Diese Arbeit untersucht Heinrich von Kleists "Der Zerbrochne Krug" und geht hierbei auf das Zusammenspiel von Lustspiel und Gerichtsverhandlung. Dieses Werk befasst sich im Vordergrund mit dem sonderbaren Umstand, dass ein Richter über sein eigenes Vergehen zu urteilen hat und infolgedessen den Versuch anstrebt, seine Tat nicht publik werden zu lassen. Dass der Untertitel eines Lustspiels innerhalb des Werks in seiner ursprünglichen Bedeutung nur bedingt zum Tragen kommt und die komischen Umstände im Rahmen einer Gerichtsverhandlung tatsächlich einen tragischen Nachklang beinhalten, soll in dieser Arbeit kenntlich gemacht werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffserklärung Lustspiel
- Die Gerichtsverhandlung als Justizkritik
- Die Tragik des Lustspiels
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert Heinrich von Kleists Lustspiel "Der zerbrochne Krug" und untersucht das Zusammenspiel von Lustspiel und Gerichtsverhandlung. Die Arbeit zeigt, dass die komischen Elemente des Lustspiels innerhalb der Gerichtsverhandlung eine tragische Dimension annehmen.
- Die Definition des Lustspiels im Vergleich zur Komödie.
- Die Gerichtsverhandlung als Medium der Justizkritik.
- Die Darstellung von Korruption und Machtmissbrauch innerhalb des Gerichts.
- Die Rolle der verschiedenen Figuren und ihre Beweggründe.
- Die Frage, inwiefern das Stück eine tragische Dimension aufweist.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt das Lustspiel "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist vor und beschreibt den zentralen Konflikt des Stücks: Ein Richter muss über sein eigenes Vergehen urteilen.
Begriffserklärung Lustspiel
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Definition des Lustspiels. Es wird der Unterschied zwischen Lustspiel und Komödie herausgearbeitet.
Die Gerichtsverhandlung als Justizkritik
In diesem Kapitel wird die Gerichtsverhandlung im "Zerbrochenen Krug" als Medium der Justizkritik analysiert. Das Kapitel beleuchtet die Korruption und den Machtmissbrauch, die durch die Figuren des Stücks dargestellt werden.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Textes sind: Lustspiel, Komödie, Gerichtsverhandlung, Justizkritik, Korruption, Machtmissbrauch, Tragik, Heinrich von Kleist, "Der zerbrochene Krug".
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Kleists „Der Zerbrochne Krug“?
Das Stück handelt von dem Dorfrichter Adam, der über eine Tat urteilen muss, die er selbst begangen hat, und dabei verzweifelt versucht, seine Schuld zu verbergen.
Warum wird das Werk als Lustspiel bezeichnet?
Es nutzt komische Situationen, Sprachwitz und die Entlarvung eines Lügners, um das Publikum zu unterhalten, obwohl die Hintergründe oft ernst sind.
Welche Justizkritik übt Kleist in dem Stück?
Kleist kritisiert die Korruption, den Machtmissbrauch und die Willkür der damaligen Justiz, indem er zeigt, wie ein Richter das Recht zu seinem eigenen Vorteil beugt.
Was symbolisiert der zerbrochene Krug?
Der Krug steht symbolisch für die verletzte Ehre Eves, die gestörte Ordnung im Dorf und letztlich für die fadenscheinige Moral des Richters.
Inwiefern hat das Lustspiel eine tragische Dimension?
Die Tragik liegt in der Ohnmacht der unschuldigen Figuren (wie Eve) gegenüber der korrupten Macht und der Erkenntnis, dass Gerechtigkeit nur durch Zufall ans Licht kommt.
Was unterscheidet ein Lustspiel von einer Komödie?
In der Literaturwissenschaft wird das Lustspiel oft als eine Form gesehen, die stärker auf die Charakterzeichnung und eine tiefgründigere, oft nationale Thematik setzt als die rein auf Lachen ausgerichtete Komödie.
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- Philip Ring (Author), 2019, Lustspiel und Gerichtsverhandlung in Heinrich von Kleists "Der Zerbrochne Krug", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/534842