Motivation - oder wenn der Funke überspringt


Hausarbeit, 2005

16 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Was ist Motivation ?

2. Motive
2.1 Leistungsmotiv
2.2 Machtmotiv
2.3 Anschlussmotiv

3. Innere Faktoren
3.1 Intrinsische Motivation
3.2 Flow – Erlebnis

4. Äußere Faktoren
4.1 Extrinsche Motivation
4.2 Positive Verstärkung

5. Literaturverzeichnis

1. Was ist Motivation?

Schlägt man das Wort Motivation in einschlägigen Lexika oder gar Schülerduden nach, erkennt man, dass es verschiedene Arten von Motivation gibt. In der Psychologie unterscheidet man die intrinsische von der extrinsischen Motivation, in der Wirtschaftstheorie die Motivation der Angestellten von der Selbstmotivation. Und doch haben sie alle eines gemeinsam: Motivation wecken ist gleichbedeutend mit Interesse wecken.

Wir, egal ob als Position des Lehrers , des Schülers , des Managers oder des „kleinen“ Angestellten, schaffen es nur dann motiviert zur Arbeit, zur Schule oder zur Uni zu gehen, wenn wir es schaffen, dass es unser Interesse anspricht, wir Ziele vor Augen haben und es unseren Ehrgeiz anspornt. Daher ist es wichtig, dass wie uns selber die Frage stellen, was uns veranlasst, Spaß an unserem Tun zu entwickeln. Da aber jeder von uns verschiedene Interessen hat, scheint es nur logisch zu erscheinen, dass es so viele Definitionen oder Handbücher über das Thema Motivation vorhanden sind.

Im Folgenden soll dargestellt werden, welche Motivationsansätze ich für sinnvoll erachte und welche ich versucht habe in der Zeit meines Lehrauftrages zu realisieren. Sehr interessant dabei, waren auch die Aussagen der Lehrer, wie sie versuchen ihre Schüler für eine Thematik zu motivieren.

Da dies keine wissenschaftliche Arbeit darstellt, möchte ich anmerken, dass diese auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit gerecht werden will. Vielmehr soll sie Eindrücke im Verlauf eines Praktikums und Schuljahres widerspiegeln auf Basis von literarischem Hintergrundwissen.

2. Motive

Motivation kommt aus dem lat. movere und bedeutet bewegen. Um uns „bewegen zu können“ bedarf es einen Grund, anders ausgedrückt einem Motiv. Während verschiedene Theoretiker Modelle zum Instinkt- und Triebverhalten, dem Antriebs- und Anreizverhalten sowie psychophysiologische Aktivierung entwickelt haben, möchte ich hier lediglich die kognitiven Modelle ansprechen.

Nach der Motivtheorie von McClelland gibt es die Unterscheidung dreier Präferenzen für das Erleben bestimmter emotionalen Erfahrungen: Das Leistungsmotiv, das Machtmotiv und das Anschlussmotiv.

Dabei ist es von Vorteil zu erfahren, welches Motiv beim Schüler am ausgeprägtesten ist, um ihn(sie) so motivieren zu können, dass er (sie) aktiv am Unterricht teilnehmen kann.

In den nachfolgenden Unterkapiteln werde ich jeweils mit einem beobachteten Fallbeispiel beginnen und dann mögliches Eingreifen beschreiben.

2.1 Leistungsmotiv

[1] Herr Lehrer Meier steht vor einer schweren Entscheidung. Heute ist Notenbesprechung in seiner Klasse. Während bei Klaus und Erwin die Noten eindeutig sind, sowohl im Mündlichen als auch im Schriftlichen, sieht es Sabine ganz anders aus. Sie hat bei ihm nur Einser im Schriftlichen vorzuweisen, ist andererseits aber auch ein sehr stilles Mädchen. Sie hat sich zudem als Einzige schwer getan sich in die Klassengemeinschaft einzufügen und in den Pausen steht sie meist abseits von ihren Klassenkameraden. Mündlich sagt sie so gut wie nie was, außer man nimmt sie spontan dran. Aber auch dann fällt es ihr nicht besonders leicht, eine

Antwort zu geben, obwohl sie die Theorie beherrscht. Sie läuft dann meist rot an und scheint sich nicht wohl zu fühlen. Sie antwortet sehr leise, fast so meint man, damit man sie absichtlich nicht versteht, um nicht als Streberin dazustehen. Am Anfang des Schuljahres hat jedoch Herr Meier festgelegt, dass sich die Note aus 60% der schriftlichen und 40% der mündlichen Leistung zusammensetzt. Er findet es zwar berechtigt ihr trotzdem ein „sehr gut“ zu geben, allerdings fürchtet er, dass sie dadurch noch mehr aus der Klassengemeinschaft verdrängt wird, weil sich ihre Mitschüler ungerecht bewertet fühlen könnten.

Sabine ist eine sehr leistungsorientierte Schülerin. Da es ihr scheinbar schwer fällt in Kommunikation zu ihren Mitschülern zu kommen, versucht sie aufzufallen indem sie sehr gute Leistungen erbringt. Auf der anderen Seite, scheint es ihr schwer zu fallen, ihre Leistungen mündlich kund zu tun. Vielleicht traut sie sich wirklich nicht, um nicht erst recht als Außenseiterin dazustehen, aber auf der anderen Seite könnten noch andere Gründe eine Rolle spielen, warum sie sich nicht in der Lage fühlt zu reden. Beobachten konnte ich, dass sie allgemein nicht in der Lage war, ob in Gesprächen mit Schülern oder Lehrern, sich ungezwungen zu äußern.

Um das weiterhin zu erörtern, wäre wohl ein persönliches Gespräch mit ihr und ihren Eltern vonnöten.

Das Leistungsmotiv an sich ist in zwei Kategorien eingeteilt. Zum einen von der Zuversicht auf Erfolg und zum anderen von der Wahrscheinlichkeit des Misserfolgs. „Die wohl bekannteste Leistungsmotivation ist die von J.W. Atkinson unter Zugrundelegung älterer Modelle entwickelten kognitiven Erwartungstheorie. Danach ist die Leistungsmotivation das Resultat der beiden entgegengerichteten Verhaltenstendenzen Erfolgssuche und Misserfolgsvermeidung.“[2]

Das kann dazu führen, dass Schüler nicht mehr lernen, um später einen Misserfolg damit entschuldigen zu können.

Die Leistungsmotivation eines einzelnen Menschen kann aufgrund von objektiven Tests ermittelt werden. Atkinson gab dabei seinen Probanden verschiedene Bilder in Arbeits- oder Freizeitsituationen und ließ sie darüber eine Geschichte schreiben. Dabei wurden diese Geschichten daraufhin untersucht, ob sie eher von Erfolg oder Misserfolg, ob sie Spaß, Unwillen oder gar Unfähigkeit, ausdrückten.

[...]


[1] Namen sind geändert , die Situationen jedoch basieren auf Beobachtungen

[2] vgl. Schülerduden, S.257

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Details

Titel
Motivation - oder wenn der Funke überspringt
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Veranstaltung
Schulpraktische Studien
Autor
Jahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V53324
ISBN (eBook)
9783638488037
ISBN (Buch)
9783638773294
Dateigröße
2113 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Motivation, Funke, Schulpraktische, Studien
Arbeit zitieren
Cinzia Onnis (Autor), 2005, Motivation - oder wenn der Funke überspringt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53324

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