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Die Balanced Scorecard als Unternehmensmodell zur strategischen Steuerung: Eine kritische Analyse

Title: Die Balanced Scorecard als Unternehmensmodell zur strategischen Steuerung: Eine kritische Analyse

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Dipl. Betriebswirt (BA) Martin Huber (Author)

Business economics - Controlling
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Im Jahr 1992 veröffentlichten die beiden US-amerikanischen Wissenschaftler Robert S. Kaplan und David P. Norton in der Harvard Business Review einen Artikel über ihr Konzept der „Balanced Scorecard“. Dieses Konzept ging aus einem Forschungsprojekt hervor, das mit 12 USamerikanischen Unternehmen durchgeführt wurde. Es sollte die Umsetzung der Unternehmensstrategie im Alltag erleichtern und die Problematik aufgrund der ausschließlichen Orientierung an finanziellen Messgrößen lösen. Im Gegensatz zu den klassischen Steuerungssystemen berücksichtigt die Balanced Scorecard neben den finanziellen Kennzahlen auch operationale Zielgrößen. Denn „[..] Cashflow oder Umsatzerlöse sagen nichts darüber aus, warum bestimmte Umsatzziele erreicht wurden und andere nicht“ (Frick, I., 2000, S.22). Die Balanced Scorecard (ins Deutsche übersetzt: ausgewogene Kennzahlentafel) hat das Ziel, alle für den Erfolg eines Unternehmens wichtigen Faktoren zu erfassen, messbar zu machen und zu kommunizieren (Vgl. Frick, I., 2000, S.22). Sowohl die Mitarbeiterleistung, die Innovationsstärke, die internen Prozesse als auch die finanziellen Entwicklungen (Vgl. Frick, I, 2000, S.22). Der Name deutet bereits auf die Ausgewogenheit des Balanced Scorecard-Systems hin- es soll eine Balance herrschen „[...] zwischen kurzfristigen und langfristigen Zielen, monetären und nicht monetären Kennzahlen, zwischen Spätindikatoren und Frühindikatoren sowie zwischen externen und internen Performance-Perspektiven“ (Kaplan, R.S./ Norton, D.P. ,1997, S.VII).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Konzeption der Balanced Scorecard

2.1 Die finanzielle Perspektive

2.2 Die Kundenperspektive

2.3 Die Prozessperspektive

2.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive

2.5 Verknüpfung der Kennzahlen mit der Unternehmensstrategie

3. Die Balanced Scorecard als Managementsystem

4. Kritische Analyse

4.1 Voraussetzungen für die Erstellung einer Balanced Scorecard

4.2 Mögliche Schwächen des Konzepts

4.3 Vorzüge der Balanced Scorecard

4.4 Verbreitung der Balanced Scorecard

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Balanced Scorecard (BSC) als Instrument der strategischen Unternehmenssteuerung. Ziel ist es, die Konzeption des Modells zu erläutern und eine kritische Auseinandersetzung über dessen Wirksamkeit und Verbreitung in der Unternehmenspraxis zu führen.

  • Grundlagen und Struktur der vier BSC-Perspektiven
  • Die Balanced Scorecard als umfassendes Managementsystem
  • Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung
  • Kritische Analyse von Stärken, Schwächen und Potenzialen

Auszug aus dem Buch

4.2 Mögliche Schwächen des Konzepts

Die Einteilung der Balanced Scorecard in zwei Komponenten, zum einen das Kennzahlensystem und zum anderen das Managementsystem, ist nach Weber und Schäffer nicht grundsätzlich neu (Vgl. Weber, J./ Schäffer, U., 1998, S.40).. Des weiteren werden grundlegende Gestaltungsfragen von Kaplan und Norton nicht beantwortet, statt dessen undifferenzierte Empfehlungen gegeben, die zu einem unkritischen Umgang mit dem Konzept verleiten können (Vgl. Weber, J./ Schäffer, U., 1998, S.40).

Wesentliche Elemente der strategischen Führung, wie die Strategieentwicklung, genaue Konkurrenzbeobachtung und Methoden zur kritischen Strategiehinterfragung werden vernachlässigt (Vgl. Weber, J./ Schäffer, U., 1998, S.40). Nach Weber und Schäffer sind damit signifikante Gefahren verbunden, da Instrumente ihrer Ansicht nach keine Strategie ersetzen können (Vgl. Weber, J./ Schäffer, U., 1998, S.40).

Die von den Autoren Kaplan und Norton postulierte Verbindung von Strategieentwicklung auf der einen Seite mit der top-down Kommunikation der Strategie auf der anderen Seite stellt die „Achillesferse“ der Balanced Scorecard dar (Vgl. Weber, J./ Schäffer, U., 1998, S.40). Die Ausführungen bezüglich dieser Verbindung sind nicht exakt, sondern vielmehr offen formuliert; dadurch kann der Aufwand für den Prozess der Entwicklung und Einführung unterschätzt werden und zu einer unerwartet hohen Bindung an Kapazitäten von Managern und Beratern führen (Vgl. Weber, J./ Schäffer, U., 1998, S.40).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des BSC-Konzepts von Kaplan und Norton als Antwort auf die Problematik der rein finanziellen Steuerung.

2. Konzeption der Balanced Scorecard: Detaillierte Darstellung der vier Perspektiven (finanziell, Kunde, Prozess, Lernen/Entwicklung) und der strategischen Verknüpfung.

3. Die Balanced Scorecard als Managementsystem: Einordnung der BSC als Instrument zur Verbindung von Strategieentwicklung und operativer Umsetzung.

4. Kritische Analyse: Diskussion der Implementierungsvoraussetzungen, der konzeptionellen Schwächen sowie der Vorzüge und der Verbreitung in Unternehmen.

5. Schlussbetrachtung: Fazit zur zukünftigen Bedeutung der Balanced Scorecard als dauerhaftes und effizientes Managementprinzip.

Schlüsselwörter

Balanced Scorecard, Unternehmensstrategie, Kennzahlensystem, Managementsystem, Ursache-Wirkungsbeziehungen, Leistungstreiber, Strategieoperationalisierung, Prozessperspektive, Kundenperspektive, strategische Steuerung, Performance Management, Frühindikatoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse des Balanced Scorecard-Modells von Kaplan und Norton und prüft dessen Eignung für die strategische Steuerung in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der vier BSC-Perspektiven, die Implementierung als Managementsystem sowie die kritische Reflexion von Vor- und Nachteilen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Konzept der Balanced Scorecard ganzheitlich darzustellen und kritisch zu hinterfragen, ob es als Steuerungsinstrument den Anforderungen moderner Unternehmensführung genügt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale Ansätze und Kritikpunkte führender Experten zur Balanced Scorecard vergleicht und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Konzeption, die Darstellung der BSC als Managementsystem und eine kritische Auseinandersetzung mit dem praktischen Einsatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Balanced Scorecard, Unternehmenssteuerung, Strategieoperationalisierung und Performance Management definiert.

Warum betrachten die Autoren die Kausalbeziehungen als „Knackpunkt“?

Die Ableitung korrekter Ursache-Wirkungsketten ist schwierig und ressourcenintensiv, weshalb sie als entscheidende Herausforderung bei der Implementierung gilt.

Warum wird die Balanced Scorecard als „Schablone“ bezeichnet?

Das Konzept ist bewusst nicht als starr starre Formel gedacht, sondern soll als flexibler Rahmen dienen, der individuell an die jeweilige Branche und Unternehmensstrategie angepasst werden muss.

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Details

Title
Die Balanced Scorecard als Unternehmensmodell zur strategischen Steuerung: Eine kritische Analyse
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Course
ABWL
Grade
1,5
Author
Dipl. Betriebswirt (BA) Martin Huber (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V53217
ISBN (eBook)
9783638487283
ISBN (Book)
9783656796565
Language
German
Tags
Balanced Scorecard Unternehmensmodell Steuerung Eine Analyse ABWL
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Betriebswirt (BA) Martin Huber (Author), 2005, Die Balanced Scorecard als Unternehmensmodell zur strategischen Steuerung: Eine kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53217
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