsums bei der Entwicklung von Lesekompetenzen

6.1. Fragestellung:

6.2. Stichprobe:

6.3. Instrumente:

6.4. Erfassung der Lesekompetenzen und Vorläuferfertigkeiten:

6.5. Ergebnisse

6.5.1. Fernsehkonsum in den Sehergruppen

6.5.2. Fernsehkonsum und Lesekompetenzen

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der zunehmenden Präsenz elektronischer Medien, insbesondere des Fernsehens, und der Lesekompetenz bei Kindern. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Fernsehen das Lesen verdrängt oder ob beide Medien koexistieren können, und welche Rolle die frühe Lesesozialisation sowie die familiäre Umgebung dabei spielen.

  • Verhältnis von Medien- und Lesekompetenz
  • Konkurrenz vs. Koexistenz von Buch und Fernseher
  • Bedeutung der frühkindlichen Lesesozialisation
  • Empirische Analyse der Auswirkungen von Fernsehkonsum auf Leseleistungen
  • Wechselwirkungen zwischen Mediennutzung und schriftsprachlichen Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

3. Fernseher und Buch: Konkurrenten?

Noch nie existierten so viele Geräte und Inhalte in unseren Haushalten, seitdem neben dem „Klassiker“ Buch, dem Fernseher und dem Radio auch die so genannten „Neuen Medien“ wie das Internet Einzug hielten. Mit diesen verschiedenen, vor allem bildbasierten Medienangeboten waren schließlich auch neue Rezeptionsweisen verbunden, die das Publikum auf andere Weise und stärker einzubinden versuchen.

Das Fernsehen mit seiner Eigenschaft, schnelle, leicht zugängliche Bilder zu liefern, hat zumeist die Rolle des Bösewichts inne, der angeblich Kindern die Fähigkeit nimmt, sich in ihrer Phantasie eigene Bilder zu machen. Eine Hypothese behauptet, dass das Maß an Aufmerksamkeit, das Kinder dem Fernsehen entgegenbringen, diese hindert, Zeit und Geduld aufzubringen, ein Buch zu lesen und dessen Inhalt zu enkodieren.

Diese Entwicklung bereitet nun insbesondere der Leseforschung große Sorgen, da befürchtet wird, dass das Lesen als kulturelle Instanz vor allem bei jungen Rezipienten den neuen Angeboten zu Lasten fallen könnte. Heranwachsende befinden sich nun einmal ununterbrochen in einem Prozess der Meinungsbildung, und im Gegensatz zu Erwachsenen reicht ihre Lebenserfahrung, ihre Bildung und ihr Wissen noch nicht so weit, dass sie bestimmte Sachverhalte in einen ausreichenden intellektuellen Rahmen einordnen können.

Aber ist diese Angst begründet, auch wenn 1999 im Westen Deutschlands jedes vierte Kind im Alter von 6-13 Jahren, in Ostdeutschland sogar jedes zweite Kind einen eigenen Fernseher besaß und damit verbunden, das Fernsehen die Freizeitbeschäftigung Nummer eins in Deutschland ist? Ich meine nicht, denn die Fähigkeit zu lesen ist ein fundamentaler Wert, der verbunden ist mit jahrtausendelanger zivilisatorischer Entwicklung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die These, dass Fernsehen und Lesen kein gegensätzliches Paar bilden, sondern in einem notwendigen Zusammenspiel stehen.

2. Zum Verhältnis Medienkompetenz – Lesekompetenz: Es wird dargelegt, dass Lesekompetenz ein Vorläuferkonzept der Medienkompetenz ist und beide Begriffe eng miteinander verknüpft sind.

3. Fernseher und Buch: Konkurrenten?: Dieses Kapitel hinterfragt die pessimistische Sichtweise der Leseforschung und diskutiert, ob Fernsehen und Buch koexistieren können.

4. Lesesozialisation als fundamentale Grundlage: Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Schule und Elternhaus bei der Förderung der Lesebegeisterung schon in jungen Jahren.

5. Wechselwirkungen zwischen Fernsehen und Lesen: Es werden verschiedene Hypothesen, wie die Verdrängungshypothese oder die Passivitätshypothese, kritisch diskutiert.

6. Empirisches Beispiel: Die Rolle des Fernsehkonsums bei der Entwicklung von Lesekompetenzen: Eine Längsschnittstudie untersucht die Auswirkungen von Fernsehkonsum auf die Entwicklung von Lesefertigkeiten bei Kindern.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die gegenseitige Ergänzung von elektronischen Medien und Printmedien sowie die zentrale Rolle der Medienerziehung.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, Lesekompetenz, Lesesozialisation, Fernsehkonsum, Mediennutzung, Schriftspracherwerb, Rezeptionsforschung, Bildung, Kindheit, Verdrängungshypothese, Passivitätshypothese, Medienpädagogik, Informationsaufnahme, Unterhaltungsmedien, empirische Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das vermeintliche Konkurrenzverhältnis zwischen dem Fernsehen und dem Buch im Kontext der kindlichen Mediennutzung und Bildungsentwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Verknüpfung von Medien- und Lesekompetenz, die Bedeutung der Lesesozialisation im Elternhaus und der Schule sowie die Auswirkungen des Fernsehens auf die Leseentwicklung.

Was ist das primäre Ziel dieser Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die einseitige pessimistische Sichtweise zu entkräften, dass Fernsehen das Lesen zwangsläufig verdrängt, und stattdessen die Möglichkeiten einer sinnvollen Medienkomplementarität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit medienpädagogischen Konzepten sowie auf die Analyse empirischer Längsschnittstudien zum Fernsehkonsum und den Lesekompetenzen von Kindern.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Medienkompetenzbegriffs, die Diskussion gängiger Hypothesen über die Auswirkungen des Fernsehens und eine detaillierte Auswertung von Studienergebnissen zu verschiedenen Alterskohorten.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Medienkompetenz, Lesekompetenz, Lesesozialisation, Medienkonkurrenz und pädagogische Medienerziehung.

Wie beeinflusst die familiäre Umgebung die Lesekompetenz laut dieser Arbeit?

Die familiäre Umgebung ist entscheidend, da das Vorbildverhalten der Eltern und das Vorlesen die motivationale Grundlage schaffen, damit ein Kind das Buch als wertvoll wahrnimmt.

Welche Rolle spielen Hörspiele und andere Medien im Alltag der Kinder?

Neben dem Fernsehen und Buch spielen auch Hörspiele eine Rolle, wobei die Studie zeigt, dass Mediennutzungsgewohnheiten oft bereits im frühen Kindesalter etabliert werden.

Wird Fernsehen in der Arbeit gänzlich abgelehnt?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Fernsehen nicht pauschal abzulehnen ist, sondern bei kompetenter Nutzung auch bildungsmäßig wertvolle Inhalte für die Horizonterweiterung bieten kann.

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Details

Title
Buch und Fernseher - mediale Konkurrenten?
College
University of Heidelberg
Course
Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Catherine Kimmle (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V53194
ISBN (eBook)
9783638487092
ISBN (Book)
9783656796411
Language
German
Tags
Buch Fernseher Konkurrenten Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Catherine Kimmle (Author), 2003, Buch und Fernseher - mediale Konkurrenten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53194
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