Stresserscheinungen bei StudentInnen - aufgezeigt am Beispiel von 30 SozialpädagogikstudentInnen -


Forschungsarbeit, 2005

141 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung:

1. Vorwort/Einleitung

2. Klärung des Begriffes "Stress", Hypothesenableitung sowie Ableitung der Fragestellungen anhand von Literatur

3. Darstellung der Untersuchungsmethoden
3.1 Festlegung der Stichprobe
3.2 Fragebogenerstellung
3.3 Durchführung der Untersuchung
3.4 Auswertung der Untersuchung

4. Präsentation der Ergebnisse
4.1 Vorstellung der demographischen Daten
4.2 Vorstellung des deskriptiven Teils
4.3 Vorstellung der Prüfstatistik

5. Diskussion und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Diskussion und Interpretation der demographischen Daten
5.2 Diskussion und Interpretation des deskriptiven Teils
5.3 Diskussion und Interpretation der Prüfstatistik

6. Schlusswort

7. Zusammenfassung

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang
9.1 Fragebogen
9.2 Tabellenteil

1. Vorwort/Einleitung

Die Idee, eine Stressumfrage für SozialpädagogikstudentInnen durchzuführen, entstand aus einem persönlichen Interesse heraus. So beschäftigte ich mich gedanklich schon seit fünf Jahren mit Stresserscheinungen junger, gebildeter Menschen – wie ich sie in meinem sozialen Umfeld zu Genüge beobachten konnte.

Da mir meine Position als Kommilitonin es deutlich erleichterte, genügend Personen für meine Umfrage in relativ kurzer Zeit zusammenzubekommen, führte ich diese Umfrage an SozialpädagogikstudentInnen der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule durch. Es geht mir aber vielmehr darum, die Stressbelastung von StudentInnen generell am Beispiel von SozialpädagogikstudentInnen darzustellen als speziell auf die Stressbelastung von SozialpädagogikstudentInnen einzugehen.

Mein Ziel war es einerseits, deskriptive Informationen zu gewinnen, anderseits gewisse Hypothesen zu bestätigen oder zu widerlegen, d.h. mein Untersuchungsbericht stellt eine Mischung zwischen deskriptiver und hypothesentestender Untersuchung dar.[1]

Zum deskriptiven Teil:

Hier war es mir wichtig herauszufinden,...

- wie die StudentInnen ihre eigene Stressbelastung einschätzen
- ob die StudentInnen Stressmerkmale aufweisen und wenn ja welche (Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, etc.)
- welchem Stresstyp die meisten der StudentInnen zuzuordnen sind (Sympathikotoniker versus Vagotoniker)
- welche Stressbewältigungstechniken die StudentInnen anwenden (Bereiche: “Entspannung“ z.B. Lesen, “Action“ z.B. Sport, “Mental“ z.B. Zeitplan, “Genussmittel“ z.B. Alkohol und “Sonstiges“ z.B. sich Aussprechen)

Zum hypothesentestenden Teil:

Meine Hypothesen zu Beginn der Untersuchung waren:

- StudentInnen, die meinen, dass Stress in erster Linie durch eigene Anforderungen entsteht, leiden weniger unter diesem als Studenten, die auch oder nur die Gesellschaft als Stressauslöser sehen
- Termin und Zeitdruck sowie mangelnde Bewegung erzeugen Stress
- Bestimmte Erfahrungen im Studium wirken stressauslösend (Überforderung, Prüfungsangst, etc.)
- Ein bestimmtes Erziehungsverhalten der Eltern führt zu späteren Stresserscheinungen (Überbehütung, Verplanung, etc.)
- Bestimmte Persönlichkeitseigenschaften haben eine stressfördernde Wirkung (Ehrgeiz, Perfektionismus, etc.)
- Finanzielle Schwierigkeiten rufen Stress hervor
- Bestimmte demographische Daten -wie z.B. das Geschlecht oder das Halten eines Haustieres- wirken sich positiv oder negativ auf das Empfinden von Stress und das Auftreten von Stressmerkmalen aus

Als übergeordnetes Ziel wollte ich dann anhand meiner Ergebnisse feststellen, ob es an unserer FH angebracht wäre, Anti-Stress-Seminare (-Gruppen) einzuführen – wie sie es schon an einigen Unis/Fach-hochschulen gibt.[2]

Nun möchte ich mich noch bei Ihnen, Herr Garhammer, für die anfängliche E-Mail-Unterstützung und natürlich bei den StudentInnen für die Fragebogenausfüllung ganz herzlich bedanken und hoffe, ein wenig Neugier auf meine Arbeit geweckt zu haben.

2. Klärung des Begriffes “Stress“, Hypothesenableitung sowie Ableitung der Fragestellungen anhand von Literatur

Zuerst einmal kurz zu dem Begriff “Stress“: Das Wort “Stress“ kommt „aus dem Englischen und bedeutet ursprünglich Anspannung, Verzerrung, Verbiegung, vor allem auf dem Gebiet der Materialprüfung, etwa von Metallen und Glas.“[3] Hans Selye, ein ungarisch-kanadischer Arzt, brachte den Begriff in die Medizin/Biologie und beschrieb damit die „Summe aller unspezifischen Wirkungen von Faktoren, die den Körper beeinflussen können.“[4] Gemeint waren damit „Belastungen, Anstrengungen und Ärgernisse,“ denen wir täglich „durch Lärm, Hetze, Frustrationen, Schmerz, Existenzangst und vieles andere ausgesetzt sind.“[5] Während anfänglich Stress also ausschließlich negativ betrachtet wurde, lernte man später den Stress in positiv anregenden Stress -den “Eustress“- und zerstörenden Stress -den “Distress“- zu unterscheiden.[6] Es wird davon ausgegangen, dass „Stress eine selbstverständliche körperliche Reaktion auf eine Herausforderung“ ist, die dem Menschen zum Handeln, zur Anpassung bewegt. Stress wandelt sich vom “Eustress“ zum “Distress“, wenn „die Beanspruchungen übermäßig sind“ und sich der Körper somit „fast ständig in erhöhter Alarmbereitschaft befindet.“[7] Der hier vorliegende Untersuchungsbericht beschäftigt sich ausschließlich mit dem “Distress“, der gemäß des allgemeinen Sprachgebrauches mit “Stress“ bezeichnet wird.

Bezüglich der Annäherung an das Thema “Stress bei StudentInnen“ habe ich viel Literatur über Stress im allgemeinen, aber auch spezielle Literatur über Stress bei StudentInnen gelesen und im Einklang mit meinen eigenen Interessen bestimmte Hypothesen und Fragestellungen abgeleitet. Zur Erläuterung dieses Vorgangs möchte ich -um meine Untersuchung (insbesondere die Fragebogenerstellung) so transparent wie möglich zu gestalten- im folgenden vor allem auf die einzelnen Items eingehen, die den Hypothesen und Fragestellungen Inhalt geben. Hierzu muss ich auch noch sagen, dass in meiner Literatur keine allgemeinen Problemdiskussionen, sondern gleich sehr konkrete Angaben vorzufinden waren, die eine gleichzeitige Aufbereitung der Hypothesenableitung und deren Operationalisierung meinerseits nahe legten. (ansonsten wäre wahrscheinlich eine unscharfe, äußerst gestelzte Abgrenzung das Produkt meiner Untersuchung geworden)

Mein persönliches Interesse für die Fragestellung fand sich schnell in alarmierenden Zahlen bestätigt: So leiden laut einer repräsentativen Studie der DAK (Deutsche Angestellten Kasse) 45 % der Befragten an Stress in Form von Zeit- und Termindruck. Bei Schülern und Studenten beläuft sich diese Zahl sogar auf 61%; über die Hälfte gab an, sich in Schule und Universität überfordert zu fühlen.[8] Eine andere Studie besagt, dass sich jeder fünfte Student durch „psychische Schwierigkeiten“ („Psycho-Stress“) beeinträchtigt fühle, wobei „Prüfungsangst, depressive Stimmungen, mangelndes Selbstwertgefühl und Arbeits- und Konzentrationsschwierigkeiten“ im Vordergrund stehen.[9]

Meine erste Hypothese, “StudentInnen, die meinen, dass Stress in erster Linie durch eigene Anforderungen entsteht, leiden weniger unter diesem als Studenten, die auch oder nur die Gesellschaft als Stressauslöser sehen“, findet sich so nirgends in der Literatur, sondern ist eher ein Schluss, den ich persönlich nach ausführlichem Literaturstudium gezogen habe. Denn obwohl es in einem Internetartikel sogar heißt, „Stress ist heutzutage eine Folge der hohen Ansprüche, die an uns in unserer modernen Gesellschaft gestellt werden [...] oder (der) Ansprüche, die wir an uns selber stellen“[10] sind die Stressbewältigungstechniken in diesem Artikel sowie in jeglicher von mir gelesenen Literatur nahezu immer auf das Individuum und nicht bzw. nur indirekt auf die Gesellschaft gerichtet.[11] Diese Tatsache gründet wohl in der Annahme, dass der Mensch sich erst selbst stärken muss, um für die Herbeiführung gesellschaftlicher Veränderungen fit zu sein. Dass es natürlich auch einfacher ist, an sich selber und eventuell noch im sozialen Nahraum (Familie, Freunde, etc.) kleine Veränderungen durchzuführen, als es mit der Gesamtgesellschaft als zwar sehr präsente jedoch schwer fassbare Größe aufzunehmen, versteht sich von selbst. Daher ist es meiner Meinung nach von Vorteil, von vorneherein diesen Blickwinkel zu haben, um sich aktiv mit dem Thema Stressbewältigung auseinander zu setzen und nicht angesichts der “Übermacht“ der Gesellschaft zu resignieren. (Leider sind nämlich Menschen, welche die Gesellschaft als entscheidenden Stressauslöser sehen und aus dieser Annahme heraus gesellschaftliches/politisches Engagement entwickeln, sehr rar gesät)

“Termin- und Zeitdruck sowie mangelnde Bewegung erzeugen Stress“ -meine zweite Hypothese- konnte ich aus einer Fülle von Quellen ableiten. “Termin- und Zeitdruck“ ist ein Stressor, der fast in jedem Stresstest abgefragt wird[12] und auch ein typisches Studentenproblem darstellt, wie bspw. Stangl in seinem Artikel “Arbeitszeit, Zeitplanung und Zeitmanagement“ beschreibt.[13] Auf Stress durch mangelnde Bewegung geht insbesondere Vester sehr intensiv ein und meint, dass wir “Städter“ uns heutzutage von einer „zunehmende(n) Bewegungsarmut [...] beherrschen lassen,“ die dem „Stress kräftig Vorschub leistet.“[14] Dies bestätigt Lindemann, demzufolge es für einen Menschen, der sich wenig bewegt, sehr schwierig ist, „körperlich und psychisch im Gleichgewicht zu bleiben.“[15]

Mittels meiner dritten Hypothese “Bestimmte Erfahrungen im Studium wirken stressauslösend“ soll die spezielle Stresssituation von StudentInnen beleuchtet werden. In dem Internetartikel “die psychologische Beratung“ werden die Verhaltensweisen “sich unter Leistungsdruck setzen“, “Büffeln bis zum Umfallen“, “Hemmungen haben, mit dem Lernen anzufangen“ sowie “Prüfungsangst“ als studententypisch beschrieben und als Auslöser von „Dauerstress und Denkblockaden“ betrachtet.[16] Dem Stressor “Redeangst“ ist ebenso wie dem Stressor “Prüfungsangst“ vom Studentenwerk Bremen ein ganzes Seminar gewidmet, mit dem Ziel, durch diese Stressoren erzeugte Studienschwierigkeiten zu vermeiden.[17] Das “Gefühl, nicht genügend für sein Studium zu tun“ beschreibt Stangl, wenn er meint, dass Studenten ein „schlechtes Gewissen“ als „Alibi“ benötigen, „weil sie durchaus das Gefühl haben, [...] mehr leisten zu können.“[18] Stress durch “Überforderung“ beklagen -wie bereits erwähnt- 61% der Schüler und Studenten,[19] aber auch der Stress durch “Unterforderung“ darf nicht unbeachtet bleiben. Zwar konnte ich zu diesem keine speziell auf Studenten bezogene Quelle finden, jedoch lassen sich die Äußerungen von Vester betreffend Stress durch “Unterforderung im Berufleben“ meiner Meinung nach gut auf die Studiumssituation übertragen.[20]

Meine vierte Hypothese “Ein bestimmtes Erziehungsverhalten der Eltern führt zu späteren Stresserscheinungen“ entstand aus einem besonderen Interesse meinerseits, das ich dann literarisch soweit wie möglich untermauerte und ergänzte. Mein erster Punkt “Überbehütung“ wird in der Literatur auch als “Regie der Eltern“ oder etwas liebevoller als „Nestwärme“ im Kontrast zur späteren “beängstigenden Freiheit“ beschrieben.[21] Je stärker eben diese “Nestwärme“ der Eltern ist, desto schwieriger stelle ich mir den Absprung in ein selbständiges Leben vor. In diesem Zusammenhang kann es dann schnell zu Überforderungsstress kommen. Die Stressoren “Verplanung durch Eltern“, “von Leistungen abhängige Liebe“ sowie “schlechter eigener Umgang der Eltern mit Stress“ lassen sich aus dem Internetartikel “Schulkinder im Stress“ der “Techniker Krankenkasse“ ableiten, der allerdings nicht auf Langzeitfolgen verweist.[22] In dem Buch “Kinder im Stress“ heißt es, dass „spätestens der Jugendliche in weiten Teilen selbst entscheiden (muss), wie er mit Stresssituationen umgeht“ und es am sinnvollsten ist, „bereits im Kindesalter ein Bewältigungspotential zu schaffen, das dann selbstbestimmt vom Jugendlichen genutzt werden kann.“[23] Durch Gespräche mit Menschen aus der “Eltern-Generation“ (Ergebnis: frühe Eigenverantwortung à besserer späterer Umgang mit Stress) erkannte ich, dass diese Aussage ruhig noch etwas erweitert werden konnte und formulierte den Stressor “fehlende frühe Eigenverantwortung“, der meiner Meinung nach zu einer stressfördernden Unselbständigkeit und späteren Überforderungsstress führen kann. Meine zwei Stressoren “schwer gefallene Ablösung von den Eltern“ sowie “Schwierigkeiten, auf eigenen Füßen zu stehen“ finden sich in ungefähr in einem Text des “Studentenwerkes Bremens“ wieder, der erklärt, dass „Leistungsstörungen, Ängste, Stimmungsschwankungen“, etc. manchmal in „tiefer liegenden Konflikten“ gründen, die oft mit der „ungeklärten Ablösung von den Eltern“ zusammenhängen.[24] Bei meinem letzten Stressor bezüglich dieser Hypothese “Häufigkeit des Kontaktes zu den Eltern“ muss ich sagen, dass ich hier nicht unbedingt eine hypothetische Annahme testen, sondern die “Fragen zum Studium“ lediglich abrunden wollte.

“Bestimmte Persönlichkeitseigenschaften haben eine stressfördernde Wirkung“ stellt meine fünfte Hypothese dar, wobei hier zu bedenken ist, dass Persönlichkeitseigenschaften zumindest anteilmäßig durch Erziehung geprägt sind und somit auch wiederum mit Kindheitserfahrungen zusammenhängen.[25] Auf die Frage, ob es bestimmte Persönlichkeitseigenschaften gibt, die anfällig für Stress machen, antwortet Prof. Dr. Siegrist, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie an der Universität Düsseldorf, mit einem eindeutigen “Ja“[26], in das sich zahlreiche von mir gelesene Autoren einreihen. Ich habe die Persönlichkeitseigenschaften herausgegriffen, die ich am häufigsten in der Literatur vorfinden konnte und die mich am meisten interessierten. So finden sich im Test “Sind Sie stressempfindlich?“ in Lindemanns “Anti-Stress-Programm“ beispielsweise die Persönlichkeitseigenschaften “Ehrgeiz“, “erhöhte Sensibilität“, “Überbesorgtheit“ und “Ängstlichkeit“.[27] Auf die Ausführungen des Arztes Dr. Dr. med. Mück, der eine gewisse Sozialkompetenz zur Verringerung von Stress für notwendig hält, gehen die Stressoren “nicht nein sagen können“ sowie die “Unfähigkeit, andere um einen Gefallen zu bitten“ zurück.[28] “Perfektionismus“ ist ein Stressor, den z.B. das “Studentenwerk Bremen“ innerhalb einer „Hitliste der häufigsten Zeitsünden“ von Studenten erwähnt.[29] Im Rangordnungsstreben der Menschen sieht Vester den “sich selbst auferlegten Zwang, mit Moden mitzuhalten“ begründet, der sich beispielsweise durch das Fahren einer bestimmten Automarke oder durch das Tragen stets modischer Kleidung äußert.[30] Die Annahme, dass ein “niedriges Selbstwertgefühl“ stressfördernd ist, entlehnt sich unter anderem aus dem Buch “Stress und Angst“, nach dem „Gefühle der Unzulänglichkeit, Unsicherheit, Minderwertigkeitsgefühle in bezug auf eigene Leistungen (sowie ein) mangelndes Selbstwertgefühl [...] Angst und psychologischen Streß“ bedingen können.[31]

“Finanzielle Schwierigkeiten rufen Stress hervor“, meine sechste Hypothese, findet sich unter der Überschrift “Streß zu Hause“ in eben erwähnten “Anti-Stress-Programm“ (gegenübergestellt mit “Streß im Beruf“) als ein Stressauslöser.[32] Auch in Stress-Bewertungstests wie z.B. dem von Mück ist dieser Stressor vertreten.[33]

Meine letzte Hypothese “bestimmte demographische Daten -wie z.B. das Geschlecht oder das Halten eines Haustieres- wirken sich positiv oder negativ auf das Empfinden von Stress und das Auftreten von Stressmerkmalen aus“ bezieht sich auf die Daten, die am Ende der Umfrage abgefragt werden. (“demographisch“ wurde in diesem Zusammenhang als ein sehr dehnbarer Begriff ausgelegt) Einige habe ich nur um den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Arbeit zu genügen aufgeführt[34], andere aus interessanten Tendenzen in der Literatur abgeleitet. “Geschlecht“ ist wohl eine Variable die beide Ansprüche erfüllt: Laut eines Artikels in der “Psychologie heute“ leiden gemäß einer repräsentativen Umfrage des “National Institute of Mental Health“ Frauen in jedem Lebensalter nach eigenen Angaben mehr unter Stress als Männer. (bspw. 44 % der 25 bis 59 jährigen Frauen im Vergleich zu 39 % der gleichaltrigen Männer) Dieser Unterschied erkläre sich dadurch, dass Männer und Frauen zwar im Berufsleben vergleichbaren Stress erfahren, jedoch sich Frauen zusätzlich für die Probleme ihnen nahestehender Menschen verantwortlich fühlen.[35] Allerdings weisen laut einer finnischen Studie Männer mehr physische Stressmerkmale auf wie Frauen.[36] Für eine Stressumfrage unter Studenten ist natürlich wichtig zu wissen, welchen zeitlichen Stellenwert das Studium einnimmt. Nach Stangl-Taller kann ein Mensch nämlich nur vier Stunden täglich für anspruchsvolle Tätigkeiten (z.B. Lernen von neuem Stoff) und weitere vier Stunden für halb anspruchsvolle Tätigkeiten (z.B. Suche von Literatur in der Bibliothek) verwenden.[37] Ein entscheidender Faktor ist auch, inwiefern neben dem Studium noch ein “Haushalt“ versorgt, “ein Kind/Kinder“ betreut (besondere Belastung alleinerziehend) oder eine “ andere Tätigkeit“ ausgeübt wird und somit weiteres Stresspotential vorhanden ist.[38] Stressabbauend kann das “Halten eines Haustieres“ am besten von einer Katze oder einen Hund wirken, wie amerikanische Forscher der Universität Buffalo herausgefunden haben. Wurden die Versuchspersonen Stresssituationen unter Beisein ihres Tieres ausgesetzt, erzielten sie weitaus bessere Ergebnisse als allein oder bei Anwesenheit ihres Partners.[39] Zudem ist es für die stressfreie Bewältigung des Alltags wichtig, genügend Schlaf zu bekommen. Das Schlafbedürfnis ist allerdings individuell sehr verschieden, wobei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bei Erwachsenen ein Schlaf zwischen 6 und 9 Stunden benötigt wird.[40] Zu wenig Schlaf schadet dem Immunsystem und dem Lernerfolg.[41]

Nun zu meinen deskriptiven Fragestellungen:

“Wie die Studenten ihre eigene Stressbelastung einschätzen“ und “ob die Studenten Stressmerkmale aufweisen und wenn ja welche“ sind besonders interessante Fragestellungen, da sie Bezugsgrößen zur Verifizierung meiner Hypothesen darstellen. Wenn von Stress gesprochen wird, ist die “subjektive Einschätzung“ -die erste Bezugsgröße- sehr entscheidend, denn was uns stresst, ist von unserer „persönlichen Konstitution“ und „persönlichen Erfahrungen“ abhängig.[42] Deswegen reicht es nicht, festzustellen, ob ein allgemein bekannter Stressor vorliegt, sondern es muss eine Korrelation mit der subjektiven Stresseinschätzung vorhanden sein. Die andere Bezugsgröße setzt sich aus einer Reihe anerkannter Stressmerkmale zusammen, die in den meisten Stresstests vorzufinden sind. Diese sind größtenteils physischer Natur und beruhen auf der durch die psychosomatische Forschung formulierten Annahme, dass „eine Vielzahl physischer Symptome und Erkrankungen einen mehr oder weniger direkten Zusammenhang mit psychischen Vorgängen“ aufweist.[43] So finden sich die Stressmerkmale “Probleme ein- bzw. durchzuschlafen“, “Müdigkeit am Tag trotz genügendem Schlaf“, “Kopfschmerzen/Magen-Darm-Beschwerden oder Herzbeschwerden“, “Häufige Erkrankungen“ sowie “Konzentrationsschwierigkeiten“ bspw. in einem Stress-Test im Internet.[44] Das “Studentenwerk Bremen“ spricht von “Leistungsstörungen“/“fehlender Zeit für Freizeit und Erholung“ und das Studentenportal “Studserv.de“ von “Unlust auf das Studium“ als typische Stressmerkmale von Studenten.[45] Zwei weitere Stressmerkmale nämlich “depressive Verstimmungen“ und “sexuelle Funktionsstörungen“ werden in dem Internetartikel “Ungesunde Höchstleistung“ als Folgen von Stress benannt.[46] Allerdings ist manchmal auch ein typisches Stressmerkmal gar nicht auf eine erhöhte Stressbelastung (Distress!) zurückzuführen, wie z.B. “keine Zeit zum Ausruhen und Entspannen“, weil man lieber seine Freizeit mit Action verbringt, “Konzentrationsprobleme“, weil man sich gerade frisch verliebt hat oder “Magen-Darm-Beschwerden“ als Nebenwirkungen eines Medikamentes.[47] Daher ist es wichtig, hier eine zweite Bewertungsstufe einzubauen, die dann anzeigt, ob vermutlich oder sicher Stress im Spiel ist oder dieser eindeutig ausgeschlossen werden kann. (→ Fragebogen im Anhang)

Die Frage “welchem Stresstyp die meisten der Studenten zuzuordnen sind“ basiert auf Vesters detaillierten Ausführungen zum Stresstyp des “Sympathikotonikers“ versus dem des “Vagotonikers“. Diese Aufteilung geht auf die Organe Sympathikus und Vagus des vegetativen Nervensystems zurück, die bei Stress aktiviert werden und dann verschiedene Körperreaktionen auslösen. Menschen lassen sich in “Sympathikotoniker“ und “Vagotoniker“ unterscheiden, je nachdem, ob in Stresssituationen der Sympathikus oder der Vagus die Oberhand gewinnt. (In sehr seltenen Fällen gibt es auch eine ausgeglichene Stressreaktion) “Sympathikotoniker“ sind eher unbeherrschte, temperamentvolle Menschen, die bei Stress zu Kopfschmerzen, Herzklopfen und generell zu Bluthochdruck neigen, während “Vagotoniker“ eher ruhig und ausgeglichen wirken (Kummer und Ärger wird “hinuntergeschluckt“) und bei Stress zu Magenbeschwerden und generell zu niedrigem Blutdruck tendieren.[48]

“Welche Stressbewältigungstechniken die Studenten anwenden“ ist insbesondere vor dem Hintergrund der Fülle an potentiellen Stressbewältigungstechniken interessant. Zur besseren Übersicht habe ich diese in meiner Umfrage (wertfrei) in die Bereiche “Entspannung“, “Action“, “Mental“, “Genussmittel“ und “Sonstiges“ aufgeteilt und möchte sie hier -gemäß der Literatur- zusätzlich in positive und negative Stressbewältigungstechniken aufteilen. Als positive Mittel zur Stressbewältigung empfiehlt das Buch “Anti-Stress-Programm“ dank der entspannenden Wirkung “Erholungsphasen/Pausen“, “Baden“, “Sauna“, “Yoga“, “Meditation/Autogenes Training“ und wenn möglich einen “Erholungsurlaub“.[49] Ergänzt werden diese entspannungsfördernden Mittel in dem Internetartikel “Stress und Entspannung“ noch durch “Lesen“ und “Musik Hören“.[50] Stress kann auch durch Action in Form von “körperlicher Liebe“[51], “Sport/Bewegung“[52] und “Ausgehen“[53] auf positive Art und Weise abgebaut werden. Zusätzlich stehen mentale Bewältigungstechniken wie “Prioritäten setzen“, “Ziele formulieren“, “Dinge nacheinander machen“, “Zeitplan erstellen“, “Selbsthilfe durch Bücher, Veranstaltungen oder Beratung“[54] sowie die “Überprüfung der Bedrohlichkeit von Stressfaktoren“[55] zur positiven Bewältigung von Stress zur Verfügung. Es werden in diesem Zusammenhang außerdem eine “Ernährungsumstellung auf frische, leichte Kost“, “ausreichend Schlaf“[56] und “sich Aussprechen“[57] empfohlen. Negativ dagegen ist z.B. das beliebte Entspannungsmittel “Fernsehen“ zu betrachten, da es eine „zusätzliche Reizüberflutung“ darstellt.[58] Von Genussmitteln zur Stressbewältigung ist generell eher abzuraten: “Süßigkeiten“ bremsen im ersten Moment die Ausschüttung weiterer Stresshormone, was aber schnell nachlässt und somit zu einem erneuten Naschbedürfnis und letztendlich zu einer Gewichtszunahme führt.[59] Koffein kann in zu hoher Dosis, wie sie durch “Kaffee“ als “Stresskiller“ schnell erreicht wird, Reizbarkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden verursachen.[60] “Rauchen“ ist sogar durch das Auslösen bestimmter Körperreaktionen, wie der Aktivierung des Sympathikus,

eher stressverstärkend – von den gesundheitlichen Langzeitfolgen mal ganz abgesehen.[61] “Alkohol“ schädigt mit steigender Menge zunehmend den Glucosestoffwechsel; fatalerweise wird dann „je weniger dieser funktioniert“, desto mehr Alkohol benötigt und anstelle von Kohlenhydraten „als Nahrung verwertet“, wodurch eine gefährliche Spirale entsteht.[62] Ähnlich den Genussmitteln verhält es sich mit “Medikamenten“ und “Drogen“, welche die Gefahr schädigender Nebenwirkungen und des Gewöhnungseffektes bergen.[63]

3. Darstellung der Untersuchungsmethoden

Die Untersuchungsmethoden gliedern sich in die Bereiche “Festlegung der Stichprobe“, “Fragebogenerstellung“, “Durchführung der Untersuchung“ und “Auswertung der Untersuchung“

3.1 Festlegung der Stichprobe

Wie ich schon im Eingangstext beschriebe habe, entschied ich mich aus praktischen Gründen meine Untersuchung an StudentInnen der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule durchzuführen. Eine Anzahl von 30 Personen (N = 30) erschien mir dabei in Anbetracht der Fülle an zu testenden Hypothesen und Fragestellungen vom Arbeitsaufwand her angebracht. (für die Größe von Stichproben gibt es kein allgemeingültiges Kriterium[64]) Zuerst spielte ich mit dem Gedanken, StudentInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen in meine Untersuchung aufzunehmen, verwarf ihn dann aber wieder, da ich meine Stichprobe erheblich hätte erweitern müssen, um unter diesen Vorraussetzungen annährend repräsentative Ergebnisse zu erzielen. So ging ich von der Grundgesamtheit aller SozialpädagogikstudentInnen aus, die sich zu diesem Zeitpunkt auf ca. 1.057 StudentInnen (Nges= 1.057) belief. (Angaben gelten für das Wintersemester 2002/2003)[65] Weiterhin plante ich meine Stichprobe durch eine bewusste Auswahl zu gewinnen, indem ich in Lehrveranstaltungen, die ich besuchte, an freiwillige Studenten die Bögen zu verteilen plante.[66] Diese Auswahl zog mit sich, dass ausschließlich StudentInnen des Hauptstudiums, die parallel mit mir eine Lehrveranstaltung besuchten und die von sich aus an meiner Umfrage teilnehmen wollten, überhaupt Chancen hatten, in meine Stichprobe zu gelangen. Ob unter genannten Umständen repräsentative Ergebnisse zu erreichen waren, ist natürlich fraglich, jedoch muss auch nicht für jede Untersuchung eine repräsentative Stichprobe konstruiert werden.[67]

3.2 Fragebogenerstellung

Als Erhebungsinstrument wählte ich die “Befragung“, die mir gegenüber der “Beobachtung“, der “Inhaltsanalyse“ und der “Soziometrie“ am ehesten geeignet schien, meine vielen Hypothesen und Fragestellungen in komprimierter und eindeutiger Form zu testen.[68] Aus demselben Grund entschied ich mich dann unter den Befragungsarten “Exploration“, “teilstrukturiertes Interview“ und “vollstrukturierte, standardisierte Befragung“ für die “vollstrukturierte, standardisierte Befragung“, die auch die wissenschaftlichste der Befragungsarten repräsentiert.[69] Um die Beeinflussung durch den Interviewer auszuschließen, fertigte ich einen Fragebogen an, der schriftlich, ohne mein Beisein, ausgefüllt werden sollte. (“quantitatives Verfahren“)[70]

Bei der Fragebogenkonstruktion orientierte ich mich formal zum einen an meinen Mitschriften aus “sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen I“ bei Herrn Wüstendörfer sowie dessen Studie betreffend “Jugendliche an Hauptschulen und ihre Vorbereitung auf Beruf- und Arbeitsmarkt“.[71] Zum anderen nahm ich mir die entsprechenden Ausführungen von Herrn Wellhöfer in “Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen“[72] und die Befragungen “Leben in Deutschland 2000“/“Leben in Deutschland 2002“ zum Vorbild.[73] Besonderen Wert legte ich bei der formalen Gestaltung auf konsequente Antwortmöglichkeiten, eine interessante Aufbereitung und ein ansprechendes Design. (weiteres wie Filterfragen, etc. → Fragebogen)

Inhaltlich boten mir meine vielen Literaturquellen (siehe “Hypothesenableitung sowie Ableitung der Fragestellungen anhand von Literatur“ á) und mein eigenes Interesse an der Fragestellung genügend Material. Hierzu muss ich sagen, dass das, was ich bereits an Literatur erwähnt habe, nur einen Bruchteil der wirklich von mir zu einzelnen Items gesammelten Literatur darstellt. So nahm ich mit Ausnahme der Standarddaten[74] nur Items in meine Untersuchung auf, die mit möglichst vielen Literaturquellen belegt waren (teilweise bis zu sieben Quellen pro Item) oder die mich ganz besonders interessierten.

Im Konfliktfall zwischen formaler Einfachheit und inhaltlicher Korrektheit entschloss ich mich für die inhaltliche Korrektheit. Ich schätzte nämlich das Risiko durch das Fehlen wesentlicher inhaltlicher Aspekte zu Falschaussagen zu gelangen weitaus höher ein als das Risiko, durch Überforderung hinsichtlich der Komplexität zu Falschaussagen zu gelangen. (das bezieht sich vor allem auf den Abschnitt “Stressmerkmale“, bei dem eine doppelte Wertung vorzunehmen war, die allerdings anschaulich an einem Beispiel erklärt wurde) Diesbezüglich möchte ich auch zu bedenken geben, dass es sich ja um eine Umfrage unter StudentInnen handelt, denen ein wenig vernetztes Denken wohl zugemutet werden kann.

Obwohl ich mich bemühte, den Fragebogen möglichst kurz zu halten, erhielt ich aufgrund meiner vielen Hypothesen und Fragestellungen sowie der Übersichtlichkeit halber zum Schluss acht Seiten.

Schließlich testete ich den Fragebogen noch in einem Pretest auf seine Verständlichkeit und seine zeitliche Beanspruchung an sechs Personen aus meiner Familie/meinen Bekanntenkreis und veränderte daraufhin noch ein paar Details. Die Zeit, die ein Student für meinen Fragebogen aufzuwenden hatte, betrug (trotz der immerhin acht Seiten!) gemäß meines Pretests zwischen sechs und zehn Minuten und bewegt sich somit im akzeptablen Bereich.[75]

3.3 Durchführung der Untersuchung

Der Befragungszeitraum erstreckte sich auf zwei Wochen Mitte Juni 2003 und fand somit kurz vor dem Prüfungszeitraum (ab 10. Juli 2003) statt. Daraus ergibt sich, dass meine Untersuchungsergebnisse bei einigen Studenten schon durch den Stress der Prüfungsvorbereitung gekennzeichnet waren.

Die Befragungen wurden in den Lehrveranstaltungsräumen von drei Vorlesungen des Hauptstudiums, vor oder in einer Pause der Lehrveranstaltung durchgeführt. Ich agierte dabei folgendermaßen, dass ich mich nach vorne stellte, um Aufmerksamkeit bat und kurz erklärte, was für eine Art von Untersuchung ich warum und mit welchem Ziel mit den StudentInnen durchführen wollte. Dann forderte ich (nach der ersten Umfrage eine bestimmte Anzahl) interessierte(r) StudentInnen auf, sich zu melden und stellte ein kleines Gummibärpäckchen als Belohnung für ihre Mühen in Aussicht. Nun verteilte ich an die freiwilligen StudentInnen die Fragebögen und die Gummibärchen und sammelte die ausgefüllten Fragebögen später wieder ein oder bekam sie von den StudentInnen zurückgegeben. Dabei bedankte ich mich und erkundigte mich, ob es bei der Befragung irgendwelche Unannehmlichkeiten gegeben habe. Bis auf zwei Studentinnen, die mit der Doppelwertung der Stressmerkmale anfänglich Probleme hatten, bekam ich nur positive Rückmeldungen.

Da die Teilnahme ja auf freiwilliger Basis erfolgt, betrug die Rücklaufquote 100%. Meine Stichprobe von N = 30 teilte sich nun auf in 7 Männer (n1 = 7) und 23 Frauen (n2 = 23).

3.4 Auswertung der Untersuchung

Für die Auswertung meiner Daten benutzte ich das Computerprogramm SPSS 11 und führte Verfahren der deskriptiven Statistik und der Prüfstatistik durch.[76]

Zur deskriptiven Statistik:

- Unabhängig vom Messniveau erhob ich für jedes Item die absoluten und die prozentualen Häufigkeiten in Form einer Kreuztabelle, bei der das Item “Geschlecht“ stets die unabhängige Variable darstellte
- Für Daten auf Nominalskalenniveau erstellte ich in der Regel als Graphik einen Kreis- oder ein Balkendiagramm. Standen sie im direkten Zusammenhang mit meinen Fragestellungen errechnete ich zusätzlich als “Maß des Zusammenhangs“ den “Cramers V“. (geeignet für zwei nominalskalierte Variablen, von denen die eine Variable mehr als zwei Ausprägungen hat [77])
- Für Daten auf Ordinalskalenniveau veranschaulichte ich im Einzelfall die Häufigkeiten durch ein Balkendiagramm. Immer erhob ich als “Maß der zentralen Tendenz“ den “Median“, als Streuungsmaße die “Spannweite“ [78] und die “Perzentile“ (“Quantile“), aus denen ich manuell den “Interquartil-Abstand“ (“IQR“) berechnete. Da ich meine ordinalskalierten Variablen mit der nominalskalierten Variable “Geschlecht“ in einer Kreuztabelle abbildete, musste ich mich hinsichtlich der “Maße des Zusammenhangs“ nach dem Nominalskalenniveau richten. (Denn Maße des Zusammenhangs zweier Variablen dürfen zurückgehend auf Wüstendörfer nur auf gleichem Messniveau errechnet werden, was gegebenenfalls durch “Zurückstufung“ der auf höherem Messniveau angesiedelten Variable erreicht wird) Daher berechnete ich für ausgewählte, ordinalskalierte Daten ebenfalls den “Cramers V“
- Für Daten auf Intervallskalen- oder Ratioskalenniveau erhob ich im Einklang mit der “Gaußschen Normalverteilung“ (signifikanter Unterschied zwischen beobachteter Verteilung und theoretisch zu erwartende Normalverteilung vorhanden) als “Maß der zentralen Tendenz“ den “arithmetischen Mittelwert“ und als “Streuungsmaß“ die “Standardabweichung“. Aus ebengenannten Gründen errechnete ich auch hier den “Cramers V“

Zur Prüfstatistik (ausgehend von einer unabhängigen Stichprobe):

- Unabhängig vom Messniveau erhob ich für jedes -für die Verifizierung meiner Hypothesen relevante- Item ( = unabhängige Variable) die absoluten und prozentualen Häufigkeiten in Form von zwei Kreuztabellen. Dabei stellte in der ersten Kreuztabelle das Item “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“, in der zweiten Kreuztabelle das Item “Stressfaktoren hohe Werte Zusammenfassung“ stets die abhängige Variable dar. War die Spaltensumme einer Ausprägung eines Items größer oder gleich fünf, wandte ich ein Testverfahren an
- Auf Nominalskalenniveau hatte ich leider nur ein einziges Item, das von der Verteilung der Häufigkeiten her für meine Untersuchung geeignet war. Da die erwarteten Häufigkeiten in den einzelnen Feldern unter fünf lagen und sich dies auch durch eine Verringerung der Spalten nicht lösen ließ, kam der Chi-Quadrat-Test nicht in Frage. Der Fisher-Yates-Test schied bis auf eben eine Ausnahme (→ Variable “Geschlecht“ unter demographische Daten) ebenfalls aus, da er nur mit einem inhaltlich äußerst “schwammigen“ Ergebnis durchführbar gewesen wäre
- Auf Ordinalskalenniveau waren durch meine (ordinalskalierten) abhängigen Variablen “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ und “Stressfaktoren hohe Werte Zusammenfassung“ automatisch alle anderen Daten angesiedelt. (Denn statistische Tests dürfen zurückgehend auf Wüstendörfer nur auf gleichem Messniveau ausgeführt werden, was gegebenenfalls durch “Zurückstufung“ der auf höherem Messniveau angesiedelten Variable erreicht wird) Hier führte ich den “Mann-Whitney-U“/“Wilcoxon-White-Test“ durch, der ab einer “Asymptotischen Signifikanz“ mit einem Wert von kleiner als 0,05 signifikante Ergebnisse liefert. (p ≤ 0,05%) Allerdings kann für relativ neue Zusammenhänge auch ein Signifikanzniveau mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 1,0 % (p ≤ 0,10%) verwendet werden, das ich dann für Zusammenhänge, auf die dieses Kriterium zutrifft, herangezogen habe. (ein extra Hinweis erfolgt an gegebener Stelle) [79]

4. Präsentation der Ergebnisse

Im folgenden sollen die wesentlichen Ergebnisse meiner Befragung anhand von Tabellen, Graphiken und Kommentierungen präsentiert werden.

4.1 Vorstellung der demographischen Daten

Als erstes möchte ich, um ein genaueres Bild über die von mir befragten StudentInnen zu vermitteln, einen kurzen Einblick in die erhobenen demographischen Daten (die nicht in meinen Fragestellungen und Hypothesen abgehandelt werden) geben.

Zu der Variable “Geschlecht“: Zu der Variable “Alter in Jahren“:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie im Fachbereich Sozialwesen üblich zeigen sich die männlichen Studierenden mit einer Anzahl von 7 zu 23 also ca. 23 % versus ca. 77% gegenüber den weiblichen deutlich in der Minderheit. Vom Alter her sind die Studenten im Schnitt mit fast 27 Jahren ca. 3,5 Jahre älter als die Studentinnen, wobei ihre Altersspanne von beinahe 4 Jahren mehr als doppelt so hoch ist wie die der Studentinnen von ca. 2 Jahren.

Zu der Variable “Familienstand“: Zu der Variable “Wohnsituation“:

(Angaben in Häufigkeit und Prozent) (Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Großteil der von mir befragten Studentinnen, nämlich ca. 65 % leben in einer Partnerschaft, knappe 9 % sind verheiratet und etwa 26 % ledig. Bei den Studenten überwiegt die Anzahl der Ledigen leicht mit ungefähr 57 % gegenüber den Studenten in einer Partnerschaft mit ca. 43%. Verheiratet war keiner der männlichen Studierenden.

Die Studentinnen leben mit einer entschiedenen Mehrheit von etwa 57% zusammen mit ihrem (Ehe-)partner. Dagegen wohnen nur ca. 30 % alleine und sogar nur 13% bei ihren Eltern.

Bei den Studenten leben im Vergleich mit ungefähr 43 % die meisten alleine, während jeweils etwa 29% bei den Eltern oder zusammen mit der Partnerin wohnen.

Zu der Variable “Schulabschluss“:

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fast 86 % der Studenten haben die Schule mit dem Fachabitur abgeschlossen, nur etwa 14 % erreichten die allgemeine Hochschulreife. Bei den Studentinnen belief sich die Zahl der Fachabiturientinnen auf ca. 70 % versus ca. 30 % Abiturientinnen.

Zu der Variable “monatlich netto zur Verfügung stehendes Geld“:

Die StudentInnen haben im Schnitt (“Median“) ca. zwischen 300 und 400 Euro monatlich netto zu ihrer freien Verfügung. Der Einzelbetrag variiert aber um ca. 300 Euro (“Interquartil-Abstand“ = “IQR“), so dass sich hier gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen StudentInnen vorfinden. (→ Tabellen 1.6.1, 1.6.2 im Anhang)

4.2 Vorstellung des deskriptiven Teils

Wie schon erwähnt hatte ich bestimmte Fragestellungen entworfen, die ausschließlich auf die Gewinnung deskriptiver Informationen gerichtet waren. Diese gewonnenen Informationen möchte ich nun etwas näher erläutern.

Betreffend die Fragestellung “wie die StudentInnen ihre eigene Stressbelastung einschätzen“:

Hier ist vorwegzunehmen, dass sich ein Student und zwei Studentinnen zu dieser Fragestellung nicht geäußert haben und somit die Gesamtanzahl hier anstatt N = 30 nur N = 27 betrug.

Einen interessanten Gesamteindruck vermittelt folgende Graphik:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nach dieser fühlten sich jeweils 10 StudentInnen und somit je 37% “etwas“ bzw. “ziemlich gestresst“, 5 (ca. 18 %) “nicht gestresst“ und 2 (etwa 7%) “sehr gestresst“. Durchschnittlich (“Median“) schätzen sich die StudentInnen “etwas gestresst mit einer Tendenz zu “ziemlich gestresst ein. Die Varianz (“IQR“) beläuft sich dabei auf ca. 1,5. (→ Tabelle 2.1.3 im Anhang)

Einbeziehung des Geschlechts:

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unter Einbeziehung des Geschlechts zeigen sich dann die weiblichen Studierenden ein wenig stressbelasteter als die männlichen Studierenden (“Cramers V“ = 0,280): So schätzen sich zwar jeweils 1 Student und 1 Studentin als “sehr gestresst“ (ca. 17 % versus ca. 5 %), jedoch 9 Studentinnen und damit etwa 43% im Vergleich zu 1 Studenten und damit etwa 17% als “ziemlich gestresst“ ein. Die Mehrzahl der Studenten fühlt sich mit einer Anzahl von 3 (50 %) “etwas gestresst“, während die Anzahl der Studentinnen hier mit 7 (ca. 33 %) in Verhältnis zu ihrer Gesamtanzahl niedriger ausfällt. “Nicht gestresst“ schätzen sich 4 Studentinnen und somit 19 % gegenüber 1 Studenten und somit ungefähr 17 % ein. (→ Tabelle 2.1.4 im Anhang)

Betreffend die Fragestellung “ob die Studenten Stressmerkmale aufweisen und wenn ja welche“ stelle ich jeweils drei Merkmale ausführlich in Tabellenform dar und gehe zusätzlich noch einmal auf die wichtigsten Ergebnisse ein. In die Wertung mit einbezogen wurden nur StudentInnen, die das jeweilige Merkmal auch mit Stress in Verbindung gebracht haben. (→ doppelte Wertung beim Fragebogen) Als hohe Werte gelten die Wertungen “oft“ und “immer“, als mittlere die Wertung “manchmal“ und als niedrige Werte die Wertungen “selten“ und “nie“.

Zu den Variablen “Probleme, ein- bzw. durchzuschlafen“ (N = 28), “Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden o. Herzbeschwerden“ (N = 27) und “Müdigkeit trotz genügendem Schlaf“ (N = 24):

(Angaben in Häufigkeit und Prozent; Codierung: “nie“ = 1; “selten“ = 2; “manchmal“ = 3; “oft“ = 4 und “immer“ = 5)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hinsichtlich aller drei Variablen dominieren eindeutig Häufigkeitszahlen in den Bereichen “nie“, “selten“ (niedrige Werte) und “manchmal“ (mittlere Werte), nur bei “Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden o. Herzbeschwerden“ gaben auch 40% (8) der Studentinnen (aber 0% der Studenten!) “oft“ oder “immer“ (hohe Werte) als Wertung an. Den höchsten Durchschnitt unter den StudentInnen erzielt die Variable “Müdigkeit trotz genügendem Schlaf“, die im Schnitt mit “manchmal“ (“Median“ = 2,65) bewertet wurde. Eine besonders große Bandbreite hinsichtlich der Wertung zeigt sich unter den StudentInnen bei der Variable “Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden o. Herzbeschwerden“ (IQR = 2,29). Ebenfalls bei dieser Variable lässt sich ein hoher positiver Zusammenhang (“Cramers-V“ = ,569) zwischen der Wertung und der Geschlechtszugehörigkeit nachweisen: Die weiblichen Studierenden gaben eindeutig höhere Wertungen als die männlichen Studierenden an.

Zu den Variablen “Erkrankungen“ (N = 28), “Konzentrationsprobleme“ (N = 27) und “Nervosität und Unruhe“ (N = 26):

(Angaben in Häufigkeit und Prozent; Codierung: “nie“ = 1; “selten“ = 2; “manchmal“ = 3; “oft“ = 4 und “immer“ = 5)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auch diese drei Variablen sind eindeutig durch Niedrigwerte bestimmt – die höchsten Werte finden sich noch bei der Variable “Nervosität und Unruhe“, die immerhin 25 % (5) der Studentinnen (und wieder 0% der Studenten!) mit “oft“ bewerteten. Der höchste Durchschnitt liegt ebenfalls bei der Variable “Nervosität und Unruhe“ vor, die bei einem “Median“ von 2,80 durchschnittlich mit “manchmal“ eingeschätzt wurde. Die Streuung fällt im Verhältnis zu den vorherigen drei Variablen eher mittelmäßig aus (“IQR“ = 1,36/1,38), bei der Variable “Konzentrationsprobleme“ konnte sie aus technischen Gründen (auch unter Präzisierung der Klassengrenzen keine Werte für Perzentile 75) nicht berechnet werden. Hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen der Wertung und der Geschlechtszugehörigkeit lässt sich bei der Variable “Erkrankungen“ feststellen, dass sich Studenten im beachtenswerten Maße (“Cramers-V“ = ,412) niedriger einstuften als Studentinnen.

Zu den Variablen “depressive Verstimmungen“ (N = 25), “Leistungsrückfall“ (N = 29) und “keine Lust auf das Studium“ (N = 20):

(Angaben in Häufigkeit und Prozent; Codierung: “nie“ = 1; “selten“ = 2; “manchmal“ = 3; “oft“ = 4 und “immer“ = 5)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Noch extremer wie bei den vorherigen Variablen sind die Wertungen im Niedrigbereich angesiedelt, was besonders deutlich bei der Variable “Leistungsrückfall“ wird, bei der ca. 96% (22) der StudentInnen und ca. 83% (5) der Studenten mit “gar nicht“ gestimmt hatten. So fallen auch die Medianzahlen sehr niedrig aus und die Wertung “selten“ (“Median“ = 2,13) bei der Variable “keine Lust auf das Studium“ repräsentiert hier den höchsten Durchschnittswert. Die höchste Varianz weist die Variable “depressive Verstimmungen“ mit einem “IQR“ von 1,77 auf. Ein Blick auf die Häufigkeiten in der Tabelle zeigt, dass der beachtenswerte positive Zusammenhang zwischen der Geschlechtzugehörigkeit und den Einstufungen bei der Variable “Leistungsrückfall“ (“Cramers-V“ = ,379) nur aufgrund der geringen Anzahl von Studenten zustande gekommen ist und keiner weiteren Interpretation bedarf.

Zu den Variablen “keine Energie für Freizeitaktivitäten“ (N = 27), “keine Zeit zum Ausruhen und Entspannen“ (N = 29) und “keine Energie zum Ausleben der Sexualität“ (N = 28):

(Angaben in Häufigkeit und Prozent; Codierung: “nie“ = 1; “selten“ = 2; “manchmal“ = 3; “oft“ = 4 und “immer“ = 5)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auch hier wieder konzentrieren sich die Häufigkeitsverteilungen auf die Wertungen “nie“, “selten“ und “manchmal“, lediglich in Bezug auf die Variable “keine Zeit zum Ausruhen und Entspannen“ stuften sich auch etwa 17% (4) der Studentinnen und etwa 33% (2) der Studenten bei “oft“ ein. Den höchsten Schnitt weist die Variable “keine Zeit zum Ausruhen und Entspannen“ auf, deren durchschnittliche Wertung (“Median“ = 2,47) knapp noch “selten“ mit der Tendenz zu “manchmal“ beträgt. Die Streuungswerte bewegen sich eher im mittleren Bereich, der höchste ist mit einem Wert von 1,38 (“IQR“) bei der Variable “keine Energie zum Ausleben der Sexualität“ zu verzeichnen. Ein hoher positiver Zusammenhang zwischen Wertung und Geschlechtszugehörigkeit zeigt sich bei der Variable “keine Energie für Freizeitaktivitäten“ und zwar dergestalt, dass die Studenten von diesem Stressmerkmal häufiger betroffen sind als die Studentinnen.

Betrachtet man alle 12 Stressfaktoren in der Zusammenfassung, fällt auf, dass die meisten StudentInnen keine hohen Werte (ca. 33% / 10) oder lediglich einen hohen Wert (ca. 33% / 10) angekreuzt haben. Zwei hohe Werte haben immerhin noch etwa 17% (5), während drei hohe Werte etwa 13 % (4) und vier hohe Werte sogar nur etwa 4% (1) aufweisen. Im Schnitt (“Median“) haben die StudentInnen lediglich einen hohen Wert angegeben. Außerdem wird deutlich, dass Studentinnen etwas häufiger mit Stressfaktoren konfrontiert sind als Studenten. (“Cramers-V“ = ,279) (→ Tabellen 2.14.1, 2.14.2, 2.14.3 im Anhang)

Die häufigsten Werte, die insgesamt genannt wurden, sind mit 80% (24) eindeutig die niedrigen Werte, gefolgt von den mittleren Werten mit 20 % (6). Keine/r der StudentInnen nannte am häufigsten hohe Werte. Hier urteilten die beiden Geschlechter auch sehr einheitlich. (“Cramers-V“ = ,079) (→ Tabellen 2.15.1, 2.15.2 im Anhang)

Betreffend die Fragestellung “welchem Stresstyp die meisten der StudentInnen zuzuordnen sind“:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie in meiner Graphik ersichtlich ordnen sich mit ca. 43% (13) die meisten Studenten dem Stresstyp des Vagotoniker zu. Als Sympathikotoniker sehen sich etwa 33% (10), etwa 30% (7) können sich keinen der Stresstypen zuordnen.

Einbeziehung des Geschlechts:

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unter Berücksichtigung der Geschlechtszugehörigkeit wird dann deutlich, dass sich ungefähr 86 % (6) der Studenten mit der Beschreibung des Vagotonikers identifizieren, hingegen dies bei den Studentinnen nur ungefähr 30% (7) tun. Diese sehen sich mit ca. 39% (9) eher als Sympathikotoniker(innen), während sich die Studenten nur mit ca. 14% (1) in der Beschreibung des Sympathikotonikers wiedererkannten. Interessant ist auch, dass sich immerhin etwa 30% (7) der weiblichen Studierenden keinen der Stresstypen zuordnen konnten, die männlichen Studierenden aber anscheinend keine Probleme mit der Zuordnung hatten. Insgesamt kann von einem ziemlich hohen Zusammenhang (“Cramers-V“ = ,480) zwischen Geschlechtszugehörigkeit und Zuordnung zu einem der Stresstypen gesprochen werden. (→ Tabelle 2.16.3 im Anhang)

Betreffend meine letzte Fragestellung “Welche Stressbewältigungstechniken die StudentInnen anwenden“:

Wie bereits erwähnt hatte ich die Stressbewältigungstechniken in die Bereiche “Entspannung“, “Action“, “Mental“, “Genussmittel“ und “Sonstiges“ aufgeteilt und möchte sie nun auch in dieser Reihenfolge präsentieren.

Als erstes sollen die Stressbewältigungstechniken der Studentinnen (n2 = 23) und der Studenten (n1 = 7) im Bereich “Entspannung“ anhand zweier Graphiken und entsprechender Erläuterungen veranschaulicht werden:

(Skala und Bezeichnungen sind von unten nach oben zu lesen; Mehrfachnennungen waren möglich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

An oberster Stelle in der Gunst der Studentinnen rangieren Fernsehen und Musik Hören, die jeweils von ca. 78 % (18) angekreuzt wurden. Etwa 61% (14) nehmen sich zur Stressbewältigung Erholungsphasen/Pausen und etwa 56 % (13) entspannen beim Baden. Jeweils etwa 48% (11) der Studentinnen schalten durch Lesen vom Alltagsstress ab oder gönnen sich -wenn möglich- gleich einen Erholungsurlaub. Sauna ist nur für 13% (3) eine geeignete Entspannungsmöglichkeit, Meditation/Autogenes Training sogar nur für ungefähr 9% (2). An letzter Stelle der verschiedenen Entspannungsmethoden steht Yoga, das lediglich von ca. 4% (1) der Studentinnen zum Stressabbau ausgeübt wird. (→ Tabelle 2.17.1 im Anhang)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auch die Studenten favorisieren aus dem Bereich “Stressbewältigung Entspannung“ Fernsehen und Musik Hören, wobei Fernsehen mit ca. 78% (7) noch vor Musik Hören mit ca. 71% (5) platziert ist. Wie bei den Studentinnen folgen nun die Erholungsphasen/Pausen mit etwa 61% (4). Lesen ist bei den Studenten zur Stressreduktion mit ungefähr 29% (2) nicht so beliebt wie bei den Studentinnen; an letzter Stelle steht bei den Studenten mit ca. 14 % (1) die Meditation/das Autogene Training. Erholungsurlaub, Yoga, Sauna und Baden wurde von keinem der Studenten angekreuzt. (→ Tabelle 2.17.1 im Anhang)

Als zweites stelle ich nun die Stressbewältigungstechniken der Studentinnen (n2 = 23) und der Studenten (n1 = 7) aus dem Bereich “Action“ anhand zweier Graphiken sowie entsprechender Erläuterungen vor:

(Skala und Bezeichnungen sind von unten nach oben zu lesen; Mehrfachnennungen waren möglich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit ca. 74% (17) ganz vorne in dieser Rubrik liegt bei den Studentinnen körperliche Liebe, die noch vor Ausgehen mit ca. 65% (15) genannt wurde. Relativ beliebte Stressbewältigungsmittel sind außerdem Sport und Bewegung, die mit etwa 56% (13) bzw. 43% (10) in der Häufigkeitsverteilung vertreten sind. (→ Tabelle 2.18.1 im Anhang)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wiederum stimmen Studenten und Studentinnen hinsichtlich ihrer Präferenzen überein und es können sich ähnlich den Studentinnen ca. 71% (5) der Studenten für körperliche Liebe und ca. 43% (3) (hier ist die Zahl bei den Studentinnen aber höher!) für Ausgehen als Stressbewältigungsmittel begeistern. Gleichauf mit Ausgehen rangiert bei den Studenten Sport mit ebenfalls etwa 43% (3); Bewegung setzen etwa 29% der Studenten gegen aufkommenden Stress ein. (→ Tabelle 2.18.1 im Anhang)

An dritter Stelle möchte ich die Stressbewältigungstechniken der Studentinnen (n2 = 23) und der Studenten (n1 = 7) aus dem Bereich “Mental“ mittels zweier Graphiken und entsprechender Erläuterungen aufzeigen:

(Skala und Bezeichnungen sind von unten nach oben zu lesen; Mehrfachnennungen waren möglich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Als mentales Stressbewältigungsmittel greift mit 87% (20) ein Großteil der Studentinnen auf die Methode des “Prioritäten Setzens“ zurück, viele -ca. 74% (17)- erstellen sich auch einen Zeitplan. “Konkrete, realistische Ziele zu formulieren“ sowie “Dinge nacheinander, nicht gleichzeitig zu machen“ sind mit etwa 56% (13) bzw. etwa 52% (12) ebenfalls Favoriten unter den mentalen Stressbewältigungstechniken. Weit abgeschlagen zeigt sich hingegen die “Überprüfung der Bedrohlichkeit von Stressfaktoren (ggf. Umdenken)“, die nur ungefähr 9% (2) der Studentinnen in diesem Zusammenhang anwenden. Selbsthilfebücher, -Veranstaltungen/Beratung werden von den Studentinnen überhaupt nicht zur Stressbewältigung herangezogen. (→ Tabelle 2.19.1 im Anhang)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In Bezug auf das erstplazierte mentale Stressbewältigungsmittel zeigen sich zwischen männlichen und weiblichen Studierenden noch keine Unterschiede, “Prioritäten Setzen“ steht bei den Studenten mit ca. 86% (6) gleichfalls hoch im Kurs. An zweiter Stelle rangiert allerdings bei den Studenten “Dinge nacheinander, nicht gleichzeitig machen“ mit etwa 71% (5), das von den Studentinnen erst an vierter Stelle genannt wurde. Darauf folgt mit ungefähr 43 % (3) der Zeitplan (bei den Studentinnen an zweiter Stelle) und dann mit jeweils ungefähr 29% (2) “konkrete, realistische Ziele setzen“ und die “Überprüfung der Bedrohlichkeit von Stressfaktoren (ggf. Umdenken)“. Gemäß den Studentinnen scheinen die Studenten Selbsthilfebücher, -Veranstaltungen/Beratung nicht zum Stressabbau zu nutzen. (→ Tabelle 2.19.1 im Anhang)

Als viertes präsentiere ich die Stressbewältigungstechniken der Studentinnen (n2 = 23) und der Studenten (n1 = 7) aus dem Bereich “Genussmittel“ mittels zweier Graphiken sowie entsprechender Erläuterungen:

(Skala und Bezeichnungen sind von unten nach oben zu lesen; Mehrfachnennungen waren möglich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei den Studentinnen zeigt sich hier ein recht eindeutiges Ergebnis: Der Verzehr von Süßigkeiten und Knabberzeugs ist mit circa 65% (15) der absolute Spitzenreiter unter den Genussmitteln, welche die Studentinnen zur Stressbewältigung zu sich nehmen. Nicht mal halb so viele Studentinnen -nämlich etwa 30% (7)- können sich für Rauchen als Genussmittel bei Stress begeistern, noch weniger -nämlich etwa 26 % (6)- für Kaffee. An letzter Stelle in der Gunst der Studentinnen steht der Genuss von Alkohol mit ungefähr 17% (3). (→ Tabelle 2.20.1 im Anhang)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Studenten haben im Gegensatz zu den Studentinnen keinen speziellen Favoriten, sondern bevorzugen mit jeweils ca. 57% (4) Süßigkeiten und Knabberzeugs gleichermaßen wie Kaffee zur Stressreduktion. Nun kommt Rauchen mit etwa 43% (3) und dann ebenfalls als Schlusslicht das Genussmittel Alkohol mit etwa 29% (2). (→ Tabelle 2.20.1 im Anhang)

An letzter Stelle sollen nun die Stressbewältigungstechniken der Studentinnen (n2 = 23) und der Studenten (n1 = 7) aus dem Bereich “Sonstiges“ mittels zweier Graphiken und entsprechender Erläuterungen veranschaulicht werden:

(Skala und Bezeichnungen sind von unten nach oben zu lesen; Mehrfachnennungen waren möglich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit ca. 92% (21) ist “sich Aussprechen” für die Studentinnen ein sehr wichtiges Stressbewältigungsmittel. Immerhin ca. 56% (13) achten auch auf regelmäßigen und ausreichenden Schlaf, während eine Ernährungsumstellung nur etwa 17% (4) zur Stressbewältigung einsetzen. Medikamenteneinnahme gegen Stress ist lediglich für ungefähr 4% (1) eine Lösung; die Verwendung von Drogen wird in diesem Zusammenhang nicht genannt. (→ Tabelle 2.21.1 im Anhang)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nicht ganz so beliebt wie bei den Studentinnen, aber dennoch an erster Stelle rangiert bei den Studenten “sich Aussprechen“ mit ca. 57% (4). Regelmäßig und ausreichend zu schlafen erleben etwa 43% (3) der Studenten als entstressend; Ernährungsumstellung, Medikamente und Drogen tauchen nicht in der Wertung der Studenten auf. (→ Tabelle 2.21.1 im Anhang)

Die Hauptgebiete der Stressbewältigung bei StudentInnen (die ungleiche Anzahl der verschiedenen Items der einzelnen Gebieten wurde rechnerisch ausgeglichen) stellen mit jeweils 30% (9) die “Stressbewältigung Action“ und die “Stressbewältigung Mental“ dar. Mit jeweils ca. 13% (4) sind die “Stressbewältigung Entspannung“ und die “Stressbewältigung Genuss“ vertreten. Bei ebenfalls ca. 13% (4) der StudentInnen war kein Hauptgebiet der Stressbewältigung zu erkennen. Mit einem “Cramers-V“ von nur ,032 urteilten die StudentInnen diesbezüglich auch sehr einheitlich. (→ Tabelle 2.21.1, 2.22.3 im Anhang)

4.3 Vorstellung der Prüfstatistik

Unter dem Oberbegriff “Prüfstatistik“ werden im folgenden meine anhand des “Mann-Whitney-U“/“Wilcoxon-White-Test“ verifizierten bzw. falsifizierten Hypothesen präsentiert.

Alle Hypothesen wurden anhand einer Kreuztabelle aus der zu testenden, unabhängigen Variable und den abhängigen Variablen “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ (N = 27) und “Stressfaktoren hohe Werte“ (N = 30) getestet. “Stressfaktoren hohe Werte“ ist dabei (siehe 4.2) eine Zusammenfassung der “oft“- und “immer“-Wertungen hinsichtlich der abgefragten Stressmerkmale. Es wird davon ausgegangen, dass mit steigender Anzahl der “oft“- oder “immer“-Wertungen auch von einer steigenden Stressbelastung gesprochen werden kann.

Eine generelle Regel war, dass auf die Ausprägung einer unabhängigen Variable mindestens 5 Stimmen entfallen mussten, damit sie in die Prüfstatistik einbezogen werden konnte.

Zur prüfstatistischen Berechnung wurden von den abhängigen Variablen “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ und “Stressfaktoren hohe Werte“ die geschlechtsübergreifenden Werte herangezogen, was impliziert, dass auch die Ergebnisse geschlechtsübergreifend ausfallen. Der Fettdruck in den Tabellen (Gesamt) verdeutlicht diese Vorgehensweise

Zu den Variablen “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ und “Stressfaktoren hohe Werte“:

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Betreffend meine erste Hypothese: “StudentInnen, die meinen, dass Stress in erster Linie durch eigene Anforderungen entsteht, leiden weniger unter diesem als Studenten, die auch oder nur die Gesellschaft als Stressauslöser sehen“:

Wie die nachstehende Tabelle verdeutlicht haben mit 80% (24) so viele StudentInnen die Stressursache “gesellschaftliche/eigene Anforderungen“ gewählt, dass die beiden anderen Ausprägungen nur noch 20 % (6) der Stimmen auf sich vereinen konnten.

Zu der Variable “Aussagen zum Thema Stress“:

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Daher war es unmöglich vernünftige prüfstatistische Ergebnisse zu erlangen, so dass diese Hypothese leider nicht getestet und somit weder verifiziert noch falsifiziert werden konnte.

Betreffend meine zweite Hypothese “Termin- und Zeitdruck sowie mangelnde Bewegung erzeugen Stress“:

Zu der Variable “Termin- und Zeitdruck“ (umkodiert):

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bezüglich der unabhängigen Variable “Termin- und Zeitdruck“, ausgetestet an der abhängigen Variable “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“, ergaben sich durch die Umcodierung für die Ausprägung “fast nie/manchmal“12 und für die Ausprägung “oft/immer“15 Wertungen. Hinsichtlich der abhängigen Variable “Stressfaktoren hohe Werte“ konnten dann bei der Ausprägung “fast nie/manchmal“ ebenfalls 12 und bei der Ausprägung “oft/immer“18 Stimmen für den “Mann-Whitney-U“/“Wilcoxon-White-Test“ verwendet werden.

Für die erste Kreuztabelle errechnet sich eine “Asymptotische Signifikanz“ mit einem Wert von 0,179, der somit über dem Signifikanzniveau von 0,05 liegt und daher zu einer Falsifizierung dieses Teils der Hypothese führt. (→ Tabelle 3.2.5 im Anhang)

Für die zweite Kreuztabelle wurde eine “Asymptotische Signifikanz“ mit einem Wert von 0,791 berechnet, der das Signifikanzniveau von 0,05 also weit übersteigt und dementsprechend auch nicht zu einer Verifizierung der Hypothese beitragen kann. (→ Tabelle 3.2.8 im Anhang)

Zu der Variable “Sport/Bewegung“ (umkodiert)

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Insgesamt weist die Ausprägung weniger als ein mal pro Woche“ der unabhängigen Variable “Sport/Bewegung“ (umcodiert) und der abhängigen Variable “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ 19 Wertungen auf, während die Ausprägung mehrmals die Woche/nahezu täglich“ mit 8 Wertungen vertreten ist. In Bezug auf die abhängige Variable “Stressfaktoren hohe Werte“ ist das Verhältnis der Ausprägung weniger als ein mal pro Woche“ zu der Ausprägung mehrmals die Woche/nahezu täglich“21 zu 9 Stimmen.

Bei der Durchführung des “Mann-Whitney-U“/“Wilcoxon-White-Tests“ an der ersten Kreuztabelle erhält man eine “Asymptotische Signifikanz“ mit einem Wert von 0,694, der demnach bei einem Signifikanzniveau von 0,05 eindeutig im Falsifizierungsbereich der Teilhypothese liegt. (→ Tabelle 3.3.5 im Anhang)

Der Wert der “Asymptotischen Signifikanz“ der zweiten Kreuztabelle übersteigt mit 0,671 das Signifikanzniveau von 0,05 gleichfalls beträchtlich, so dass wiederum die Hypothese hier nicht bestätigt werden kann. (→ Tabelle 3.3.8 im Anhang)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hypothese “Termin- und Zeitdruck sowie mangelnde Bewegung erzeugen Stress“ in keinem ihrer Teilaspekte bestätigt werden konnte.

Betreffend meine dritte Hypothese “Bestimmte Erfahrungen im Studium wirken stressauslösend“ (setzt sich aus sehr vielen Teilhypothesen zusammen):

Hier ist vorwegzunehmen, dass die Variable “Umstellung von Schule auf Studium“ -die sowieso eher als thematische Einstiegsfrage gedacht war- keine prüfstatistisch verwertbaren Zahlen lieferte und deswegen im folgenden nicht aufgeführt wird.

Zu der Variable “Überforderung im Studium“ (umkodiert):

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei der unabhängigen Variable “Überforderung im Studium“ (umcodiert) und der abhängigen Variable “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ entfallen auf die Ausprägung “trifft überhaupt nicht zu“12 und auf die Ausprägung “trifft etwas/ziemlich zu“5 Wertungen. Wird “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ durch die abhängige Variable “Stressfaktoren hohe Werte“ in der Kreuztabelle ersetzt, umfasst die Ausprägung “trifft überhaupt nicht zu“12 und die Ausprägung “trifft etwas/ziemlich zu“7 der abgegebenen Stimmen.

Die “Asymptotische Signifikanz“ der ersten Kreuztabelle beträgt 0,076 und liegt somit nur knapp über dem Signifikanzniveau von 0,05: D.h. es besteht durchaus eine gewisse Tendenz, dass StudentInnen, die sich in ihrem Studium etwas oder ziemlich überfordert fühlen, auch ein höheres Stressempfinden haben. Jedoch ist diese Tendenz zu schwach, um für eine Bestätigung der Teilhypothese auszureichen. (→ Tabelle 3.5.5 im Anhang)

Ganz anders verhält es sich da mit dem Wert der “Asymptotischen Signifikanz“ der zweiten Kreuztabelle, der mit 0,792 viel höher als das Signifikanzniveau von 0,05 ausfällt. Folglich kann die Teilhypothese “Überforderung im Studium führt zu mehreren, bestimmten Stressmerkmalen“ als falsifiziert betrachtet werden. (→ Tabelle 3.5.8 im Anhang)

Zu der Variable “Unterforderung im Studium“ (umkodiert)

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hinsichtlich der unabhängigen Variable “Unterforderung im Studium“ (umkodiert) und der abhängigen Variable “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“, ergaben sich für die Ausprägungen “trifft (überhaupt) nicht zu“14 und für die Ausprägung “trifft ziemlich/sehr zu“5 Wertungen. Die abhängige Variable “Stressfaktoren hohe Werte“ konnten dann bei der Ausprägung “trifft (überhaupt) nicht zu“17 und bei der Ausprägung “trifft ziemlich/sehr zu“5 Stimmen auf sich vereinen.

Für die erste Kreuztabelle errechnet sich eine “Asymptotische Signifikanz“ mit einem Wert von 0,928, der somit stark über dem Signifikanzniveau von 0,05 liegt und daher zu einer Falsifizierung dieses Teils der Hypothese führt. (→ Tabelle 3.6.5 im Anhang)

Für die zweite Kreuztabelle wurde eine “Asymptotische Signifikanz“ mit einem Wert von 0,870 berechnet, der das Signifikanzniveau von 0,05 also ebenfalls bei weitem übersteigt und dementsprechend auch nicht zu einer Verifizierung der Hypothese beitragen kann. (→ Tabelle 3.6.8 im Anhang)

Zu der Variable “Hemmungen, mit dem Lernen anzufangen“ (umkodiert):

(Angaben in Häufigkeit und Prozent)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Insgesamt betrachtet weist die Ausprägung “trifft (überhaupt) nicht zu“ der unabhängigen Variable “Hemmungen, mit dem Lernen anzufangen“ (umkodiert) und der abhängigen Variable “Selbsteinschätzung der aktuellen Stressbelastung“ 8 Wertungen auf, während die Ausprägung “trifft ziemlich/sehr zu“ mit 13 Wertungen vertreten ist. In Bezug auf die abhängige Variable “Stressfaktoren hohe Werte“ ist das Verhältnis der Ausprägung “trifft (überhaupt) nicht zu“ zu der Ausprägung “trifft ziemlich/sehr zu“8 zu 13 Stimmen.

Bei der Durchführung des “Mann-Whitney-U“/“Wilcoxon-White-Tests“ an der ersten Kreuztabelle errechnet sich eine “Asymptotische Signifikanz“ mit einem Wert von 0,675, welcher demnach bei einem Signifikanzniveau von 0,05 eindeutig im Falsifizierungsbereich der Teilhypothese liegt. (→ Tabelle 3.7.5 im Anhang)

Der Wert der “Asymptotischen Signifikanz“ der zweiten Kreuztabelle übersteigt mit 0,677 das Signifikanzniveau von 0,05 gleichfalls beträchtlich, so dass wiederum die Hypothese hier nicht bestätigt werden kann. (→ Tabelle 3.7.8 im Anhang)

[...]


[1] vgl.: Mitschrift bei WÜSTENDÖRFER: Drei Arten von Untersuchungen

[2] vgl. z.B.: http://www.uni-hamburg.de/studienberatung/tzgneu.pdf vom 04.01.05 oder http://www.studentenwerk-oldenburg.de/pre-oeff/saw_2000/00_juli2.pdf vom 04.01.05 oder http://www.fh-albsig.de/indexfh.htm?Studierende/studiumgenerale.htm~haupt vom 04.01.05

[3] VESTER: Phänomen Streß, S. 15

[4] LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 17

[5] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 15

[6] vgl.: ebenda

[7] vgl.: http://www.rhetorik.ch/Stress/Stress.html vom 04.01.05

[8] vgl.: http://www.oekotest.de/cgi/ra/ra.cgi?doc=S0248-28640-4-B vom 04.01.05

[9] vgl.: http://www.sciencegarden.de/meinung/200112/sxtress/stress.php vom 04.01.05

[10] vgl.: http://www.eft-info.com/4609/4582.html?*session*id*key*=*session*id*val* vom 04.01.05

[11] vgl. bspw. : http://www.uni-dortmund.de/ZIB/content/interview.htm vom 04.01.05 oder http://www.studentenwerk.bremen.de/files/main_info/ptb/ptb_seminare/ptb_seminare_main.php vom 04.01.05

[12] vgl. bspw.: https://www.sbk.org/index2.php?h_sNextSite=versicherte/online-services/stresstest/stresstest.php&h_sTitle=Stress-Test vom 04.01.05 oder http://dr-mueck.de/HM_Stress/HM_Stress-Bewertung.htm vom 04.01.05 oder LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 59

[13] vgl.:http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Stressbewaeltigung.shtml vom 04.01.05

[14] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 35

[15] vgl.: LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 77

[16] vgl.: http://www.uni-dortmund.de/ZIB/content/interview.htm vom 04.01.05

[17] vgl.: http://www.studentenwerk.bremen.de/files/main_info/ptb/ptb_seminare/ptb_seminare_main.php vom 04.01.05

[18] vgl.: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Stressbewaeltigung.shtml vom 04.01.05

[19] vgl.: http://www.oekotest.de/cgi/ra/ra.cgi?doc=S0248-28640-4-B vom 04.01.05

[20] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 121

[21] vgl. http://www.forschung-und-lehre.de/archiv/09-99/inverniz.htm vom 07.01.05

[22] vgl.: https://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/m02landesvertretungen/0859/02pressemitteilungen/032003/0109bschulkinder.html vom 04.01.05

[23] vgl.: LOHAUS/KLEIN-HESSLING: Kinder im Streß, S.57

[24] vgl.: http://www.studentenwerk.bremen.de/files/main_info/ptb/ptb_seminare/ptb_seminare_main.php vom 04.01.05

[25] vgl.: http://www.pearson-studium.de/media_remote/katalog/bsp/3827371058bsp.pdf vom 06.01.04

[26] vgl.: http://www.sozialnetz.de/ca/pq/yvy/ vom 06.01.05

[27] vgl.: LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 59/60

[28] vgl.: http://www.dr-mueck.de/HM_Stress/HM_Sozialkompetenz.htm vom 04.01.05

[29] vgl.: http://www.studentenwerk.bremen.de/files/main_info/ptb/ptb_seminare/ptb_seminare_main.php vom 04.01.05

[30] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 98/99

[31] vgl. SPIELBERGER: STRESS UND ANGST, S. 132

[32] vgl.: LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 68

[33] vgl. http://dr-mueck.de/HM_Stress/HM_Stress-Bewertung.htm vom 04.01.05

[34] vgl. WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 132

[35] vgl.: http://www.psychologie-heute.de/rs/rueck_o/frames/n_ru0304.html?/rs/rueck_o/p0304_h/u7_p.htm vom 09.01.05

[36] vgl. http://www.dr-mueck.de/HM_Stress/HM_Stress_Geschlecht.htm vom 04.01.05

[37] vgl.: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Stressbewaeltigung.shtml vom 04.01.05

[38] vgl. http://www.beratungsstelle.unibe.ch/de/workshops.html vom 09.01.05 sowie http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-13245,FF.html vom 09.01.05

[39] vgl.: http://www.psychosomaticmedicine.org/cgi/content/full/64/5/727?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&titleabstract=pets+stress&searchid=1105269753352_37&stored_search=&FIRSTINDEX=0&journalcode=psychmed vom 09.01.05

[40] vgl.: http://www.lzg-rlp.de/html/gt160704.html vom 09.01.05

[41] vgl.: http://www.readers-digest.de/presse/magazin/detail.mb1?set=magazin&subset=91 vom 09.01.05 sowie http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/wellness/service/2004_10_GEO_erkaeltung/print.html?linkref=geode_artikel_service_druckansicht&SDSID= vom 09.01.05

[42] vgl.: https://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/m02landesvertretungen/0859/02pressemitteilungen/032003/0109bschulkinder.html vom 04.01.05

[43] vgl.: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Stressbewaeltigung.shtml vom 04.01.05

[44] vgl.: http://www.pal-verlag.de/stress-test.php vom 08.01.05

[45] vgl.: http://www.studentenwerk.bremen.de/files/main_info/ptb/ptb_seminare/ptb_seminare_main.php vom 04.01.05 sowie http://www.studserv.de/studium/stress.php vom 08.01.05

[46] vgl.: http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/03fitandwell/03wellnessentspannung/03stressbuero/01ungesundehoechstleistung/ungesundehoechstleistung.html vom 04.01.05

[47] vgl.: http://www.rhetorik.ch/Stress/Stress.html vom 04.01.05

[48] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 46-49 und S. 64/65

[49] vgl.: LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 134/135, S. 143, S. 93-100, S.120-123, S. 125-132, S. 150

[50] vgl.: http://www.rhetorik.ch/Stress/Stress.html vom 04.01.05

[51] vgl.: http://www.eft-info.com/4609/4582.html?*session*id*key*=*session*id*val* vom 04.01.05

[52] vgl.: http://www.unitrain.at/karriere/infos_fuer_berufstaetige_artikel.php?ArticleType_ID=6&Article_ID=497 vom 08.01.05

[53] vgl.: http://www.studserv.de/studium/stress.php vom 08.01.05

[54] vgl.: http://www.studentenwerk.bremen.de/files/main_info/ptb/ptb_seminare/ptb_seminare_main.php vom 04.01.05

[55] vgl. SPIELBERGER: STRESS UND ANGST, S. 110, S. 112

[56] vgl.: http://www.studserv.de/studium/stress.php vom 08.01.05

[57] vgl.: LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 116/117

[58] vgl.: http://www.fh-rottenburg.de/organisation/didaktik/dateien/planhilfen/s-pruef.pdf vom 08.01.04

[59] vgl.: http://www.ikk.de/ikk/generator/ikk/aktiv-und-gesund/entspannung-und-schoenheit/3052,i=l.html vom 08.01.04

[60] vgl.: LINDEMANN: Anti-Stress-Programm, S. 61 und http://petri-apotheke-olching.de/themen/gesund/coffein.htm vom 08.01.05

[61] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 287/288

[62] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 285

[63] vgl.: VESTER: Phänomen Streß, S. 133

[64] vgl.: http://www.rrz.uni-hamburg.de/la2002_03/2004_arg/3_Verallgemeinerung/Gelt_Bed_Verallgemeinerung.pdf vom 09.01.05

[65] vgl.: http://www.fh-nuernberg.de/ vom 09.01.05

[66] vgl. WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 109/110

[67] vgl.: WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 65

[68] vgl.: WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 110 ff.

[69] vgl.: WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 123-128

[70] vgl.: WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 128-134 sowie Mitschrift bei WÜSTENDÖRFER: Die schriftliche Befragung als Beispiel eines quantitativen Verfahrens

[71] vgl.: Mitschrift bei WÜSTENDÖRFER: Die schriftliche Befragung als Beispiel eines quantitativen Verfahrens und FRANK/WÜSTENDÖRFER: Jugendliche an Hauptschulen und ihre Vorbereitung auf Beruf- und Arbeitsmarkt, S. 1-6

[72] vgl.: WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 129-132

[73] vgl.: O.A.: Leben in Deutschland – Personenfragebogen für alle/Zusatzfragebogen: “Jugend“. S. 2-24/S. 1-36

[74] vgl.: WELLHÖFER: Grundstudium Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen, S. 132

[75] vgl.: Mitschrift bei WÜSTENDÖRFER: Die schriftliche Befragung als Beispiel eines quantitativen Verfahrens

[76] vgl.: WÜSTENDÖRFER: Einführung in die Statistik, S. 1.-228 sowie WELLHÖFER: SMART-Einführung in SPSS11, S. 1-8

[77] vgl.: http://www.lrz-muenchen.de/~wlm/ein_voll.htm vom 10.01.05

[78] vgl.: http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/hjawww/glossar/node54.html vom 10.01.05

[79] vgl.: WÜSTENDÖRFER: Einführung in die Statistik, S. 197

Ende der Leseprobe aus 141 Seiten

Details

Titel
Stresserscheinungen bei StudentInnen - aufgezeigt am Beispiel von 30 SozialpädagogikstudentInnen -
Hochschule
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Veranstaltung
Sozialwissenschaftliche Methoden und Arbeitsweisen
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
141
Katalognummer
V53352
ISBN (eBook)
9783638488242
Dateigröße
1317 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit stellt eine wissenschaftliche Untersuchung unter Verwendung des SPSS-Programms dar. Über 80 Seiten Anhang!
Schlagworte
Stresserscheinungen, StudentInnen, Beispiel, SozialpädagogikstudentInnen, Sozialwissenschaftliche, Methoden, Arbeitsweisen
Arbeit zitieren
Katja Bibic (Autor), 2005, Stresserscheinungen bei StudentInnen - aufgezeigt am Beispiel von 30 SozialpädagogikstudentInnen -, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53352

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